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Führerscheinentzug wegen Kiffen: Die Folgen des Cannabis-Urteils für Autofahrer
DPA

Der Konsum von Cannabis kann zum Führerscheinentzug führen. Das Bundesverfassungsgerichts hat erstmals eine THC-Grenze festgelegt - und die liegt niedrig. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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phatz 25.10.2014, 09:08
110. Was für ein Quatsch

Absolute Unverschämtheit. Vor zehn Jahren habe ich noch gedacht, dass die Idioten bald alle wegsterben würden. Falsch gedacht. Der Mischkonsum macht einen ungeeignet. Das ich nicht lache.

Mich würde auch ne spon-recherche zum hartmann interessieren. Musste er zur MPU? Wenn schon beid kiffern, dann da doch wohl auch.

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Stefan_G 25.10.2014, 09:24
111. zu #74

Sollte ein Alkoholkonsument eine Fahrerlaubnis haben, selbst wenn er noch keinen Rausch hinterm Steuer hatte? Die Antwort: nein. Das Risiko ist zu groß. Sollte jemand, der regelmäßig Alkohol trinkt, und somit lange diesen PSYCHOAKTIVEN Stoff im Blut hat, und der (und auch kein anderer) nicht einschätzen kann, wann der Rausch völlig vorbei ist, sollte dieser Mensch eine Fahrerlaubnis haben? Die Antwort: nein. Beide sind ein Risiko. der eine kann nicht sagen, wann seine Fahrtüchtigkeit plötzlich aussetzt und der andere, wann sie wieder hergestellt ist. Der Alkoholkonsument muss seinen Führerschein abgeben.

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FraSoer 25.10.2014, 09:26
112. Kein Drogentest ohne Verkehrskontrolle erlaubt

Die Entscheidung den Führerschein zu entziehen, selbst wenn der THC Konsument nicht Auto fährt mag zwar ungerecht sein. Andererseits in welchem Szenario sollte die Polizei sonst einen Drogentest einfordern können? Die Polizei kann nicht einfach an meiner Haustür klingeln und von mir eine Blutprobe verlangen. Insofern, wen juckt die Regelung. Wer kürzlich Drogen genommen hat oder Alkohol getrunken hat soll einfach nicht Auto fahren. Fertig.

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Der_zu_spät_geborene 25.10.2014, 09:27
113. Entgegen der Meinung....

...des einen oder anderen Foristen hat hier nicht der Spiessbürger zugschlagen, sondern Volljuristen. Diese Leute sind von Repressalien völlig ungeschützt und können mehr oder weniger tun und lassen was Sie wollen und immer noch in den Traditionen des dritten Reiches verhaftet. Eine Trennung hat es nie gegeben und wers mir nicht glaubt, soll einfach mal schauen, wie viele der Gesetze und vor allen Dingen Auslegungen noch aus dieser Zeit stammen.

Dieses Urteil ist ein weiterer Grund, diesen Berufstand GRUNDLICHST auf den Prüfstand zu stellen.

"Der "Mischkonsum von Cannabis und Alkohol rechtfertigt selbst dann die Annahme mangelnder Fahreignung", wenn der Konsum "nicht im Zusammenhang mit der Teilnahme am Straßenverkehr steht". "

Und dann gibts Leute hier , die sich über Putin und ähnliche Leute aufregen. Der Willkür durch nachgeordnete Behörden ist hierdurch ien weiteres Mal Tür und Tor geöffnet und die Vorbereitungs/Durchfallenlassen-Industrie rund um die MPU darf sich weiter die Hände reiben.

Langsam aber sicher reichts mir ganz gewaltig.

Übrigens : ich trinke und kiffe nicht.

Aber die rundrumallesverbieterei macht das Leben in Europa immer weniger lebenswert.

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herr wal 25.10.2014, 09:29
114.

Flashbacks – die hier ein paar Mal erwähnt wurden - gibt es schon. Jakob Augstein beschreibt z.B. gerade die AfD als Flashback der Deutschnationalen in der Weimarer Republik. Und die politische und gesellschaftliche Gesamtlage (inclusive Justiz samt Bundesverwaltungsgericht) kommt mir schon seit ein paar Jahren immer mehr vor wie ein Flashback von ca. 1912. Heinrich Manns „Der Untertan“ erscheint jedenfalls hochaktuell.

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moe.dahool 25.10.2014, 09:35
115. Konsequent wäre dann

Wird ein An- oder Volltrunkener zu Fuß auf der Straße angetroffen, müsste ihm der Lappen abgenommen werden, schließlich kann er nicht maßvoll mit Alkohol umgehen. Und man (Justiz) muss davon ausgehen, dass der/diejenige unter vergleichbaren Umständen auch Auto fährt. Ist natürlich Blödsinn, aber wenn schon prophylaktischer Entzug, dann auch konsequent. Im richtigen Sinne konsequent wäre der THC Wert, der durch Blutentnahme besteht, denn der sagt etwas über die letzten Stunden aus.

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studibaas 25.10.2014, 09:36
116. Nanogramm gegen Promille:

Wir halten fest: Unter der theoretischen Annahme das Blut 1kg/l wiegt, wiegt 1 ml Blut 1mg.

Ab 2 Promille darf man kein Auto mehr fahren (früher waren das mal 0,8, zu recht by the way), also ab ab 2 Nanogramm auf 1 ml. Damit haben sie die Latte für das Kiffen gerade mal doppelt so hoch wie für Alkohol gelegt. Insgesamt gerechtfertigt.
ABER: MPU bei Alkohol muss erst ab 1,6 Promille abgelegt werden. Warum beim Kiffer gleich beim ersten mal eine derart niedrige Konzentration reicht erschließt sich mir nicht. (Und ja, Kiffen wirkt anders als Alkohol, aber nicht schlimmer für die Klugscheißer. Die Reflexe gehen weiter runter, die Aggressivität aber auch. Und wenn ich mir den Straßenkampf großer Fahrzeuge zumindest in Hamburg anschauen ist 2. gefährlicher als ersteres. Insbesondere bei den Taxifahrern).

Im übrigen sollen sie endlich die MPU für Alkohol / Kiffen ohne Autofahren abschaffen. Ich kenne viele Beispiel von Leute, die nach der erfolgreichen MPU nun unter Drogen (Alkohol, THC) Autofahren, weil sie meinen es macht ja nun keinen Unterschied.

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carlkontermann 25.10.2014, 09:37
117. Gutes Urteil, Grenze am besten auf 0.0

Völlig richtig, dieses Urteil. Drogen und Fahren sollte man strikt trennen, selbst wenn der Konsum schon her ist. Völlig blauäugig jetzt diejenigen, die den "Staat" verteufeln. Dann zieht halt nach Holland, ganz einfach. Übrigens wäre eine Canabissteuer auch mal angebracht. Gibt ja auch ne Tabaksteuer. Die Einsicht von diesen Blindtauben der Realität gegenüber kommt erst, wenn der Unfall gebaut ist und derjenige querschnittsgelähmt ist. Dann wird geheult "wär ich doch nur nicht so dumm gewesen..." TJA. Erst Denken.

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Stefan_G 25.10.2014, 09:37
118. zu #113

Zitat von FraSoer
Die Entscheidung den Führerschein zu entziehen, selbst wenn der THC Konsument nicht Auto fährt mag zwar ungerecht sein. Andererseits in welchem Szenario sollte die Polizei sonst einen Drogentest einfordern können? Die Polizei kann nicht einfach an meiner Haustür klingeln und von mir eine Blutprobe verlangen. Insofern, wen juckt die Regelung. Wer kürzlich Drogen genommen hat oder Alkohol getrunken hat soll einfach nicht Auto fahren. Fertig.
Das Problem ist, dass bei Drogentest THC-Metabolite erfasst werden, die einige Wochen nach dem Konsum noch nachweisbar sind. Insofern juckt die Regelung jeden der in den Wochen vor einer Autofahrt mit Verkehrskontrolle Cannabis genommen hat. Fertig.

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jallajalla 25.10.2014, 09:38
119. Alkoholkonsum per Urintest nachweisen..

geht übrigens auch. Im Urin läßt sich über bestimmte Eiweisse ein regelmäßiger erhöhter Konsum testen. Wenn man auch hier den Grenzwert entsprechend niedrig ansetzte, könnte man jeden Nicht-Abstinenzler aus dem Verkehr ziehen.
Leider ist die Gutachterauswahl in DE beliebig und führt zu willkürlichen Urteilen.

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