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Führerschein-Prüfung: Angst und Schrecken hinterm Lenkrad

Volle Straßen, fiepende Bremssysteme,*riesige*Autos: Wer eine Fahrschule besucht, braucht starke Nerven. Der*Führerscheinerwerb wird zur Tortur, die zudem immer teurer wird - auch weil die Fahrschüler selbst fahriger werden.

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NeZ 12.11.2011, 17:00
1. "benötigt man eh nicht"

Assistenzsysteme brauchen doch eh nur Fahranfänger oder Menschen mit zuviel Geld und zu großem Auto.

Mein Firmenwagen, ein Opel Zafira, ist genauso vollgestopft mit diesem Müll. Statt Klimaautomatik, Regensensoren, automatischem Abblendlicht und Parkpiepser hätte ich lieber mal endlich eine gewöhnliche Sitzheizung (aus den 90ern)!

Wer sich den neuen Opel Astra anschaut, erschrickt erstmal an der Menge an Schaltern - wie bei Fernbedienungen für'n TV. 90% der Knöpfe benötigt man eh nicht.

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Nirvana 05 12.11.2011, 17:19
2.

Als ich vor knapp zwei Jahren meine theoretische Prüfung gemacht habe, fand diese zwar schon am PC statt, Fragen und Bilder waren aber immer noch genau dieselben, die ich zuvor über eine Website gelernt hatte....

Ich musste damals zwar nur die Prüfungen machen um den dt. Führerschein zu bekommen, aber mein Fahrlehrer (braucht man in D ja obligatorisch, in Argentinien muss man mit dem eigenen Auto zur Prüfung kommen...) meinte, dass die Prüflinge in den letzten Jahren immer länger brauchten bis zur Prufung und auch, dass wohl 1/3 bis 1/2 schon bei der Theorie das Handtuch werfen und gar nicht mit praktischen Fahrstunden anfangen...

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heuwender 12.11.2011, 17:21
3. ich hatte

Zitat von sysop
Volle Straßen, fiepende Bremssysteme,*riesige*Autos: Wer eine Fahrschule besucht, braucht starke Nerven. Der*Führerscheinerwerb wird zur Tortur, die zudem immer teurer wird - auch weil die Fahrschüler selbst fahriger werden.
damals für meine Führerschein Kl.2 (LKW) nach 8 Fahrstunden
300 DM bezahlt,das waren noch Zeiten als sie Sozis regierten.

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Hubert Rudnick 12.11.2011, 17:31
4. Führerschein machen

Zitat von sysop
Volle Straßen, fiepende Bremssysteme,*riesige*Autos: Wer eine Fahrschule besucht, braucht starke Nerven. Der*Führerscheinerwerb wird zur Tortur, die zudem immer teurer wird - auch weil die Fahrschüler selbst fahriger werden.
Zu viele junge Menschen gehen an den Erwerb des Führerscheins einfach zu laks heran, sie bemühen sich viel zu wenig und sehen es nach wie vor nur als ein Spiel an und darum schaffen es auch etliche nicht.
Aber es gibt auch Fahrschüler die können das nicht so schnell alles begreifen und mit den vielen Anforderungen im Straßenverkehr und der Beherrschung des Fahrzeugs zurechtkommen.
Aber auch die Fahrschule könnte hier durch besserqualifizierte Ausbilder Hilfe leisten.
Nicht jeder der sich Fahrschullehrer nennt und es ausübt kann auch jungen Menschen das Fahren mit einem Fahrzeug beibringen, es ist wie im gesamten Leben, auch nicht jeder Lehrer in der Schule hat das Zeug Schüler gut heranzubilden.
Aber in erster Linie müssen die jungen Menschen sich selbst erst einmal im klaren sein, dass sie was leisten wollen und daran hapert es bei sehr vielen.
HR

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WHO23 12.11.2011, 17:38
5.

Zitat von heuwender
damals für meine Führerschein Kl.2 (LKW) nach 8 Fahrstunden 300 DM bezahlt,das waren noch Zeiten als sie Sozis regierten.
Damals? Wann war das?

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FoxhoundBM 12.11.2011, 17:45
6.

Zitat von Hubert Rudnick
Zu viele junge Menschen gehen an den Erwerb des Führerscheins einfach zu laks heran, sie bemühen sich viel zu wenig und sehen es nach wie vor nur als ein Spiel an und darum schaffen es auch etliche nicht. [...] Aber in erster Linie müssen die jungen Menschen sich selbst erst einmal im klaren sein, dass sie was leisten wollen und daran hapert es bei sehr vielen. HR
Solange sich die heutigen Eltern vor Angst in die Hose scheißen, weil Filius ohne Stützräder Fahrrad fährt, und ihn deswegen lieber jeden Weg mit dem Auto durch die Gegend kutschieren, erlernt der Junior weder wichtige motorische Fähigkeiten noch bekommt er auch nur ansatzweise Selbstvertrauen.

So siehts aus.

Ich hab mit 5 Jahren (1994) Radfahren gelernt. In der 2. Klasse (1996) gabs bei uns einen Fahrrad-Sicherheitskurs. Da hat man das erste Mal Verkehrregeln gelernt. Mit 16 habe ich auf dem Hof mit dem Mazda meiner Mutter kuppeln, Anfahren und rangieren gelernt. Und wenn meiner Mutter am Steuer saß, hat sie mir stets ein bisschen was erklärt.

Wenn man der aktuellen Jugend nichtmal ab dem ersten Fahrrad ansatzweise etwas Verkehrerziehung zukommen lässt, wie sollen die das dann alles auf einmal lernen?

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Skorpion-4411 12.11.2011, 17:50
7. Das waren noch Zeiten.....

Im Nov. 1968 meinen Führerschein gemacht; Kosten mit 10 praktischen Fahrstunden + 11. wart Prüfungsfahrt 319,62 DM.

Bisher Unfallfreie Fahrweise! Hin und wieder "Knöllchen" wegen Parkverstößen und auch zu schnellem Fahren.

Sicher ist für mich aber auch; eine Fahrprüfung würde ich aktuell nicht bestehen - dafür ist meine Fahrweise wohl zu sehr Routine.

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NeZ 12.11.2011, 17:51
8. "versagt"

Zitat von FoxhoundBM
Solange sich die heutigen Eltern vor Angst in die Hose scheißen, weil Filius ohne Stützräder Fahrrad fährt, und ihn deswegen lieber jeden Weg mit dem Auto durch die Gegend kutschieren, erlernt der Junior weder wichtige motorische Fähigkeiten noch bekommt er auch nur ansatzweise Selbstvertrauen.
Volle Zustimmung! Diese Meinung vertreten allerdings meistens die Mütter bzw. allgemein eher Frauen, würde ich mal sagen.

Meinetwegen fällt mein scheiß Kind halt dreimal auf die Fresse, bis es daraus lernt - dafür strengt es sich dann richtig an und kapiert, was Fleiß und Übung ausmachen.

Und das muss für alle Lebensbereiche gelten.

Wer meint, ein 5-Jähriger habe da einfach noch nicht die motorischen Fähigkeiten, ist selbst schuld und hat als Elter versagt.

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Vnessi 12.11.2011, 17:56
9. Und danach?

Zitat von Hubert Rudnick
Aber in erster Linie müssen die jungen Menschen sich selbst erst einmal im klaren sein, dass sie was leisten wollen und daran hapert es bei sehr vielen. HR
Das ist richtig. Vor allem müssen die jungen Leute aus der Generation Praktikum eine sozialversicherungspflichtige Festanstellung haben. Bei vier jungen Menschen aus meiner Verwandtschaft (noch im Studium) ist das leider noch nicht der Fall. Sie haben sich den Führerschein buchstäblich vom Munde abgespart während unbezahlter oder 400 Euro-Praktika bzw. mit 5 Euro-Jobs, große Freude über die bestandene Prüfung! Aber dann: einen bezahlbaren vernünftigen Gebrauchtwagen zu bekommen ist nahezu aussichtslos (es sei denn, man kauft eine lebensgefährliche Schrottkarre), erst recht, diesen zu versichern - bei den absolut jugendunfreundlichen Einstiegstarifen. Oft können die Eltern auch nicht helfen, denn schon ab dem 2. Kind beginnt das Armutsrisiko. Folge: nicht wenige junge Leute haben einen Führerschein, fahren aber nicht. Spätestens nach 6 Monaten ohne zu fahren sind sie so verunsichert, dass sie selbst sagen, sie können es nicht mehr - es sei denn nach weiteren freiwilligen - und teuren - Fahrstunden (schönes Erlösmodell für die Fahrschulen!). Fazit: den jungen Leuten werden nur Steine in den Weg gelegt, sie werden gefordert, aber nicht gefördert. Es müsste zu Dacia-Modellen (große Ausnahme unter den Herstellern) Jugend-Finanzierungsangebote geben und viel günstigere Einstiegstarife bei den Versicherungen...

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