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General Motors stellt Elektroauto ein: Das hat Amerika nicht gevolt
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Der Chevrolet Volt sollte General Motors zum Elektroautopionier machen. Nun stellt der US-Konzern das Modell ein, das Amerika polarisiert hat .

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les2005 30.11.2018, 14:00
20. Kein Wunder

wenn man nur liest, was alles in den Volt reingepackt wurde, konnte ja kein bezahlbares Produkt dabei herauskommen. Eierlegende Wollmichsauen haben meist ein kurzes Leben. Sinnvoller wäre es gewesen, sich konsequent auf ein bestimmtes Segment zu konzentrieren - Tesla hat sich erst klug auf das margenträchtige high-end Segment konzentriert. Ein anderer Weg wäre ein radikal reduziertes Konzept für Kleinwagen/City-Anwendungen. Damit ist es natürlich viel schwerer Geld zu verdienen - speziell allerdings wenn er mit dem gesamten Overhead eines Konzerns belastet wird. So bleibt es halt vorläufig Professoren vorbehalten, vorzuführen was geht, wenn man nur konsequent ist.

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gangnamstyle 30.11.2018, 14:13
21. Volt ist tot, es lebe Bolt!

Dass das Hybrid-Model Volt eingestellt wird, ist eine logische Konsequenz. Denn bereits jetzt ist im US-Markt klar, dass die E-Autos die Hybriden kanibalisieren. So ist der Verkauf von Model 3 drastisch angestiegen. Gleichzeitig fiel der Verkauf von Toyota Prius.
Ebenfalls interessant: viele Ex Honda und Toyota-Fahrer sind zu Model 3 gewechselt. Wenn die in den USA so beliebten Pickups auch noch elektrifiziert wird, dann sind die Verbrenner in den USA tot und was in China passiert, brauche ich ja nicht zu schreiben.
Die Automanager, die heute noch auf Verbrenner wetten, haben den Knall immer noch nicht gehört.

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ruhepuls 30.11.2018, 14:59
22. Logische Entwicklungen..?

Zitat von stefan7777
https://de.m.wikipedia.org/wiki/General_Motors_EV1 Damals wie Heute weigern sich die Entscheider Realitäten zu akzeptieren. Ihre konservative rechte Haltung führt zu einer Verweigerung, die bis in die eigene Selbstzerstörung mündet. So ist das doch immer mit den Konservativen Rechten, sich wehren, logische Entwicklungen verweigern und am Ende dann doch die nicht mehr ganz neuen Konzepte der Innovativen und "Linken Verräter" übernehmen.
Das Problem ist doch ganz einfach: Ein Unternehmen kann nur verkaufen, wofür es auch genug (!) Nachfrage gibt. Der Greenpeace-Renault (Twingo) wurde stillschweigend wieder eingestampft, weil nicht mal überzeugte "Grüne" in nennenswerter Menge als Käufer bereit waren, mehr Geld für weniger Auto auszugeben, nur mit Sparsamkeit als Argument. Und so ist es auch mit dem Elektroauto. So lange die Frage der Infrastruktur nicht geklärt ist, also schlicht, dass ich mit einem Elektroauto genauso unabhängig bin, wie heute mit einem Verbrenner - und das nicht nur in der Stadt und in Deutschland - wird die Nachfrage nach E-Mobilen begrenzt bleiben. Und in den USA mit den riesigen Entfernungen ist das Problem noch eine Nummer größer. Als GM den EV1 raus brachte, lag die Reichweite bei rund 120 KM. Damit kommen Sie in den USA nicht mal von zuhause zur nächsten Stadt. Das Auto war eine Totgeburt, nur entstanden, um die Kalifornischen Vorgaben zu erfüllen.
Übrigens: In "linken" System gäbe es gar keine E-Autos, weil es da auch niemand gäbe, der sich an der Umweltzerstörung stören würde, Da hatten die Leute ganz andere Probleme. Und ein Trabbi hing seiner zeit in Sachen Umweltfreundlichkeit um Welten hinter dem schlechtesten vergleichbaren Modell aus dem Westen zurück...

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seemann65 30.11.2018, 15:01
23. Ruiniert

Wer sich bei der heutigen Nachfrage noch auf reinen e Antrieb setzt der weltweit gerade bei 1% liegt. Kleinwagen die bezahlbaren Anreiz haben als reines stadtauto, alles andere ist nur unbezahlbares Spielzeug für die besser gestellten. Drum Wehr jeder Hersteller beim heutigen Stand nicht bei Trost nur auf E zu setzen.

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td66 30.11.2018, 15:21
24. Als Drittwagen

....wurde ich mir so ein E-Auto zulegen, wenn es denn so maximal 5.000.-€ pro Sitzplatz kosten würde. Für die Fahrten in die Stadt (so alle Viertel Jahr) macht das Sinn. Schwirig wird es, wenn man die Sportmannschaft der Kinder sonntags zum Auswärtsspiel bringen muss, man bei Ikea ein paar Möbel kauft, den Wocheneinkauf erledigen muss.. Da fehlt es an Platz für Personen und Last. Ganz zu scheigen vom Fahren in den Sommerurluab (mit Fahrrädern) oder den Skiurlaub.
Aber wer das Geld hat, der möge sich gerne so ein Spielzeig auch für 50.000.-€ zulegen.
Man nennt das übrigens: Angebot und Nachfrage !

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mikko11 30.11.2018, 16:21
25.

Zitat von gangnamstyle
... Wenn die in den USA so beliebten Pickups auch noch elektrifiziert wird, dann sind die Verbrenner in den USA tot und was in China passiert, brauche ich ja nicht zu schreiben. Die Automanager, die heute noch auf Verbrenner wetten, haben den Knall immer noch nicht gehört.
Die Verkaufszahlen des Model 3 mag für Tesla-Verhältnisse drastisch angestiegen sein und Toyota hat vielleicht ein paar Fahrzeuge weniger verkauft ... drotzdem schafft es kein Tesla in die Top 50 (erste Hälfte 2018), in denen fette V8-Antriebe und effizientere japanische Modelle dominieren.

Dass die US-Amerikaner ihre geliebten V8-Motoren in naher Zukunft gegen Elektromotoren tauschen könnten, ist durch Zahlen nicht belegbar. Ich sehe das als reines Wunschdenken Ihrerseits.

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Bernd.Brincken 30.11.2018, 17:41
26. halbherzig und lustlos

Das Problem bei dem Auto waren nicht das halbherzige und lustlose Marketing, sondern die vom Schöpfer halbherzig ausgerichtete Physik und Chemie.
Bei einer Energiedichte von 1/50 gegenüber Benzin oder Diesel hat ein mobiles elektrisches Gerät grundsätzlich schlechte Startbedingungen, egal wie lust-ig vermarktet.

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Ein Stein! 30.11.2018, 17:51
27. Das Hauptproblem der E-Mobilität

wird unlösbar bleiben!
Was mich betrifft, wäre ein elektrisch betriebener Antrieb ideal, wenn man von der Nutzung ausgeht.
Als im vergangenen Jahr der Neukauf eines Fahrzeugs anstand, liebäugelte ich (sehr) kurz mit einem Renault Twizy, weil Mobilität für mich nicht "Freude am Fahren" darstellt, sondern ein notwendiges Übel ist.
Ich wohne in Berlin Tempelhof und bin somit theoretisch Zielgruppe:
Innenstadtanwohner, (angeblich) vorbildlicher ÖPNV, kurze Fahrwege.
Zum ÖPNV: Der ist zu Hauptverkehrszeiten bereits jetzt überlastet!
Ferner ist der Vorbildcharakter nur gegeben, wenn dieser zwischen 06:00 und 22:00h benötigt wird. Danach ist er zwar deutschlandweit noch immer "vorbildlich", für Nutzer wie mich aber selbst im Innenstadtbereich unzumutbar. Gegenüber dem Auto beträgt die Fahrzeit je nach Einsatzort mindestens das Doppelte, im ungünstigsten Fall bis zum Vierfachen.
Da die gesetzliche Ruhezeit zwischen zwei Dienstleistungen über Zusatzvereinbarungen auf 10 Stunden reduziert ist bin ich nicht bereit, dies verfügbare Freizeit (für Hygiene und Schlafen schon zu gering) mit Fahrzeiten zum und vom Arbeitsort mehr als unbedingt erforderlich weiter zu reduzieren.
Also trotz Möglichkeit, über ein Jobticket (fast) kostenlos die Arbeitswege zurückzulegen lieber ein eigenes Fahrzeug!

Meine Fahrwege bewegen sich zwischen 2,5 und 27 Kilometern, Reichweite also kein Problem!
Aber: Ich wohne in einem Mietshaus. Laden an eigener Stromversorgung unmöglich. In der "Nähe" (rund 1 Kilometer entfernt) befindet sich eine Ladestation.
Bei Trockenheit von Frühling bis März grenzwertig akzeptabel.
Problem: Von 08:00-20:00 Parken mit Verpflichtung zum Laden erlaubt.
Glaubt hier wirklich jemand, dass ich, wenn ich mein Fahrzeug gegen 01:30h dort abstelle, mir zu 08:00h einen Wecker stelle, um die Ladesäule rechtzeitig zu räumen? Beide Ladeplätze sind übrigens meistens frei, bin wohl nicht der Einzige, der zu diesen Bedingungen dort nicht laden kann/könnte.
Selbst wenn in der Nähe einiger meiner rund 20 möglichen Einsatzorte eine Ladestation verfügbar wäre (bei allen derzeit illusorisch), dann zu gleichen oder ähnlichen Bedingungen!
Ergo: Kein E-Mobil sondern Verbrenner (Renault Twingo ohne jeglichen Komfort [nicht einmal ein Radio] für gut 8000 Euro neu!).
Damit wäre auch der Preis der E-Mobilität abgehandelt.

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Ein Stein! 30.11.2018, 18:08
28. Wichtiger Nachtrag, bitte um Entschuldigung

Zitat von Ein Stein!
{...] Aber: Ich wohne in einem Mietshaus. Laden an eigener Stromversorgung unmöglich. In der "Nähe" (rund 1 Kilometer entfernt) befindet sich eine Ladestation. Bei Trockenheit von Frühling bis März grenzwertig akzeptabel. Problem: Von 08:00-20:00 Parken mit Verpflichtung zum Laden erlaubt. [...]
Von 08:00-20:00h Parken mit Verpflichtung zum Laden
FÜR 4 STUNDEN erlaubt.

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apfelmännchen 30.11.2018, 18:35
29.

Zitat von labellen
die Zukunft und in den USA schon gar nicht. Es wird auch nicht der letzte Flop in der E-KFZ-Branche bleiben. Wer will (insbesonderem) im Winter dauernd auf die Restreichweiten-Anzeige gucken. Und als Zweitwagen sind die Dinger eher zu teuer.
Sie müssen hier zwischen "normalen" Hybridantrieben und Plug-In-Hybridantrieben unterscheiden.

Während "normale" Hybridantriebe nicht an der Steckdose aufgeladen werden, sondern nur zur Effizienzsteigerung dienen (kleinerer Benzinmotor, der immer nahe am Bestpunkt läuft, Atkinson-Zyklus zur Erhöhung der effektiven Verdichtung usw) und zum Preis eines gleichwertigen Diesel zu haben sind - und sich weltweit sehr gut verkaufen (allein Toyota hat 11 Mio verkauft)...

...haben die Plug-In-Hybride durch den großen Akku einen viel zu hohen Preis, der in einem Autoleben nicht wieder eingefahren werden kann - das Laden an der Steckdose für Kurzstrecken ist nicht wirklich der Bringer. Die Stückzahlen liegen prompt im homöopatischen Bereich.

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