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Gemeinschaftsprojekt: Deutsche Hersteller planen Schnellladenetz für E-Autos
DPA

Zusammenschluss unter Rivalen: Um die Elektromobilität voranzubringen, wollen Daimler, BMW, der VW-Konzern sowie Ford gemeinsam tausende Schnelladesäulen in ganz Europa errichten.

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jeremy_osborne 29.11.2016, 12:11
1. Gute Nachrichten!

Und bitter nötig, siehe der Artikel zum Thema Stickoxide. Hoffentlich wird es mehr als eine Feigenblatt-Aktion.

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hansulrich47 29.11.2016, 12:22
2. Das ist nett, aber keine Lösung!

Selbst "Schnellladen" ist zu langsam. Ausserdem wird die Lebensdauer der Batterie dadurch geringer. Die Lösung ist viel einfacher: An der "Tankstelle" werden entladene Akkus gegen voll ausgetauscht. Die Akkus haben standardisierte Grössen und passen deshalb in ALLE E-Autos. Dann dauert der Austausch wie das Tanken nur wenige Minuten. Die "Batteriewechselstellen" können dann mit der Qualität (Kapazität, Alter) ihrer Akkus werben und konkurrieren. Es ist (natürlich) ein Rückschritt in die Postkutschenzeit, wo beim Pferdewechsel auch nicht immer das fitteste Pferd verfügbar war, aber 100% besser, als das Warten, bis eine Batterie wieder "nahezu" voll ist. (Und dabei hoffen, dass sie sich nicht zu stark erwärmt und abfackelt.)

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Sternwald 29.11.2016, 12:23
3. Warum finanziert durch Privatwirtschaft?

Was mich an der Elektroautodiskussion immer stört ist das folgende:
Warum soll die komplette Finanzierung und damit das komplette Risiko einer politisch und gesellschaftlich erwünschten Technologie durch die Privatwirtschaft erfolgen? Als wenn Apple ein neues Funknetz aufzubauen hätte. Oder wie wenn die Autoindustrie selbst Tankstellen hätte finanzieren müssen.
Die Gesellschaft möchte, daß man emmissionsfrei fährt, damit muß sie das auch finanzieren. Damit wäre auch das Henne-Ei Problem gelöst. Hätte der Staat vor 10 Jahren mit dem Bau von 2000 Ladestellen begonnen, hätten wir inzwischen bestimmt mehr als 1 Mio Elektroautos!

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i6lam 29.11.2016, 12:25
4. E vs. H

Wie lange genau wird das Aufladen dauern? Und was ist mit dem Wasserstoffmotor, der z.B. in Island erfolgreich eingeführt wurde?

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logomat 29.11.2016, 12:27
5.

Endlich geht es los, 2017 schon, ich kann es kaum abwarten.
Man hätte das E-Auto auch besser vermarkten können, z.B. zunächst als Zweitwagen oder als Stadtauto, und dafür mit der gleichen Motorleistung ausgerüstet wie ein Verbrenner, dann sind E-Auto nämlich unschlagbar bei der Beschleunigung. Jeden Verbrenner an der Ampel hinter sich zu lassen, das hätte junge Käufer garantiert interessiert.

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alt_und_naiv 29.11.2016, 12:30
6. Pfandakkus

Statt langer Schlangen an den Ladestationen wird einfach ein Boxenstopp eingelegt:
Mit einer Restreichweite bis zur nächstgelegenen Akkuaustauschstation wird von der Fahrzeug-Energy-App der Bedarf an die Station gemeldet. Dort werden die benötigten Akkus vollaufgeladen in einer Wechselbox bereitgestellt. Das Fahrzeug wird bei Annäherung über die App in die Box geleitet. Die seitlichen Klappen in den Holmen öffnen sich, und dienstbare Geister - vermutlich in der nächsten Generation des Stellenabbaus irgendwelche Roboter - holen die leeren Akkus raus und schieben die neuen Akkus rein, 3 oder 4 auf jeder Seite. Die Akkus werden vom Bordsystem geprüft; nach dem Check wird der abgenommene Strom über die Energy-App automatisch bezahlt. Wenn weiter nichts zu erledigen ist (Kaffeepause, Nickerchen), wird die Fahrt nach 2 Minuten fortgesetzt.
Die leeren Akkus werden geprüft, gewartet und aufgeladen, ohne dass der Kunde darauf warten muss. Und schon rollt der nächste an ...
Die Akkuaustauschstation ersetzt nach und nach die herkömmlich Tankstelle.

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Mikrohirn 29.11.2016, 12:34
7. Elektroautos

sind wieder mal so ein Schnellschuss der Politik. Der Strom kommt nämlich nicht aus der Steckdose, sondern wird bei uns immer noch und bis auf weiteres in dreckigen Kraftwerken produziert. Faustregel des Wirkungsgrades von Elektrizität: 1 Drittel des Energiegehaltes des Energieträgers (z.B. Braunkohle) geht im Kraftwerk drauf, 1 Drittel beim Stromtransport und 1 Drittel kommt beim Verbraucher an, der, sei es das Elektroauto, auch nur einen Wirkungsgrad von weit unter 100% hat. Die ganze Umweltangelegenheit ist eine nüchterne Rechnung mit Fakten. Alles andere - grüne Ideologie, politische Befindlichkeiten, Träume anstatt Naturgesetze - machen daraus nur dummes, populistisches Gedöns.

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klimalike 29.11.2016, 12:34
8. halb...

...und nicht fertig gedacht. Ich bin gespannt, wie das Stromnetz aussehen soll, das tausende oder zehntausende Ladesäulen speisen soll. Mann sollte ja davon ausgehen, das an einer Säule auch mal drei oder vier PKW schnellgeladen werden?
Hirngespinst Elektromobilität.
LKW ?
KEINER spricht zudem über den Flugverkehr und die dort ungefiltert ausgestoßenen Schadstoffe. Jedes Kilo Flugzeugabgas ist dort oben um das vierfache schädlicher als erdnah.
Super Geschichte, wenn die fossilen Energieträger komplett entfallen sollen....
Elektroflieger, Elektro-Supertanker.....

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logomat 29.11.2016, 12:34
9.

Zitat von Sternwald
Was mich an der Elektroautodiskussion immer stört ist das folgende: Warum soll die komplette Finanzierung und damit das komplette Risiko einer politisch und gesellschaftlich erwünschten Technologie durch die Privatwirtschaft erfolgen? ...
Dass man damit alsbald richtig Geld verdienen kann ist klar, deshalb wundert mich, dass Versicherungen und Banken die händeringend nach Anlagemöglichkeiten suchen, da nicht mitmachen wollen.

Der Grund ist wahrscheinlich, dass sie lieber vom Staat gepampert werden wollen, statt sich der Marktwirtschaft auszusetzen, die ist den Marktradikalen nur noch dann genehm wenn man schnell grosse Summen abzocken kann.

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