Forum: Auto
Falschparker auf Radwegen: Wenn Polizisten absichtlich wegschauen
snapshot/ imago images

Der Bund will Falschparker härter bestrafen. Das Problem: In den Städten fehlt zur konsequenten Ahndung oft das Personal. Mancherorts werden die Beamten aber auch dazu angehalten, Delikte zu dulden.

Seite 1 von 26
MissMorgan 26.09.2019, 09:40
1. Privatparker...

... die zu bequem zur Parkplatzsuche sind? Prima, dann lasse ich mir jedes Paket über 10kg nach Hause liefern. Und Verwandte, die schlecht bei Fuß sind rufen jetzt den Doktor zum Hausbesuch. Die habe ich nämlich ausgeladen, habe sie in die Praxis gebracht und dann erst das Auto ordentlich geparkt. Bei der Abholung das gleiche Verfahren. Macht mir auch keinen Spaß, aber wie soll es sonst gehen? Und so sehr mich die Lieferdienste auch nerven, was sollen sie tun? Vielleicht sollten sich alle Städte einmal hinsetzen und ihre komplette Verkehrsführung einmal neu überdenken und aufsetzen. Mal mutig neu ansehen anstatt immer herumzuflicken. Es ist für den Feinstaub in der Stadt auch nicht hilfreich, wenn man Kilometerweit in die falsche Richtung fahren muß, weil es einfach keine Abbiegeerlaubnis gibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlo1952 26.09.2019, 09:44
2. Die Berliner Linie ist absolut

richtig. Wie soll denn sonst der Zulieferverkehr funktionieren. Dieser steht im übrigen nicht nur oft den Radfahrern im Weg, sondern auch dem fliessenden Autoverkehr. Hier gilt es einfach gegenseitig Rücksicht zu nehmen, dann gibt es auch nichts zu meckern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
WadeB 26.09.2019, 09:45
3. Lösung ist doch recht einfach...

...dann sollen die Lieferwagen halt ihre Möglichkeit zum Parken außerhalb der ausgewiesenen Parkflächen bekommen - aber nicht auf dem Radweg. Wenn es doch so dringend ist, dann können sie ja auf der Fahrspur halten und dort den Auto- und Lieferverkehr aufhalten. Der Radverkehr kann dann weiterlaufen. Das wäre doch eine angemessene "Berliner Linie".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Georg-W. Moeller 26.09.2019, 09:51
4. Von den Nachbarn lernen

Die Rüpeleien von Autofahrern und -leider auch- Radlern in Deutschland sind äußerst irritierend und unverzeihlich. Wir könnten dabei alle so gut von unseren Nachbarn lernen. In Großstädten z.B. von Wien. Anderenorts überall in Belgien oder Holland. Dort haben Radler Vorfahrt. Sie haben nicht nur picobello angelegte Radlwege, perfekt markiert, auch bei Kreuzungen mit Autos, sondern Autofahrer gehen ausnahmslos, -ja ausnahmslos- voll in die Eisen, wenn ein Radler auf eine Kreuzung zufährt. Autofahrer räumen Radlern unbedingte Vorfahrt ein. Wer dagegen verstößt, kriegt Ärger mit der Polizei, aber dann wirds teuer. In Wien fährt der Radler auch ordnungsgemäß gegenläufig zur Einbahnstraße. Während hier der Autofahrer ausflippen würde, respektiert der Autofahrer dort den Radler, der entgegen kommt. Radlparking ist ebenso vorbildlich organisiert. Große Park&Ride-Einrichtungen für Autos gewährleisten direkt an der nächsten S-Bahnhaltestelle äußerst bequemen Transport in die City. Das Bequeme für uns: wir brauchen noch nicht einmal ein Konzept erfinden, wir brauchen nur die Vorbilder aus der Nachbarschaft kopieren und würden somit den drohenden Verkehrsinfarkt massiv entschärfen. Vorausseztung: wir kapieren die Dringlichkeit der Veränderung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
the_rover 26.09.2019, 09:54
5. Ladezonen ...

Ich halte die "Berliner Linie" für völlig nachvollziehbar. Paketdienste und Lieferverkehr müssen nunmal in der Nähe des Empfängers halten. Und solange es keine ausgewiesenen und frei gehaltenen (!) Ladezonen gibt, muss in zweiter Reihe gehalten werden. Beliebig viele Parkplätze gibt es in der Innenstadt nun mal nicht. Und dadurch wird der gesamte fließende Verkehr aufgehalten. Nicht nur die Radfahrer. Insoweit sollte es auch für Radfahrer möglich sein, unter Berücksichtigung des Verkehrs einen stehenden Transporter zu umfahren. Notfalls muss man eben auch einmal anhalten. Genauso wie PKW. Ein "Recht auf ungestörten Verkehrsfluss" gibt es auch für Radfahrer nicht.
Und mit der gewünschten zunehmenden Verdrängung des PKW aus den Innenstädten wird der Lieferverkehr zunehmen.
Es stellt sich insoweit auch die Frage, wie sinnvoll es ist, Radstreifen links des parkenden Verkehrs anzulegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
post_fuer_tutu 26.09.2019, 09:58
6. Natürlich ein Problem

aber was sollen Lieferanten machen? Lösung, Einzelhandel raus aus der Stadt in den Speckgürtel und dort können dann alle mit Rad einkaufen? Packete nur noch an Sammelstationen und nicht mehr vor die Tür? bei uns hat ein Laden nun auf dem Parkplatz das Schild Durchfahrt für LKW verboten hinbekommen. Klasse und nun? Wie soll die Ware in den Laden per Luftpost? Aber was mich richtig aufregt, Lieferanten mit Hausbesetzern vergleichen? Spon seit Ihr nun von allen guten Geistern verlassen. Kriminelle mit hart arbeitenden Menschen vergleichen. Unglaublich

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MisterD 26.09.2019, 10:00
7. Ja, lustig diese Vorstellungen...

von Politikern. Die wohnen natürlich in Vierteln, wo einzelne Häuser stehen und daher der Lieferwagen oder DHL-Mann viel Platz zum Parken hat. Wenn ich aber an einer vielbefahrenen Strasse im 12-Parteienmietshaus lebe, unten am Besten noch ein Ladengeschäft drin? Wo soll denn der Paketbote anhalten? 2km weiter und dann mit der Strassenbahn? Und wie soll der Inhaber des Ladens an seine Ware kommen? Soll er die Kistenweise einzeln mit dee Bahn beim Großhändler abholen? Lebensfremd... die Polizei handelt hier genau richtig, indem sie das toleriert. Denn sonst können Sie die Innenstädte auch gleich dichtmachen. Wo kauft Tina Velo dann ein, wenn es keine Geschäfte mehr gibt in der Innenstadt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xees-ss 26.09.2019, 10:05
8. Ladezonen einrichten

Und diese Ladezonen konsequent freihalten. Und auch wieder mehr Zonen mit eingeschränkten Halteverbot zum Aussteigen. Wer diese nicht nutzt, soll Punkte bekommen bis zum Führerscheinentzug!

Ich weis aus meiner München Zeit noch, dass UPS und DHL Fahrzeuge selbst vor leeren Parkplätzen so groß dass vorwärts reingefahren werden konnte, diese nicht genutzt und in 2. Reihe davor gehalten wurde. Dienstanweisung?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bauigel 26.09.2019, 10:07
9. Berlin

Es ist falsch, dass es in Berlin hauptsächlich um Lieferverkehr der in der zweiten Reihe steht geht.
Der überwiegende Teil sind normale PKW-Fahrer die einfach nur zu faul sind ein paar m zu gehen.
Selbst wenn 5 m weiter eine Parklücke wäre parken sie lieber in der 2. Reihe - offensichtlich weil die 5 m zu weit sind und man auch keine Lust hat einzuparken - nur um kurz einkaufen zu gehen. Das Beste in B ist, wenn die Leute neben einer freien Parklücke einfach in der 2. Reihe parken.
Beliebt ist auch das überholen auf dem Radweg um dann 200 m weiter rechts abzubiegen.
Ich habe in mehr als 25 Städten in D gelebt, aber in B ist der Straßenverkehr ein völlig rechtsfreier Raum. Und da die Leute dies wissen wird es immer extremer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 26