Forum: Auto
Gerichtsurteil: Wer Rasern die Vorfahrt nimmt, haftet mit
DPA

Obwohl ein Motorradfahrer mit 121 km/h durch die Stadt fuhr, hat er nur teilweise Schuld an einem Unfall. Ein Gericht hat entschieden: Auch die Autofahrerin, die den Raser übersah, haftet.

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dasistnurmeinemeinung 24.06.2016, 16:00
1. Soviele Haare ...

... gibt es garnicht, an denen diese Urteil herbeigezogen wurde. Oder anders gesagt: Leute gibt Gas und habt Spass, denn wenn´s knallt, dann habt ihr nur eine Teilschuld.
Unfassbar, aber wahr: Recht haben und Recht bekommen, sind zwei völlig unterschiedliche Sachen bei diesen unseren deutschen Richtern.

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cvdheyden 24.06.2016, 16:01
2. Gute Idee

Ich fahre dann auch einfach immer mindestens 150 in der Stadt, dann habe alle anderen Schuld.
Ein lächerliches Urteil. Damit wird das Recht der Frau eingeschränkt und meins auch. Es ist für auch rechtlich nicht relevant, da das einschätzen hier nicht relevant ist. Jeder muss sich auf den anderen verlassen können. Wenn dieser sein Pflichten verletzt, dann ist er Schuld. Nun kann es sein, das die Frau pleite geht, weil jemand zu schnell fährt und sie den Schaden tragen muss. Einen ganz faden Beigeschmack hat für mich die Tatsache, dass ausgerechnet die Krankenkasse klagt. Muss die Dame jetzt auch noch die Krankenkosten tragen?
Wie gesagt, das ist rechtlich nicht nachvollziehbar. ich hoffe die Dame geht weiter durch die Instanzen.

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cherrypicker 24.06.2016, 16:03
3. Realitätsfremd und moralisch falsch!

Natürlich muss man als vorausschauender Autofahrer damit rechnen, dass ein Verkehrsteilnehmer auf einer übergeordneten Straße zu schnell fährt. Dass man allerdings damit rechnen soll, dass jemand mehr als doppelt so schnell fährt wie erlaubt, halte ich für falsch. Dem Motorradfahrer gehört nicht nur die komplette Schuld zugesprochen, ihm sollte auch dauerhaft der Führerschein entzogen werden und er sollte strafrechtlich belangt werden. Schließlich war er es, der das Leben und die Gesundheit Unbeteiligter mutwillig gefährdet hat. Deutschland ist immer groß darin, wenn es gegen sexuelle und religiöse Gefährder geht. Raser dagegen werden hier mit Samthadnschuhen angefasst. Dabei sollten auch sie die ganze Härte des Gesetzes spüren!

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waechstwiebloed 24.06.2016, 16:04
4.

Jetzt wissen wir: "Raser haben immer Vorfahrt!"

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kospi 24.06.2016, 16:05
5.

Selten so eine bescheuerte Begründung gelesen. Wieso muss ich als Autofahrer die Geschwindigkeit eines Rasers einschätzen können. Das ist doch völlig praxisfremd.
Außerdem ist es erwiesen, dass Frauen im Allgemeinen räumlich schlechter sehen als Männer und schon aus diesem Grund die Entfernung zum ankommenden Fahrzeug schlechter einschätzen können.
Das ist keine Diskriminierung der Frau als Autofahrerin, sondern einfach Fakt.

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lit 24.06.2016, 16:10
6. Ein hartes aber

auch interessantes Urteil, das, auch wenn es paradox klingt, in dir richitge Richtung weißt. Es gibt nach wie vor ein Rechtsfahrgebot. Erst kürzlich habe ich beim Reißverschlusssytem beobachtet, wie ein VW-Turan-Fahrer einen BMW fahrer zunächst rein lies, es sich dann aber anders überlegte und es zum Unfall kam. Wer nachts auf Autobahnen unterwegs ist, kennt vermutlich dir kuriosesten Situationen, die einen manchmal schaudern lassen: Eine normale Linksüberholung wird plötzlich zur Gefahr weil, der zu überholende, aus nicht ersichtlichen Gründen auf die linke Spur wechselt. Es passiert nur deshalb nichts, weil man selbst hellwach ist.

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scooby11568 24.06.2016, 16:10
7. Das ist eine Unverschämtheit...

Hoffentlich darf der Affe, der mit 121 durch die Ortschaft gebrettert ist, nie wieder ein Fahrzeug führen.
Und den Richter verstehe, wer will

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Currie Wurst 24.06.2016, 16:14
8. ...

Bei ausreichender Weitsicht hätte man auch die enorme Dummheit des Richters erkennen und in Folge einen Befangenheitsantrag stellen oder wenigstens eine Revision ankündigen müssen. In beiden Fällen wäre ein Fehlurteil vermeidbar gewesen.

Und in Gallien hätte man beim Abbiegen damit rechnen müssen, dass einem der Himmel auf den Kopf fällt. Selbst schuld, beim Teutates.

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Atheist_Crusader 24.06.2016, 16:17
9.

Wer rast, geht eine ganze Reihe von Risiken ein - dazu gehört auch, dass man Anderen die Reaktionszeit nimmt.

Von daher halte ich (wohlgemerkt als juristischer Laie) das Urteil für falsch. Wer mit 121 Km/h durch die Stadt donnert (immerhin gut 240% der erlaubten Geschwindigkeit), beweist eine massive Geringschätzung der Leben aller anderen Verkehrsteilnehmer und hat alles verdient, was ihm dabei zustößt.

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