Forum: Auto
Geschützte Extraspur: So soll Radfahren sicherer werden
SenUVK/ EVE IMAGES

Radfahrer sind als Verkehrsteilnehmer ohne Knautschzone stets gefährdet. Aus Nachbarländern wird nun eine Idee importiert, die für mehr Sicherheit besonders in Städten sorgen kann. Berlin macht den Anfang.

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grossmutter 26.07.2018, 09:42
70. Nicht Safety in Numbers, sondern mangelhafte Zählung

Zitat von ansch
"Amsterdam und Kopenhagen lässt Fahrradfahrer sich nicht nur sicher fühlen, tatsächlich sind auch die Unfallzahlen niedriger als in anderen Städten" Das ist ganz wesentlich auf den bekannten Effekt "Safety in Numbers" zuückzuführen.
Nach https://www.statbank.dk/statbank5a/selectvarval/define.asp?PLanguage=1&subword=tabsel&MainTable=UH ELDK1&PXSId=113915&tablestyle=&ST=SD&buttons=0 kamen in CPH in 2016 auf 1 Schwerverletzten entgegen jeder Alltagserfahrung nur 0,6 (!) Leichtverletzte. In B lag die Quote laut https://www.berlin.de/polizei/_assets/aufgaben/anlagen-verkehrssicherheit/radfahrer2016.pdf dagegen bei 1 : 6,5. Völlig unplausibel, und ein Hinweis auf eine ganz offensichtlich *gravierende* Untererfassung von Unfällen in Kopenhagen. Egal ob Absicht oder nicht, aber *so* gewinnt man natürlich spielend jeden Vergleich gegen die deutsche Gründlichkeit.

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tüttel 26.07.2018, 09:42
71. Interessant, aber an diesem Ort deplatziert

Hört sich insgesamt interessant an, aber die Karl-Marx-Allee ist für die Umsetzung ein eher ungünstiger, sinnloser Ort. In dieser überbreiten Magistrale befindet sich seit Jahrzehnten an beiden Straßenseiten ein bequemer, separierter Radweg. Von daher taugt der Neubau vielleicht noch als Modell, ist an diesem Ort aber überflüssig und verschwendetes Steuergeld.

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migampe 26.07.2018, 09:47
72. @spon_2937981

Ihre sogenannten "Kampfradler" sind mittlerweile überwiegend Rentner mit E-Bikes! Lassen Sie bitte diese polemischen Diskiminierungen.
Ich behaupte nun im Gegenzug, daß die Autofahrer sich nicht auf den Straßen als Alleinherrscher aufspielen sollten. Miteinander geht vieles leichter.
Und: Ein Radfahrer ist nur dann beim Abbiegen eines LKW/PKW sicher, wenn der Fahrer ihn auch vorher sieht - er also idealerweise in seinem direkten Sichtfeld fährt, also auf der Straße!
Ein durch parkende Autos nicht einsehbarer Fahrradweg ist ein Witz.
Tempo 30 innerorts - und viele, ganz viele Probleme sind Geschichte!

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fr8train 26.07.2018, 09:50
73. #3

Das Problem lässt sich technisch relativ einfach lösen.
In den Niederlanden haben große Kreuzungen (an denen sich viel Rad und Kraftverkehr kreuzt/trifft) eigene Ampelphasen. Heißt erst fahren die Autos und dann die Radler. Oder umgekehrt je nach dem wie man es sehen will...

In den NL funktioniert das ganz gut.
Bei den deutschen, aggressiven Ramboradlern (gibt es in NL außerhalb von Amsterdam eigentlich gar nicht) hab ich da so meine Zweifel.
Die nehmen ja immer die Ampel die ihnen gerade am besten passt.
Da wird zwischen Fahrstreifen, Radweg und Fussweg (ohne zu gucken!) hin und her gesprungen wie es einem gerade in den Kram passt und die Polizei sanktioniert so etwas NULL!
Ich finde da kann ein 40tonner schon mal ein probates Erziehungsmittel sein...

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suplesse 26.07.2018, 09:52
74. Barrieren auf der Straße

helfen nicht, wenn diese in den Köpfen vorhanden bleiben. Man spürt es schon wieder hier im Forum. Böse Radfahrer, contra böse Autofahrer. Ich denke die Verkehrserziehung muss im Kindergarten und Grundschulen Pflichtfach werden. In vielen Ländern z.B. in der Schweiz gibt es eine weiße durchgehende Linie. Rechts davon sind Fahrräder auf gemalt. Ja ich weis, gibt es hier auch,. Hier in D trägt es aber kaum zu Sicherheit bei.Das reicht in der Schweiz aber aus. In Italien gibt es so gut wie keine Radwege. Komischerweise habe ich dort nie Probleme und auch keine Angst. Es passiert recht wenig und man geht sehr rücksichtsvoll miteinander um. In Deutschland ist das komplett anders. Die Agression, Rücksichtslosigkeit und Rechthaberei auf beiden Seiten sind ständig gegenwärtig. Nun gut, es mag sein, dass diese Poller - Lösung gangbar ist. Aber sie ist auch teuer und ersetzt trotzdem das einvernehmliche Grundverständnis nicht.

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lock_vogell 26.07.2018, 10:02
75.

Zitat von saftfrucht
Radfahren wird auch ohne solchen teuren Firlefanz plötzlich ganz von alleine sicherer, wenn sich die Radfahrer endlich mal an die Verkehrsregeln halten. Kaum einer zeigt Abbiegevorhaben an. Es wird quer über alle Fahrstreifen gefahren, mit dem Queren bis zur Ampel warten kommt nicht in Frage. Und so weiter. Radfahrer gefährden sich selbst.
das kann man fast 1 zu 1 dem typischen autofahrer ankreiden.
blinken ist mittlerweile nur für weicheier, es wird ohne zu gucken über alle fahrbahnen gezogen, man fährt auch mal bei kirsch"grün" über die ampel, geschwindigkeitsbegrenzungen sind auch nur als "vorschlag" zu verstehen, türen werden geöffnet ohne nach hinten zu schauen, wozu sollte man beim ausparken den verkehr im blick behalten... usw...

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thsherlok 26.07.2018, 10:08
76. Und nicht unfallrelevant

Zitat von Olli Ökonom
Viel schlimmer ist doch wenn Radrambos ohne Licht auif der falschen Strassenseiten mit einem Affenzahn die Strasse runterheizen und meinen Sie hätten Vorfahrt.
Interessant ist doch das diese Radrambos überhaupt nicht unfallrelevant sind. Anscheinend wissen die was sie tun müssen um keinen Unfall zu haben.
Demgegenüber stehen Kinder und Ältere die sich an die Verkehrsregeln halten (und natürlich darauf vertrauen das Kraftfahrer dies auch tun) die bei Unfällen (an denen sie nicht Schuld sind) überrepräsentiert sind.
Wenn man sich das so ansieht muss man nicht die Einhaltung der Regeln fordern, sondern im Gegenteil das (kreative) Misachten der Verkehrsregeln.

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ExigeCup260 26.07.2018, 10:22
77. Das könnte man auch einfacher und günstiger haben

Einafcher und günstiger ginge es mit einem Paradigmenwechsel im innerstädtischen Verkehr. Tempo 30 flächendeckend, Radfahrer und der fremdmotorisierte Verkehr auf einer Fläche - ohne sogenannte "Schutzstreifen", Alibi-Radwegen etc. Gleichzeitig EInführung eines verpflichtenden Fahrradführerscheins mit Kennzeichnungs- und Haftpflichtversicherungspflicht und intensive Geschwindigkeitskontrollen für den fremdmotorisierten Verkehr. Das Bewusstsein für Radfahrer würde dann deutlich geschärft und Radfahrer würden dann von vileen Autofahrern nicht mehr als Störenfriede oder Verkehrshindernisse wahrgenommen.
Das ganze für 0,00€, sprich: Keine separate Infrastruktur für Radfahrer.

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der_dan 26.07.2018, 10:24
78. Autos raus aus der Stadt...

...und Lebensqualität rein.

Es gibt nur ein Mittel, den Verkehrswandel in den Städten zu beschleunigen. Autofahren muss richtig wehtun. Weniger Parkraum bei höheren Preisen, Reduzierung des Verkehrsraums des Autos bei gleichzeitigem Ausbau der Fuß- und Radwege. Und natürlich mehr ÖPNV. Und wer denkt, dann fahre ich halt in die Peripherie zum Einkaufen... Auch dort bewirtschaftet die öffentliche Hand den Parkraum und die Kosten sind mindestens genauso hoch wie in der Stadt...
Solange sich keiner traut, den Verkehrswandel zu Lasten des Autos voranzutreiben, ist alles andere nur Kosmetik.
Dieser allmächtige Automobilfaschismus muss ein Ende haben.

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s.roth 26.07.2018, 10:28
79. Viel Gerede

An Autofahrer und Radfahrer: Nicht rumlabern, einfach wachsam und achtsam im Verkehr bewegen, das reicht i.d.R. schon, um Unfälle zu verhindern. Ich fahre beides und habe keinerlei Probleme. Und ich radel schnell, sehr schnell. Aber dann eben vorauschauend. Wenn einer erzählt wie viele "fast" Unfälle er schon hatte, na dann hat es doch geklappt mit der Achtsamkeit. Dann ist doch gut. Es müssen eben beide aufpassen. Das man übersehen wird, damit ist zu rechnen. Alles ermüdentes Pseudoaufgerege.

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