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Ford F-150 mit Alu-Karosserie: Der Dicke hat abgespeckt
Ford

Das meistverkaufte Auto der USA ist ein fast zwei Tonnen schwerer Pick-up-Truck. Dennoch ist der neue Ford F-150 ein hochmodernes Auto: Der US-Hersteller setzt auf radikalen Leichtbau.

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tommahawk 18.01.2015, 08:20
1. Amis are taking risks

Wenn die Amerikaner sich mal für eine Strategie entschieden haben, werden diesen auch konsequent umgesetzt. "Think big" und "do it right" sind die Devise.

Man hat das bereits bei der Ölgewinnung gesehen. Fracking ist die Devise - und schon ist man von den Protz-Scheichs (angeblich) unabhängig. Wow!

Mal gucken, ob die Alucars Erfolg haben werden. Bei Autos gucken die Amerikaner nämlich sehr auf den Preis, besonders Firmen. Das unterscheidet sie von den Deutschen, denen ein "Prestige Car" heilig ist.

Und auch wenn Ford seine Listenpreise nicht anheben will, so fehlen die Mehrkosten doch bei der Flexibilität bei der Rabattierung.

Und die Deutschen? Für einen Dieselverbrauch von 7 L/100km und 500€ Einsparung p.a. gibt das Volk 30tEUR für einen mittelmäßig ausgestatteten Golf aus und hat 10tEUR Wertverlust in Jahr 1. Wie dumm! Aber is halt so.

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gorchus 18.01.2015, 08:25
2.

Der alte war Stahlverschwendung, der neue nun Aluverschwendung.
Ein Materialwechsel ist ohne grundlegende Neukonstruktion und Auslegung eig. nicht zu machen. Aber scheinbar wird hier nur die Aussenhaut geändert und die tragende Struktur bleibt Stahl. Ein Artikel ohne nennenswerten Inhalt

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gryn 18.01.2015, 08:27
3. Ist das nicht Augenwischerei?

Soweit ich weiß, ist die Aluminiumproduktion energie- und chemieintensiv. Wird das bei der Gesamtökobilanz auch betrachtet. Der Kraftstoffverbrauch ist doch nur der letzte Tropfen … allerdings ist das der einzige, auf den der Endverbraucher Einfluss hat und ihn auch (im Portemonnaie) spürt. Ich denke, eine Ganz-Alu-Karosserie ist ein potemkisches Dorf des Automobilbaus.

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holjanger 18.01.2015, 08:41
4. Aus Alu heißt noch nicht leicht

Es ist schon ein sehr großes Ereignis, wenn ausgerechnet ein solcher Dino -Truck auf Alu umgestellt wird. Da hat Ford echt einen Coup gelandet.

Allerdings bedeutet Alu noch nicht zwingend, dass eine Komponente am Ende auch leichter ist. Es gibt inzwischen so hochfeste Stähle, mit denen man die Dicke eines Strukturbauteils so gering halten kann, dass ein Aluteil mit den gleichen statischen und dynamischen Eigenschaften schwerer ist. leichtbau ist mehr als nur der Einsatz von leichten Materialien. vor allem auch Funktionsintegration und Verbindungstechnik gehören dazu.

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dachauerthomas 18.01.2015, 09:08
5. leicher wie ein VW Bus

Wenn die Gewichtsangabe stimmt, dann ist das Trumm leichter wie ein T5, der locker die 2 Tonnen über schreitet.

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mariowario 18.01.2015, 09:11
6. Mann - wird wieder gemeckert

Die Autofirmen bringen selten was 'erleichterndes' für ihre Fahrzeuge - Beispiel: VW Käfer wog mal rund 800 KG - heute wiegt ein Kleinwagen FÜNFZIG PROZENT MEHR (1,2 t). Zudem die häufig praktizierte Mischung von Alu und Stahl zu mehr Kontaktkorrosionen führen. Das Reparaturwerkzeug für Aluteile dürfte die einzige, wirkliche Kostenbelastung für Autowerkstätten werden.

Neben dem Leichtbau (hier mit Alu) ist die Modernisierung mit Hybrid-48V-Automobil-Elektrik (spart 20 % Energie) sicher die effektivste Maßnahme zur Verbesserung der Energieeffizienz.

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Nachteuie 18.01.2015, 09:18
7. Ob FORD weiß was es tut?

Schönes leichtes, korrosionsträges Aluminium - genauer Aluminiumlegierungen - für den Automobilbau zu nutzen ist an sich eine prima Idee. Nach Pionieren wie Panhard und Delahaye in Frankreich war es vor allem Rover mit seinem "unsterblichen" LandRover der hier Erfahrungen aus dem Flugzeugbau in die KFZ-Serienfertigung einführte. Doch dort setzte man die Bleche aus Aluminiumlegierungen wohl-überlegt nur an manchen Stellen und nur bedingt verformt im Karosseriebau ein. Der nächste der vom großen "Umstieg" im Autobau von "Stahl" auf "Alu" träumte war in den 80er und 90er Jahren Audi - und die fielen böse auf die Nase und brauchten Jahre, bis sie die Probleme mit Verarbeitung, Materialermüdung, Beschichtung und vor allem Reparatur bei ihren "viel-Alu-Modellen" im Griff hatten. Erst als man bei Audi zu einem wohlüberlegten Mix von "Stahl", "Alu" und "Kunststoff" überging stimmten Qualität und Rentabilität wieder.... So einfach ist der Technologiewechsel von Stahl auf Alu also nicht. Und das dann ausgerechnet bei seinem Verkaufsrenner, seinem Konzern-Flagschiff, dem F-150 auszuprobieren - das ist kühn. Es dann aber vor allem bei einem PickUp auszuprobieren halte ich geradezu für leichtsinnig: Klar, auch in den USA werden viele F-150 als zu-groß-geratene "Familienkutschen" genutzt um die Kinder zur Schule oder die Mutti zum shoppen in die nächste Mall zu schaukeln - aber für viele US-Handwerker, Rancher, Farmer, Camper, Bootsbesitzer etc. ist ihr PickUp vor allem auch Arbeitsgerät - und die Fahrzeuge werden dort dann Belastungen ausgesetzt, die bei uns eben nur reine "Nutzfahrzeuge" erleben. Ob Ford da mit dem Umstieg auf Alu-Leichtbau kein großes Risiko eingeht? Die USA sind auch das Land der großen Produkthaftungsklagen! Und vor allem: In den USA sind "Markenwerkstätten" eher die Ausnahme. Reparaturen und Wartung werden meist in Hinterhof-Werkstätten erledigt - wenn denn der Autobesitzer nicht gleich zu Do-it-yourself greift und selbst an seinem Fahrzeug herumrepariert und bastelt. Und es gibt sehr sehr viele Amerikaner die es lieben, selbst an ihren Autos zu schrauben! Und gerade die, die sich einen PickUp kaufen, sind meist eher zu den "Schraubern" zu zählen. Und wer sich auskennt weiß: Alukarosserien reparieren ist was anderes als Stahlblecjkarosserien zu reparieren - da brauch man anderes Wissen, andere Geräte, anderes Werkzeug. Selbst unsere deutschen Markenwerkstätten mit ihren geprüften Mechatronikern stoßen da oft an ihre Grenzen - mag mir nicht vorstellen, was da so mancher Hinterhof- und Garagenschrauber anstellen wird.... Ich hoffe für die "Fordianer" dass Ford sich das gut überlegt hat!

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leser008 18.01.2015, 09:19
8. Längst überfällig

Immerhin ein Anfang. Es zeigt sich der Vorteil des Leiterrahmenkonzepts. Wie beim Landrover seit 30 jahren muss nur die Karosse aus Alu obendrauf gesetzt werden.
Wenns jetzt noch einen ordentlichen Geländewagen wie den Toyota Hilux mit Alugehäuse gibt, könnte man den kaufen.

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Badischer Revoluzzer 18.01.2015, 09:19
9. Ja und ? - weiter ?

wieviel wiegt er jetzt tatsächlich? was für einen Motor hat er? wieviel ccm? wieviel PS? was verbraucht er jetzt? wieviel wird eingespart? was kostst das Ding ? Für was war dieser Artikel eigentlich?

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