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Gerichtsurteil zu VW-Fahrdienst: Moia muss seine Flotte in Hamburg begrenzen
Moia

Gerade ist der VW-Fahrdienst Moia in Hamburg gestartet, schon gibt es rechtlichen Ärger: Ein Verwaltungsgericht hat die Anzahl der Shuttle-Busse vorerst auf 200 begrenzt - um Taxifahrer zu schützen.

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Mamil 24.04.2019, 23:00
100. Kleine Rechenaufgabe

Wenn laut MOIA in den ersten zehn Tagen 15.000 Buchungen vorlagen, wieso konnte dann ein Vielfaches an Anfragen nicht bedient werden?
MOIA hat 100 Busse im Einsatz die bis zu 6 Fahrten bündeln können. Bei 15.000 Buchungen in zehn Tagen sind das 1.500 pro Tag. 1.500 geteilt durch 100 Busse sind 15 pro Bus. Die Busse haben 6 Sitzplätze und können also durch zwei volle Fahrten und eine halbvolle Fahrt pro Bus die 15.000 Buchungen bedienen. Der Einfachheit halber kann man sagen: Der Fahrer in der Frühschicht macht zwei Fahrten und der Fahrer in der Spätschicht macht eine Fahrt und alle 15.000 Buchungen sind abgearbeitet. Wieso konnten dann Anfragen über die 15.000 Buchungen hinaus nicht bedient werden und wie viele Anfragen müssen das gewesen sein, wenn man 500 Busse hätte auslasten können?

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Nappürlich 24.04.2019, 23:11
101. An die 31

Der Herr kann sich 45€ Taxi (also rund 22km fahrt) nicht leisten und meint MOIA bringe nachts um 1 abhilfe:
1. MOIA fährt zurzeit nur bis 12 Uhr, da fahren auch noch Busse/Bahnen -> nix besser
2. Fährt MOIA überhaupt dort, vielleicht ist das Gebiet nicht lukrativ genug
3. Glauben Sie im Ernst, das nachts um 1 oder 2 Uhr bei MOIA in Zukunft so eine Fahrt nur 5€ kostet? Ich tippe eher wegen der exponierten Zeit und Ort das hier MOIA nah an den Taxitarif gehen muss wenn sie irgendwie irgendwann mal wirtschaftlich sein wollen! Wenns keine Taxen mehr gibt vielleicht auch etwas mehr, aber letztlich haben sie keine Betriebspflicht also können sie auch einfach sagen " ätsch, zu spät, Fahrer liegt schon inner Heia sonst kostet der zu viel, aber laufen ist gesund"

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Stäffelesrutscher 25.04.2019, 03:01
102.

Zitat von rimaldo
Eine Taxifahrt für ca. 45€ von meiner Arbeit nach Hause kann ich mir nicht regelmäßig leisten. Da ich oft länger arbeiten muss, als die S-Bahnen und Anschlussbusse fahren, habe ich zur Zeit keine Alternative und muss immer selber mit dem Auto fahren. Moia schließt ein Vakuum, dass vorher zu schließen galt.
Haben Sie gar nicht mitbekommen, dass MOIA nur in der Innenstadt fährt? Da, wo das Taxi Sie für 45 Euro hinbringen würde, fährt MOIA nicht hin.

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Stäffelesrutscher 25.04.2019, 03:05
103.

Zitat von mapcollect
funktioniert in Afrika schon seit Jahrzehnten. Spart Sprit und schont den Verkehr. Und ein einzelner Taxiunternehmer kan das jetzt torpedieren ?
MOIAs sind aber keine Sammeltaxen, denn sie haben keine Beförderungspflicht.

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ingo.wachtberg 25.04.2019, 04:34
104. Der Fahrdienst MOIA will ja Fahrwünsche geschickt bündeln und....

...so zu einer Art von Sharing kommen. Ich finde das innovativ. Diese Taxler sind eine renitente tradierte Gruppe. Es sind die Heizer auf der E-Lok. So werden in Deutschland Innovationen von vorn herein kaputt gemacht. Und das in der weltoffenen Stadt Hamburg.

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ich2010 25.04.2019, 08:25
105.

Zitat von specialsymbol
Die haben schon erfolgreich Uber in die Schranken gewiesen. Wenn man mal in London mit Uber gefahren ist weiß man: es gibt nichts besseres. Die Preise sind auch für normale Menschen erschwinglich. Man kann auf das Auto endlich verzichten. Zum Einkaufen laufen und sich mit den Einkäufen zurück fahren lassen. Im Notfall den Bus verpassen, aber nicht den Termin. Klar, Politiker kennen das nicht anders. Anwälten ist auch der Taxipreis egal. Und ein Uberfahrer verdient wohl kaum weniger als ein in Deutschland angestellter Taxifahrer (sie glauben doch nicht ernsthaft, einer von denen hätte seine eigene Lizenz? Die Wartezeit in Frankfurt beträgt um die 30 Jahre!). Aber alle Menschen in Deutschland die unterhalb des Medianeinkommens liegen, das sind also die Hälfte der Bürger, können vom Taxi nur träumen. Darüber sollten die Taxifahrer mal nachdenken. Übrigens, bislang waren 90% der Uberfahrzeuge in London die ich nutzte Hybridfahrzeuge - und manche Fahrer (leider nur sehr wenige) konnten damit auch umgehen. In Deutschland müsste ich erstmal ein Hybridtaxi sehen - und ich fahre fast täglich mit dem Taxi, da es mein Arbeitgeber bezahlt. Für das Gehalt der angestellten Fahrer ist kein Geld da, für Hybrid oder gar Elektrofahrzeuge auch nicht - schon komisch, das Taxigewerbe. Da verdient wohl wieder jemand richtig Geld und verteidigt es mit allen Mitteln (und da er richtig Geld verdient hat er die auch)
ich kenne Uber aus dem Ausland und bin absolut begeistert. Zuverlässiger, schneller und deutlich günstiger als jedes Taxi.

Die übliche deutsche Verweigerung gegenüber Neuerungen... wie immer halt. Einerseits von Verkehrswende palavern andererseits sich genau dem entgegen stellen. Man muss es sich leisten können, das Auto stehen zu lassen. Bei den Taxi Tarifen hierzulande ist das für den Normalverbraucher schlicht nicht bezahlbar.

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elbe56 25.04.2019, 08:38
106. Wer nicht mit der Zeit geht...

Liebe Taxiunternehmer, ihr habt einfach diesen neuen Trend ignoriert oder verschlafen. Das ist Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage. Lasst euch mal selbst was einfallen, anstatt die Gerichte damit zu belasten. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit...

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intercooler61 25.04.2019, 08:58
107. Ziemlich gedankenlos ...

... sind viele hier angeführte Ansichten und "Argumente". Sie verkennen, dass Taxis:

1. als Verkehrsmittel der letzten Instanz (zB bei Krankheit, Behinderung, oder auch nur Sperrgepäck) unverzichtbar sind und deshalb sehr wohl eine Bestandsgarantie erfordern.

2. keineswegs überteuert sind: Die meisten Taxiunternehmen kommen gerade mal so über die Runden, Moia und andere arbeiten mit nicht kostendeckenden Dumpingpreisen, Uber beutet Sch- & Kleinselbständige aus.

3. Taxis anders als Moia & Co. wegen 1. einer Beförderungspflicht auch in Randgebieten unterliegen und streng reguliert sind. Das ist im öffentlichen Verkehr auch sinnvoll. Auch der HVV hat ein Quasi-Monopol.

4. Rosinenpickerei durch Moia, Uber & Co. die Taxis letztlich noch weiter verteuert, was vor allem die unter 1. genannten Fälle trifft.

Liebe Generation Twitter: Nehmt Euch doch einfach mal etwas Zeit zum Nachdenken, bevor Ihr postet.

Ridesharing wird es früher oder später auch bei Taxis geben, da bin ich mir ziemlich sicher. Und dann ohne Begrenzung auf ein citynahes "Geschäftsgebiet".

ps: Bin kein Taxifahrer, sondern gelegentlicher Kunde.

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markus_wienken 25.04.2019, 09:03
108.

Zitat von elbe56
Liebe Taxiunternehmer, ihr habt einfach diesen neuen Trend ignoriert oder verschlafen. Das ist Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage. Lasst euch mal selbst was einfallen, anstatt die Gerichte damit zu belasten. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit...
Ja, die Taxifirmen lassen sich ja schon etwas einfallen:
Sie schießen ihre Firmen einfach.
Viel Spaß wenn Sie zur Unzeit oder in einem nicht lukrativen Gebiet eine Beförderungsmöglichkeit benötigen...dann können Sie laufen.
Entweder Uber, Moia, Taxis und Co. unterliegen den gleichen gesetzlichen Rahmenbedingungen oder man schafft die gesetzlichen Vorgaben für Taxis ab.
Gesetzliche Benachteiligung für Taxiunternehmen ist wettbewerbsverzerrend.

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frantonis 25.04.2019, 09:26
109. Das Gericht hat die Rechnung ohne Scheuer gemacht

Dieser wird demnächst das Personenbeförderungsgesetz liberalisieren, damit auch Konzerne wie Uber oder VW den Taxifahrern konkurrenz machen können. Ob Daimer auch davon profitiert, nachdem die Firma keine Spenden an Parteien mehr leisten wollen, steht in den Sternen.

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