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Führerschein: Immer mehr Fahrschüler fallen durch die Fahrprüfung
DPA

39 Prozent der Fahranfänger schaffen die Führerscheinprüfung nicht. Das liegt auch daran, das der Führerschein bei Jugendlichen laut Experten an Bedeutung verliert.

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mikko11 13.02.2019, 11:48
10.

Zitat von alice-b
" Und er rät von Crash- und Ferienkursen ab - das Erlernte müsse Zeit haben, sich zu festigen, sagt eine Sprecherin. " < Ich habe seiner Zeit den Chrashfürerschein gemacht. 14 Tg. des Jahresurlaub beansprucht Theorie und Fahren gelernt und habe bei der ersten Prüfung bestanden. Man soll/muss sich auf das konzentrieren was man erreichen will.
Die Vorbehalte gegen Crashkurse teile ich.

Ich habe Leute getroffen, die ihren Motorradführerschein, ihre Hängegleiter-Lizenz und ihren Tauchschein im Urlaub in ein paar Tagen gemacht haben. Der Unterschied zu einer Ausbildung, die ansonsten Monate dauert, war offensichtlich.

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schwabe1952 13.02.2019, 11:49
11. Durchfallquote ist zu niedrig !!!

wenn ich mir das Fahrverhalten vieler Zeitgenossen anschaue, frage ich mich des Öfteren, wer denn hier Führerscheine verlost. Da sind viele (nicht einzelne) unterwegs, die den führerschein wohl "gewonnen" haben.
Blinken vor dem Abbiegen scheint völlig aus der Mode gekommen zu sein, Auffahren bis fast ans Nummernschild ist an der Tagesordnung. Bei Rot noch schnell über die Ampel - täglich dutzendfach zu beobachten. Halteverbot oder halten auf dem Gehweg - ist das eigentlich verboten ?
Von den Rasern ganz zu schweigen.
Für mein Dafürhalten sollten die Prüfungen deutlich strengeren Kriterien unterliegen.

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Ayanami 13.02.2019, 11:49
12. Ein Argument mehr

...für autonome Fahrzeuge. Ich finde es fast schon anachronistisch, dass wir unsere Gefährte alle noch selbst durch die Straßen steuern, mit allen dazugehörigen komplexen Anforderungen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mit Anfang 30 sehr spät den Führerschein gemacht habe und ansonsten passionierter ÖPNV-Nutzer bin (was in der Großstadt zugegebenermaßen angenehmer ist als auf dem Land).

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Nania 13.02.2019, 11:49
13.

Zitat von alice-b
" Und er rät von Crash- und Ferienkursen ab - das Erlernte müsse Zeit haben, sich zu festigen, sagt eine Sprecherin. " < Ich habe seiner Zeit den Chrashfürerschein gemacht. 14 Tg. des Jahresurlaub beansprucht Theorie und Fahren gelernt und habe bei der ersten Prüfung bestanden. Man soll/muss sich auf das konzentrieren was man erreichen will.
Ich denke, ganz Unrecht hat die Sprecherin da nicht.
Ein Intensivkurs dürfte nur für die Leute geeignet sein, die danach viel fahren müssen und die eine gewisse Reife mitbringen. Leider kenne ich genügend Menschen, die beides nicht hatten. Und da wäre ein Intensivkurs, der definitiv nach X Wochen beendet sein sollte, nicht das Richtige gewesen, einerseits, weil danach die Fahrpraxis rapide zurückgegangen wäre (nur ein Auto in der Familie, wenige Strecken, die überhaupt gefahren werden müssen usw.) und andererseits weil es doch ein paar Leute gab, denen mehr Fahrstunden mit einem erfahrenen Fahrlehrer gut getan haben oder gut getan hätten. Zum Beispiel auch in Puncto Fahrsicherheit und Selbsteinschätzung.

Damit möchte ich nicht sagen, dass generell so Intensivkurse abzulehnen sind, ich halte sie nur nicht für alle gleichermaßen sinnvoll.

Ist ein bisschen wie mit Intensiv-Sprachkursen:
Wenn Sie einen achtwöchigen Intensiv-Spanisch-Sprachkurs machen, sind sie danach für den anstehenden Spanienaufenthalt vielleicht gerüstet, wenn Sie aber danach erstmal ein Jahr nichts mit Spanisch zu tun haben, geht viel von dem Wissen wieder verloren.

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whitewisent 13.02.2019, 11:51
14.

Man muss wohl unterscheiden, wird der Theorie- oder Praxisteil nicht geschafft. Für die Probleme bei der Theorie sind auch die fehlende Lernkompetenzen ein Problem, also sich 60 Minuten lang auf einen intensiven Vortrag zu konzentrieren, und das mehrmals hintereinander. Hat weder etwas mit der Intelligenz noch dem Freizeitverhalten zu tun, einfach ein grundsätzliches Problem durch die Schule und Elternhaus.

Bei der Praxis merkt man immer wieder die geringe Kompetenz im Verkehr allgemein. Was Hänschen nicht lernt... - wenn Eltern, Familie und Umwelt sich regelmäßig nicht an die Verkehrsregeln halten, und man das seit der Kindheit so verinnerlicht hat, stellt sich solches Verhalten während vielen Prüfungen automatisch ein, egal wie sicher man sich konditioniert glaubt.

Weshalb fallen die meisten Prüflinge durch? Das wäre interessant, ein persönlicher Eindruck, Probleme bei den Vorfahrtsregeln, Geschwindigkeit, Rücksichtnahme gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Auf all das wird man bereits in der Fahrschule hingewiesen (egal ob guter oder schlechter Lehrer), aber es wird nicht verinnerlicht, weil man sich ja ach so schlau fühlt. Die Technik ist heute nicht mehr das Problem, wie noch vor 30 Jahren. Servolenkung, Automatikgetriebe, Einparkhilfe - nur wenn man sich da zu wohl fühlt, geht die Konzentration für die wichtigen 45 Minuten verloren.

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mens 13.02.2019, 11:55
15. Analog-Unbefähigt

Meine steile These: praktische analoge Fertigkeiten werden nicht mehr so geschätzt und verlieren daher an Bedeutung. Höchstens als exotische, künstlerische Fertigkeit. Autofahren ist aber noch immer nichts anderes als ein Handwerk, dass es zu erlernen gilt, wo die Kids heute doch schon um jeden Laubhaufen im Garten einen großen Bogen machen. Zusammen mit der Tatsache, dass der PKW zumindest in Ballungsräumen als unwichtiger angesehen wird, überraschen die Zahlen nicht.

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meiner_einer 13.02.2019, 11:57
16. Die Kosten des Führerscheins tragen sicher auch dazu bei

Ein Führerschein ist heute schon von den anfallenden Kosten her ein ziemlicher Luxus. Was da alleine schon an Pflichtstunden zusammenkommt, geht weit über 1000€ hinaus, von demher wäre es verständlich, wenn jeder Fahrschüler versucht, möglichst schnell die Prüfung abzulegen und sich weitere Fahrstunden im wahrsten Sinne des Wortes erspart.

Das Problem bei diesem Ansatz ist natürlich die fehlende Fahrpraxis. Wenn die fehlt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, in der Prüfung in eine Situation zu kommen, die man nicht beherrscht, weil sie entweder völlig neu ist, oder noch nicht oft genug geübt wurde. Und dann ist die Prüfung sehr schnell vorbei...

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doc007 13.02.2019, 12:00
17. …darauf muss man mal kommen…

Auf diese Begründung muss man erst mal kommen: “39% der Fahrschüler fallen durch die Prüfung, da der Führerschein an Bedeutung verliert“. Wegen der fehlenden Bedeutung meldet man sich dann auch an, macht für 2.000.- Euro Fahrstunden und Unterricht und bereitet sich auf eine Prüfung vor. Das macht Sinn. Ich habe da einen ganz anderen Verdacht. In einem Land, in dem z.B. die mathematische Kompetenz und auch das allgemeine Bildungsniveau in den letzten Jahren dramatisch gesunken ist, ist die Fähigkeit und Bereitschaft sich auf Tests entsprechend vorzubereiten möglicherweise eingeschränkt?

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realist4 13.02.2019, 12:07
18. Expertenunsinn

Was soll die Durchfallquote mit der Bedeutung des Führerscheins für Jugendliche zu tun haben? Die Experten meinen also dass die Jugendlichen die hohen Kosten einer Fahrausbildung nur so zum Spass stemmen, weil sie eigentlich gar nicht fahren wollen?

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edward elgar 13.02.2019, 12:10
19.

Bei meinen Zwillingen und deren Freunden ist Bulimie-Lernen angesagt. Möglichst viel in kurzer Zeit in den Kopf schleusen und nach der Prüfung sofort wieder vergessen. Genauso unwichtig ist der praktische Unterricht, die legen ihr Hauptaugenmerk auf das, was der Fahrschullehrer ihnen erklärt - und da geht es fast nur um den Prüfungsablauf. Von Rücksichtnahme und Gelassenheit im Straßenverkehr ist da nicht die Rede, ein guter Fahrstil wird schon garnicht angestrebt, angesagt ist - wie in anderen Bereichen auch - das Prinzip Spaßhaben. Die Knaben sind unbelehrbar und glauben, alles besser zu wissen - wenn die ihren Deckel haben und mit dem Auto unterwegs sind, will ich das wissen, damit ich zu Hause bleiben kann. Ist mir dann zu gefährlich auf der Straße.

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