Forum: Auto
Fünfsitzer Lilium Jet: Deutsches Elektro-Flugtaxi schafft Erstflug
Lilium

Senkrecht starten und schweben geht schon: Das Flugtaxi Lilium Jet hat in Oberpfaffenhofen seinen Jungfernflug absolviert. Bis 2025 soll der Fünfsitzer im Dienst sein - und Passagiere nicht mehr als ein Taxi kosten.

Seite 10 von 16
boseta 16.05.2019, 13:43
90. Cargolifter Déjà-vu

Das Ganze erinnert mich irgentwie an den Hype um den Cargolifter. Etwas mehr gesunder Menschenverstand hätte vielen damals ihre Verluste erspart. Hier wird reiserisch etwas umworben das es noch lange nicht geben wird und kann. Wie bitte nochmal will diese Drone 5 gestandene Bayern samt Eigengewicht mit Akku in die Luft bringen, geschweige den mit bis zu 300 Km/h auch noch 300 Km befördern können. Den Akku möchte ich einmal sehen die das mitmacht. Am Ende wird Lilium auf ein "hybride electric propulsion" System zurückgreifen müssen die den für diese Leistungsdaten benötigten Strom mit Kerosin erzeugt. Von der Infrastruktur die noch entwickelt werden muss und den versicherungstechnischen Thematiken gehe ich davon aus das diese Systeme zur autonomen Beförderung von Menschen frühesten in 30 Jahren bei entsprechender Entwicklung der Technology machbar und auch für Kunden bezahlbar sein werden. Als reinenTechnologyträger finde ich diese Enwicklungen trotzdem sehr spannend!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zensurgegner2017 16.05.2019, 14:00
91.

Es ist erstaunlich, wieviele Foristen sicher sind, sich auszukennen
Wenn man dann die Fachpresse liest dann muss man einfach nur noch sich fremdschämen

Fragen wir doch einmal das MIT


https://www.technologyreview.com/s/612891/when-will-we-have-flying-cars-maybe-sooner-than-you-think/

Das sind die, die keine Ahnung haben

20 Flugtaxis am Start

Der Technology Review des Massachusetts Institute of Technology (MIT) erwartet in den nächsten Jahren 20 verschiedene Flugtaxi-Typen – manche mit bekanntem Namen (Airbus, Boeing), andere werden von Mobilitätsdienstleistern (Uber) oder Startups (Volocopter, Lilium) entwickelt. Die Marktreife wird in fünf bis zehn Jahren erwartet.

Als Hauptkostenfaktor sieht das MIT den Piloten – solange die Taxis noch nicht autonom fliegen. Die Preise für die Fluggeräte selbst werden dank Massenpoduktion fallen, sagt der Bericht voraus. Der Energiebedarf sei mit dem eines elektrischen Autos vergleichbar. Für einen Trip von einigen Meilen prognostiziert das MIT Preise zwischen 40 und 50 Dollar (35-45 Euro). Damit dürften Touren zwar teurer als eine Taxifahrt ausfallen, dafür sind die Fluggäste schneller an ihrem Ziel.

Und wie sieht es mit der Sicherheit aus? Die Prognose erwartet, dass Hacker in Flugtaxis ein größeres Sicherheitsrisiko als Flugzeugentführer darstellen. Das größte Hindernis bei der Realisierung wird laut MIT die Regulierung durch die Behörden sein.
Studie sieht Konzerne vorn

Horvath sagt:

#2025: In der ersten Phase der Urban Air Mobility (UAM) werden sich Flugtaxis in Megacitys ab zehn Millionen Einwohnern beziehungsweise Metropolregionen mit dieser Bevölkerungsdichte etablieren. In Deutschland könnten sich Pilotstrecken auf stark strapazierten Pendlerstrecken durchsetzen, zum Beispiel in der Rhein-Ruhr-Region.

2035: In einer zweiten Phase wird sich UAM weltweit als Mobilitätsdienstleistung etablieren, mit Regelstrecken für den Transport mehrerer Personen pro Flugkapsel in nahezu jeder Metropole. 125 Millionen Stunden werden Flugtaxis den Berechnungen von Horváth & Partners zufolge im Jahr 2035 bereits in der Luft sein.

2050: in der dritten Phase, wenn der öffentliche Personennahverkehr mit Flugtaxis auch in kleineren Städten mit bis zu 600.000 Einwohnern Normalität sein wird, steigen die Flugstunden der Studie zufolge auf neun Milliarden Stunden an.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ironcock_mcsteele 16.05.2019, 14:02
92.

Zitat von syracusa
Danke für diese Anregung. Ihnen ist aber schon klar, dass wir dabei enorme Überschüsse an Strom produzieren, die das Netz instabil machen könnten, oder?
Vielleicht ist es der Schlüssel, um Deutschland zum Energie-Export-Nation zu machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
207forever 16.05.2019, 14:17
93. Das gehört hier noch dazu

https://www.golem.de/news/innolith-energy-battery-schweizer-entwickeln-akku-fuer-1-000-kilometer-reichweite-1904-140484.html
wenn es nicht so ein Ding ist, wie ein gerade mal senkrecht fliegendes "Lufttaxi".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
purple 16.05.2019, 14:18
94.

Zitat von zensurgegner2017
Es ist erstaunlich, wieviele Foristen sicher sind, sich auszukennen Wenn man dann die Fachpresse liest dann muss man einfach nur noch sich fremdschämen Fragen wir doch einmal das MIT https://www.technologyreview.com/s/612891/when-will-we-have-flying-cars-maybe-sooner-than-you-think/ Das sind die, die keine Ahnung haben 20 Flugtaxis am Start Der Technology Review des Massachusetts Institute of Technology (MIT) erwartet in den nächsten Jahren 20 verschiedene Flugtaxi-Typen – manche mit bekanntem Namen (Airbus, Boeing), andere werden von Mobilitätsdienstleistern (Uber) oder Startups (Volocopter, Lilium) entwickelt. Die Marktreife wird in fünf bis zehn Jahren erwartet. Als Hauptkostenfaktor sieht das MIT den Piloten – solange die Taxis noch nicht autonom fliegen. Die Preise für die Fluggeräte selbst werden dank Massenpoduktion fallen, sagt der Bericht voraus. Der Energiebedarf sei mit dem eines elektrischen Autos vergleichbar. Für einen Trip von einigen Meilen prognostiziert das MIT Preise zwischen 40 und 50 Dollar (35-45 Euro). Damit dürften Touren zwar teurer als eine Taxifahrt ausfallen, dafür sind die Fluggäste schneller an ihrem Ziel. Und wie sieht es mit der Sicherheit aus? Die Prognose erwartet, dass Hacker in Flugtaxis ein größeres Sicherheitsrisiko als Flugzeugentführer darstellen. Das größte Hindernis bei der Realisierung wird laut MIT die Regulierung durch die Behörden sein. Studie sieht Konzerne vorn Horvath sagt: #2025: In der ersten Phase der Urban Air Mobility (UAM) werden sich Flugtaxis in Megacitys ab zehn Millionen Einwohnern beziehungsweise Metropolregionen mit dieser Bevölkerungsdichte etablieren. In Deutschland könnten sich Pilotstrecken auf stark strapazierten Pendlerstrecken durchsetzen, zum Beispiel in der Rhein-Ruhr-Region. 2035: In einer zweiten Phase wird sich UAM weltweit als Mobilitätsdienstleistung etablieren, mit Regelstrecken für den Transport mehrerer Personen pro Flugkapsel in nahezu jeder Metropole. 125 Millionen Stunden werden Flugtaxis den Berechnungen von Horváth & Partners zufolge im Jahr 2035 bereits in der Luft sein. 2050: in der dritten Phase, wenn der öffentliche Personennahverkehr mit Flugtaxis auch in kleineren Städten mit bis zu 600.000 Einwohnern Normalität sein wird, steigen die Flugstunden der Studie zufolge auf neun Milliarden Stunden an.
Es hat nie jemand behauptet, daß Flugtaxis technisch nicht machbar wären. Nur nicht mit Akkus heutiger Technologie. Und auch nicht mit Technologie die in den nächsten 10 Jahren in Serie gehen könnte. Dazu müsste es nämlich heute funktionierende Labormuster geben - die es nicht ansatzweise gibt. Den Rest der Zeit braucht man für die Entwicklung einer Großserienfertigung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gankuhr 16.05.2019, 14:28
95.

Zitat von
Völlig falsche Richtung Leider ist die Entwicklung von derartigen Fahrzeugen aus energiepolitischer Sicht alles andere als zukunftsträchtig. Es ist ja bekannt, dass Fliegen für einen Großteil der CO2-Emissionen verantwortlich ist. Auch wenn dieses Modell seine Energie elektrisch speichert: Irgendwoher muss die Energie kommen und dabei wird heute noch viel zu viel CO2 produziert. Und sollte aller Strom in Deutschland wirklich aus nachhaltigen Quellen stammen, dann werden wir ihn sicherlich nicht für Flugtaxis verschwenden können, sondern für energieeffiziente Fortbewegungsmittel einsetzen müssen.
Sorry, aber ihre Aussage ist völlig falsch. Je nach Quelle beträgt der Anteil des Luftverkehrs am CO2 Ausstoß 2-5%. Das als Großteil zu bezeichnen ist wohl eher grober Unfug. Und betrachtet man es pro Personen-Kilometer, schlägt das Flugzeug jedes andere Verkehrsmittel inkl. ICE. Dass der Anteil am Gesamtausstoß bei 5% liegt ist vor dem Hintergrund sogar noch viel, und eigentlich nur damit zu erklären, dass man die richtig langen Strecken eben nur mit dem flugzeug zurücklegen kann. Alle Effekte über den CO2-Ausstoß hinaus (zb Stickoxide in großer Höhe), die das Flugzeug eventuell rechnerisch noch schlechter machen könnten, fallen beim Elektroantrieb dann ebenfalls weg.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BassErstaunt 16.05.2019, 14:30
96. Sachlich bleiben

Zitat von syracusa
Und schon bei der ersten These werden Sie unsachlich. Von 10 h Akkulaufzeit war nie die Rede. Das Flugtaxi im Artikel verspricht gerade mal eine Stunde, und die reicht für den geplanten Zweck vollkommen aus. Und warum muss der Strommix aus 100% EE bestehen? Es reicht vollkommen, wenn die Umweltbelastung durch das Flugtaxi nicht schlechter ist als für die anderen Verkehrsmittel, die heute diesen Markt besetzen.
Das war keine These, sondern eine bewusst stark überzeichnete Aussage: Nehmen wir einmal an, dass es keinerlei technische Probleme mit Akkus mehr geben würde und wir nur regenerative Energien hätten. Das räumt etliche Kritikpunkte an Flugtaxis ab (die ich eigentlich zusätzlich noch sehe). Ein Kunstgriff, weil ich nicht darüber diskutieren will, ob das passiert (Kramp-Karrenbauer ist ja nicht denkfaul, der fällt was ein) sondern auf die selbst dann, wenn man das annimmt noch immer gewaltigen Fragen hinaus will. Und - nein, es reicht NICHT, wenn die Belastung genauso hoch ist. Wenn Flugtaxis ein Erfolg würden, werden sie zu mehr Verkehr führen. Das zeigen nun wirklich alle Entwicklungen der letzten 100 Jahre im Verkehrswesen. Und dann müssen sie zumindest um so viel sparsamer sein, wie sie Zusatzverkehr hervorrufen. Energie nachhaltiger zu nutzen, das heißt, Energie zu sparen, wo es nur geht. Denn auch Solarenergie und Wind brauchen Ressourcen. Die Politik erweckt zwar gerne den Eindruck, mit "E-Antrieb" seien alle diese Fragen gelöst. Aber das ist nicht der Fall.

Falls Sie sich Staus in der Luft nicht vorstellen können: Schon heute weisen die Sichtflug-Anflugkarten faktisch aller Flughäfen Standard-Warteschleifen aus. Und da reden wir von "einer Handvoll" Flugzeugen, die heute unterwegs sind.

Wo wir übereinstimmen: Es wird eine Nische bleiben. So wird es aber selten präsentiert, weder in der Presse noch von digitalen Problembären.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
intercooler61 16.05.2019, 14:33
97. Wie gehabt: Zukunftsexperten unter sich

@ironcock_mcsteele:
"Ohne dauerhafte Nutzung öffentlichen Raumes"? - auch der Luftraum ist ein solcher.

"Vor mehreren Jahren wurde von Experten schon berechnet, dass der Preis nicht über dem einer Taxifahrt liegen dürfte." - Die Rechnung möchte ich sehen. Der entscheidende Faktor darin: "Experte" ist keine geschützte Bezeichnung.

@syracusa:
"Wenn die Energiebilanz nicht schlechter als die eines Taxis ist" - ist sie aber nicht, außer in Extremfällen. Luftlinie und weniger Stop&Go wiegen induzierten Widerstand (für den Auftrieb) und fehlende Rekuperationsmöglichkeit nicht auf. Und der parasitäre Widerstand hängt in dritter Potenz am Tempo. Hier 300 km/h und auf der Autobahn 130 für's Klima?

"Wenn, dann ist die Energiedichte die beschränkende Größe, aber die scheint ja für die 300 km zu reichen" - woher wissen Sie das denn? Schon demonstriert oder nur angekündigt? Bei MTOM mit 5 Insassen? In- oder exklusive der 30 Minuten Minimum Reserve?

Ich könnte so weitermachen, aber wozu? Naturgesetze gelten auch für elektrisch angetriebene Vehikel und unabhängig davon, wie es um Allgemeinbildung und Einsichtsfähigkeit gewisser Kreise bestellt ist.
Und nun träumt schön weiter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
207forever 16.05.2019, 14:33
98. Hier ein etwas ausführlicher Bericht, der einige Fragen der Foristen

beantwortet.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lilium-jet-lufttaxi-flug-1.4447904

Beitrag melden Antworten / Zitieren
syracusa 16.05.2019, 14:35
99.

Zitat von ironcock_mcsteele
Vielleicht ist es der Schlüssel, um Deutschland zum Energie-Export-Nation zu machen.
Das sind wir im Bereich des elektrischen Stroms doch schon längst. Ich denke eher, dass wir uns auf den Export von inkompetenten Bedenkenträgern verlegen sollten. Die Rechtspopulisten weltweit haben großen Zulauf, was eine große Nachfrage nach diesem Exportgut vermuten lässt. Wir müssen uns diesen Markt als erste erschließen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 16