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Feindbild Nahverkehr: Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören
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Busse und Bahnen sind für sie Teufelszeug: In den USA kippen Gegner des öffentlichen Nahverkehrs ein Neubauprojekt nach dem anderen. In Deutschland formieren sich Nachahmer.

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Atheist_Crusader 31.07.2018, 06:13
1.

Die Koch-Brüder unterstützen so einige Trends, bei denen einem als aufgeklärtem, geistig gesunden Menschen schlecht wird. Zwei alte, reiche Männer die die Zukunft von hunderten von Millionen Menschen riskieren, nur damit sie ein paar Millionen mehr auf dem Konto haben.

Technisch gesehen haben sie aber Recht: öffentliche Verkehrsmittel sind unamerikanisch. Amerikanisch ist der Individualverkehr, die Konsumkultur, jeder für sich und bloß keine soziale oder ökologische Ader zeigen. Es ist auch einer jener Teile von Amerikas Ideologie der sich ändern muss, wenn wir eine Zukunft auf diesem Planeten haben wollen.

Dass die FDP ins gleiche Horn stößt, wundert mich nicht. Die sind ja in vielerlei Hinsicht eine verzerrte Kopie der US-Republikaner.

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ryo_de_paris 31.07.2018, 06:23
2. Frei Wahl?

Zitat: "Die Liberalen geißelten das Vorhaben als "auf Schienen gelegten Wahnsinn einer ideologisierten Verkehrsplanung" des rot-rot-grünen Senats. Alle Verkehrsteilnehmer sollten frei entscheiden, womit sie sich fortbewegen - gern auch mit dem eigenen Pkw." Zitat Ende.
Soso, und wie soll das bitte funktionieren, wenn die Alternativen torpediert werden?
Ich lebe im Zentrum einer Großstadt und habe bewusst kein Automobil. Dank erstklassigem Nah-und Fernverkehr, ist das auch gar nicht nötig. Sicher ist Autonomes Carsharing on demand die Zukunft, aber bis es soweit ist, sollte jeder frei sein weiterhin für sich entscheiden können ob er einen PKW oder den ÖPNV nutzen möchte. Ein ÖPNV Projekt zu stoppen oder erst gar nicht in Betracht zu ziehen, nimmt dem (jetzigen und zukünftigen) Bürger diese Entscheidung. Ist für mich irgendwie das Gegenteil von Freiheit...

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radnabe 31.07.2018, 06:42
3. verstehe ich nicht

?Alle Verkehrsteilnehmer sollten frei entscheiden, womit sie sich fortbewegen?.
Dann müsste man doch einen gigantischen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs fordern. Denn nur wenn es Nahverkehr gibt, kann ich frei entscheiden. Wenn man ihn blockiert habe ich keine Wahl: ich muss das Auto nehmen, ob ich will oder nicht.

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barkhorn 31.07.2018, 06:50
4. Wieder die Anhänger der Autos

Leider ist da eine ganze Generation von alten Weltverschlechteren Unterwegs. Ich in Wien gelebt und vermisse die schnellen Verbindungen. Es wurde dadurch vieles leichter und die Nerven werden geschont. Wer Kinder hat oder sich gerne mal im Freien aufhält, wird vorallem eines nicht vermissen Autos.

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hippie.jonny 31.07.2018, 07:10
5. Wenn der Kapitalismus....

...mit seinem Geld die öffentliche Meinung beeinflusst, ist es bald vorbei. Wir brauchen freie Bildung und freie Medien!
Die USA machen es mal wieder vor, ein Egoist und Lobbyist wird Präsident, Geld macht die Wahlen. Zeit für eine Revolution, aber Bernie Sanders wird langsam alt...

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juell 31.07.2018, 07:19
6. Da (Alex zum Potsdamer Platz) gibt es schon die U2, daher Unsinn

Da hat die FDP mal Recht, denn auf der Strecke (Alexander Platz zum Potsdamer Platz) gibt es schon die U2. Die fährt auch vom Alexander Platz zum Potsdamer Platz, steht nicht im Stau und ist sicherlich schneller. Was soll so eine unsinnige Idee des Berliner Senats? Reine Geldverschwendung... die sollten mal lieber Geld in Sauberkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit bei der BVG investieren.

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erzengel1987 31.07.2018, 07:27
7. ohje...

Ich bin kein Fan des ÖPNV, weil es meist lange dauert. Das liegt aber eher am schlecht ausgebauten System. Es gibt Stellen da funktioniert der ÖPNV, allerdings dadurch dass man mit dem PKW pendelt lohnt sich eine Fahrkarte meistens nicht. Tageskarte 20 Euro im Gegensatz zu 3 Euro Benzin oder 6 Euro Benzin und 6 Euro Parkgebühr. Sehr sehr hoch gegriffen.

Der ÖPNV muss in meinen Augen wesentlich günstiger werden und vor allem stark ausgebaut werden. Wenn ich eine Möglichkeit hätte innerhalb einer Stunde mit dem ÖPNV zur Arbeit zu kommen würde ich das Angebot nutzen. Jahreskarten sind im Vergleich zum Auto schon jetzt unschlagbar günstig.

Es ist allerdings erschreckend, dass vor allem die breite Masse sich von so einer seltsamen Lobby leiten lässt. Grad für Ärmere ist ein gut ausgebautes ÖPNV Netz gut. Denn ein Auto ist in der Regel teurer als eine Monatskarte, wenn man alles berücksichtigt, Kaufpreis, Werkstattkosten, Reifen Öl und Benzin/Diesel/Strom/Gas.

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kmgeo 31.07.2018, 07:37
8. grenzenlose Freiheit?

klar! mehr strassen, mehr lärm, mehr Hitze aus motoren und schwarzem Asphalt. aber über das bisschen wärme schimpfen. dann muss der verkehr aber auch durch die wohngebiete dieser öpnv-gegner gehen . damit sie die freiheit des individualverkehrs spüren. täglich. 24 Stunden. in den ohren.

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slowboarder 31.07.2018, 07:40
9. Freie Entscheidung

"Alle Verkehrsteilnehmer sollten frei entscheiden, womit sie sich fortbewegen - gern auch mit dem eigenen Pkw."

Schön, aber damit ich mich frei entscheiden kann, welches Verkehrsmittel ich benutze, dann muss es auch vorhanden sein.
Dh. Die Tram muss gebaut werden, damit man sich frei entscheiden kann.

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