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Formel E verbessert Elektroautos: Rasen für mehr Reichweite
BMW

Bessere Akkus, bessere Motoren, bessere Software: Deutsche Autohersteller entdecken die Formel E zunehmend als Techniklabor für Pkw. Die Formel 1 hat in dieser Hinsicht ausgedient.

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ceen 12.12.2018, 07:53
1. Umweltfreundlich

DIe Formel E ist genauso dreckig, wie die Formel 1.
Das bisschen Benzin was die Rennautos ausstoßen fällt wohl kaum ins Gewicht gegen Transport der Mannschaft und der gesamten Ausrüstung zum nächsten Kontinent.

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Aquifex 12.12.2018, 07:57
2.

Man darf bei aller Euphorie zwei Dinge nicht vergessen: Zum einen ist die Formel E die Rennserie mit ca. 6 Mio EURO pro Auto und Saison die mit den geringsten Kosten für die Teams bei gleichzeitig ge-hypter medialer Präsenz durch den aktuellen aber bisher durch eigentlich nicht zu rechtfertigenden Elektro-Hype generell, und zum anderen sind die wirklich interessanten Teile des Autos, nämlich die Batterie und die Leistungselektronik NICHT zur Entwicklung freigegeben. Man will das nicht, weil man dann ein Wettrüsten der Hersteller in diesen Bereichen befürchtet, was die Kosten explodieren lassen würde. Allerdings würde das sie Serie überhaupt erst wirklich interessant machen. Momentan wird sie von Motorsport-Fans nur deshalb verfolgt, weil sie die Fahrer kennen und im Winter sonst wenig "echten" Rennen laufen. Die Freigabe der Batterie-Entwicklung wäre allerdings etwas, was einen substanziellen Gewinn für die Strasse bedeuten würde, wenn man denn elektrisch fahren will. Leider gehen die Veranstalter diesen in meinen Augen etwas faulen Kompromiss ein. Schaut man in die Entwicklungen der Langstrecken-Serie WEC von 2012 bis heute, sieht man, was passieren kann. Audi, Porsche und Toyota leisteten sich in der LMP1 Klasse eine Technikschlacht vom Feinsten, die auf der Rennstrecke zu wirklich spannenden Rennen führte. (Man denke an das rundenlange Katz und Mausspiel von Jani und Fässler im Porsche bzw Audi in Silverstone 2015). Diese Entwicklung hatte zur Folge, daß die Kosten in den Bereich von 250 Mio EURO pro Team stiegen, so daß sich Audi und Porsche getrieben durch den Dieselskandal aus der Serie zurückzogen und heute nur noch Toyota die Fahne hochhält....und nicht geschlagen werden kan, so daß man nun das technische Reglement ändert. Auch hier gab es den Tech-Transfer von der Rennstrecke auf die Strasse, was z.B. die Hybridtechnologie betrifft. Die Hersteller profitierten von der Serie, technisch wie medial, trotz der Tatsache, daß die WEC mit Ausnahme der "24h von Le Mans" bei weitem nicht die Aufmerksamkeit erhielt oder erhält, wie es aktuell der Formel E zuteil wird. Soll heißen: Da der Formel E eine erstaunliche Medienpräsenz eingeräumt wird, sollte man erst Recht das Wettrüsten erlauben! Dann gäbe es deutlich interessantere Rennen und wesentliche Entwicklungen im Bereich E-Mobilität.

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thrust26 12.12.2018, 08:37
3. Nee

Zitat von ceen
DIe Formel E ist genauso dreckig, wie die Formel 1. Das bisschen Benzin was die Rennautos ausstoßen fällt wohl kaum ins Gewicht gegen Transport der Mannschaft und der gesamten Ausrüstung zum nächsten Kontinent.
Den maximaler Beitrag zur Umweltverschmutzung tragen bei weitem die anreisenden Zuschauer bei. Da die FE direkt in der Stadt fährt und (noch) weniger Zuschauer hat als die F1, ist sie auch sauberer.

Wobei, mit weitem Abstand am dreckigsten ist der Fußball.

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mikko11 12.12.2018, 08:54
4. Nachtanken

Zitat von
Darunter verbirgt sich eine bedeutende Neuheit, die ebenfalls in allen Autos steckt: der Lithium-Ionen-Stromspeicher von McLaren Applied Technologies. Er wiegt 374 Kilogramm und bietet 52 kWh nutzbare.....
Gut - denn dieses "Nachtankprinzip" war an Peinlichkeit kaum zu übertreffen.
Die vereinbarten 45 Minuten zeigen den Status Quo auf, mehr ist momentan wohl nicht zu schaffen. Wenn man kein attraktives Rahmenprogramm hinzubekommt, wird man wegen 45 Minuten Action nicht viele Life-Zuschauer anlocken können.

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BeatDaddy 12.12.2018, 09:45
5. Elektromobilität

ist und bleibt nur ein Zwischenschritt zu den wirklich interessanten Antriebsquellen, wie Wasserstoff oder Brennstoffzellen. Deutsche Autokonzerne hinken mal wieder hinterher. Es werden Abermillionen für Formel E-Autos ausgegeben, in der Hoffnung, daß diese Autos endlich mal ein ganzes Rennen durchhalten...Andererseits hilft es, die Steuerlast der Konzerne zu senken...Von der ganzen Investitionspolitik abgesehen sind diese Rennen auch noch Hundert Mal uninteressanter, als Formel1-Rennen. Und so lange die Zuschauer mit ihren "Stinke-Autos" anreisen, in Hotels mit Klimanlage übernachten, etc. braucht mir niemand etwas von "sauberem" Rennsport zu erzählen.

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Bernhard.R 12.12.2018, 10:04
6. Einige Km mehr Reichweite gewinnen

Na das ist doch was! Die Reisezeit nach Italien wird sich von 4 auf 3 Tage verkürzen. Damit ist man schneller dort, als mit einer Postkutsche. Bravo!

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Thilo_Knows 12.12.2018, 10:10
7. Ist doch schön!

Dann könnte die F1 doch endlich wieder das werden, was sie längst nicht mehr ist: eine aufregende, auf Spaß, Emotionen und Unterhaltung ausgerichtete Veranstaltung. Ohne die ganzen Reglementierungen, ohne das Elektro-Gedöns. 10/12 Zylinder, die wieder nach Formel 1 klingen, echte Rennreifen ohne alberne Stückzahlbegrenzungen, Nachtanken und und und. Alles, was diese Serie mal aufregend gemacht hat und was ihr heute gänzlich fehlt.

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breguet 12.12.2018, 10:19
8. Super!

Dann kann die Formel eins ja wieder zu Achtzylinder Saugmotoren und handgeschalteten Getrieben zurückkehren. Dann brauchen wir auch den ganzen Elektroschmarren nicht mehr in den Autos, der Funk mit der Box wird verboten, der Fahrer ist wieder der Mittelpunkt - nicht das Team. Er bestimmt wann er reinkommt, wann er Reifen braucht und wie viel Gas er gibt, nicht die Box. Geht nicht, geht bei MotoGP auch, dann geht's auch bei der Formel eins. Dan werden die Leute auch wieder die Rennen besuchen und die Zuschauerzahlen im Fernsehen werden explodieren.

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Duracel 12.12.2018, 10:25
9. Die Elektro-Miesmacher kommentieren wieder fleißig.

Die Umwelt-Kosten einer solchen E-Rennserie fallen doch minimal aus in Relation zum langfristigen Erfahrungsgewinn! Und die 45 Minuten sind doch super, für das Groß des Publikums das von Zuhause aus guckt. Die Rennserie wird in den kommenden Jahren boomen und schon bald die Formel 1 überholen, die ich Jahrzehnte verfolgt hatte, aber die letzten Jahre waren so öde, dass ich mittlerweile komplett draussen bin. Formel E, da passiert noch was!

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