Forum: Auto
Gerichtsurteil zu VW-Fahrdienst: Moia muss seine Flotte in Hamburg begrenzen
Moia

Gerade ist der VW-Fahrdienst Moia in Hamburg gestartet, schon gibt es rechtlichen Ärger: Ein Verwaltungsgericht hat die Anzahl der Shuttle-Busse vorerst auf 200 begrenzt - um Taxifahrer zu schützen.

Seite 1 von 14
calinda.b 24.04.2019, 15:59
1. Wie bitte?

Taxifahrer schützen? Wieso?
Krämer, Schuster, Buchläden usw wurden schließlich auch nicht 'geschützt'.

Anpassen oder untergehen, heißt die Devise.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ich2010 24.04.2019, 16:09
2.

jetzt gibts halbwegs gute Ideen, wie man auf bezahlbare Art und Weise den eigenen PKW stehen lassen kann und schon wird versucht alles wieder zunichte zu machen. Einerseits wird gefordert man soll nicht mehr mit dem Auto fahren, andererseits gibt es keine vernünftigen bezahlbaren Alternativen. ÖPNV ist gerade außerhalb der üblichen Stoßzeiten, wie z.B: nachts oder sehr früh am Morgen für viele Leute keine Alternative. Taxi ist zu teuer. Lösungen wie Uber oder Moia sind eine echte Alternative. Flexibel und bezahlbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
khwherrsching 24.04.2019, 16:13
3. Kommt einmal etwas mit Vernunft,

findet sich immer jemand, der eigene Interessen in den Vordergrund stellt. Und die Politik steht daneben und schaut tatenlos zu. Heute die Taxifahrer, gestern Aufstände gegen die energiebedingten Stromtrassen und morgen wieder Klagen gegen Funkmasten, die Internet bringen sollen, das jeder haben will. So wird Deutschland zum Entwicklungsland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mamil 24.04.2019, 16:17
4. Alle Seiten befragt?

Ich vermisse im Artikel zum einen die Position dieses gewissen Taxiunternehmers. Zum anderen finde ich die Aussage des Vertreters von Moia etwas überheblich. Da wird suggeriert, die gesamte Mobilität Hamburgs sei in Gefahr, wenn nur 200 Fahrzeuge zugelassen werden. Meiner Meinung nach braucht Hamburg weder zusätzliche Moia-Busse noch zusätzliche Taxen. Mehr massentaugliche und engmaschigere Nahverkehrsmittel würden viel mehr zu Hamburgs Mobilität beitragen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yomow 24.04.2019, 16:23
5. Eigentlich wollte ich mir die App nicht laden,...

...aber die Taxiunternehmer gehen mir so auf den Zeiger, dass ich das Angebot jetzt testen werde. Taxifahren ist wahnsinnig teuer und überreglementiert.
Neulich in Singapur gewesen, dort ist alles teurer als hier, nur Taxifahren gibt es fürn Schnäppchen. Grab/Uber machens möglich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
realist12345 24.04.2019, 16:28
6. Taxilobby war wohl erfolgreich

Dann haben die Taxiunternehmen die Entwicklung verschlafen und lassen jetzt gerichtlich innovative Ideen durch ihre Lobbyisten stoppen - sie sollten ihre Preise überdenken, damit sie konkurrenzfähig werden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
erlachma 24.04.2019, 16:29
7.

Zitat von calinda.b
Taxifahrer schützen? Wieso? Krämer, Schuster, Buchläden usw wurden schließlich auch nicht 'geschützt'. Anpassen oder untergehen, heißt die Devise.
Im Prinzip ja - nur was nicht geht: Taxifahrern Regeln auferlegen, an die sich Taxi-Dienste wie Moia nicht halten müssen. Gleiches Recht für alle. Entweder Moia hält sich an Taxi-Regeln, oder Taxis halten sich nicht mehr an die Regeln der Stadt, wie z.B. festgelegter Fahrpreis, Rückkehrpflicht, Mitnahmepflicht, etc.
Das was Moia macht, ist Rosinenpicken: lukrative Fahrten durchführen, und Fahrten auf unlukrativen Strecken ablehnen - die müssen dann die Taxifahrer bedienen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
palef 24.04.2019, 16:34
8. ...neinnein...@khwherrsching

...die Politik schaut nicht zu...beim Verwaltungsgericht geht's schon manchmal recht politisch zu...oder rechtsfern... es gibt nach meinem wissen kein rechtliches Konstrukt, nach dem das Taxigewerbe einem verfassungsrechtlich definierten Existenzrecht unterstünde. Gibt's bei Bäckern, Metzgern, Bauern usw ja auch nicht....
Ach ja, wieso eigentlich genau 200???? Herr Richter*

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kurt-C. Hose 24.04.2019, 16:36
9. Sowohl als auch

Grundsätzlich versteh ich das Problem nicht, weil ja auch MOIA Fahrer beschäftigt und in jedem Auto ein Fahrer sitzt. Jobs gehen dadurch also nicht verloren (was ich ein wichtiges Argument gegen autonome Fahrzeuge finde) und Taxis können per se als Geschäftsmodell ja nicht unter Artenschutz stehen. Mit der gleichen Begründung könnte man öffentliche Busverbindungen oder sharing cars unterbinden.
Die Fahrzeuge sehen ausgesprochen gut aus, ich wünsche VW damit viel Erfolg! Aller Anfang ist schwer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 14