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Forderung des Städtetags: Kommunen sollen City-Maut testen dürfen
DPA

Wer in die Innenstadt fährt, zahlt. Der Deutsche Städtetag will, dass Kommunen so eine City-Maut einführen können. Baden-Württemberg will Autofahrer dagegen anders zur Kasse bitten.

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Indiana.Jones 25.04.2019, 10:14
10. Pendlerpauschale

Zitat von Lobhudel
... Auch dann wird ja vom Staat kräftig "zugebuttert" - siehe Pendlerpauschale.
Verstehe ich nicht: die Pendlerpauschale bekommen Sie doch auch.

Leute, die in der Stadt arbeiten, tragen durch ihre Arbeitsleistung dazu bei, dass Gewerbesteuern von Ihrer Kommune eingenommen werden können. Die werden durch Steuern und Abgaben für das KfZ bereits jetzt genug belastet. Die Pendlerpauschale gleicht das nicht annähernd aus.

Und dass Sie über Ihre Stromrechnung, den Bau eines Tunnels mitfinanzieren, glaube ich Ihnen nicht. Maximal noch die Stromtrassen, die dafür notwendig sind. Aber diesen Ausbau zahlen Sie immer mit.

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intercooler61 25.04.2019, 10:15
11. Nun ja,

Zitat von Riodria
Eine Citymaut fände ich gut, dann stünden nicht immer die Besucher auf den Anwohnerparkplätzen und ich müsste nicht immer hunderte Meter weit latschen und bis zu zwanzig Minuten jeden Tag suchen müssen nach einem Parkplatz. (und das ist noch nicht einmal übertrieben) Allerdings sollte es dann auch ein funktionierendes Nahverkehrssystem geben, was zur Zeit nicht der Fall ist.
fänden Sie das denn immer noch gut, wenn Sie den gleichen Tagessatz dann auch für Ihren Anwohnerparkplatz entrichten müssten?

Denn der ist ja auch öffentliche Fläche, die Sie belegen - es sei denn, es handelt sich um eigenen oder (wie in meinem Fall) gemieteten Privatgrund.

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luciust 25.04.2019, 10:17
12. Berlin?

In einer Großstadt im Südosten Deutschlands, die als eine Art Theaterkulisse auf den sechs Säulen der dort ansässigen DAX-Konzerne steht, wird es das sicher nie geben. Dafür wird das große Automobilunternehmen mit seinen Gewerbesteuerzahlungen als Druckmittel und den Arbeitsplätzen dort schon sorgen, schließlich gehört der hedonistische Ansatz automobiler Fortbewegung zum Markenkern. Eine Citymaut verträgt sich damit äußerst schlecht.

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Spon_Client 25.04.2019, 10:19
13. Öffentliche Verkehrsmittel

ganz oder nahezu kostenlos anbieten. P+R für Fernverkehrende. Kurze Taktung - wer nicht nach dem Plan planen muß, hat weiter das Gefuhl der Unabhängigkeit. Keine überfüllten, keine stickige, sehr warme bis heiße Fahrgasträume.
Dann bleibt das Auto-matisch stehen und außerhalb der Städte.

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hensch123 25.04.2019, 10:20
14. Ausreden

Diese ewigen Ausreden. In Berlin ist der ÖPNV ausreichend getaktet, selbst die meisten Außenbezirke sind mit S und U-Bahnen in 10-Minuten Takt angebunden. Verbesserungen sind weiterhin notwendig. Aber dieses ADAC -Gelaber kann ich nicht mehr hören. Den ÖPNV,den sich der ADAC für die bequemen Autofahrer wünscht, gibt es schon und heißt TAXI .

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intercooler61 25.04.2019, 10:27
15. Nö.

Zitat von Lobhudel
[...] Auch dann wird ja vom Staat kräftig "zugebuttert" - siehe Pendlerpauschale.
Da wird nix zugebuttert, sondern auf die Besteuerung von gar nicht realisiertem Einkommen verzichtet, und das auch nur zu einem kleinen Teil.

Was bei Kapitaleinkünften recht und selbstverständlich ist, sollte bei Arbeitseinkommen billig sein.

Ich bin auch Städter und vom Pendelverkehr aus dem Speckgürtel genervt. Aber man muss schon fair bleiben.

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Crom 25.04.2019, 10:28
16.

Ich möchte mal den Kontrolleur sehen, der bei mir im Auto das Nahverkehrsticket prüft. Muss ich mir dann auch so'n Stempelding einbauen. Wie sieht's aus, wenn ich in eine fremde Stadt fahre, brauch ich dann für jede so ein Teil? Darüber hinaus ist das der komplett falsche Anreiz für die städtischen Verkehrsbetriebe. Dann fließt das Geld egal ob eine ordentliche Verbindung angeboten wird oder nicht.

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grabenkaempfer 25.04.2019, 10:32
17.

Der Städte- und Gemeindeverbund wird sich über Vorschläge die Städte noch mehr zu entvölkern bestimmt freuen.

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Redskin 25.04.2019, 10:34
18. Was soll das?

Ein weiterer Schritt die Innenstädte zu leeren. Natürlich fahre ich nie in eine Innenstadt um einkaufen zu gehen sondern zur grünen Wiese. Keine Kosten für Parkgebühren, keine Staus, keine Fahrverbote, optimal. Sollte sich das auch ändern werde ich komplett auf den online Einkauf umsteigen, denn dann brauche ich kein Auto und so ist eh ja gewünscht .Nur wenn das alle so machen gibt es bald kein Stadtleben mehr. Nur von den Städtern können die Geschäfte nicht leben. Denke in Ballungsräumen wie Berlin, Frankfurt oder München kann man versuchen eine Maut einzuführen. Nur wenn dann die Verkäufer Friseur etc. minus machen in die Stadt zu fahren, weil Geld für eine Wohnung in der Stadt haben sie nicht, Elektroauto auch zu teuer, Kinderbetreuung im Umland bescheiden und öffentliche Verkehrsmittel kein Ersatz sind, können die Städter sich selbst die Haare schneiden oder fahren aus der Stadt wo die Dienstleistung bezahlbar ist.

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bunterepublik 25.04.2019, 10:37
19. Naja, nicht alle leben in Berlin oder Hamburg

Wenn Pendeln unattraktiver wird, wird die Wohnungsnot in den Städten noch mehr zunehmen. Wir haben hier also die klassischen Zielkonflikte. Der in der Stadt wohnenden dort arbeitende Mensch (bspw. ich) möchte möglichst keine Einpendler und wenig Verkehr, aber gleichwohl günstige Mieten bzw. Wohnungspreise, die nur dann halbwegs günstig bleiben, wenn es ausreichend Pendler gibt, die auf dem Dorf wohnen und das Pendeln auf sich nehmen. Diese wiederum haben das Ziel, möglichst schnell und bequem zu pendeln, also mit dem Auto, damit das Landleben attraktiv bleibt.

Dazu kommen dann noch die Einzelhändler, Cafes, Kneipen usw. der Innenstädte, die auf auswärtige Kaufkraft angewiesen sind. Diese sollen attraktiv und belebt sein und benötigen dafür Personen, die aus dem Umland kommen.

Und dann gibt es tatsächlich auch noch diejenigen, die zwar in der Innenstadt leben, aber im Vorort oder auf dem Land arbeiten (z.B. meine Frau).

In Berlin, Hamburg usw. mag das mit dem ÖPNV alles halbwegs gehen, aber wenn man in kleinere Großstädte oder größere Kleinstädte (ab 50.000 Einwohner) geht, wird es schon teilweise sehr beschwerlich.

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