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Geschützte Extraspur: So soll Radfahren sicherer werden
SenUVK/ EVE IMAGES

Radfahrer sind als Verkehrsteilnehmer ohne Knautschzone stets gefährdet. Aus Nachbarländern wird nun eine Idee importiert, die für mehr Sicherheit besonders in Städten sorgen kann. Berlin macht den Anfang.

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herbert 26.07.2018, 04:58
1. Der deutsche Amtsschimmel ist träge und arrogant wenn es um Ideen

vom Ausland geht.
Noch immer ist die Denke, nur Deutsche Ideen sind Klasse !
Denkste !
Das wir hier auf dem Bild zu sehen mit den Fahrradwegen ist eine super Idee und man sollte sich noch mehr vom Fahrradland Holland abgucken.

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jozu2 26.07.2018, 05:02
2. Herzlichen Glückwunsch Berlin

Schön, dass Berlin einsieht, dass es mit großen Baumaßnahmen wie Flughäfen überfordert ist und nun mit kleinen Projektchen erst mal übt.

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quark2@mailinator.com 26.07.2018, 05:10
3.

Wenn Platz für ne ganze Extraspur da ist ... Bleiben natürlich trotzdem die Probleme im Kreuzungsbereich, aber ansonsten geht das natürlich. Normalerweise hat man aber halt den Platz nicht, außer man nimmt ihn den Autos weg und da freut sich dann zwar der Radfahrer, aber ggf. nicht der Rentner, der nun nicht mehr beim Haus parken und zu seinem Garten fahren kann. Ich denke mal, jede Strecke braucht ihre eigene Lösung. Ach ja ... wenn die Pfähle zu weich sind, erwischt es die Radler trotzdem, wenn sie zu hart sind, werden das verdammt teuere Unfälle. Alleebäume fällt man deswegen und die sind weiter von der Spur weg ... Schwierig.

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ulrics 26.07.2018, 05:28
4.

Diese Abgrenzungen sind übrigens keine Radwege.

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saftfrucht 26.07.2018, 05:59
5. Aktionismus

Radfahren wird auch ohne solchen teuren Firlefanz plötzlich ganz von alleine sicherer, wenn sich die Radfahrer endlich mal an die Verkehrsregeln halten. Kaum einer zeigt Abbiegevorhaben an. Es wird quer über alle Fahrstreifen gefahren, mit dem Queren bis zur Ampel warten kommt nicht in Frage. Und so weiter.
Radfahrer gefährden sich selbst.

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eunegin 26.07.2018, 05:59
6. Berlin. Fast rechtsfreier Verkehrsraum.

Berlin. Mit dem Fahrrad -je nach Wohnort- heikel. Das liegt nicht nur an der Infrastruktur selbst. Als Auto- und Radfahrer stelle ich täglich fest, wie sehr regelbefreit, egoistisch und verroht gefahren wird. PS-Proleten röhren durch die kleine Straße vor meiner Wohnung, 80 statt 30, Radler ignorieren Einbahnstraßen. Die Kreuzung vor meiner Wohnung ist zuverlässig rundum zugeparkt, die Sicht gleich Null (schlecht für all, besonders für die Kinder des angrenz. Spielplatzes), die letzten Unfälle am Montag und Mittwoch, die Polizei nimmt lediglich die Unfälle auf. Konsequenzen Fehlanzeige. Daher ist eine verbesserte Infrastruktur zwar sehr richtig und wichtig, nur hält man sich zumindest in Berlin eben ungern an Regeln. Dann wird es mitunter noch gefährlicher.

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jkbremen 26.07.2018, 06:09
7. Super !

Wenn die Politik es mit mehr Fahrradverkehr in Städten ernst meint, dann führt an geschützten Fahrradwegen kein Weg vorbei.
Es muss viel öfter in Städten straßenbaulich deutlich gemacht werden, dass das Primat dem Fahrrad und dem Fußgänger gehört und Autos nur geduldet werden.
Das sage ich als Autofahrer und Motorradfahrer weil ich in der Stadt aber auch oft das Fahrrad nehme und dann ständig durch den Autoverkehr gefährdet und behindert bin.
Der Kampf um die Rückgewinnung der Städte von den Autos hat gerade erst begonnen!

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spon_2937981 26.07.2018, 06:10
8. Vernünftig

Eine konsequente Trennung von Fuß-, Rad- und Autoverkehr ist der einzige Weg, wie es funktionieren kann. Am besten auch noch kreuzungsfrei. Die genannten Verkehrsarten haben so grundlegend unterschiedliche, teils konträre Anforderungen und Bedürfnisse, die sind nicht (friedlich) zusammenzubringen.

Allerdings sehe ich schon den nächsten Ärger aufziehen, wenn mehr Radler die neuen Verkehrswege nutzen:
die Aktivisten, Kampf- und Hochgeschwindigkeitsradler werden dann nicht mit den vielen langsamen Radlern klarkommen.
Entweder entsteht dann der nächste 'Krieg' auf dem Radweg (unter den Radlern), oder die Kampfradler weichen wieder auf die Kfz-Straße aus...
(Rücksichtnahme und Anpassung sind für die nämlich Fremdwörter und Zumutungen - und werden nur von anderen verlangt. )

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Hitbacker 26.07.2018, 06:22
9. Das bringt aber noch keine grüne Welle, daher einen Alternativvorschla

g:
Parallel zur jeweiligen Hauptachse wird eine echte Fahrradstraße geführt, auf der Autos nur 10 km/h fahren dürfen. Diese ist Vorfahrtsstraße, so dass man man mit dem Fahrrad immer durchrollen kann ohne Abbremsen (das ist das andere große Hindernis für städtischen Verkehr per Velo). Man braucht nur neue Vorfahrtsschilder und die "Fahrradstraße" aus der StVO umzudefinieren. Wenn ich auf der Karl-Marx-Allee mit 30er Schnitt fahre, muss ich trotzdem alle 4 - 8 Ampeln halten, weil die grüne Welle für Autos definiert wurde. So könnte ich durchrollen, bis ich an irgendeine besonders wichtige Ringstraße komme, die dann natürlich wieder Vorrang gegenüber dieser Fahrradachse hätte. (Nebenefffekte: Aufwertung des Wohnraumes an der Fahrradstraße, geringere Kosten und daher schnellere Umsetzung als die baulichen Maßnahmen an mehr Stellen, geringerer Verschleiß an der Oberfläche, es bleibt mehr Geld für mehr Fahrradbügel, denn Diebstahl ist das nächste große Problem).

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