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Geschützter Fahrradweg : "Kampfradler sind das Ergebnis einer schlechten Infrastruktu
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Berlin hat als erste Kommune in Deutschland einen geschützten Radweg vorgestellt. Sollen mehr Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsatteln, braucht es davon nach Expertenmeinung mehr.

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charlybird 09.11.2017, 19:07
30. Darf ich Sie fragen,

Zitat von DanielHartmut
… jetzt ihre vergoldeten Radwege bekommen, sollten wir zunächst über Kennzeichen, Fahrradsteuern und eine verpflichtende Fahrradprüfung nachdenken. Es kann nicht sein, dass sich Radfahrer an keine Regeln halten müssen und der Autofahrer die Zeche zahlt.
ob Sie Ihren Beitrag, die goldenen Radwege mal ausgenommen, wirklich ernst meinen ?
Übrigens, Radfahrer müssen sich, genau wie Autofahrer, auch an Regeln halten.

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keinblattvormmund 09.11.2017, 19:09
31. Das Problem der Radfahrer ist, dass sie meinen Sonderrechte zu haben

Zitat:"Zwar gibt es immer und überall einen gewissen Prozentsatz an Idioten, doch es fällt auch mir als Radfahrer schwer, mich an Regeln zu halten, wenn ich den Sinn der Verkehrsführung nicht erkenne."
Regeln müssen von einzelnen Verkehrsteilnehmer nicht nachvollzogen werden, denn Regeln und Gesetze werden so gestaltet, dass die Allgemeinheit (nicht der einzelne) gut zurecht kommt. Betrachtet der individuelle Verkehrsteilnehmer die Regeln, denen er sich zu unterwerfen hat, wird er diese unter Umständen aus subjektiver Sicht nicht nachvollziehen können und ggf. wenig Verständnis dafür aufbringen. Das mag schwer fallen. Ungeachtet dessen hat er sich an die Regeln zu halten. So akzeptierten aber die meisten Radfahrer eine rote Ampel schlichtweg nicht und fühlen sich daher dazu legitimiert, diese auch bei Rot zu kreuzen. Das unterscheidet den Radfahrer vom Autofahrer. So mancher Autofahrer überquert eine Ampel vorschriftswidrig noch bei "dunkelorange" (schlimm genug!), dass Autofahrer aber an eine rote Ampel heranfahren und diese dann, sofern sie frei ist, einfach bei Rot überfahren, kommt eher selten vor. Bei Radfahrern ist das völlig normal. Viele Radfahrer meinen also, sich nur dann an die Vorschriften halten zu müssen, wenn sie diese nachvollziehen können und für sich individuell für sinnvoll zu erachten. Die Rechte eines vollwertigen Verkehrsteilnehmers werden aber wie selbstverständlich eingefordert. Dieses verhalten disqualifiziert sie als Verkehrsteilnehmer.

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Rubyconacer 09.11.2017, 19:12
32. Verkehrsteilnehmer

Ich fahre mit dem Auto 37 Jahre unfallfrei. Zur Arbeit seit Jahren sehr oft mit dem Fahrrad. Ich kenne beide Perspektiven und weiß, was ein Autofahrer nicht sehen kann und wo ich ihn überrasche. Dementsprechend fahre ich. An der Ampel, wo ich als Radfahrer auch nicht so abbiegen kann, wie nötig, sondern den Bürgersteig kurz benutzen muss, hat mich ein freundlicher Polizist beschuldigt und vor Gericht gebracht. Ich sei auf dem Radweg als Geisterfahrer gefahren. Lüge, es war der Bürgersteig. Ich sei bei Rot gefahren. Lüge, ich bin mit zwei anderen Radler rüber, er hat mich verwechselt und die anderen nicht angezeigt. Ungerechtigkeit. Resultat vor Gericht: Keine Chance und Punkte in Flensburg! Das ist Deutschland...

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dieter-ploetze 09.11.2017, 19:14
33. die geisterradler

ziemlich haeufig sind ja die geisterradler unterwegs, zwar auf dem radweg, aber in der falschen richtung.
da hat sich das schon erledigt, dass mutter und kind gemuetlich nebeneinander radeln koennen. wenn
da so ein wahnsinniger geisterradler, meist mit grossem temp entgegenkommt.... kann man dieses verhalten
auf die mangelnde infrastruktur schieben? ich meine, nein. ruecksichtsloses verhalten sollte viel haerter
geahndet werden, zumal dieses verhalten ziemlich unfalltraechtig ist und eine gefahr fuer andere radler darstellt.

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dreg2 09.11.2017, 19:15
34. schuld

schuld an den vielen autostaus ist sicherlich auch die miserabel infrastruktut

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Dr. Kilad 09.11.2017, 19:21
35. Na ja, die lieben Radfahrer

Ich bin schon mehrmals - selbst auf dem Bürgersteig! - von Radfahtrern angefahren worden. Und beim Autofahren freue ich mich immer wieder über Radfahrer die selbst in den engsten Straßen mir ohne Licht entgegenkommen.
Was ich sagen will: Wenn jeder mehr auf den anderen achtet, funktioniet es auch.

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Wohngebietsuwe 09.11.2017, 19:22
36.

Zitat von Benjowi
Zitat: "...doch es fällt auch mir als Radfahrer schwer, mich an Regeln zu halten, wenn ich den Sinn der Verkehrsführung nicht erkenne." Wenn ich mich so als Autofahrer verhalte und mich nur an Regeln halte, deren Sinn ich erkenne, bin ich in kürzester Zeit den Führerschein los. Seit wann darf man wählen, welche Regeln iman einzuhalten gedenkt. [...]
Dem kann ich nur beipflichten. Ich darf schließlich als Autofahrer auch nicht über die rote Ampel fahren, nur weil ich gerade keinen auf der anderen Spur sehe. Oder über den Bürgersteig fahren, weil die Straße gerade voll ist.
Ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass auch Fahrradfahrer einen Führerschein machen müssen, da sie sich als Verkehrsteilnehmer schließlich ebenso an die StVO halten müssen, wie die Autofahrer. Manche gefährliche Situation hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass schlicht Regelkenntnisse fehlen.
Aber: ja, Idioten gibt es auf jeder Seite.

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adal_ 09.11.2017, 19:27
37. Kleiner, aber feiner Unterschied

Zitat von Benjowi
Seit wann darf man wählen, welche Regeln iman einzuhalten gedenkt.
Es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Autofahrern und Fahrradfahrern: Zwar müssen sich beide an die Regeln halten, werden aber keineswegs beide von den Regeln geschützt:

So kann es vernünftig sein (und übrigens auch erlaubt) einen Radweg nicht zu benutzen, weil er unmittelbar an parkenden Autos (ab Tempo 25 Lebensgefahr!) entlanggeführt wird. Das ist so ziemlich die größte Sünde, die Radwegeplaner begehen können.

Oder umgekehrt, kann es vernünftig sein, einen Gehweg zu benutzen (verboten) statt der Fahrbahn (erlaubt), weil man auf der Fahrbahn entweder ohne Sicherheitsabstand überholt wird (Lebensgefahr!) oder aber den ganzen Verkehr aufhält.

Für den deutschen Autofahrer gilt die Prämisse: Wer hat Recht? Damit fährt er einigermaßen sicher. Für den Fahrradfahrer gilt die Prämisse: Wie überlebe ich am wahrscheinlichsten?

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adal_ 09.11.2017, 19:29
38.

Zitat von schlipsmuffel
..immer mehr Platz für alle und alles!
Das haben Sie falsch verstanden: Mehr Verkehrsfläche für Fahrräder, weniger für Autos.

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JetztDenken 09.11.2017, 19:30
39. Geht es schon wieder los?

Können Autofahrer und Fahrradfahrer nicht in Frieden gemeinsam leben?

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