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Französisches Stadtauto "Minima" : Smart, aber erfolglos
Retromobile

Die Automobilgeschichte ist voll von irren Entwürfen, die erst begeisterten und dann verschwanden. SPIEGEL ONLINE zeigt die gewagtesten Visionen. Diesmal: Ein Autozwerg, der viel zu früh auf die Welt kam.

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steffen.ganzmann 24.04.2017, 14:08
10. Zu dem Klapproller Valmobile

Der ist allerdings geklaut. Einen ähnlichen zusammenklappbaren Scooter benutzten schon die britischen Fallschirmjäger im WW II und ausgerechnet auch noch in Frankreich:
https://de.pinterest.com/pin/60517188713095249/

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Falsche Küste 24.04.2017, 14:41
11. Kleinstwagen will kaum einer haben

Das Problem mit den Kleinstwagen ist nicht so sehr, daß die Hersteller sie nicht anbieten, sondern, daß sie kaum gekauft werden. Smart steigt z.B. im Herbst komplett aus dem Nordamerika-Markt aus (mit dem Benziner, der Elektro-Smart wird weiter verkauft werden, doch wie lange noch?).

Ich fahre seit knapp drei Jahren einen Elektro-Smart in Florida fürs tägliche Pendeln zur Arbeit. Das Auto ist ein Traum zu fahren. Irrsinnig spritzig (kein Vergleich zum lahmen Benziner), leise und völlig ausreichend für den Alltag. Die Sitzposition ist genauso hoch wie bei "normalen" Autos. Er ist für mich das perfekte Stadtauto.

Gebrauchte Elektro-Smarts werden hierzulande für rund $5,000 verkauft. Ein Schnäppchen. Nur, keiner will sie haben.

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upalatus 24.04.2017, 14:51
12.

In Lebensräumen, in denen sehr viele Menschen beieinanderleben (bewusst nicht '-wohnen'), ist jeder Quadratmeter Boden und Kubik Luft viel zu schade, als von konventionellen Autos beherrscht, besetzt, verlärmt und verunreinigt zu werden. Allerdings ist die freiwillige Leidensfähigkeit und Mitmachwille der Kundschaft wohl seit mindestens 50 Jahren hier gleichbleibend hoch.

Solche kleinen Personentransporter wären für sehr viele schon richtig, um innerhalb des engen Lebensraumes jeden Tag schnöde von A nach B zu gelangen. Damit wär die Kleinklasse jeden Tag wohl gut ausgelastet, trotz Bezeichnung Zweitauto. Das restliche Leben benötigt halt noch das größere Fahrzeugvolumen bei aktuellem Nutzerverhalten und -wünschen.

Warum sollte man die städtische Winzlingflotte nicht mit Mietmodulen (lange oder tägliche Zeitkontingente) zustandebringen. Oder Arbeitgeber, bei denen so ein System dem MA selbstverständlich mit zum Arbeitsplatz geboten wird. Die Einpendler von erheblich weiter weg an geeigneten stadtperipheren Sammelplätzen mit so einem Umsteigesystem versorgen. Gewiss mit auch persönlichem Aufwand verbunden, aber mal lokale Modellversuche hinbekommen wär doch mal ein Anfang. Versuch macht kluch.

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2cv 24.04.2017, 15:51
13.

Zitat von upalatus
In Lebensräumen, in denen sehr viele Menschen beieinanderleben (bewusst nicht '-wohnen'), ist jeder Quadratmeter Boden und Kubik Luft viel zu schade, als von konventionellen Autos beherrscht, besetzt, verlärmt und verunreinigt zu werden. Allerdings ist die freiwillige Leidensfähigkeit und Mitmachwille der Kundschaft wohl seit mindestens 50 Jahren hier gleichbleibend hoch.
Deswegen sollten Sie mal nach Paris schauen: Eingrenzung des Verkehrs durch Anne Hidalgo zu Gunsten der Menschen, die in der Stadt leben, bringt der Gesellschaft dort deutlich mehr Lebensqualität. Und eines sollte ganz klar gesagt werden - bloss weil die Autos vielleicht kürzer werden, werden es noch lange nicht mehr freie Flächen! Das Gegenteil ist der Fall: noch mehr Autos kommen hinzu, diese mühsam gewonnenen Freiräume schnell wieder zu schließen. Pro Jahr kommt rund ein Prozent mehr PKW in Deutschland dazu - als ich meinen Führerschein erwarb, waren nur rund halb so viele PKW in D zugelassen wie heute. Nur durch äußere - sprich regulative - Einflüsse, siehe Paris, kann diese Zahl wieder zurückgefahren werden. Alles andere ist Augenwischerei.

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mw210161 24.04.2017, 16:14
14. DAF City Osi, der waere heute noch top!

Der leider vollkommen in Vergessenheit geratene, jahrzehntelang verschollene Daf City von Osi ist mein persoenlicher Favorit. Der waere mit wenigen zeitgemaessen Modifikationen auch heute noch ein geniales Stadtauto.
Googeln, auch auf Youtube!
Mal bei SPON drueber berichten!

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sarah_weinberg 24.04.2017, 18:18
15. nur mal das

ich fahre in Californien ein Golf 1 Cabrio Automatik. Total aufgearbeitet durch einen Freund. Das ist kein Motor der Rennen gewinnt aber cruisen mit Automatik, genial. Ich den neuen Fiat mit Faltdach gefunden, der braucht ein wenig "Liebe" wird dann "elektrisiert". Warum gibt es sowas nicht als Serie?

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upalatus 24.04.2017, 19:43
16.

Zitat von 2cv
Deswegen sollten Sie mal nach Paris schauen: Eingrenzung des Verkehrs durch Anne Hidalgo zu Gunsten der Menschen, die in der Stadt leben, bringt der Gesellschaft dort deutlich mehr Lebensqualität. Und eines sollte ganz klar gesagt werden - bloss weil die Autos vielleicht kürzer werden, werden es noch lange nicht mehr freie Flächen! Das Gegenteil ist der Fall: noch mehr Autos kommen hinzu, diese mühsam gewonnenen Freiräume schnell wieder zu schließen. Pro Jahr kommt rund ein Prozent mehr PKW in Deutschland dazu - als ich meinen Führerschein erwarb, waren nur rund halb so viele PKW in D zugelassen wie heute. Nur durch äußere - sprich regulative - Einflüsse, siehe Paris, kann diese Zahl wieder zurückgefahren werden. Alles andere ist Augenwischerei.
Die pure Eingrenzung des konventionellen Verkehrs ist ein Baustein, das städtische Leben qualitätsvoller werden zu lassen. Am Mobilitätswillen der Bewohner wird sich dabei kaum bis niemals was ändern, ebenso nicht am Bedürfnis, seinen eigenen privaten mobilen Fahrraum zu haben. Hier denke ich an die Artikelaussage, dass es schon vor 50 Jahren auffallend war, dass weit überwiegend nur jeweils eine Nase im Fahrzeug saß; ist heute nicht viel anders.

Es braucht wohl mehrere Correlatiobausteine (dabei nicht nur ausschließlich Augenmerk auf rein automobil/verkehrstechnische Aspekte legend), um den momentanen Privat- und Versorgungsverkehr sachte in neue Gefilde zu führen. Richtig wollen wollen offensichtlich nur zu wenige.......

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bitdinger 24.04.2017, 21:58
17. In der DDR ein Erfolg!

In der DDR war das Konzept sehr erfolgreich. Fast jeder Ostdeutsche fuhr einen in Grösse und Leistung durchaus mit dem Minima vergleichbaren Trabant. Nur die Bonzen fuhren SUVs wie den Lada.

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kar98 25.04.2017, 00:29
18.

Zitat von dröhnbüdel
SUV. Bei dieser Abkürzung für Sports Utility Van stimmt nur der letzte Buchstabe: Vans
Ja, nur doof, daß "SUV" für Sport Utility Vehicle steht, nicht für Van.

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Bin_der_Neue 27.04.2017, 08:00
19. Kleinwagen Ladenhüter?

Es wird immer so dargestellt, als ob sich Klein(st)wagen zur damaligen Zeit überhaupt nicht verkaufen ließen - Fiat 500, 126 oder 127 erzählen hier aber etwas anders, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und auch der spätere Cinquecento von 1991 (nicht das aktuelle "Retro"-Modell) kam dem Kleinwagen Boom um etliche Jahre zuvor und war nicht minder erfolgreich.

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