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Gerichtsurteil : Vorfahrt an der Autobahnauffahrt kann sich ändern
DPA

Wer auf die Autobahn auffährt, muss dem Verkehr auf der durchgehenden Fahrbahn Vorfahrt gewähren? Das gilt meistens, aber nicht immer - wie ein Gerichtsurteil zeigt.

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kaliballer 08.09.2018, 19:47
90. @derBlicker

Wo soll da reindrängeln gewesen sein ? Es war Stau, er fuhr in eine Lücke und dann standen alle wieder, so ist der Verkehr nun mal, für niemanden ein Problem, es sei denn, man nimmt Autofahren als Kampf- und Krampfsport.

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j.vantast 09.09.2018, 13:55
91. Vorfahrt oder nicht

Ob da nun jemand Vorfahrt hatte oder nicht: Der PKW-Fahrer hätte auch Rücksicht auf den nachfolgenden Verkehr nehmen müssen. Dieses Urteil sorgt dafür dass es nun immer mehr Fahrer geben wird die sich mit Gewalt reindrängeln und ihr Verhalten durch dieses Urteil auch noch als rechtlich korrekt bestätigt ansehen.
Abgesehen davon dass ein LKW-Fahrer einen PKW, der seitlich in Höhe der Fahrerkabine steht, nicht sehen kann.

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j.vantast 09.09.2018, 13:57
92. Usa

Zitat von noch_ein_forenposter
war 2017 übrigens die Zahl der Verkehrstoten pro 100.000 Einwohner mehr als dreimal so hoch wie in Deutschland, und das, obwohl es dort im Landesinneren riesige Flächen gibt, wo wenige Menschen wohnen - im Gegensatz zu Deutschland.
Tja, in den USA bekommt man den Führerschein in manchen Bundesstaaten auch ohne Fahrausbildung für ein paar Dollar.

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j.vantast 09.09.2018, 14:00
93. Fachliche Inkompetenz

Zitat von jupp78
Dass "der LKW-Fahrer hat den anderen nicht hat sehen können" ist übrigens kein Thema im Prozess gewesen und wohl von Ihnen nur ausgedacht.
Es hätte aber Thema sein müssen, denn man kann nur auf andere Verkehrsteilnehmer achten wenn man sie auch sehen kann.
Das Problem ist immer öfter dass da Leute urteilen die durch fachliche Inkompetenz glänzen. Vielleicht setzen Sie sich ja mal in einen LKW und beurteilen dann die Situation neu, Sie werden sich wundern wie es aus der anderen Perspektive aussieht.

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slowboarder 09.09.2018, 15:33
94.

Zitat von DerBlicker
Ich muss meine Fahrweise nicht so anpassen, dass ich auch bei Fehlern anderer einen Unfall verhindere. Ich darf darauf vertrauen, dass sich alle an die STVO halten. Wenn meine Fahrbahn frei ist, darf ich auch 200 fahren. Wer die Spur wechselt, darf niemand behindern und gefährden, auch keine 200 km/h Fahrer, so steht es in der STVO. Vor allem muss ich nicht damit rechnen, dass jemand ohne zu Blinken die Spur wechselt, das ist grobe Verkehrsgefährdung und eine Straftat.
naja, ich zumindest lese aus dem Paragraf 1 der STVO mit dem Aufruf zur gegenseiten Rück- und Vorsicht durchaus heraus, dass man mit Fehlern der anderen Verkehrsteilnehmer rechnen muss.

Leider ist es so, dass Menschen gelegentlich Fehler machen und damit muss man rechnen.

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viceman 09.09.2018, 18:35
95. ich unterstelle

dem Pkw sogar eines, was viele "Schlaumeier" im Stau tun... sich ein paar 100 m Vorsprung schaffen, indem man über die Raststätte fährt. diese typen sind es dann auch, die sich auf teufel komm raus, wieder reindrängeln.

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flohzirkusdirektor 09.09.2018, 22:29
96. Aha!

Zitat von j.vantast
Tja, in den USA bekommt man den Führerschein in manchen Bundesstaaten auch ohne Fahrausbildung für ein paar Dollar.
Und wo bitteschön? Ich machte meinen in Washington und dort sind die Verkehrsregeln denen Deutschlands nicht unähnlch. Um ehrlich zu sein, ich glaube eher, das ist eine der sovielen "urban myths"! Die "paar Dollar" zahlen Sie lediglich für die Ausstellung eines neuen Führerscheins des Staates, in dem Sie nun wohnen, nicht für theoretische und praktische Prüfung ...

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fountainebleau 10.09.2018, 09:28
97. @Flohzirkusdirektor:

Ich habe 1980 in Ventura, California, meinen amerikanischen Führerschein gegen Zahlung von 20 USD erhalten und musste lediglich mit meinem Pkw auf einem Trainingsplatz 1x um die Ecke fahren. War eine Sache von 20 Minuten. Die schriftlichen Unterlagen habe noch immer in meinen alten Akten. Auch die Quittung.

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Pickle__Rick 10.09.2018, 15:37
98.

Zitat von DerBlicker
Sie verdrehen die Realität. Rücksichtslos war hier nur der PKW Fahrer, der sich reingedrängelt hat, obwohl er laut STVO klar wartepflichtig war. Nein, auf Rücksichtslose muss man keine Rücksicht nehmen. Wenn mir jemand die Ausfahrt zuparkt, kann ich den auch mit dem Bagger beiseite schieben, egal, ob dann das Auto kaputt ist. Wer falsch parkt, hat alle Rechte verwirkt. Darauf muss man keine Rücksicht nehmen.
Meinen Sie das wirklich ernst? Ich glaube nicht aber falls doch, haben Sie wohl ein richtiges Problem. Viel Glück beim Versuch mit dem Bagger. Da müsste schon sehr viel passieren, damit das vor Gericht als angebrachte Reaktion anerkannt wird. So etwas ist selbst für Fahrer von Einsatzfahrzeugen mit Sonderrechten nach §35 StVO eine sehr heikle Angelegenheit und da geht es in der Regel nicht um einen Geschäftstermin sondern auch gerne um hohe Sachwerte und Menschenleben. Im Straßenverkehr gilt zwar der Vertrauensgrundsatz aber eben auch §1 StVO und da gibt es keine genaue Definition für wen die Gegenseitige Rücksichtnahme nicht gilt. Ganz im Gegenteil, es sind alle aber auch wirklich alle Verkehrsteilnehmer gemeint:"Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten,(...)"
Im Falle der Vorfahrtsnahme gilt, dass man sich diese nicht erzwingen darf. Da steht einfach das Recht der Vorfahrt nicht über der Sicherheit im Verkehr. Ich wäre jedenfalls mal auf die Rechtsgrundlage für Ihre Idee gespannt. Oder geht es da jetzt um's Faustrecht?

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Pickle__Rick 10.09.2018, 15:50
99.

Zitat von j.vantast
Ob da nun jemand Vorfahrt hatte oder nicht: Der PKW-Fahrer hätte auch Rücksicht auf den nachfolgenden Verkehr nehmen müssen. Dieses Urteil sorgt dafür dass es nun immer mehr Fahrer geben wird die sich mit Gewalt reindrängeln und ihr Verhalten durch dieses Urteil auch noch als rechtlich korrekt bestätigt ansehen. Abgesehen davon dass ein LKW-Fahrer einen PKW, der seitlich in Höhe der Fahrerkabine steht, nicht sehen kann.
Korrekt wäre es beiden eine Knolle zu schreiben. Falls der LKW Fahrer die Möglichkeit gehabt hätte, den PKW zu sehen. Denn zweimal Unrecht ergibt nicht einmal Recht. Das sollte man eigentlich nach dem Kindergarten begriffen haben. Spätestens aber, wenn man tonnenschwere Fahrzeuge bewegen will. Das Urteil besagt übrigens nur, dass die Geschichte noch einmal verhandelt werden muss. Der Artikel verlinkt dieses zwar aber er ist an sich etwas irreführend. Es soll auch gerklärt werden ob der PKW wirklich im toten Winkel vor dem LKW stand. Für solche Situationen müssen laut Google ab dem 01.01.2000 in der EU zugelassenen LKW eigentlich seit 2009 einen Frontspiegel haben, der genau diesen Bereich zeigt. Vielleicht musste der LKW diesen aufgrund seines Alters nicht haben. Vielleicht hatte er ihn aber der Fahrer hat ihn nicht genutzt. All das soll die Verhandlung klären. Ich sehe da an sich kein Problem mit diesem Urteil.

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