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Fahrzeuge schlucken zu viel Sprit: China stoppt Bau von 553 Automodellen - auch VW be
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China ergreift drastische Maßnahmen gegen Spritschlucker: Zum Jahresstart hat Peking den Bau von 553 Modellen untersagt, die nicht die staatlichen Verbrauchsvorgaben erfüllen. Betroffen sind auch Joint-Ventures, an denen VW und Daimler beteiligt sind.

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bernhard.geisser 02.01.2018, 12:55
30.

Zitat von Klaugschieter
die Nachricht bleibt unvollständig, solange nicht aufgelistet wird, um welche 553 Modelle es sich bei der Sperrliste handelt. Ein bisschen mehr Fleiß könnte SP.ON. schon an den Tag legen.
Das ist eine 5 Tage alte Agenturmeldung, da steht nicht mehr drin.
Ansehen der ganzen Liste: Mit Google Chrome bei Google suchen Benz BJ7302ETAL2 site:.cn (letzter Monat), dann das Resultat von sina.com.cn öffnen, Übersetzten JA klicken, mit der kleinen Kurbel ganz nach unten drehn und schon geht die Liste auf!

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10kwh 02.01.2018, 12:55
31. @Mikle

China investiert auch in regenerative Energien. Ein Teil davon versorgt bestimmt die E-Mobilität, sei es in der Produktion oder später für den Antrieb.

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monolithos 02.01.2018, 12:59
32.

Zitat von Mikle
Ob es den Chinesen um Umweltschutz, oder nicht viel mehr um einen ersten Platz in der E-Mobilitätsindustrie geht, darüber kann man streiten.
Nein, kann man nicht. Hätten sich diese Erdölverbrennungsvehikel bzw. ihre Erbauer an die chinesischen Gesetze gehalten, wäre ihre Produktion jetzt nicht verboten worden.

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fat_bob_ger 02.01.2018, 13:00
33. Viele haben es noch nicht verstanden

Die Chinesen verbieten nicht die Schiffe, die mit ihrem Schweröl alle Hafenstädte verpesten und von denen 10 Stück ausreichen um die Luft so zu verpesten wie der ganze Dieselfuhrpark Deutschlands. Und wenn man ganz konsequent sein will, dann sollte man den Bürgern auch nicht erlauben, weiter als 10 km vom Arbeitsplatz, in Ausnahmefällen 30 km vom Arbeitsplatz weg zu wohnen. Dann wird viel weniger herumgefahren. Eine Einfahrmaut von 20 Euro in feinstaubbelastete Städte wäre auch eine gute Lösung, denn der Reifenabrieb ist eine große Quelle für Feinstaub und diesen Abrieb gibt es bei allen Fahrzeugen! Die Regierung muss uns nur sagen: Die Zeit des Individualverkehrs ist vorbei bzw. wird auf die Ebene eines E-Bikes heruntergebrochen. Wer auf dem Land wohnt ist selber schuld und wenn die Wohnungen in Großstädten knapp werden, dann dürfen Firmen eben nur auf dem Land ihre Produktionskapazitäten erweitern oder sie sollen einen Hebesatz von 1000% bei der Gewerbesteuer bezahlen, mit dem dann der öff. Nahverkehr finanziert werden kann. Die Einführung von Elektrofahrzeugen hat nur einen Placeboeffekt.
Mein Fazit:
Wer in einem Ballungsraum mit einem bestimmten Angebot an öffentlichen Nahverkehr lebt, dem sollte die Regierung den Besitz eines Autos verbieten. Den Menschen auf dem Land in Städten kleiner 100.000 Einwohnern sollte ein Auto erlaubt bleiben. Vielleicht könnte so die Landflucht verringert werden. Zum Glück wohne ich in einer Kleinstadt und wäre von dem von mir geforderten Verbot nicht betroffen. Überhaupt bin ich für Verbote von Verhaltensweisen, die mich persönlich nicht betreffen.

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Sumerer 02.01.2018, 13:02
34.

Zitat von captain_chaos
sind ihre Argumente. Fakt ist Kohle ist in China mit 40% der größte Anteil an der Elektrofront! Erneuerbare Energien machen nicht mal 1/3 aus! Die setzen aber auch noch auf Kernkraftwerke. Was bribgt die Verlagerung der Abgase? Ausserdem stört es bisher auch keinen wie sie einfach den Müll in die Flüße schmeissen. Denen ist die Umwelt doch völlig egal! In ihren Megacities wäre ein Ausbau von Massenverkehrsmitteln wie Busse und Bahnen der bessere Weg als Individualverkehr mit Autos für jedermann.
Vor allen Dingen sehe ich in dieser Entscheidung eine politisch positive Einflussnahme auf die ökologische und volkswirtschaftliche Leistungsbilanz Chinas. Den Rest finde ich erst einmal weniger interessant. Politisch werden halt in China sichtbare Zeichen gesetzt.

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Marut 02.01.2018, 13:02
35. Grundlegendes nicht verstanden

Zitat von HEK001
Vor ein paar Jahren hörte ich einen Vortrag von "Autopapst" Dudenhöfer, in dem der darlegte, dass für die deutschen Autobauer der Inlandsmarkt weit weniger wichtig sei als der chinesische, da dort die Umsatzzahlen explodierten. Jetzt haben die deutschen Autobauer nicht nur auf dem europäischen Markt die Entwicklung (E-Mobilität und Hybride) wieder einmal gründlich verschlafen, sie setzen auch und gerade in China auf den Absatz der Top-Modelle, der Statussymbole. Währenddessen gibt es längst chinesische E-Autos, auch Südkorea und Japan ist den deutschen voraus. Tesla sowieso. Wenn denen nicht bald etwas Neues einfällt, dann Gute Nacht, VW, BMW, Mercedes & Co.!
Da hat wohl die Autoindustrie etwas verschlafen: es ist eben nicht überall auf der Welt so, dass die Produktions- und Absatzmöglichkeiten, so wie in der EU, von den Lobbyverbänden von Einschränkungen freigehalten werden.
Jetzt müssen die wohl umdenken und dazulernen, dass es auch Gegenden gibt, in denen die Interesse der Autoindustrie nicht unumstößlich heilig sind und man sich nicht weiter drum scheren muß.
So geht diese Industrie eben vor die Hunde: aus Arroganz und Dummheit

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keery 02.01.2018, 13:03
36. China ist groß genug

um die "Nebenwirkungen" und zwangsweise anfallenden Abfallprodukte von Produktion und Betrieb von e-Autos soweit ins Niemandsland zuverlagern, dass sich keiner die mit PV-Anlagen zugekleisterte Landschaft, die mit Windräder bis zum Horizont zugestellten Lebensräume, die qualmenden Öl-, Gas- und Kohlekraftwerke, die mit ausgedienten Akkumulatoren und PV-Zellen aufgetürmten Giftmüllberge, die Endlagerstätten für Brennstäbe etc. je ansehen muss. Mit ein bisschen Glück und Willen schaffen sie es vielleicht sogar, das Trink- und Brauchwasser, das in den Großstädten ankommt, mehr oder weniger schadstofffrei zu halten. Und wahrscheinlich kriegen sie auch das Problem der Lastenverteilung im Versorgungsnetz irgendwie hin.

Wenn ich mir deren Megastädte so anschaue, ist die rein örtliche Verlagerung der Emissionen und Abfälle tatsächlich schon ein enormer Vorteil. Mitteleuropa hat aber andere Strukturen - sowohl im urbanen als auch ländlichen Raum, bei der Transport- und Energieinfrastruktur, bei den Entsorgungsmöglichkeiten - für uns hat eine vergleichsweise hohe Investition in eine reine Verlagerung keinen angemessenen Nutzen.

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det42 02.01.2018, 13:03
37.

Zitat von indiansummer63110
die Autohersteller auf den rechten Weg zu bringen. Bloß halte ich die Alternative Elektrofahrzeuge mittel- und erst recht langfristig wegen der bekannten Probleme (Recoucenverbrauch für dieBatterien und deren Ladedauer) für einen Irrweg. Auf Dauer geht eigentlich nur die Wasserstofftechnik, wobei dieser selbst im großen Stil mit erneuerbarer Energie hergestellt werden könnte. Man muss halt nur ohne Rücksicht auf die Dividenden der enspechenden Aktionäre wollen.
hm... sie wollen also reduzierten Ressourcenverbrauch und sprechen dann von Wasserstoffautos.... das passt überhaupt nicht zusammen. Der Betrieb von Wasserstoff kostet 3-4 mal so viel Energie wie die direkte Nutzung der Batterie. Wasserstoff braucht genauso die Batterie, fungiert hier nur als extrem ineffizienter Range-Extender. Wenn die H2 Tanken schon überall stünden und es günstige H2 Autos schon gäbe, wäre es mittelfristig eine Alternative, große Strecken zu bewältigen... das gibts aber alles nicht !
Und gerade langfristig hat dann Wasserstoff überhgaupt keine Chance mehr, da dann die Akkutechnik so weit ist, dass es keinen H2 Range Extender mehr bedarf. Wasserstoff kann ich mir höchstens im Schiffs- oder Luftverkehr vorstellen... dann, wenn wir in 20 Jahren ausreichend Überschüsse haben... aber never ever bei PKW's... viel zu viel Overhead, viel zu verschwenderisch und völlig unnötig. Man sehe die Entwicklung der Akkus am Beispiel der Zoe... in 4 Jahren Akku Kapazität verdoppelt bei gleicher Größe. Man weiß mittlerweile, dass Akkus sehr lange halten, sowohl im Auto als auch danach als Hausspeicher. 20 Jahre Nutzung, um dann zu 99% recycelt zu werden. Wo ist da ein vermehrter Ressourcenverbrauch ?
Und die Entwicklung geht rasant weiter... bald sehen wir Festkörper-Batterien mit hoher Reichweite und 350kw Ladefähigkeit... in 5 Jahren spricht keiner mehr von Wasserstoff.

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zensurgegner2016 02.01.2018, 13:05
38.

Zitat von Spiegelleserin57
mit Durchsetzungsstärke kann durchaus auch in einer Demokratie regieren wenn sie nicht durch viele Lobbyisten blockiert wird und ihre Mitglieder konsequent sind und einbrechen. Wenn die Wirtschaft mit regiert muss man sich natürlich nicht wundern.
Das ist falsch und das zeigt ein Blick in JEDE Demokratie auf diesem Planeten

Demokratie=Mitspracherecht=langsamere Entscheidungsprozesse UND
immer der kleinste gemeinsame Nenner aller Akteure

Und selbstverständlich regiert die Wirtschaft mit, überall auf dem Planeten, mal mehr mal weniger sichtbar
Demokratie hin oder her
In China gibts nur relativ geringe Verbrennermotorenindustrie

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monolithos 02.01.2018, 13:06
39. Chinas Strommix

Zitat von Mikle
Fakt ist, dass die Abgase der E-Autos gebündelt aus den Schloten der Kohlekraftwerke kommt.
Nein, der Strommix Chinas stammt zu weniger als zwei Dritteln aus Kohle, dafür mittlerweile zu einem Viertel aus Erneuerbaren Energiequellen.

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