Forum: Auto
Geheime Studie zum Tempolimit: Nur jeder zehnte Autofahrer fährt deutlich schneller a
Jens Büttner / DPA

Ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen würde den Verkehr kaum verlangsamen. Schon jetzt halten sich die meisten Fahrer laut einer Regierungsstudie an diese Geschwindigkeit.

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claus.zhe 06.04.2019, 08:48
40. Warum macht man es dann nicht

Warum wird das Fahrverbot dann nicht einfach erlassen, da sowieso nur eine kleine Minderheit das Bedürfnis hat schneller zu fahren. Es würde ja keinen großen Einfluss auf die Wählerschaft haben. Oder stimmt das Gutachten wieder mal nicht.

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floydpink 06.04.2019, 08:48
41. Ach was!

"Die meisten Autofahrer rasen gar nicht"

Um die geht's doch auch gar nicht sondern um diejenigen, welche ständig nicht nur sich sondern auch andere gefährden.
Da finde ich 10% schon 'ne ganze Menge.

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mkummer 06.04.2019, 08:49
42. Ich fahre schon seit Jahren

hauptsächlich aus Kostengründen max. 120 km/h auf der Autobahn. Die Benzinersparnis ist erheblich und relaxter fährt man ausserdem. Seit längerem fahre ich Autos mit Tempomat - da muss man dann seinen rechten Fuss nicht unter Kontrolle halten. Überholt werde ich von vielen, aber nur wenige rasen sinnlos an einem vorbei. Ich würde mal schätzen, dass die überwiegende Geschwindigkeit der meisten so zwischen 130 und 140 liegt. Ergo: eine zwingende Beschränkung auf 130 scheint mir wenig nützlich, da sie - wie fast alles andere - nur wenig bis nicht kontrolliert werden wird und wir so nur eine Regelung mehr haben, wie schon so oft - ich denke da zB an das Sonntagsfahrverbot von LKW. Wenn ich zB am Sonntag um 18 Uhr Richtung Salzburg auf der Autobahn fahre, staune ich nur, wie viele „Ausnahmegenehmigungen“ es da gibt.

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eve70 06.04.2019, 08:50
43. Jeder Dritte fährt schneller als Tempo 130

Da ist also doch sehr wohl Einsparungspotential. Von der hochsignifikanten Reduzierung von Verletzen und Toten ganz zu schweigen.

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dreg2 06.04.2019, 08:50
44. Staus nicht vergessen

Anstelle von vielen Studien ist den Politikern zu empfehlen am Wochenende selbst hinters Steuer zu sitzen. Man (Fra) bekommt dann ein Gefühl wie das so ist auf den BAB's, meist steht das Fzg ohnehin im Stau. Dieser Volkswirtschaftliche Schaden interessiert allerdings heute unsere Politikelite nicht mehr.

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WolfgangSimm 06.04.2019, 08:50
45. Tempolimit, ja bitte!

Ich selbst fahre BMW - und gerne schnell. Dennoch denke ich, dass die Todesopferzahlen durch Raserei für sich sprechen. Dass es nur jeder zehnte ist, der letztendlich deutlich schneller als die Masse der Autofahrer unterwegs ist, stützt diese Forderung nur: Einzelne sorgen für einen inhomogenen Verkehrsfluss, der zu Auffahrunfällen mit Personenschaden führt. Ich sehe kein Opfer der "Freiheit" darin, als letztes Land Europas die Vernunft auf der Autobahn einzuführen. Ob das den CO2-Ausstoss nennenswert verringert, darf bezweifelt werden. Hier hilft neuste Technologie sicher mehr. Aber bevor wir über die philosophieren, die möglicherweise deshalb in 50 Jahren besser überleben, wär es doch schon Tempolimit-Grund genug, sich um die zu kümmern, die heute nicht sterben müssen. Auch Fahrassistenzsysteme haben einen optimalen Arbeitsbereich. Und der liegt nicht bei Tempo 200...

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kumi-ori 06.04.2019, 08:50
46. Die Schlussfolgerung ist Unsinn

Natürlich ist es nur eine Minderheit, die rast; auch wenn diese Minderheit sich natürlich besonders exponiert, wenn es darum geht, wie unverzichtbar es sei, dass gerade ICH! mit 220 km/h durch Deutschland brettern muss.

Tatsache ist aber auch, dass die Autos nur deshalb konstruiert werden, 220 km/h zu fahren, weil es eben auf einigen wenigen Strecken in einem einzigen Land erlaubt ist. Von allen Ländern, in denen es überhaupt so etwas wie eine rechtsstaatliche Verkehrsregelung gibt, ist Deutschland das einzige ohne absolut oberstes Tempolimit. Nur wegen Deutschland werden also Fahrzeuge für den Straßenverkehr überhaupt gebaut, die Tempo 200 und mehr zulassen. Wenn aber ein Fahrzeug 220 fahren kann, dann muss es auch bei 220 noch in jeder Situation zu bremsen und zu steuern sein. Und hier gerät die einfache Mechanik schnell an ihre Grenzen. Damit sich das Fahrzeug beim Spurwechsel, beim Ausweichen, bei einer Vollbremsung nicht zu drehen anfängt oder über alle drei Spuren schlittert, bedarf es allerlei Ausgleichsmechanismen und diese verursachen vor allem eines: nämlich Gewicht. Heute wiegt ein stinknormaler Kombi zwischen 1,5 und 2 Tonnen, früher war es mindestens eine halbe Tonne weniger. Und diese halbe Tonne mehr muss ich ständig mitbewegen, auch wenn ich nur 130 fahre, auch wenn ich im Stop and Go mit 10 Stundenkilometern schleiche. Wir alle schleppen auf den Straßen völlig überflüssigen Ballast mit uns rum, nur weil wir ja vielleicht irgendwann einmal für drei Minuten 220 km/h fahren könnten. Auch die Menschen in Frankreich, in China, in der Schweiz, die NIE so schnell fahren können, transportieren völlig überflüssiger Weise, Unmengen an Blech. Bei einem Tempolimit von 140 (halte ich für einen für alle vertretbare Kompromiss) würde sich die bewegte Last leicht um ein Viertel verringern und damit der Treibstoffverbrauch wie auch der Schadstoffausstoß gleicher Maßen.

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muunoy 06.04.2019, 08:50
47. Potzbltz

Wer hätte das gedacht? Könnten endlich mal an der Diskussion Leute beteiligt werden, welche die Realität da draußen kennen? Dass sich die Zahl der Verkehrstoten durch ein generelles Tempolimit auf Autobahnen nicht signifikant reduzieren lässt, wurde bereits nachgewiesen. Das weiß auch jeder, der berufsbedingt viel über die Autobahn fährt, wo man fast nur noch Unfälle sieht, die nicht auf Rasen, sondern auf Unaufmerksamkeit zurück zu führen sind (zumeist mit LKW-Beteiligung). Daher wurde von den Autohassern der Unsinn mit der CO2-Reduktion ins Spiel gebracht. Da wurde einfach angenommenen, dass man auf Autobahnabschnitten ohne Tempolimit so schnell fährt wie man kann und dies auch macht. Beides entspricht nicht der Realität, was eben auch jeder weiß, der regelmäßig über die Autobahn fährt. Die nächste Falschannahme ist, dass z. B. mein Auto bei z. B. 180 km/h signifikant (hier die Phantasiezahl von 9%, weil 10% zu unseriös klingen würde) mehr verbraucht als bei 130. Das mag für das Auto, welches ich 1996 fuhr, sogar stimmen. Bei meinen jetzigen Diesel ist der Unterschied im Verbrauch kaum feststellbar. Einfach mal ausprobieren. Durch einfache Messungen würden unsere realitätsfernen ?Experten? herausfinden, dass eine Reduktion der Staus wirklich was bringen würde. Nur hat die Politik sich gerade dort, wo die Grünen was zu sagen haben, eher darum bemüht, Staus zu generieren anstatt sie zu verhindern.

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der_k 06.04.2019, 08:50
48. Überraschung?

Zu aller erst: Jeder normal denkende Mensch wusste das Ergebnis doch schon! Nur ein paar laut schreiende Möchtegern-Ökos und Autohasser waren doch von der Idee des Tempolimits überzeugt und auch die lautesten stimmen in den SPIEGEL-Kommentaren...! Zur Realität: ich fahre ein getunten 200PS Mazda MX5. Der Verbrauch wird im Originalzustand mit 6,4l/100km angegeben. Zur Arbeit und zurück fahre ich mit jeweils einem Verbrauch zwischen 5- 6,2l bei Berufsverkehr!!! In den Urlaub an den Gardasee letztes Jahr waren es, über z. T. freie Autobahnen 5,4l mit Tempomat 120-140km/h.... Tempolimit hätte den Effekt von: 0,0!!!
Im wahren Leben, das die Berechnungen NICHT aufzeigt, gibt es Menschen, die sich an die Richtgeschwindigkeit halte, und das nicht zu knapp! Es gibt aber auch eben die wenigen Fahrer, die innerorts mit 80 unterwegs sind. Ein Tempolimit auf Autobahnen? Sehr sinnvoll! Wie immer sollte erst einmal geltendes Recht durchgesetzt werden, bevor neue Regeln oder härtere Strafen eingeführt werden! Das wäre doch schonmal der eine „SKANDAL“. Der nächste ist doch eine Studie, die sich auf Werte aus vor über 20 Jahren bezieht! Wie realistisch soll den das sein? Dritter Skandal ist die Tatsache, dass eine Studie nicht veröffentlicht wird, weil das Ergebnis nicht der populistischen Meinung entspricht! Wenn unsere Meinungsbildung so funktioniert, wird mir bei viele Schreihälsen, auch hier bei SPIEGEL, einiges klar...!

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Orthoklas 06.04.2019, 08:51
49. Mein Reden

Warum 190 ballern? Der Zeitgewinn ist nur für Außendienstler von München nach Hamburg noch messbar. Der Rest bildet sich das entweder ein - ist muss Testosteron oder Ähnliches auf die Strecke blasen. Unnötig - vor allem bei deutlich weniger Toten, Verletzten und Unfällen.

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