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Fußverkehr soll gestärkt werden: Umweltbundesamt fordert radikalen Parkplatz-Rückbau
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Zwei Drittel der Parkplätze in Städten sollen weg: Mit diesem Vorschlag will das Umweltbundesamt den Fußverkehr stärken. Der ist rückläufig - auch weil Platz für gehende Menschen knapper wird.

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syt 11.10.2018, 12:06
20. Die Fahrzeuge gibt es schon,die Menschen,

die in der Stadt wohnen,brauchen auch ihr Fahrzeug,und ihre Stellplätze.DiE Anlieferung muss auch noch gegeben sein. Es geht doch nicht da drum ,Parks zu verbauen. Bloss Fahrzeuge vom Fussgänger zu trennen.

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whitewisent 11.10.2018, 12:09
21.

Auch wenn man es nicht so deutlich aussprechen will, gehören ein paar Wahrheiten hier her:

1. Die Städte gehören den Städtern! Man kann nicht deren Lebensqualität beschränken, ohne das sich etwas den Verursachern, den Pendlern, Kunden und Besuchern einer Stadt ändert.

2. In vielen Städten mussten Grundstückseigentümer den Kommunen einen Teil ihrer Grundstücke für Infrastrukturen kostenlos überlassen. Damit war natürlich die Erwartung verbunden, dass etwas für den Wert und die Nutzung des Grundstücks herauskam. Diese sind heute bebaut, also kann baulich nicht auf solche Veränderung reagiert werden. Es stimmt, Parken für Jedermann auf öffentlichen Grund ist eine Mangelware zu Lasten Dritter. Nur das viele Dritte eben wechselseitig auch KFZ und Parkplätze für sich in Anspruch nehmen.

3. Es ist überall ein Problem, Parkmöglichkeiten zu schaffen. Selbst wo Tiefgaragen mit großen Kostenaufwand möglich sind, werden sie baupolitisch be- und verhindert. Noch schlimmer ist es mit Parkhäusern oder Parkdecks, welche Gewerbegrundstücke für ihre Kunden errichten wollen. Da wendet man sowohl wohnungsbaupolitisch als auch gewerbepolitisch etwas ein.

4. Wir hatten früher das Prinzip der Garagen und Garagenhöfe. Noch aus der Tradition der Ställe und Garagen für Kutschen heraus. Wäre eine Möglichkeit, nur dann muss es einen leistungsfähigen ÖPNV geben, der die Fußgänger wie KFZ-Nutzer damit verbindet.

5. Es klingt immer so toll die Fiktion der autofreien Stadt. Nur wer lebt wirklich in so einer? Zufahrt für Polizei, Feuerwehr, Ärtze, Versorger? Zufahrt für Lieferanten, egal ob nun Lieferdienste für Gewerbetreibende oder Zustelldienste von Bestellern? Wo es keine Parkplätze gibt, wo sollen die hin? 4 Mal in der Woche die Müllabfuhr und Co? Sollen die auf die Fußwege? Mal davon abgesehen, daß die Nutzung von Fußwegen häufig so gering ist, und auf Anwohner beschränkt, daß man sich sowieso schon immer wundern musste, warum selbst an Siedlungsstraßen auf beiden Seiten breiteste Fußwege errichtet werden mussten. Das wirkt eher wie Konjunkturprogramm Bauwirtschaft, nicht für den Bedarf der Fußgänger und Beachtung der Belange der Anlieger geplant.

PS - der größte Gegner für Fußgänger auf den vorhanden Wegen sind nicht parkende Autos, sondern Radfahrer und Sportler!

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spon_1980133 11.10.2018, 12:09
22. Endlich!

In den 1960er Jahren bekam ich einen Fotospparat geschenkt. Zu dieser Zeit fotografierte ich fleissig in meiner Heinatstadt Düsseldorf. Selbst in der Altstadt gelangen Aufnahmen nahezu ohne Autos am Straßenrand. Heute hingegen versinken auch schönsten Gegenden der Städte unter einer permanent parkierenden Blechlawine. Ist nicht schön anzuschaun und Fussgänger mehr und mehr zur Qual geworden.
Sicher werden nun etliche Foristen einwenden, dass es nun einmal nicht mehr andeers geht. Nun, ein Blick über die Grenzen in andere Länder zeigt, dass es sehr wohl gelingen kann, die Städte den Menschen zurück zu geben.

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qoderrat 11.10.2018, 12:09
23.

Da bin ich aber mal gespannt wie man die Bequemlichkeit der Menschen überwinden möchte. Ich wohne in einem Kaff das ich in der Längsrichtung locker zu Fuss gehend in unter 10min durchqueren kann. Jeden morgen fährt gefühlt die Hälfte des Dorfs zum zentral gelenen Bäcker um sich die Brötchen zu holen. Und zwar mit dem Auto, nicht dem Rad. Zu Fuss geht fast niemand.

Und das liegt nicht an zu schmalen Gehwegen oder fehlenden Überwegen, flächendeckende Zone 30 haben wir auch. Das ist schlicht und einfach blanke Faulheit.

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Thomas 763 11.10.2018, 12:11
24. Eine verdammt richtig wichtige Entscheidung

Egal wie, das Bevorzugen des Autoverkehrs sollte endlich beendet werden. Ob sie um den Block fahren, ewige Grünphasen haben oder die Innenstädte verpesten und zuparken, sie nerven und sind ein Relikt des letzten Jahrhunderts. Leider verharrt die Politik bislang immer noch in den alten Mustern. Hoffen wir, dass zum Wohle aller, auch etwas von diesen Plänen umgesetzt wird.

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UweH 11.10.2018, 12:12
25. Kosten ÖPNV versus Parkhaus!

Solange ein U-Bahn Ticket in einer Stadt für Hin- und Rückfahrt teurer ist als eine oder zwei Stunden Parkhaus, wird sich doch nichts am Verhalten ändern. Ein Einzelfahrschein in Frankfurt für EINE Person kostet 5,50€ für hin und zurück!! Zwei Stunden Parkhaus kosten 5€ für ein Auto mit z.B. 4 Personen!!

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syt 11.10.2018, 12:16
26. Die meisten Fahrzeug nutzer

werden nicht auf ihr Fahrzeug,ob mit Benzin,Diesel,Batterie oder Gasantrieb verzichten wollen.Dazu brau es andere Konzepte in Städten,wie es möglich ist,besser zusammen zu leben.Auch Autofahrer sind Fussgänger . Warum müssen wir uns gegenseitig ausspielen ? Nur zusammen gibt es eine Lösung. Und diese muss diskutiert werden.

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scgtef 11.10.2018, 12:16
27. Die Metropolen sind zu voll.

Die sollten dringend schrumpfen. Die kleineren Städte sollten etwas größer werden. Das kann schon beeinflusst werden, wenn der Wille vorhanden ist. Dann noch mehr Elektromobilität in den Städten, dann wird die Luft auch wieder besser. Ich denke, die Großstädter haben langsam die Nase voll. Das Wohnen zu teuer, die Luft zu schlecht. ...

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p.quintern 11.10.2018, 12:17
28. Was schleppen?

Was schleppt Ihr denn immer alle nach Hause? Wir haben 3 kleine Kinder und erledigen so gut wie alle Einkäufe per pedes oder mit dem Fahrrad. Einzig wenn Getränke-Einkäufe nötig sind nehmen wir das Auto. Auf dem Parkplatz / Zufahrt zum Supermarkt-Gelände ist man zu Fuß ein Aussätziger, der aufpassen muss nicht umgefahren zu werden...
Wenn sich nicht grundlegend die Einstellung zur Fortbewegung ändert, werden unsere Kinder und Enkel keine halbwegs intakte Umwelt erleben, traurig!

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gitane 11.10.2018, 12:17
29. Fussgänger

ich bin in meiner - sehr fahrradfreundlichen - Heimatstadt hauptsächlich zu Fuss unterwegs. Mit Autos habe ich dabei überhaupt kein Problem, egal ob sie parken oder fahren. Dafür muss ich jederzeit und überall damit rechnen von einem Kampfradler über den Haufen gefahren zu werden. Ich würde mich wohler fühlen, wenn der Gehweg wirklich den Fussgängern gehören würde. Die Parkplätze tun mir nicht weh!

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