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Geringerer Spritverbrauch: EU-Parlament stimmt für schärfere CO2-Grenzwerte
DPA

Der Spritverbrauch von Autos innerhalb der EU soll bis 2030 um 40 Prozent sinken. Dänemark geht der Parlamentsbeschluss nicht weit genug. Das Land plant, den Verkauf konventioneller Neuwagen bis dahin komplett zu verbieten.

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j.ogniewski 04.10.2018, 16:34
30. Nicht ganz richtig

Es ist wahr, dass in der Welt der Autoverkehr mehr Klima-Abgase erzeugt als der Flug-Verkehr. In Deutschland, wie auch den meisten anderen reichern europäischen Staaten ist es aber genau anders herum. Und wer fossile Treibstoffe in einer Anwendung (z.B. Autos) verbieten will, muss ehrlich und gerecht genug sein, dies auch in allen anderen zu tun. Jemand der gerne in den Urlaub fliegt oder mit dem Motorboot fährt hat ja auch nicht mehr Recht, die Umwelt zu schädigen, als jemand mit Auto-Interesse.

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apfelmännchen 04.10.2018, 16:37
31.

Zitat von AGCH
Allem Anschein nach bevorzugen die Käufer aber Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, egal von welchem Hersteller. Anders liessen sich wohl die Zulassungszahlen nicht begründen. Die einzige Möglichkeit hier steuernd einzugreifen, ist das Erhöhen der Kraftstoffpreise.
E-Autos sind überproportional teuer, der Nutzwert ist zu gering - und die Differenz zum Verbrenner ist groß.

Durch Umstieg von Verbrennungmotoren auf Elektroantriebe werden die lokalen Emiossionen verringert. Das macht bei Feinstaub und NOx durchaus Sinn. Der CO2-Ausstoß ist aber kein lokales, sondern ein globales Problem - und der wird durch Ersatz eines sparsamen Verbrenners durch ein E-Auto sogar noch erhöht.

Ursache ist die deutsche Stromerzeugung, die zu 50% auf Kohle setzt. Die EE sind teures Beiwerk, die daran nicht viel ändern können.
Damit ist die Benachteiligung von sparsamen Verbrennern (Benzin- oder Erdgas-Hybride) durch höhere Steuern nicht zielführend.

Folgende Mapßnahmen wären sinnvoller Abschaffung des Steuervorteils für Dieselkraftstoff und Ersatz durch eine Steuer nach Energiegehalt und Schadstoffausstoß. Damit könnte man die LKW-Maut gleich mit abschaffen. (unnötiger Aufwand und Selbstkosten)

Überproportionale Besteuerung PS-starker und schwerer Fahrzeuge (SUV...), Förderung sparsamer und sauberer Fahrzeuge (da dürfen durchaus Elektrofahrzeuge dabei sein, wenn sie nur Kurzstecken fahren und nur wenig PS und Gewicht mitbringen).

Aber wir kriegen ja in DE nicht einmal einfachste, kostenlose Maßnahmen hin - zB. ein Tempolimit...

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g_bec 04.10.2018, 16:38
32. Tja,

Zitat von kraus_adam
Bei mir nicht. Wenn Frau Merkel mit einer Hybridgurke im Golf-Format herumfährt würde ich sowas trotzdem nicht haben wollen. Meine Akzeptanz bewegt sich da zwischen Null und minus tausend.
Tja, und genau deshalb werden eben von der EU Grenzwerte für die Fahrzeugabgase vorgeschrieben, die der "Ich will aber"-Fraktion dann eben Lernen durch Schmerzen verordnet. Ob das einige akzeptieren oder mit dem Fuß aufstampfen, ist dabei unerheblich. Wenn's der Markt nicht richtet, muss eben die Politik eingreifen.

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DerBlicker 04.10.2018, 16:40
33. die Notwendigkeit sehe ich nicht

Zitat von Strichnid
"Für jeden Hersteller werden eigene Werte festgelegt. Wer vor allem schwere und große Autos produziert - wie viele deutsche Marken - dessen Flotte darf auch mehr Kohlendioxid ausstoßen. Hauptsache, am Ende wird im Schnitt der europaweit festgelegte Grenzwert eingehalten." Mein Verständnis für diese Regelung hält sich in Grenzen, ebenso wie der allgemeinde Grundsatz, dass größere Autos mehr ausstoßen dürfen. Natürlich tun sie das, aber man sollte es nicht einfach proportional fördern mit den Grenzwerten. Es muss Anreize geben, sich lieber für den kleineren, spritsparenden Wagen zu entscheiden. Stattdessen gibt es einen Trend zu größeren Wagen, weil die ja noch ordentlich Bums haben dürfen. Da muss ein Umdenken stattfinden.
Der Verbrauch wird bereits an der Tankstelle 1:1 besteuert, es gibt keine Notwendigkeit für eine Neidsteuer. Ob ich 1000 Liter in einem Polo oder in einer S-Klasse verbrate, ist der Umwelt nämlich egal.

Vielfahrer in einem kleinen Auto könne größere Umweltferkel sein, als Wenigfahrer in einem großen Auto.

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apfelmännchen 04.10.2018, 16:44
34.

Zitat von DerBlicker
Diese Autos will in der Preisklasse aber niemand. Niemand kauft ein 100 000 Euro Auto, dass nur 200 PS. Das hat selbst Tesla kapiert und bietet seine Modelle mit 300 bis 500 PS an. Auch wenn es für ein E-Auto keinen Sinn macht, weil eh niemand schneller als 130 fährt, wenn er ankommen will. Aber die hohe Leistung muss sein, da der Kunde sonst nicht zum teuren Auto greift. Teure Autos mit wenig Leistung sind unverkäuflich, das wird sich auch nie ändern.
...außer man macht teure Autos mit viel Leistung noch viel teurer als teurer als teure Autos mit etwas weniger Leistung...

Und das nennt sich "progressive Besteuerung" und dieser Hebel ist durchaus empfehlenswert, um der Übermotorisierung entgegenzuwirken, die dazu führt, dass die meisten Fahrzeuge mehr Sprit schlucken als notwendig.

Die volle Leistung kann im Normalfall sowieso fast nie voll ausgenutzt werden - nur Prolls und Poser brauchen sowas wirklich...

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AGCH 04.10.2018, 17:23
35.

Zitat von apfelmännchen
... Überproportionale Besteuerung PS-starker und schwerer Fahrzeuge (SUV...), Förderung sparsamer und sauberer Fahrzeuge (da dürfen durchaus Elektrofahrzeuge dabei sein, wenn sie nur Kurzstecken fahren und nur wenig PS und Gewicht mitbringen). Aber wir kriegen ja in DE nicht einmal einfachste, kostenlose Maßnahmen hin - zB. ein Tempolimit...
Sehe ich anders: Wer viel verbraucht (= CO2 freisetzt), soll auch viel zahlen.
Ob der Polo oder die S-Klasse 1000 Liter /Jahr verbrauchen hat genau den gleichen Effekt. (Die S-Klasse hat meist die bessere Abgasreinigung, was jedoch auf den CO2-Ausstoss keinen Einfluss hat.)
Da ich in einem temporegulierten Land lebe, habe ich damit auch kein Problem.

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gwyar 04.10.2018, 17:24
36. Flottenverbrauch

Da liegt das Problem - weg vom Flottenverbrauch. Zwingt die Hersteller dazu, dem Irrsinn der immer schwereren und leistungsstärksten Fahrzeugen ein Ende zu setzen. Beschränkt den tatsächlichen CO2-Ausstoß für neu zugelassene Fahrzeuge direkt.

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neutron76 04.10.2018, 20:46
37. Das Problem ist der Kunde

„Die Industrie“ kann anbieten was sie will, aber wenn der Kunde fleißig zum schweren und PS-starken Auto greift, wird das auch weiterhin angeboten werden. Die kleinen sparsamen Autos gibt es schon lange. Der Flugverkehr wird unterschätzt, da das CO2 in höheren Luftschichten mehr Schaden anrichtet. Heizungsanlagen genießen natürlich weiterhin großzügigen Bestandsschutz, weil es hier schwieriger ist eine „böse Industrie“ zur Verantwortung zu ziehen.

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yvowald@freenet.de 04.10.2018, 20:57
38. Autoindustrie verfügt über das Große Geld

Hoffentlich verstärkt Brüssel den Druck auf die deutsche Bundesregierung.
Nach wie vor lässt sich diese Regierung von der Autoindustrie "im Nasenring durch die Manege ziehen".
Vermutlich hängen auch einige führende Politiker "an der Nadel des großen Geldes".
Über Geld verfügen die Autokonzerne zur Genüge. Warum sollten sie es nicht für ihre Lobby-Zwecke einsetzen? Nützliche Pflege der deutschen Landschaft nannte man dies im Flick-Skandal. Weiter so?

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litholas 05.10.2018, 09:28
39.

Zitat von st.esser
... Was den Verbrauch in die Höhe treibt ist (unabhängig von der installierten Motorleistung) das steigende Gewicht der PKW, insbesondere in Form von SUVs. ...
Das stimmt zwar, aber auch die Motorgrösse ist relevant, weil bei Langsamfahrt und Stop-and-Go ein Grossteil des Kraftstoffs nicht für den Antrieb des PKW verbraucht werden, sondern dafür, den Motor zu drehen.

Wenn man die Sache ganz zu Ende denkt, dann ist der Akku-E-PKW mit weitem Vorsprung die perfekte Lösung.

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