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Fahrzeuge schlucken zu viel Sprit: China stoppt Bau von 553 Automodellen - auch VW be
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China ergreift drastische Maßnahmen gegen Spritschlucker: Zum Jahresstart hat Peking den Bau von 553 Modellen untersagt, die nicht die staatlichen Verbrauchsvorgaben erfüllen. Betroffen sind auch Joint-Ventures, an denen VW und Daimler beteiligt sind.

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HEK001 02.01.2018, 12:24
10. Wann wachen die Autobauer auf?

Vor ein paar Jahren hörte ich einen Vortrag von "Autopapst" Dudenhöfer, in dem der darlegte, dass für die deutschen Autobauer der Inlandsmarkt weit weniger wichtig sei als der chinesische, da dort die Umsatzzahlen explodierten.
Jetzt haben die deutschen Autobauer nicht nur auf dem europäischen Markt die Entwicklung (E-Mobilität und Hybride) wieder einmal gründlich verschlafen, sie setzen auch und gerade in China auf den Absatz der Top-Modelle, der Statussymbole. Währenddessen gibt es längst chinesische E-Autos, auch Südkorea und Japan ist den deutschen voraus. Tesla sowieso. Wenn denen nicht bald etwas Neues einfällt, dann Gute Nacht, VW, BMW, Mercedes & Co.!

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2cv 02.01.2018, 12:25
11. Hier die Liste en Detail

auf dieser Website lassen sich wohl die Modelle finden:
http://auto.china.com.cn/news/20171228/685757.shtml
in den JV's haben die europäischen OEM's (Fahrzeughersteller) im Wesentlichen Motoren geliefert. So ist auch Dongfeng betroffen, das JV mit PSA...

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u-bahner 02.01.2018, 12:27
12.

Der flächendeckende Umstieg auf E-Mobilität mag ja gut gemeint sein. Wichtig ist aber am Ende doch, dass die Gesamtbilanz stimmt, sprich, dass ein E-Auto unter Berücksichtigung des gesamten Herstellungs- und Betriebsprozesses weniger Schadstoffe emittiert als ein Verbrenner. Diese Ermittlung scheint aber recht komplex zu sein. Wenn E-Autos unterm Strich mehr Ressourcen und Primärenergie benötigen als Verbrenner, kann man erstere natürlich nicht uneingeschränkt gutheißen.

Ein anderes Thema ist in China wohl die lokale Smog-Entlastung der Großstädte und die Förderung der heimischen Industrie (die den Bau von E-Autos besser beherrschen dürfte als die Know-How-intensive Entwicklung moderner Verbrennungsmotoren). Hier zahlt sich ein Verbrenner-Verbot für China sicher aus.

Bevor hierzulande alle auf den E-Hype aufspringen, wären aus meiner Sicht die o.g. Überlegungen zunächst abzuwägen. Leider fehlen mir als durchschnittlich informierter Normalbürger dazu die Fakten. Sonst müssen wir am Ende für die zweifelsohne energiehungrigen Motoren mehr Strom produzieren (Kohle? Dann wieder Atomkraft?) und gefährden zudem die heimische Autoindustrie, die nach wie vor gegenüber China einen Wissensvorsprung in der Entwicklung von Verbrennungsmotoren hat.

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Sumerer 02.01.2018, 12:28
13.

Zitat von Mikle
Ob es den Chinesen um Umweltschutz, oder nicht viel mehr um einen ersten Platz in der E-Mobilitätsindustrie geht, darüber kann man streiten. Fakt ist, dass die Abgase der E-Autos gebündelt aus den Schloten der Kohlekraftwerke kommt. Wo ist der Gewinn für die Umwelt?
Ihre Aussage hinkt gewaltig. Denn Energie wird viel vielfältiger mittlerweile zur Verfügung gestellt. Wind-, Wasser-, Fotovoltaik, Atom-, Kohle- Gas-, etc. bilden einen stattlichen Mix.

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esgehtdoch1974 02.01.2018, 12:29
14. bekannter Aktionismus

das kennen wir doch schon aus früheren Jahren. Die chinesische Regierung verbietet zum Jahresbeginn auf radikale Weise irgendwelche Produkte und ab Ende Januar sind diese Produkte wieder legal verfügbar. Das gab es wiederholt auch speziell bei hochwertigen Fahrzeugen der deutschen Herstellern ... nach 3 bis 4 Wochen dürfen diese dann wieder Audis und Mercedes mit 6 Zylinder und 8 Zylindern bestellen.
Für die teuren Modelle mit Verbrennungsmotor (AMG, Audi S und BMW M) planen die Offiziellen in China schon jetzt eine dauerhafte Ausnahmeregelung zu finden.
Also ganz ruhig bleiben.

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mborevi 02.01.2018, 12:29
15. Eine Vorgehensweise ...

... gegen uneinsichtige Autobauer und damit auch gegen nicht rationale Käufer, die notwendig ist und die man sich in Deutschland leider vergeblich wünscht.

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lars.manhof 02.01.2018, 12:30
16. Von China lernen

Ja, China reagiert spät, aber es tut wenigstens was. Während hierzulande die kriminellen Dieselhersteller noch gehätschelt und gestreichelt werden, die Städte unter Zugzwang gesetzt werden, daß nur ja kein Diesel ein Fahrverbot bekommt, freie Fahrt für freie Bürger als nulltes Gebot der Christenheit gilt, das so heitere und liebevolle Sylvesterfeuerwerk noch das seine dazutun darf, dürfen wir sicher sein, daß China sehr viel schneller ist als wir.

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kalli76 02.01.2018, 12:33
17.

Endlich eine Regierung, die nicht wie unsere vor Lobbyisten und der Industrie kuscht.
Folgen für uns - der weitere Schrei nach Subventionen um die Produktpalette unserer Industrie zukunftssicher zu machen und weitere Betrügereien zu dulden.
Managern von nicht systemrelevanten Firmen wird sich der Magen umdrehen, sie sind ohne staatliche Hilfen für Ihre Produktpalette und das Bestehen ihrer Unternehmen verantwortlich.

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indiansummer63110 02.01.2018, 12:35
18. Sieh an, es geht doch

die Autohersteller auf den rechten Weg zu bringen. Bloß halte ich die Alternative Elektrofahrzeuge mittel- und erst recht langfristig wegen der bekannten Probleme (Recoucenverbrauch für dieBatterien und deren Ladedauer) für einen Irrweg. Auf Dauer geht eigentlich nur die Wasserstofftechnik, wobei dieser selbst im großen Stil mit erneuerbarer Energie hergestellt werden könnte. Man muss halt nur ohne Rücksicht auf die Dividenden der enspechenden Aktionäre wollen.

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carahyba 02.01.2018, 12:37
19.

Zitat von Axel Schön
... Nehmen wir es uns ganz demokratisch zum Beispiel und regulieren ebenso radikal den Automarkt. SUV´s runter von der Straße!
Mit der Regierung und den ganzen Lobbyisten im Parlament und Ober-Lobbyisten als Minister und Regierungschefin?

Ihrer Forderung stimme ich voll zu, bin aber sicher, dass die oben genannten anderer Meinung sind. Und die bestimmen die Wirtschaftspolitik.

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