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Geschützter Fahrradweg : "Kampfradler sind das Ergebnis einer schlechten Infrastruktu
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Berlin hat als erste Kommune in Deutschland einen geschützten Radweg vorgestellt. Sollen mehr Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsatteln, braucht es davon nach Expertenmeinung mehr.

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odo_waldo 09.11.2017, 18:45
20. Sehen Sie es doch mal so...

Zitat von DanielHartmut
… jetzt ihre vergoldeten Radwege bekommen, sollten wir zunächst über Kennzeichen, Fahrradsteuern und eine verpflichtende Fahrradprüfung nachdenken. Es kann nicht sein, dass sich Radfahrer an keine Regeln halten müssen und der Autofahrer die Zeche zahlt.
... je besser die Infrastruktur für Radfahrer, desto mehr Autofahrer steigen um, desto mehr Platz bleibt für Autofahrer.

Von vergoldeten Radwegen konnte ich in dem Artikel übrigens nichts lesen. Wenn ich das richtig sehe, dann geht es um SICHERE oder SICHERERE Radwege. Eigentlich traurig, dass das in einem der reichsten Länder der Welt ein Luxus darstellen soll.

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Ökofred 09.11.2017, 18:46
21. Dann denken Sie mal nach!

Der Zug istr schon längst abgefahren. Glauben Sie es gäbe ein Verfahren, dessen Kosten den Nutzen daraus nicht unglaublich übersteigt? Verpflichtende Prüfungen gibt es übrigens längst - für Kinder, denn das sind ja die Nachwuchsradfahrer.
Welche Zeche zahl der Autofahrer genau? Wenn ich mich als Radfahrer nicht an die Regel halte, hat er eine Delle im Lack - und ich im Kopf. An 2/3 aller tötlichen Radunfälle sind übrigens Autofahrer schuld.

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Chilango 09.11.2017, 18:46
22. es ist doch immer das gleiche

immer drum auf die bösen Radler. Fahren sie einfach mal Fahrrad. Nein nicht Sonntag nachmittag zum Kaffee trinken, sondern jeden Tag zur Arbeit und zurück. Ich bin während des Studiums wieder vom Auto aufs Fahrrad umgestiegen. Und ich kann ihnen sagen das mir täglich mehrmals die Vorfahrt genommen wurde. Ich wäre täglich im Krankenhaus gelandet wenn ich mich an die Regeln gehalten hätte.
Autofahrer die vom Grundstück fahren und auf dem Radweg halten um in den Verkehr hineinzukommen, obwohl sie den Radfahrer kommen sehen. Und wenn ihnen das morgens mehrmals passiert, gerade habe sie wieder Tempo aufgenommen und der nächste Idiot blockiert den Radweg an der Parkplatz- Grundstücksausfahrt whatever dann möchte ich ihre Gelassenheit sehen.
Das entlarvendste war ein Radiointerview eines Polizeipräsidenten der zum einen forderte das die Radfahrer sich an die Regeln halten und im gleichen Augenblick forderte man sollte nicht auf der Vorfahrt bestehen. Die meisten Radfahrer sterben nicht weil sie auf ihrer Vorfahrt bestehen sondern weil sie einfach von Rechtsabbiegern umgenagelt werden. Auch die bösen Fahrradrowdys hängen am Leben und wissen das sie im Zweifel immer den kürzeren ziehen

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Mr Mr 09.11.2017, 18:55
23.

Zitat von DanielHartmut
… .......... Es kann nicht sein, dass sich Radfahrer an keine Regeln halten müssen und der Autofahrer die Zeche zahlt.
Der Autofahrer zahlt schon mal ganz sicher nicht die Zeche.
Wenn der Staat, also wir alle, die Bürger.
Und so ein Staat, will er denn ein Guter sein, muss auch investieren in die Infrastruktur, also auch in Radwege.
Vernachlässigt wurde das ja allemal in der, ja Geschichte muss man ja fast sagen.
Vielleicht fahren Sie ja auch mal Rad, wenn es denn endlich mal
Wege, brauchbare Wege gibt.
Wenn es Ihnen zu anstrengend ist, kaufen Sie sich ein E-Bike.
Sie werden es nicht bereuen...ist gut fürs Gemüt. ;-)

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schrbtschtaeter99 09.11.2017, 18:55
24.

@DanielHartmut Doch, das kann sein und das sollte auch so sein. Die übrigen Verkehrsteilnehmer zahlen auf anderem Wege schon längst die Zeche für Autofahrer, zB über das Gesundheitssystem, das verfettete Menschen versorgen muss, die ihr ganzes Leben lang mit dem Auto zur Arbeit fahren. Oder über die verlorene Lebensqualität in Städten, deren Straßen von Autos zur Todeszone verwandelt werden. Und nicht vergessen: fast jeder Autofahrer kann ganz einfach aufs Rad umsteigen.

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plutinowski 09.11.2017, 18:57
25. auf Kfz-Steuer draufschlagen

Zitat von DanielHartmut
… jetzt ihre vergoldeten Radwege bekommen, sollten wir zunächst über Kennzeichen, Fahrradsteuern und eine verpflichtende Fahrradprüfung nachdenken. Es kann nicht sein, dass sich Radfahrer an keine Regeln halten müssen und der Autofahrer die Zeche zahlt.
Haben wir in D nicht schon genutg Bürokratie?
Aber wo Sie das ansprechen - im Moment ist es ja genau umgekehrt: Radfahrer und Fußgänger zahlen die Zeche für die Autofahrer. Die einzige Regel, an die die sich halten, sind rote Ampeln - ansonsten machen sie, was sie wollen. Rasen, auf Gehwegen, Grünflächen, selbst auf Spielplätzen parken. Fußgänger vom Gehweg hupen. Würden sich die Autofahrer etwas mehr an die Regeln halten, wären solche Maßnahmen wie die beschriebenen gar nicht nötig. Insofern sollte man die Kosten solcher Maßnahmen auf die Kfz-Steuer draufschlagen.

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horstenporst 09.11.2017, 19:00
26.

Zitat von grossmutter
Obwohl (oder gerade weil?) in den NL Brom- und Snorfiets (45 km/h Moped bzw. Mofa) auf Sonderwegen fahren müssen/dürfen, ist bei annähernd gleicher pro-Kopf-Fahrleistung wie in Deutschland das Risiko eines tödlichen Unfalles für die Kraftradfahrer dort etwa viermal so groß wie hierzulande. Auch das kilometernormierte Risiko eines schweren oder tödlichen Unfalles bei Radfahrern ist in NL keineswegs so gering, wie die Radweg-Advokaten uns das immer glauben machen möchten. 2016 verzeichneten die NL offiziell 191 im Verkehr getötete Radfahrer (D: 393) - für ein Volk mit rund 1/5 der Einwohner Deutschlands ist das auch angesichts der aktuell doppelten pro-Kopf-Radfahrleistung der Niederländer wahrlich kein Ruhmesblatt.
Die Bilanz der tödlichen Unfälle im Verhältnis zu den Radkilometern pro Einwohner sieht in NL sehr wohl deutlich besser aus als in D.
http://www.zeit.de/mobilitaet/2015-03/radfahren-sicherheit-unfall

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p-touch 09.11.2017, 19:02
27. Auf dem Bild

fehlen noch die Pfosten zwischen Rad- und Fußgängerweg.

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littlehelpi 09.11.2017, 19:04
28. Nicht Ihr Ernst

Zitat von DanielHartmut
… jetzt ihre vergoldeten Radwege bekommen, sollten wir zunächst über Kennzeichen, Fahrradsteuern und eine verpflichtende Fahrradprüfung nachdenken. Es kann nicht sein, dass sich Radfahrer an keine Regeln halten müssen und der Autofahrer die Zeche zahlt.
Also ich bin selbst Radfahrer, habe kein eigenes Auto mehr.
Fahrrad Fahrprüfung? - Ja auf jeden Fall! Es fahren vor allem seit dem E-Bike-Hype viel zu viele Menschen mit dem Fahrrad, die ihr Fahrzeug nicht beherrschen. Diese muss aber kostenlos sein, um Menschen nicht am Umweltschutz zu hindern.
Fahrrad-Kennzeichen? Finde ich auch gut, damit Verkehrssünder nicht anonym bleiben!
Steuer? - Wofür? Für die massiven Straßenbeschädigungen, die so ein 0,1 - Tonnen Gefährt (incl. Fahrer) verursacht? Für die Feinstaubbelastung die durch die Bremsbacken entstehen? Oder etwa für den CO2-Ausstoß des Fahrradfahrers bei der Atmung?
Die meisten Menschen, die bei Wind und Wetter das Rad nutzen, tun dies nicht aus purer Freude oder um Sie zu ärgern, sondern aus anderen Gründen. Zum Beispiel den Schutz der Umwelt und das Einsparen von Ressourcen für die nachfolgenden Generationen oder der oft unzureichende Ausbau von ÖPNV.

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schlipsmuffel 09.11.2017, 19:06
29. So, so...

...immer mehr Platz für alle und alles! Wo soll das hinführen? Doppelt so viele versiegelte Flächen? Irgendwann eigene Wege für LKWs (für Busse gibt's das ja schon), für Rollstuhlfahrer (das könnte ich noch am ehesten verstehen, sind aber Gott sei Dank wohl zu selten) für Kinderwagen (die stören schließlich auf dem Gehweg weil zu breit und auf dem Radweg weil zu langsam)?

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