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Gerichtsurteil zum Überholverbot: Hier ist echt Schluss
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Ein Gericht hat entschieden: Wenn ein Fahrer einen Überholvorgang vor dem Verbotsschild nicht beenden kann, muss er ihn abbrechen. Dabei ist das nicht immer sinnvoll.

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Zorin 21.10.2014, 16:51
30. Ein

gutes Urteil. Vielleicht hören die Fahrer mit ihren 150 PS Krücken endlich damit auf zu überholen. Ich hab da mit meinem A8 keine Probleme, vor dem Schild mit dem Überholen fertig zu sein. Mit solchen Fahrzeugen sollte man eh eine Extraspur bekommen. Das wäre mal eine Massnahme, Herr Dobrindt übernehmen sie.

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Scheingeheißperson 21.10.2014, 16:53
31. Schlecht geschriebener Artikel!

1. Es ist keine Strafe.
2. Es ist ein Beschluss und kein Urteil.
3. Dass das Gericht nicht darüber zu entscheiden hatte, was ist wenn der Abbruch gefährlicher ist, heißt, dass es im Fall nicht gefährlicher war! Es auf die Frage also HIER einfach nicht ankommt!!! Der Beschluss widerspricht damit nicht Par. 1 StVO!

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Delden 21.10.2014, 16:55
32. Schilder

Man lässt sich zu sehr von Schildern bestimmen. Wenn ich denke es macht mehr Sinn noch 20 Meter weiter zu fahren um gefahrlos einzuscheren, dann mach ich das. Meistens hockt da keiner und bestraft mich. Ich glaube eher der LKW hat kilometerlang eine Kolonne überholt auch innerhalb des Verbots und wollte sich rausreden.

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ProbeersEinfach 21.10.2014, 16:56
33.

Ich überhole sowieso wann ich will, der Gesetzgeber, die Kommunen, das Straßenbauamt oder wer auch immer entscheidet Verbotsschilder aufzustellen, hat gar nicht die Erfahrung zu entscheiden, wo ich überholen kann und darf.

Das mache ich selber, seit Jahrzehnten, ohne Probleme, ohne Anzeigen.

Überholvorgang abbrechen wenn ein Überholschild kommt? Geht es noch? Das machen auch nur die ganz Doofen.

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ProbeersEinfach 21.10.2014, 16:59
34.

Auch problematisch ist die antiquitierte und völlig unsinnige Haltung und Annahme, dass man nur wegen eines Zeitvorteils überholt.

Ich überhole, wenn der Fahrer vor mir, durch seine unsichere Fahrweise etc. mich aufhält und mich zu erhöhter Aufmerksamkeit zwingt und nicht wegen ein paar eingesparten Sekunden (die natürlich schnell zu Stunden werden können bei solider Fahrweise).

Durch das Überholen kann ich dann wieder frei, entspannt und vorausschauend fahren ohne mich ständig auf Fehler einstellen zu müssen.

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Karl10 21.10.2014, 16:59
35. Fahrschule

Ich verstehe weder den Grund für die Gerichtsentscheidung noch für die Diskussion hier:

Ich habe in der Fahrschule gelernt, dass der Überholvorgang vor dem Schild beendet sein muss.

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JaguarCat 21.10.2014, 17:01
36. Richtiges Urteil!

Ja, das Urteil ist richtig. Schilder sind dafür da, beachtet zu werden. Wer eben nicht rechtzeitig wieder auf seiner Seite zurück sein kann, darf gar nicht erst mit dem Überholen anfangen.

Klar kann es die Situation geben, dass man einen Überholvorgang vernünftig geplant hat, und die anderen Verkehrsteilnehmer einen dann behindern, z.B. während des Überholvorgangs beschleunigen oder vorher vorhandene Lücken wieder dichtmachen. Dann kommt es eben zum Bußgeld, und zwar - wenn der Polizist richtig hingeschaut hat - für beide Beteiligten: Den, der sich nicht überholen lässt, und den, der das Überholen erst im Verbot beendet hat.

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Christoph 21.10.2014, 17:02
37.

Zitat von prefec2
Die Richter müssen sich an die Gesetze halten. Wenn dieses unlogisch ist muss die Legislative nachbessern. Es ist vollkommen egal ob der Richter das für sinnvoll hält oder nicht. Der Gesetzgeber hat das so vorgegeben.
Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung besagt aber gerade, dass sich jeder so verhalten muss, dass es möglichst nicht zu Gefahrensituationen kommt, daher sollte die Frage, ob ein starres Einhalten des Überholverbots evtl. gefährlicher ist als die Beendigung eines bereits begonnenen Überholvorgangs durchaus eine Rolle spielen.

Wobei ""Den Fall, dass ein solcher Abbruch nicht gefahrlos möglich ist, hatte der Senat nicht zu entscheiden"" allerdings auch bedeuten kann, dass die Frage nach der Gefährlichkeit bereits geklärt war.

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Steve B 21.10.2014, 17:04
38.

Zitat von inovatech
die Verantwortlichen Richter des Oberlandesgerichtes in Hamm schon einmal Auto gefahren oder hat es für den Führerschein leider nicht gereicht ?
Angesichts der Tatsache, dass der Überholvorgang auf einer Autobahn stattfand, kann man sich das tatsächlich fragen. Wenn da ein Brummi erst ein paar Meter weiter wieder einschert - ja nu... Ich bin schon auf die Reaktion der Bleifuß-Fraktion gespannt, wenn LKW-Fahrer das zitierte Urteil umsetzen und beim Überholen plötzlich auf die Bremse latschen. Die Durchlässigkeit der Autobahn erhöhen und die Staugefahr senken tut das mit Sicherheit nicht.

Für eine Straße mit einem Fahrstreifen pro Richtung dagegen wäre das Urteil das einzig richtige. Dort sollte man schließlich schon vor dem Überholen eine Stelle zum Wiedereinscheren entdeckt haben, die man innerhalb der halben Sichtweite erreicht. Ein davor stehendes Überholverbotsschild wäre also nicht so arg schwer zu entdecken.

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mcmercy 21.10.2014, 17:07
39.

Zitat von n01
Aber auf einer Landstaraße kann das echt knapp werden. Da kann es dann auch mal ungefährlicher sein, wenn man den Überholvorgang noch beendet.
Sorry, aber dann überhole ich nicht. Wenn ich beim Ausscheren schon sehe, dass da vor mir 5 LKW in Kolonne fahren und ich da nicht zügig dran vorbeikomme, kann ich eben nicht überholen und schere wieder ein. Defakto überhole ich nie mehr als ein Fahrzeug gleichzeitig und ob das möglich ist sehe ich schon beim Ansetzen zum überholen, haben die vor mir Fahrenden keinen ausreichenden Sicherheitsabstand kann eben nicht überholt werden, so einfach ist das.

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