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Fußverkehr soll gestärkt werden: Umweltbundesamt fordert radikalen Parkplatz-Rückbau
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Zwei Drittel der Parkplätze in Städten sollen weg: Mit diesem Vorschlag will das Umweltbundesamt den Fußverkehr stärken. Der ist rückläufig - auch weil Platz für gehende Menschen knapper wird.

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p.quintern 11.10.2018, 11:50
10. Einen Anfang wagen!

Das Auto hat ausgedient, egal ob mit Verbrennungsmotor oder E-Antrieb. Das individuelle Vorankommen MUSS neu geregelt werden. Mit dem "rückschrittlichen" Maßnahmen hin zu mehr Fußgängern und Radfahrern wäre ein Anfang gemacht. Bis derartige Maßnahmen greifen dauert sicherlich Jahre!

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pepe83 11.10.2018, 11:55
11. Also ich habe als Fußgänger genug Platz

Hier wird ein Problem suggeriert, dass es gar nicht gibt. Die Leute fahren Auto, weil es in vielen Situationen schneller und bequemer ist. Niemand fährt Auto, weil er als Fußgänger zu wenig Platz hat. Wenn man den Autoverkehr in Städten reduzieren und den Fußverkehr steigern möchte muss man den ÖPNV gewaltig ausbauen. Alles Andere sind wirkungslose Ideen irgendwelcher Großstadt-Hipster.

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sabaka56 11.10.2018, 11:58
12. Prima

Jawohl, weiter so. Genau mit diesem Konzept werden auch bei uns zur Zeit alle innerstädtischen Einzelhändler
plattgemacht. Die einzigen die bleiben sind Handyläden, Spielhallen, Döner und Pizzabuden sowie Frisöre an jeder Ecke. Sogar unser Polizeichef hat sich schon öffentlich daüber Gedanken gemacht, wie diese Läden sich finanzieren.

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p-touch 11.10.2018, 11:59
13. Warum nicht gleich

eine Luxus- und Umweltsteuer von 100% auf den Kaufpreis eines Neuwagen erheben? So könnte man denn Bestand um ca. 50% reduzieren, endlich wieder Platz in der Stadt und die Umweltziele schafften mir mit links.

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Grünspahn 11.10.2018, 11:59
14.

Ein wirklich interessanter Vorschlag des UBA, nur scheint dieser stark auf die Metropolen und nicht auf die kleineren Großstädte abzuzielen. Warum? Die Innenstadtbereich von Berlin oder München werden durch die eigenen Einwohner hinreichend belebt. Die der kleineren Städte (500.000 Einwohner oder weniger) brauchen das Umland für eine wirtschaftlich funktionierende Innenstadt. Das Geschrei, wenn die Leute nicht mehr in die Stadt kommen zum Einkaufen, sondern das online oder in einem Einkaufs-"park" in der Nähe erledigen ist jetzt schon ziemlich groß. Wenn die Parkplatzsituation noch unerträglicher wird, dann kommen immer weniger und bringen ihr Geld zu den lokalen Geschäften. Der ÖPNV ist keine sondrlich attraktive Alternative, warum soll ich zum Bahnhof 2,5 km laufen. zu gesalzenen Preisen mit der Familie in die Stadt fahren und dann das ganze Zeug mit mir rumschleppen und dann im Zug und dann noch zu Fuß heimschleppen auch noch nach Hause schleppen? So fahre ich schneller in die Stadt, parke in einem innenstadtnahen Parkhaus, bringe regelmäßig die Tüten zum Auto, gehe noch gemütlich mit der Familie Kaffee trinken und fahre dann nach Hause. Der finanzielle Aufwand ist geringer - von der Zeit fange ich gar nicht an.

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irgendwas 11.10.2018, 11:59
15. Soweit die Theorie

Und in der Praxis schleppe ich dann alleine zwei Kleinkinder mit samt Familien-Einkauf quer durch die Stadt?
Sorry, aber was für junge Singles funktionieren mag, funktioniert mit Sicherheit nicht für alle Menschen.
Es scheint in der heutigen Zeit modern zu sein, dass man einfach mal Verbote für die "schwächsten" ausspricht, in der Hoffnung es würde sich dann der Rest von selbst ergeben.
Anstatt man ZUERST Alternativen schafft und danach bzw. zugleich Anreize zum Umstieg gibt.
Aber das wäre ja alles viel zu aufwändig - Verbotsschilder sind eben schnell und kostengünstig aufgestellt.

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Softeis 11.10.2018, 12:00
16. Eine Voraussetzung

Es ist erstmal wichtig, dass der ÖPNV MASSIV gestärkt wird, bevor IRGENDWAS verknappt wird. Der Bund versucht einfach schön zu sparen. Denn das Umnutzen von Parkflächen spart Geld. ÖPNV auszubauen spart kein Geld. Und die Mentalität muss der Bund dringendst los werden.

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spon_5112961 11.10.2018, 12:00
17. Der Kongress läuft

Wusste gar nicht das es eine Fussgänger Lobby gibt. War schön zu lesen und zu träumen...hach ja...
Meine Frau und ich sind Fußgänger und MVG-Nutzer in München Mitte. Schlimmer geht‘s nimmer! Also ab und zu mal träumen...

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gottseidank.de 11.10.2018, 12:01
18. Gutes Beispiel

Genau so machen es die Niederlande auch.
Parkraumbewirtschaftung und Parkraum konsequent einschränken. Das macht Stadt wieder lebenswert.

Aber mit den deutschen Autokobbypolitkern sind keine Vernunftlösungen durchsetzbar. Traurig, was die Politiker für eine Anschlussverwendung in der Automobilindustrie alles verhindern.

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grbxx 11.10.2018, 12:05
19. Illusorisch

Das ist zwar eine tolle Idee geht aber an der Lebenswirklichkeit vorbei, man muss viel mehr fragen warum die Leute ein Auto in der Innenstadt haben, wenn es so beschwerlich ist.

Meine Vermutung ist: sie haben keine Option.

Die Statistik von 10% der Fahrten sind kürzer als 1km ist an der Stelle nichtssagenden, denn man sollte da fragen wozu das Auto eingesetzt und wie häufig.

Wenn man das tut, wird man feststellen das es im wesentlichen ein Kostenfaktor ist, welcher durch Car Sharing nicht ersetzt werden kann und auch nicht durch Fahrräder.

Ich denke wenn man diese Politik durchsetzen wollte würde man eine politischen Feuersturm ernten.

An die Radfahrer im Forum: Ihr seit schlimmer als die meisten Autofahrer und dazu auch noch moralisch überheblich. Ich bin reiner Fussgänger, ich habe praktisch nie Ärger mit Autofahrern aber ständig mit Radfahrern.

Deswegen sollte es keine Priorität für Radfahrer geben, außer man verschärft die Umsetzung geltenden Rechts und führt Kontrollen ein.

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