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Für Berufspendler: Bund will Fahrradschnellwege ausbauen
DPA

Mehr Geld für sogenannte "Fahrradautobahnen": Der Bund will im laufenden Jahr 25 Millionen Euro zusätzlich für neue Schnellwege ausgeben. Über die Investitionen dürften sich vor allem Berufspendler freuen.

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Cephalotus 03.04.2017, 08:43
40.

Zitat von bronck
Ich kann es mir nicht leisten an schönen Tagen nach Schweiß müffelnd nach 35km Radrennen im Büro zu sitzen oder an schlechten Tagen völlig durchnässt zu sein... Und eingedenk des Winters und des Herbstes wage ich zu bezweifeln, dass außer den jetzt schon täglich radelnden "Extremisten" noch viele umsteigen werden.
Ich habe Kollegen die dank Pedelec / s-Pedelec nun auch lange Strecken zur Arbeit fahren. Zumindest bei guten Wetter, was ja an rund 50% aller Tage in Deutschland sehr wohl vorhanden ist, bei großzügiger Auslegung auch an 75% aller Tage.

Mit dem s-Pedelec sind je nach Modell und Strecke Durchschnittsgeschwindigkeiten um die 35km/h realisierbar, ohne sich dabei zu Tode zu schwitzen.

Ich fahre seit Jahren bei jedem Wetter (außer Orkan) mit dem Pedelec/Fahrrad, aber meine Distanz ist auch deutlich kürzer als Ihre. Bei -15°C oder Starkregen wären 2x 35km pro Tag sicher eine eher unangenehme Herausforderung.

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Sibylle1969 03.04.2017, 08:47
41.

Zitat von bronck
Ich kann es mir nicht leisten an schönen Tagen nach Schweiß müffelnd nach 35km Radrennen im Büro zu sitzen oder an schlechten Tagen völlig durchnässt zu sein. Wobei Regenkleidung zwar vordergründig trocken hält aber man darunter so schwitzt, dass man sich aussuchen kann wovon man nass ist. Hätte ich eine Dusche ......
Mit 35 km Arbeitsweg sind Sie auch nicht die Zielgruppe. Die Zielgruppe sind diejenigen, die einen Arbeitsweg von maximal 15 km haben. Wobei man natürlich auch schon nach 15 km schwitzt und sich im Büro frischmachen muss, wenn man kein Pedelec hat.

Wenn von denen, die maximal 15 km Arbeitsweg haben, die Hälfte zumindest von März bis Oktober aufs Rad umsteigen würden, dann würden die Verkehrsprobleme in den Ballungsgebieten schon stark entzerrt.

Wenn mein Arbeitsweg weniger als 6 km betrug, dann bin ich ganzjährig mit dem Rad gefahren, und bei Wegen bis zu 10 km von März bis Oktober. Länger als 6 km allerdings nur, wenn es eine gute Strecke gibt. 10 km ausschließlich Frankfurter Stadtverkehr wären mir dann doch etwas too much.

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Cephalotus 03.04.2017, 08:49
42.

Zitat von funny-smartie
Sorry, aber wenn ich in meinem fahrradtechnischen Pendelverkehr die vielen E-Biker sehe, meistens gut trainierte Leute, dann wundere ich mich wieviele von denen ohne Fahrradhelm unterwegs sind. Selber fahre ich seit 7 Jahren mit Helm, auf Anraten meines Chefs, und habe vorletztes Jahr wegen einer Gehirnerschütterung nach Fahrradsturz die Nacht zur Beobachtung in einem Krankenhaus verbracht (dem Helm sei Dank, dass nicht mehr passiert ist).
Niemand zwingt Sie keinen Helm zu tragen also lassen Sie auch andere Leute in Ruhe, sonst verlange ich, dass Sie beim Treppensteigen, Hausarbeit und Autofahren gefälligst auch einen Helm tragen müssen, da passieren nämlich mehr schwere Kopfverletzungen.

Ich selbst führe einen Organspendeausweis mit mir. Sollte ich tatsächlich so blöd mit dem Kopf aufschlagen rette ich mit meinen wahrscheinlich guten Organen damit so 8-10 andere Leben.

Fahrradhelme sind bis ca. 20km/h ausgelegt und wie gut sich mit einem Motorradhelm Fahrrad fahren lässt können Sie gerne selber ausprobieren. Am besten bei 30°C...

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benmartin70 03.04.2017, 08:49
43.

Zitat von funny-smartie
Sorry, aber wenn ich in meinem fahrradtechnischen Pendelverkehr die vielen E-Biker sehe, meistens gut trainierte Leute, dann wundere ich mich wieviele von denen ohne Fahrradhelm unterwegs sind. Selber fahre ich seit 7 Jahren mit Helm, auf Anraten meines Chefs, und habe vorletztes Jahr wegen einer Gehirnerschütterung nach Fahrradsturz die Nacht zur Beobachtung in einem Krankenhaus verbracht (dem Helm sei Dank, dass nicht mehr passiert ist). Also so ein "Highway" zeugt von Berechtigung der inzwischen Vielzahl von E-Bikern, die wohl alle schon sehr viel älter sind und natürlich allesamt für das bereits beschädigte Knie eine Entlastung unbedingt benötigen. Sorry, nicht falsch verstehen, aber wer noch fit und gesund ist, sollte sich wirklich überlegen ob so eine umweltbelastende Forbewegung (Strom fürs Aufladen, höherer Herstellungsauswand, Entsorgungsaufwand Altbatterien nicht geklärt, etc.) benötigt. Wenn man morgens 15 Minuten früher aufsteht, kann auch wie ich, die 12km mit dem Fahrrad mit einem "normalen" Antrieb fahren und muss nicht wie ein Irrer "rasen". Wenn man sieht, wieviele E-Biker meinen auf normalen Radwegen rasen zu müssen, dann wird wohl dieses Verhalten durch die Fahrradschnellwege nur weiter unterstützt und die Krankenkassen stöhnen über noch mehr Krankheitskosten.
E-Bike oder Pedelec?
Ich gehe davon aus Sie meinen
Pedelec, und da kann von rasen ja wohl nicht die Rede sein.

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Sibylle1969 03.04.2017, 08:53
44.

Zitat von soron
Ich sehe immer wieder, dass Radler in Strömungsoptimierten Trikots lieber mit 30 oder 35 km/h die Landstrassen blockieren (zu schmal zum Überholen bei Gegenverkehr) anstatt auf die asphaltierten Wege daneben auszuweichen, die sind anscheinend nur für Rentner und Kinderwagenschieber, aber unzumutbar für "schnelle" Radler.
Das sind dann Rennradsportler, die mit 30-35 km/h dann zu schnell unterwegs für die von Fußgängern und Radfahrern gemeinsam genutzten Wege sind, die ja an deutschen Landstraßen meist nur 1,50 m breit sind (im Zweirichtungsverkehr, versteht sich).

Die Rede ist hier von Radschnellwegen, die für Berufspendler attraktiv sind. Wenn es solche denn mal geben würde hierzulande, dann werden die auch angenommen, garantiert...

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InesH 03.04.2017, 08:55
45. Willkommen in Absurdistan.

Diese Radschnellwege - für wie viele Menschen sind die?
Für die Mutter oder den Vater, welche die Kinder vor der Arbeit noch in die Kita bringen? Und hinterher abholen?
Für die Erzieherin, Krankenschwester, Altenpfleger/in welche dann schweißgebadet oder völlig durchnässt (alternativ: völlig durchgefroren) auf der Arbeit erscheinen?
Für Menschen mit Publikumsverkehr, die sich dann wegen siehe oben noch komplett umziehen müssen?
Oder doch nur für die Freizeitradler?

Baut lieber den öffentlichen Nahverkehr aus! Macht ihn benutzerfreundlicher!
Ja, dafür muss man Geld in die Hand nehmen ...
Eine asphaltierte Schneise schlägt sich schneller und billiger.

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team_frusciante 03.04.2017, 08:55
46.

Zitat von mens
Mal eine praktische Verbesserung im täglichen Verkehrschaos - statt des ewigen Gejammers. Ab einer gewissen Distanz wird Radeln jedoch zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Wer nicht auf dem Bau oder am Hochofen arbeitet hat dann wohl ein Dusch-Problem. Vielleicht löst der eine oder andere Arbeitgeber das ja aus Liebe zur Umwelt und den Nasen der Kollegen.
Eine Frage der Gewohnheit. Ein paar Kilometer mit dem Fahrrad zu fahren ist jetzt nicht so anstrengend, dass man gleich ins Schwitzen kommen müsste, wenn man entsprechend gekleidet ist und keine Geschwindigkeitsrekorde brechen will. Ich fahre jeden Tag knapp 5 km ins Büro.

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wastl300 03.04.2017, 08:55
47. Respekt

Zitat von mikaiser
Es war doch gerade die Rede davon, dass die Zahl der Berufspendler steigt. Dass das nicht nur die Straßen und Nahverkehrssysteme verstopft, sondern auch der Gesundheit der Beteiligten schadet. Die durchschnittliche Pendelentfernung sind nicht mal 15 km. Das ist eine locker per Rad zu bewältigende Strecke. Nicht bei Sturm, Hagel oder Glatteis, aber an über 90% der Arbeitstage. Man sollte kein quasi-religiöses Glaubensbekenntnis daraus machen, sondern erkennen, dass Radfahren gleichzeitig die Lösung für alle angesprochenen Problembereiche ist. Hier zu investieren ist die beste Lösung.
Radfahren ist gesund und fördert die Gesundheit. Sieht man bei all den Bewegungsfaulen.
Die durchschnittliche Berufspendlerstrecke ist mit 16,8km angegeben. Eine nicht locker mit dem Rad zu bewältigende Strecke. es kommt auf den Beruf an, und es ist ein Durchschnittswert. Es zählen auch Personen als Pendler, welche ins Nachbarhaus gehen, nur weil die Bezirksgrenze genau zwischen den Häusern verläuft. Theoretisch einer fährt 100km, 6 weitere gehen zu Fuß.

Der tägliche Bürokrieg mit den Powerradlern, welche schweißstinkend den Kollegen die Luft rauben, kann auch nicht gesund sein. Bei Publikumsverkehr wird der eine oder andere Kunde abspringen, da er sich solch eine Kontaktperson nicht antun will.

Und oh Wunder es gibt behinderte, eingeschränkt Bewegungsfähige, kranke und alte Leute, welche dies nicht schaffen. Der Powerradler braucht vllt eine knappe 3/4 Stunde der Normalo eine Stunde für die Durchschnittsstrecke. Kommt natürlich auf die Strecke an. Flachlandtiroler tun sich leichter wie Gebirgsjäger.

Ich finde es gut, wenn in dem Bereich investiert wird, aber es ist keine allgemein gültige Lösung für alle geben, ähnlich wie das E-Auto keine Lösung für alle sind. Die Welt ist bunt, nicht Schwarz-Weiß. Wie auch jemand sich entscheidet, er hat seine Gründe.

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Sibylle1969 03.04.2017, 09:00
48.

Zitat von Cephalotus
Ich habe Kollegen die dank Pedelec / s-Pedelec nun auch lange Strecken zur Arbeit fahren. Zumindest bei guten Wetter, was ja an rund 50% aller Tage in Deutschland sehr wohl vorhanden ist, bei großzügiger Auslegung auch an 75% aller Tage. Mit dem s-Pedelec sind je nach Modell und Strecke Durchschnittsgeschwindigkeiten um die 35km/h realisierbar, ohne sich dabei zu Tode zu schwitzen. Ich fahre seit Jahren bei jedem Wetter (außer Orkan) mit dem Pedelec/Fahrrad, aber meine Distanz ist auch deutlich kürzer als Ihre. Bei -15°C oder Starkregen wären 2x 35km pro Tag sicher eine eher unangenehme Herausforderung.
Ich bin bei meinem letzten Job die Strecke von 5 km ins Büro gefahren (innerstädtische Fahrradroute überwiegend durch Wohngebiete), auch bei Kälte und leichtem Regen. Nur bei ganz starkem Regen gönne ich mir ein U-Bahn-Ticket, das mit 2,90 Euro hier in Frankfurt ja schon recht teuer ist. Im Jahr 2016 ist es ganze 4mal vorgekommen, dass ich wegen zu starkem Regen U-Bahn gefahren bin. Schnee gab es in den letzten Wintern so gut wie keinen in Frankfurt und auch nur wenige Tage mit Frost. Ich war an 131 Arbeitstagen im Büro (habe auch mal auswärtige Kundentermine), d.h. ich konnte an 97% der Bürotage mit dem Rad fahren. Allerdings ist Frankfurt auch eine der trockensten Städte in Deutschland mit nur 111 Regentagen und nur 630 mm Niederschlag pro Jahr.

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Sharoun 03.04.2017, 09:02
49.

Zitat von Andreas-Schindler
Nun ist es Andersherum unter SPD-Grüne. Jetzt verschwinden in Hamburg die Parkplätze für Busspuren, überlange Haltestellen und Radwegen auf der Straße. Das wiederum führt dazu das die Hamburger lieber im Umland Einkaufen fahren...
Fläche ist ein kostbares Gut in den Städten - und auf Fahrbahnen hat nun mal in erster Linie fließender Verkehr stattzufinden (Mobilität!).
Daß man stattdessen den vermeintlich schwächsten Verkehrsteilnehmern (Fußgängern, Radfahrern) wichtige Teile ihres Verkehrsraumes wegnimmt, um es denen zuzuschustern, die ohnehin schon privilegiert sind - und dann daraus noch stumpf Parkhalden macht, die ohnehin nur sehr wenigen Leuten zugute kommen - zeugt von verkehrspolitischer Ignoranz und Idiotie!
CDU halt...

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