Forum: Auto
Fahrverbotsurteil: So zerfiel der GroKo-Dieselkompromiss in sieben Tagen
Getty Images

Die Berliner Fahrverbote sind der nächste Tiefschlag für die Große Koalition in der Dieselkrise. Zentrale Beschlüsse des jüngsten Gipfels sind praktisch wertlos. Die Chronologie des Scheiterns.

Seite 12 von 22
Nietzsche 10.10.2018, 06:54
110. Das müsste eigentlich jeder verstehen

Zitat von HH1960
M.E. ist das sehr gut so und ich hoffe, die nächste Niederlage steht bei den neuen Grenzwerten ins Haus. Vom Umweltschutz einmal abgesehen, halte ich das Vorgehen der Kanzlerin für kontraproduktiv. Zuviel Schutz für eine veraltete Industrie macht diese bestimmt nicht fit für die Zukunft. Das Geschäftsmodell der dt. Automobilindustrie ist so nicht zukunftsfähig.
China wird unserer Autoindustrie den Rang ablaufen, wenn unsere Autoindustrie weiterhin unter Naturschutz steht. Wofür sich bewegen, wofür teure Innovationen, wenn ich doch unter dem Schutz der Regierung gutes Geld mit alter Technologie verdienen kann?
Vorstände denken leider immer mehr quartalsweise.
Am Ende wird es sich rächen. Denn weder Europa, und schon gar nicht Deutschland, sind der Nabel der Welt.
Das Klima ist dabei völlig egal, ich will jetzt gut leben. Das Klima ist in Zukunft ein Problem der muslimischen Gemeinden in Deutschland. Daher egal. Aber wenn die Wirtschaft stark bremst und weniger Steuereinnahmen generiert werden, wird es erstmal so richtig ungemütlich in Deutschland. Und bei uns hängt halt sehr viel an der Automobilindustrie.
Versuchen sie mal den Goldstücken der Grünen, deren Menschengeschenk, das Geld zu kürzen, wenn die Steuereinnahmen nicht mehr sprudeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rstof 10.10.2018, 06:54
111. Totalversagen der Regierung

Ich habe von vorneherein nicht geglaubt, dass bei dem Dieselgipfel was vernünftiges herauskommt.
Die Mitglieder dieser Regierung sind derart mit sich selbst beschäftigt, dass jedes vorankommen dieses unseres Landes blockiert wird.
Dieses findet auf allen Ebenen statt und wird von den Bürgern wohl auch nicht mehr lange toleriert werden.
Die CSU wird am Sonntag die erste Quittung ihrer "hervorragend" arbeitenden Verkehrsminister bekommen.
Eins wirkt sich bei den Lobbyistenlakaien (Politiker) immer noch am besten aus: Arbeitsplatzverlust!!!
Denn dass steht denen bevor.
Fragt schon mal bei der FDP nach, die haben Erfahrung damit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nietzsche 10.10.2018, 07:05
112. Und wenn die den nächsten Autoladen stürmen,

Zitat von Leser1000
....in der Automobilindustrie. Wird das Urteil so rechtskräftig ist die Umrüstung vom Tisch.Denn wenn sogar Euro 6 ausgesperrt wird kann ich eine Umrüstung von Euro 5 vergessen. M.E. läuft es jetzt auf die blaue Plakette hinaus jedenfalls mittelfristig. Alles andere ist unpraktikabel. Trotzdem sollte der Dieselfahrer m.E. nicht in Panik verfallen. Bis alles umgesetzt ist dürften wieder 1 BIS 2 Jahre ins Land gegangen sein. Also nicht gleich den nächsten Autoladen stürmen sondern abwarten.
wird es doch wieder ein SUV oder ein PS-Monster. Hier im Forum will man einfach nicht begreifen, das nicht die Automobilindustrie der Umweltschädling ist, sondern der Autofahrer. Die Industrie stellt nur die Produkte her, die der Verbraucher will. Es gab schon 2-Liter Autos, wurden aber nicht verkauft. Geht ja schließlich nicht um die Umwelt sondern um "Freude am Fahren".Man will mir doch nicht erzählen, das die Verbraucher zum Diesel gegriffen haben, weil der angeblich umweltfreundlicher war. Nach dem Motto "Uh, ich kaufe mir einen Diesel und tue was für die Umwelt" Quatsch. Was der Verbraucher gedacht hat war "Geil, ich kaufe mir einen 180 PS Diesel, der hat einen bärenstarken Antritt. Außerdem wird das Fahren meines 2 Tonnen SUVs billiger" Deswegen, verschont mich mit der Heuchelei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ugroeschel 10.10.2018, 07:05
113. Keine Lieferungen mehr mit Diesel LKW + anderen Dieselfahrzeugen

Dann werden die die Geschäfte in den betroffenen Straßen wohl nicht mehr beliefert werden können. Das ist alles nicht zu Ende gedacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon_1206707 10.10.2018, 07:06
114. So ein unglaublicher Schwachsinn

denn es gibt keinerlei Alternative zu einem z.B. Diesel EU 6 Transporter. Wenn es irgendeine halbwegs vernünftige Alternative gäbe, könnte man diese Diskussion noch nachvollziehen. Da es diese nicht einmal gibt, würden alle Handwerksbetriebe, Transportunternehmen, Krankenwagen usw. Nichts mehr liefern können, sollten Fahrverbote drohen und die Geschädigten werden dann so lange auf die Straße „gehen“, bis diejenigen, welche aus Unwissenheit unsinnige Diskussionen anzetteln, es deutlich zu spüren bekommen.
Nämlich dann, wenn der Krankenwagen gesperrte Straßen nicht mehr anfährt, kein Obst mehr geliefert wird, Theater keine Gastspiele mehr anbieten, keine Shuttles zum Flughafen fahren usw. Wie kann man nur so unsachliche Diskussionen ohne Alternativen beginnen. Das kann man nur als ziemlich dumm bezeichnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
K:F 10.10.2018, 07:08
115. Politiker leben auf Wolke 7

Die Berliner Schwachmaten nehmen für sich in Anspruch, Primat der Politik zu sein. Pustekuchen. Die deutschen Gerichte sind der Primat. Die Politiker sind nur Marionetten der Automafia. Eine Schande..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ein Mechaniker 10.10.2018, 07:09
116. Definiere 'Kompromiss'

Vielleicht ist jemand so nett und sucht noch mal die Definition von Kompromiss heraus. Mein Verständnis ist, dass sich dazu alle Beteiligten bewegen. Genau das passiert aber nicht. Die Seite, die mit ihrer Prozesslawine die Fahrverbote ja überhaupt erst initiiert hat, bewegt sich keinen Millimeter. Fahrverbot jetzt auchbfur EURO6,Fahrverbot am liebsten im letzten 5.000 Seelenkaff, nachrüsten natürlich auch von irgendwelchen Gurken mit 320.000 km auf dem Tacho, am liebsten demnächst ein erneutes halbieren der Grenzwerte. Dabei hätte auch die DUH ein Mittel zum tragbaren Kompromiss in der Schublade. Es gibt ein umfassendes Gutachten [www.duh.de/presse] zur City-Maut von der Kanzlei Geulen und Klinger, welches die rechtliche Seite beleuchtet. Man müsste das jetzt mit einer vernünftigen wirtschaftlichen Komponente vervollständigen. Sinvolle Staffelung der Gebühren nach Fahrzeugalter und Schadstoffausstoss sowie eine Abtrennung zur Fragestellung nach Schadensersatz gegen die betroffenen Hersteller für 'Defeat Devices'. Fertig wäre der Kompromiss. Nur kommt der nicht, offenbar weil der maßlos eitle Geschäftsführer der DUH austesten möchte, ob man ineffiziente Nachrüstung um unvorstellbare 30 - 40 Milliarden Gesamtkosten durchgesetzt bekommt - einfach "weil man's kann"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
romeov 10.10.2018, 07:10
117. Bezahlen werden wieder die kleinen Krauterer

nämlich die, die von der Kanzlerin in den Eröffnungsreden zur IAA gehört haben, wie fortschrittlich und zukunftsweisend die deutsche Automobiltechnik sei. Den Politikern selbst ist es doch egal, den Fuhrpark bezahlen doch genau die, die nochmals geschröpft werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
die_WahrheitXXL 10.10.2018, 07:12
118. Berlin (und damit der Deutsche Michel) zahlt den Preis

für 13 Jahre vergangenheitsbezogene Politik. Absolut zukunftsfeindlich. Und jetzt wird gejammert man befürchte Jobverluste in der Autoindustrie. Anstatt rechtzeitig die Industrie umzustellen für die Zukunft basteln Merkel und Co lieber am Diesel weiter. Jobverluste erwarten nicht nur die Autoindustrie. In Berlin wird es bald auch viele neue Jobs geben. Hoffentlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nietzsche 10.10.2018, 07:15
119. Danke,

Zitat von k70-ingo
In erster Linie amüsant ist für mich als Besitzer eines alten Diesel das mediale Affentheater. Ich habe mir die mittlerweile merklich qualmende und rappelnde Dieselkiste aus sorgfältig durchdachter Strategie: günstig kaufen, bis zum technischen Exitus runterreiten und dann ins Ausland verscherbeln. Das ganze Verbotsbohei ist mir ebenso wurst wie die realen Abgaswerte, wohne ich doch auf dem Land, wo uns das ganze Verbotsgedöns nicht schert. Fahre ich mal in eine verbotene Stadt, ignoriere ich die Fahrverbote, da sie eh nicht kontrolliert werden, kontrolliert werden können. Den Restwert nach der Nutzung habe ich von vornherein mit null kalkuliert. Alles, was ich dann noch für die Kiste kriege, verbuche ich als Reingewinn. Ich finde meine Kalkulation nicht dumm, sondern ziemlich clever.
endlich ist mal jemand ehrlich. Ich kann das Geheule hier über die böse Industrie und die böse Politik auch nicht ab. Als ob jemand beim Kauf seines 3 Liter Hubraum Diesel, oder seines Diesel-SUV Panzers an die Umwelt gedacht hat. Auch der Golffahrer braucht in seiner Karre keine 170 PS. Die hat er dann natürlich als Diesel, damit der Verbrauch nicht so hoch ist. Nicht aus Umweltschutzgründen.
Mir ist das Klima auch egal, daher würde ich es so machen wie sie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 22