Forum: Auto
Geschützter Fahrradweg : "Kampfradler sind das Ergebnis einer schlechten Infrastruktu
SenUVK, Visualisierung: Bloomimages

Berlin hat als erste Kommune in Deutschland einen geschützten Radweg vorgestellt. Sollen mehr Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsatteln, braucht es davon nach Expertenmeinung mehr.

Seite 10 von 10
DanielHartmut 09.11.2017, 21:46
90.

Zitat von thecali
Nur eine Geschichte von letzter Woche: Ich fahre mit dem Rad auf einer für Radfahrer eindeutig freigegebenen Straße (Kiel, Werftstraße). Es stehen dort sogar Schilder mit dem Hinweis "Radfahrer dürfen die Straße benutzen". Dies hielt jedoch einen ungeduldigen Autofahrer nicht davon ab sein Auto als Waffe gegen mich einzusetzen und mich hupend von der Straße zu drängen. Dies ist keineswegs ein Einzelfall. Langsam reicht es mir und ich sehe mich gezwungen mich mit einer Kamera selber zu verteidigen. Bin ich jetzt auch ein Kampfradler?
Genau solche Aktionen verhindern das Miteinander von Auto- und Radfahrern auf deutschen Straßen. Zufällig kenne ich die Werftstraße, Sie könnten dort genauso gut auf dem bestens ausgebauten und breiten Radweg fahren, Sie werden schließlich nicht gezwungen, die Fahrbahn zu benutzen.

Radfahrer auf der Fahrbahn behindern jedoch den kompletten Verkehr, der dann mit Tempo 10 hinterherschleichen darf. Und wozu? Nur damit sich der Radfahrer im Recht fühlen darf. Das ist ein egoistisches Verhalten.

Beitrag melden
suboptimal_ 09.11.2017, 21:55
91. Zebrastreifen bei Chinesischer Botschaft, Berlin, Janowitzbrücke

In Berlin braucht man sich nur zwischen 8 und 10 Uhr morgens den Zebrastreifen bei Chinesischer Botschaft in der Nähe Janowitzbrücke anschauen. 7 von 8 meiner lieben Mitfahrradfahrern halten nicht für Fußgänger an und 2 von den 7 sind auf Rennradniveau unterwegs. Bei einer Kollision mit diesen letzteren Fahrradfahrern hat der Fußgänger heftigst Nachsehen.
Ansonsten ist in Berlin fahrradverkehrstechnisch einiges geboten: bei Rot über die Ampel, mit Vollgas über den Zebrastreifen oder Ampelübergänge für Fußgänger, hohe Geschwindigkeit auf dem Bürgersteig, kein Licht am Fahrrad im Dunklen, mit dem Fahrrad auf einer vielbefahrenen Kreuzung abbiegen anstatt den Fahrradweg nebenan zu nutzen, usw.
Wie ein anderer Forenbeitrag bereits beschreibt: die Fahrradpolizei sehe ich auch nur mal gelegentlich in der Nähe Alexanderplatz.

Beitrag melden
Fraktale_Dimension 09.11.2017, 22:04
92. Freiheit für Radfahrer

Was wollt ihr nach oben Buckelnden und nach unten Tretenden? Freie Fahrt für Radler, in jede Richtung, zu jeder Zeit, mit allen Geschwindigkeiten? Der Radfahrer bestimmt alle Regeln? Grüne Welle zu jeder Zeit? Sollen doch alle Radfahren? Hauptsache alle Anderen nehmen Rücksicht auf euch? Sorry, ihr fahrt euch doch jetzt schon gegenseitig von euren Rädern, aus Unkenntnis, Egoismus und ideologischer Verblendung. Von einem Radfahrer, Motorradfahrer und Autofahrer seit Jahrzehnten. Ein paar verdanken mir ihr Leben, eure Dummheit kompensiert zu haben.

Beitrag melden
barlog 09.11.2017, 22:05
93.

Zitat von mina2010
Kampfradler sind: 1. Jene , die teuer angelegte Radwege nicht nutzen (von Autofahrern mitfinanziert), dafür aber mal brav den fliessenden Verkehr behindern. . . . . Übrigens ... ich fahre auch Fahrrrad!
Sie sind Radfahrer? Gut, daß Sie das noch mal erwähnt haben.

Ich bin Auto- und Radfahrer und ich frage mich, in welcher Welt Sie angeblich radfahren. Ich fahre in Berlin und dort fällt schon mal auf, daß über 3/4 Viertel aller Radwege nicht benutzungspflichtig, weil mangelhaft sind. Deswegen muss man sie nicht benutzen, verstehen Sie, werter Radfahrer? Man radelt also auf der sog. Fahrbahn und wenn man das tut, IST man Teil des Verkehrs und die anderen Verkehrsteilnehmer müssen sich damit arrangieren, daß man eben im Schnitt 20 und nicht 40 fährt. Sie, der Radfahrer, fühlen sich offenbar also nicht als Teil des Verkehrs? Haben Sie dann ein schlechtes Gewissen, wenn Sie, wenn sie radfahren, auch mal auf die Fahrbahn müssen (weil z.B. der Radweg abrupt endet) und dann den "fliessenden Verkehr" behindern? Haben Sie keine Furcht, das dürfen Sie!
Ich kann aus meiner Praxis als Autofahrer nur berichten, daß ich nicht begreife, was Sie mit "Behinderung des fliessenden Verkehrs" durch Radfahrer meinen. Klar gibt es ab und zu mal einen Radler, den man umfahren muss, aber wen außer unsouveränen Beschleunigungsfanatikern stört das? Ich nehme Fahrradfahrer aus dem Auto im Stau viel öfter als vom Anstellzwang befreite Verkehrsteilnehmer wahr, die sich höchstens mal selbst behindern (Falschfahrer auf dem Radweg). Die stören den stinkenden Stauverkehr doch nicht, die fahren einfach dran vorbei, manchmal auf dem "von Autofahrern mitfinanzierten" ( :-D ) Radweg und manchmal nicht. Aber wem erzähle ich das, Sie sind ja selbst Radfahrer.

Beitrag melden
poppi 09.11.2017, 22:08
94.

"Graf: Kampfradler sind auch das Ergebnis einer schlechten Infrastruktur. Zwar gibt es immer und überall einen gewissen Prozentsatz an Idioten, doch es fällt auch mir als Radfahrer schwer, mich an Regeln zu halten, wenn ich den Sinn der Verkehrsführung nicht erkenne. Da enden Fahrradwege im Nichts, oder es gibt an der Ampel keine Möglichkeit, links abzubiegen."

Kann man das nicht auf jeden Verkehrsteilnehmer anwenden? Rüpelhaftigkeit lässt sich immer rechtfertigen, egal wie krude.

Beitrag melden
zorro der rächer 09.11.2017, 22:12
95. Lapsus irrealis

Krampfadler gelesen....

Beitrag melden
Wohngebietsuwe 09.11.2017, 22:14
96.

Zitat von Stäffelesrutscher
Wo steht denn, dass eine aufgemalte Linie den vorgeschriebenen Seitenabstand aushebelt?
Das habe ich vor ein paar Monaten im Radio bei nem Interview zu dem Thema gehört, geschrieben findet man es nicht wirklich (zumal es wohl noch einen Unterschied macht, ob Linien gestrichelt oder durchgezogen sind). Aber auch die 1,5m sind nicht in der StVO verankert, sondern nur von Gerichten in gefällten Urteilen genannt.
Vielleicht bin ich da auch einem selbsternannten Rad-Experten auf den Leim gegangen. So wie ich lange Zeit aufgrund eines solchen dachte, dass Fahrradfahrer immer dann einen Radweg nutzen müssen, wenn es einen gibt. Nein...sie müssen es nur, wenn er durch dieses blaue Radfahrer-Schild gekennzeichnet ist.

Diese Unklarheiten und Interpretationsmöglichkeiten der Vorschriften sorgen so dann auch für unklare oder gefährliche Situationen.

P.S., weil's mir gerade einfällt: ich wurde als Autofahrer schon von hinten angehupt, weil ich hinter einem Radfahrer hinterherfuhr, den ich mangels ausreichendem Abstand nicht überholen konnte/wollte.

Beitrag melden
heinrich.busch 09.11.2017, 22:15
97. Ich kann nur sagen,

dass geschützte Radwege, inklusiv gute farbliche Kennzeichung wie in London sehr nützlich und sinnvoll sind.
Auch wenn ich im Jahr so ca. 16000 km mit dem Auto unterwegs bin so war ich auch mal 4 bis 5000 km mit dem Rad, meist zur Arbeit, unterwegs.
Om Ergebnis haz mich din 80 Jahre alter Opelfahrer von Radweg geschossen uns sich darüber beschwert, dass ich mit 35 km/ h viel zu schnell sei. Nur unterm Dtrich hatte ich mir 2 Brust und ein Halswirbel gebrochen, konnte sehr lange auch aus Angst nicht mehr radeln.

Beitrag melden
Makrönchen 09.11.2017, 22:21
98. nicht schlecht

aber es gibt keine Abgrenzung gegenüber dem Gehweg.
Fußgänger die einfach so auf den Radweg latschen sind auch ein großes Problem für Radfahrer, die zügig vorankommen wollen!

Beitrag melden
leserschwert 09.11.2017, 22:25
99. Fahradfahrerstreik!

Radfahrer entlasten den Verkehr in den Städten erheblich. Das merkt man deutlich an Regentagen an denen die weicheren dann doch das Auto nehmen. Ergebniss Regentag ist gleich deutlich mehr Stau. Jeder Autofahrer müsste also für jeden Radfahrer dankbar sein. Ich schlage daher eine Aktion vor, bei der wir Radfahrer mal organisiert eine Woche lang auf das Rad verzichten und uns mit unserem Auto (ja, wir zählen auch KFZ-Steuer) zu unseren Freunden in den Stau stellen. Hinten auf der Scheibe steht dann "Radfahrer im Streik! Ich hoffe ich störe Sie jetzt weniger."

Beitrag melden
Seite 10 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!