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Gericht kippt Urteil zur Tempomessung: Erstes Streckenradar ist doch rechtmäßig
DPA

Dank des neuen niedersächsischen Polizeigesetzes darf das erste Streckenradar Deutschlands doch in Betrieb gehen. Ab Donnerstag werden Temposünder wieder verfolgt.

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brux 13.11.2019, 22:58
1. Tja

Als Deutscher im Ausland schäme ich mich für die Landsleute, die ein Recht auf Rasen reklamieren. Weil so andere Menschen gefährdet werden, ist das an sich schon unethisch.
Wenn dann noch der deutsche Riesenpopanz Datenschutz ins Spiel gebracht wird, gleitet es vollends ins Lächerliche ab.
Schon beim ersten Urteil wusste ich nicht, was krasser ist: die moralische Verkommenheit der Kläger oder die absurde Weltfremdheit der Richter.

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hegoat 14.11.2019, 00:34
2.

Naja, in erster Linie dient so eine Anlage der Einnahmengenerierung und nicht der Verkehrssicherheit. Geschwindigkeitsmessanlagen sollen dort aufgestellt werden, wo die Unfallgefahr erhöht ist und die Raser zu geringeren Geschwindigkeiten gezwungen werden, z.B. an Kreuzungen, Einfahrten, engen Kurven. Eine Streckenmessung verfehlt dieses Ziel, da idR keine Strecke kilometerweit unfallgefahrerhöht ist. Also sollte Herr Pistorius das Kind doch besser beim Namen nennen.

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Hinrich7 14.11.2019, 05:53
3. Raser

produzieren nicht nur Streßhormone, sondern auch jede Menge Plastikmüll (Reifenabrieb Nanoplastik und Mikroplastik), insbesondere sehr schnelle Autos produzieren erheblich mehr Plastikmüll, je größer der Reifen um so mehr (z. B. SUVs). Daher sind solche Meßanlagen um das Tempo zu kontrollieren auch noch umweltfreundlich.

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power.piefke 14.11.2019, 06:21
4. @ hegoat

haben Sie sich denn so wenig unter Kontrolle, dass Sie sich nicht mal einen Kilometer an die Regeln halten können? Ich finde es absolut absurd, im Zusammenhang mit Blitzern ständig von Abzocke zu hören. Glücklicherweise habe ich mein Fahrzeug unter Kontrolle, daher machen mir die Section Controlls hier in Austria nichts aus. Wenn Sie das nicht können, Tempomat benutzen!

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Jens31 14.11.2019, 06:50
5. Selbstverliebte Geschwindigkeitsdebatte

Es gibt sehr wohl Strecken die eine erhöhte Unfallgefahr haben z.B. A7 im Bereich der Kassler Berge die schon immer ein Unfallschwerpunkt war. Deshalb kann ich nicht verstehen wieso hier von "Geldmacherei" gesprochen wird. Im allgemeinen wäre ich sowieso für ein Tempolimit auf Überlandstraßen damit endlich Unfallstatistiken sinken und der tägliche Wahnsinn auf den Straßen eingeschränkt wird. Vom Klimaschutz und Spriteinsparungen gar nicht erst zu reden. Freiheit kann wohl nicht bedeuten mehr als 200 Km zu fahren.

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uwe57 14.11.2019, 06:50
6. Einnahmegenerierung?

Zitat von hegoat
Naja, in erster Linie dient so eine Anlage der Einnahmengenerierung und nicht der Verkehrssicherheit. Geschwindigkeitsmessanlagen sollen dort aufgestellt werden, wo die Unfallgefahr erhöht ist und die Raser zu geringeren Geschwindigkeiten gezwungen werden, z.B. an Kreuzungen, Einfahrten, engen Kurven. Eine Streckenmessung verfehlt dieses Ziel, da idR keine Strecke kilometerweit unfallgefahrerhöht ist. Also sollte Herr Pistorius das Kind doch besser beim Namen nennen.
Entschuldigen Sie - aber dieses Argument, dass man immer wieder liest und hört, ist schlichter Unsinn. Zur Einnahmegenerierung kommt es ja nur, wenn mittels der Radaranlage auch Verstöße gegen Verkehrsregeln nachgewiesen werden. Und dann ist es eben die gesetzliche Folge, dass solche Verstöße mit Geldbußen geahndet werden können - ganz einfach. Also, erst der Verstoß des Einzelnen ermöglicht die Sanktion. Das ist keine Einnahmegenerierung, sondern staatliches sanktionierendes Verhalten. Und das ist gut so! Wer meint, auf schöner gerade Strecke bei erlaubten 50 km/h doch mal lieber 60 oder gar mehr Stundenkilometer fahren zu müssen, gefährdet den Verkehr ebenso wie derjenige, der mit 40 km/h in einer verkehrsberuhigten Zone vor einer Schule unterwegs ist. Meiner Auffassung nach bedürfte es viel mehr und flächendeckender in Deutschland solcher Messstationen, damit der Bürger im Straßenverkehr endlich wieder verinnerlicht, dass es hier Regeln gibt. Die sind nämlich gefühlt für viele Menschen nur "Empfehlungen". Schauen wir lieber mit Ehrfurcht auf die Niederlande, die nun endlich weitere Verkehrsbeschränkungen in ihrem Land vornehmen und wo sich auch niemand aufregt.

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Hans-Dampf 14.11.2019, 07:04
7.

Zitat von brux
Als Deutscher im Ausland schäme ich mich für die Landsleute, die ein Recht auf Rasen reklamieren.
Bitte definieren Sie "Rasen" in diesem Zusammenhang. Und nein, schneller fahren als erlaubt ist per se kein Rasen, sondern Übertreten der zulässigen Geschwindigkeit.

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112211 14.11.2019, 07:17
8. Zwei Seiten

Einerseits halte ich Radarkontrollen (und anderen technischen Mitteln) für wichtig und richtig, da es schon immer zu viele FahrerInnen mit großzügigerem Umgang mit Tempolimits gab und weiterhin gibt. Andererseits ist die massenweise Erhebung von Daten eigentlich nicht hinzunehmen. Mit Datenschutz haben Section Control, Traffic Tutor usw. nicht viel zu tun, auch wenn nur kurzfristig gespeichert wird!

Die Lösung wäre einfach und einmalig mit hohen Kosten verbunden: deutlich mehr stationäre und mobile Kontrollgeräte.

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lalito 14.11.2019, 07:30
9. Naja???

Zitat von hegoat
Naja, in erster Linie dient so eine Anlage der Einnahmengenerierung und nicht der Verkehrssicherheit. Geschwindigkeitsmessanlagen sollen dort aufgestellt werden, wo die Unfallgefahr erhöht ist und die Raser zu geringeren Geschwindigkeiten gezwungen werden, z.B. an Kreuzungen, Einfahrten, engen Kurven. Eine Streckenmessung verfehlt dieses Ziel, da idR keine Strecke kilometerweit unfallgefahrerhöht ist. Also sollte Herr Pistorius das Kind doch besser beim Namen nennen.
War am Wochenende in den Niederlanden unterwegs. Nur die Streckenmessung, bestens noch unsichtbar, und knallhartes Abkassieren zu Höchstpreisen ändert die Raser.

Klappt dort ganz gut, stressfreies Reisen, geht doch. Demnächst tagsüber nur noch 100 km/h.

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