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Feindbild Nahverkehr: Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören
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Busse und Bahnen sind für sie Teufelszeug: In den USA kippen Gegner des öffentlichen Nahverkehrs ein Neubauprojekt nach dem anderen. In Deutschland formieren sich Nachahmer.

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newdealsozialstaat 01.01.2019, 16:58
210.

Zitat von BBirke
Bei der ganzen Anti-Auto Agitation steht auch die Gängelei und Schikane, die selbstzweckhafte Zerstörung der Komfortzone und das Versauern des Lebens mit unnötigen Härten und Kosten, das Aufzwingen von Verzicht und Askese im Vordergrund, was dann nur bemäntelt wird, je nachdem, mit Umwelt oder Verkehrssicherheit ls Vorwand.
Meine Komfortzone wird durch den Autoverkehr zerstört, durch die Zerschneidung und Zerstörung schöner Landschaften und wertvoller Biotope. Frische Luft und Stille ist Mangelware, die Aufenthaltsqualität in Städten stirbt täglich den Verkehrstod, aber sie erzählen was von Gängelei und Versauern des Lebens. Der Autoverkehr zerstört Lebensqualität, Landschafts- und Naturgenuß, zerstört die Möglichkeiten das Leben zu genießen und sich vor der Haustür zu erholen. Denken sie auch mal an die Leute, die an vielbefahrenen Straßen leben müssen, die den Dreck atmen müssen, der aus den Auspuffrohren kommt. Was ist denn mit deren Komfortzone? Der Autoverkehr hat dieses Land verunstaltet und ist fleißig dabei sein Zerstörungswerk fortzusetzen, siehe etwa die unnötige Autobahn durch wertvollste Gebiete der Prignitzer Elbaue.
Sie begreifen wohl überhaupt nicht, daß ihre Konsumpräferenzen auch in das Leben anderer Menschen eingreifen, daß dadurch Lebensräume zerstört werden.
Sie aber jammern darüber, wie ihnen das Leben vermiest wird, und vermiesen es anderen Menschen ohne jedes Schamgefühl und ohne jede Rücksicht.

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mwroer 01.01.2019, 16:58
211.

Zitat von observerlbg
die beiden alten Ignoranten sterben bald und die Nachfolgegeneration ist schon ein bischen weniger ignorant.
Ich will Ihnen nicht den Tag versauen aber wenn ich mir die Menschheitsgeschichte so anschaue kommen mir erhebliche Zweifel an Ihrer Theorie.

Sorry!

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UnsereErde 01.01.2019, 17:00
212. Sozialpolitik

Liebe Leserinnen und Leser,
Vielen Dank für die vielen Beiträge. Es ist verständlich dass Vieles zum besseren Verständnis simplifiziert wird. Leider ist dies in der heutigen Welt nicht mehr möglich. Daher muss eine mehrseitige Betrachtung stattfinden. Wesentlicher Aspekt ist dabei dass die Automobilindustrie weltweit eine hohe Wertschöpfung durch den Mensch darstellt. Dies ermöglicht Wohlstand, das teilweise verteufelte Wirtschaftswachstum usw.
Genau hier in liegt das grösste Dilemma. Ja wir haben in den Schubladen die Ideen und Pläne für Elektromobilität. Und ja realistisch gesprochen sind Implementierungen dieser Technik in 3 bis 5 Jahren realistisch. Das Ergebnis ist: Ein grüner öffentlicher Personennahverkehr, Autos und teilweise LKW die nahezu grün fahren, da vieles auf die Schiene verlagert wird. Ja es gibt das Thema der Problematik der Batteriereichweite und Herstellung. Aber auch hier gibt es geniale höchst effiziente Ansätze.
Aber liebe Leserinnen und Leser, wenn die Automobilindustrie und die Peripherie-Industrie dann nicht mehr so vorhanden ist, haben wir weltweit Millionen von zusätzlichen erwerbslosen Menschen und einen dramatischen Einbruch von Wertschöpfung. Ein sozialer Supergau weltweit dem wir uns alle bewusst sein müssen. Dies ist das Hauptthema weshalb wir nicht von heute auf morgen unsere gigantische Autoindustrie vernichten können und dürfen.

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lazyfox 01.01.2019, 17:03
213. wenn man die Wahl hat, nimmt man das Auto

Es fährt von der Wohnung bis zum Ziel - ohne Umsteigen. Besser gehts nicht. Wenn man das umweltfreundlich gestalten kann - woran man ja ebenfalls arbeitet - ist dieses Konzept die beste, bequemste und effizienteste Lösung. Oder - etwa nicht?

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flosse66 01.01.2019, 17:05
214. Saure gurkenzeit bei SPON

Der Inhalt ist nicht neu, in englischsprachigen medien gab es die Thematik bereits vor Monaten.

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newdealsozialstaat 01.01.2019, 17:08
215.

Zitat von hplanghorst
Autonome Uber Taxis, haben wir jetzt in Pittsburrgh. Guenstig und von Endpunkt zu Endpunkt. Kein Umsteigen oder last mile Probleme. Da ist die Zukunft. Ausserdem ist Nashville vergleichsweise klein. Oeffentlicher Nahverkehr waere da wirklich nur ein Geldverbrennen. Wir wollen ausserdem keine ruinoesen Steuern wie in Deutschland.
Sie wollen sich lieber von ultrareichen Plutokraten beherrschen lassen, und das dann in perversester neoliberaler Begriffsverdrehung Freiheit nennen. Ist ja auch wichtig, daß die Reichen keine "ruinösen" Steuern zahlen müssen. Könnte die ja dann daran hindern, ihr Geld für umweltschädlichen Konsum und politische Einflußnahme zu verwenden.
Sie wollen lieber Umweltverschmutzung, fracking, eine Rekordzahl von Inhaftierten, Menschen ohne Krankenversicherung, ausufernde Gewaltkriminalität, Obdachlosigkeit, fürchterlichste Arbeitsbedingungen und immer weiter zunehmende soziale Ungleichheit.

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Gruebel123 01.01.2019, 17:25
216. Die Komfortzone einiger...

"...Vermeidung unnötiger Härten ist das Maß der Dinge. Objektive Notwendigkeiten kommen dazu, dass man bei über 2 Stunden pro Pendelstrecke seinen bisherigen Job nicht mehr machen kann, und wahrscheinlich auch keinen anderen...."
Was sind unnötige Härten? Und was sind objektive Notwendigkeiten? Wieweit jemand bereit ist, zu pendeln, ist weit davon entfernt, objektiv entscheidbar zu sein ("objektiv" und "entscheiden" schließen sich geradezu aus, da bei "objektiven" Kriterien die Entscheidung mathematisch ermittelt werden könnte, es somit gar nichts z entscheiden gäbe...). Vielmehr kommt es auf eine Reihe von Werturteilen an, z.B., wieviel zusätzliche Pendelzeit ist mir eine gewisse höherwertige Arbeitsstelle Wert (oder umgekehrt, auf wieviel Gehalt wäre ich für andere Annehmlichkeiten bereit zu verzichten), wieviel Wert lege ich auf mein Häuschen im Grünen oder wieviel Aufpreis bin ich bereit, für das Wohnen in der Stadt zu zahlen usw. All diese Entscheidungen sind höchst individuell.
Dabei muss die Gesellschaft jedoch einen Weg finden, den öffentlichen Raum zu organisieren. Wobei hier natürlich wieder Werturteile in die Entscheidungsprozesse einfließen (wie hoch werden die Lasten bewertet, wie werden sie verteilt...). Und dabei kann sehr wohl herauskommen, dass eine Verkehrssparte neuen Einschränkunegen unterworfen wird oder weniger gefördert wird als bisher. Nämlich dann, wenn sich die gesellschaftlichen Wertungen ändern, oder wenn sich herausstellt, dass bisherige Bewertungen nicht korrekt angewendet wurden.

"das ist böswillige, selbstzweckhafte Gängelei, die bekämpft gehört"
Dazu folgendes: Ich kenne eine Fußgängerzone, an deren Zuwegen ein Schild angebracht ist: "Vernünftige fahren hier nicht mit dem Rad, anderen ist es verboten". Soll man nun diejenigen, die dort angehalten werden, über das Radfahrverbot entscheiden lassen?

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wolle0601 01.01.2019, 17:28
217. Schienen im Nahverkehr

haben kaum mehr Zukunft. Man kann bestehende Systeme noch weiterlaufen lassen, Neubauten rechnen sich nicht mehr. ÖPNV 2.0 auf Basis autonomer Fahrzeuge wird den klassischen ÖPNV ersetzen. Außerdem wird autonome Mobilität die Fläche neu erschließen, damit sind vollgestopfte Städte und damit auch der Bedarf an Massentransportmitteln bald schon Geschichte.

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hansfrans79 01.01.2019, 17:28
218.

Zitat von hippie.jonny
...mit seinem Geld die öffentliche Meinung beeinflusst, ist es bald vorbei. Wir brauchen freie Bildung und freie Medien! Die USA machen es mal wieder vor, ein Egoist und Lobbyist wird Präsident, Geld macht die Wahlen. Zeit für eine Revolution, aber Bernie Sanders wird langsam alt...
Wenn eine Revolution von der Gesundheit eines Mannes so stark abhängen sollte, kann man die Sache gleich sein lassen.
Sie sehen sich offenbar weniger nach Revolution als nach einem sympathischeren Führer.
Mein Tipp: schauen Sie auf Ihr eigenes Land, da finden Sie mehr Dreck als bei den Amis.
Ist nur schwerer einzusehen, weil man ja dazugehört..

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der_sinnlose 01.01.2019, 17:30
219. ich probiere das gerade aus mit den Öffis

und zwar in einer bundesdeutschen Landeshauptstadt und nur innerhalb der Stadt. Ich werde das Experiment nach nur wenigen Monaten wieder beenden. Fahrzeit mit dem Auto ca. 20 Minuten. Für die gleiche Strecke benötigen die Öffis 60 Minuten. Ich verbrenne also fast 1,5 Stunden mehr pro Tag. Vor 6:30 und nach 19:30 sind die U-Bahnen zwar noch angenehm leer dafür fahren gefühlt 250 Jahre Zuchthaus mit einem duch den Tunnel. In der Zeit dazwischen kann man sein Leben in vollen Zügen geniessen. Die Bahnen sind bei sehr kurzer Taktung in den Stosszeiten rappelvoll. Durch das Gehuste und Geschniefe bin ich im Schnitt alle 6 Wochen einmal mit einer Erkältung für 2 Wochen dran. Vorher hatte ich etwa alle zei Jahre eine. Wochenkarten gibt es nicht mehr. Nur noch Monats und Jahreskarten. Das macht das Ganze extrem felxibel und kundenfreundlich. Ab 0:30 stellt der Öffentliche Nahverkehr in der Woche den Betrieb ein. Dann muss man entweder Laufen oder Taxi fahren. Und der Knaller - der Flughafen wird auch nicht nachts angefahren obwohl er einer von nur drei oder vier ist die durchgängig ohne Nachtflugverbote in Betrieb ist. Das ist alles so abstossend und so nervig und so irre das ich in den nächsten Wochen wieder auf das Auto umsteige.

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