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Geschützter Fahrradweg : "Kampfradler sind das Ergebnis einer schlechten Infrastruktu
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Berlin hat als erste Kommune in Deutschland einen geschützten Radweg vorgestellt. Sollen mehr Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsatteln, braucht es davon nach Expertenmeinung mehr.

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peter57 09.11.2017, 20:09
60. darf's ein bisschen mehr sein?

super. Ehrlich. Man könnte auch in ein Land schauen, wo 90% der Bevölkerung 2-Rad fahren. China. In Bejing oder Schanghai gibt es diese abgetrennte Spur. Aber bitte "richtig" abgetrennt. Nicht mit diesen senkrechten Streichölzern, sondern mit einer soliden Leitplanke, die auch ein nach rechts ausbrechendes Auto vom Fahrradweg fernhält.
Zweitens: Aus diesem "Fahrradweg" würde ich einen "Zweiradweg" machen, um endlich eine Lösung für E-Roller, E-Bikes, Snakebikes, Segways und andere kommende innovative Konstruktionen zu haben, die den deutschen Amtsschimmel überfordern. Wenn alle in die gleiche Richtung fahren sind unterschiedliche Geschwindigkeiten kein großes Problem, siehe Shanghai.

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helisara 09.11.2017, 20:13
61.

Zitat von Rubyconacer
Ich fahre mit dem Auto 37 Jahre unfallfrei. Zur Arbeit seit Jahren sehr oft mit dem Fahrrad. Ich kenne beide Perspektiven und weiß, was ein Autofahrer nicht sehen kann und wo ich ihn überrasche. Dementsprechend fahre ich. An der Ampel, wo ich als Radfahrer auch nicht so abbiegen kann, wie nötig, sondern den Bürgersteig kurz benutzen muss, hat mich ein freundlicher Polizist beschuldigt und vor Gericht gebracht. Ich sei auf dem Radweg als Geisterfahrer gefahren. Lüge, es war der Bürgersteig. Ich sei bei Rot gefahren. Lüge, ich bin mit zwei anderen Radler rüber, er hat mich verwechselt und die anderen nicht angezeigt. Ungerechtigkeit. Resultat vor Gericht: Keine Chance und Punkte in Flensburg! Das ist Deutschland...
Sie müssen den Bürgersteig nicht nur nicht benutzen, sie dürfen es auch nicht. Daher war der Polizist im Recht, als er Sie angehalten hat. Ich wünschte, so etwas würde öfter geschehen.

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Ge-spiegelt 09.11.2017, 20:15
62. Radwege müssen schneller und sicherer werden

damit mehr Autofahrer umsteigen. Davon profitieren alle. In den Städten wird es sowieso Fahrverbote geben und der Platz für Autos reicht schon lange nicht. Deswegen mehr Parkplätze in Radwege umwandeln weil parkende Autos zu gefährlich sind. Türen gehen auf und sie verdecken die Sicht. Also ab in Parkhäuser, da können auch in Zukunft die Elektroautos besser geladen werden. Autonomes Fahren wird die Radfahrer zusätzlich schützen, dann könnten sie sogar auf denselben Straßen fahren.

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großwolke 09.11.2017, 20:19
63. Kampfradler machen sich vor allem selbst

Glauben Sie mir, ich war selber mal einer. Da kann die Verkehrsführung noch so sinnvoll sein, Verkehrsregeln werden nur da beachtet, wo sie einem selbst nützen, Sicherheitsabstände sind das, was die anderen einhalten müssen, man selbst quetscht sich aber an allen und allem irgendwie vorbei, Hauptsache nicht bremsen müssen oder gar anhalten für irgendjemanden. Die Nutzung der Straße als Autorennstrecke ist, zumindest für mich gefühlt, zurückgegangen. Aber auch das Radfahren muss ein Stück weit ent-individualisiert werden, wenn es massentauglich werden will. Es muss akzeptiert sein, mit 20 km/h im Fluss mitzuschwimmen, auch wenn man das deutlich schneller könnte. Ansonsten kann man die Radwege so grün machen, wie man will, ein gesteigertes Sicherheitsgefühl stellt sich trotzdem nicht ein.

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wombie 09.11.2017, 20:25
64.

Zitat von tonitornado
bei den kampfradlern in Freiburg nützt das alles nichts. Nummerschildpflicht wie in der Schweiz dann kann man die Rowdies anzeigen. Die fahren hier entgegen aller Regeln kreuz und quer obwohl nebenan extra Radwege für teuer Steuergeld gebaut wurden. Rote Ampeln - scheiß egal / Straßenbahn gequert hoppela liegt wieder einer drunter...
Die Velovignette wurde 2010 in der Schweiz wegen unverhältnismäßigen Bürokratieaufwandes abgeschafft. Schweizer Bußgelder in Verbindung mit mehr Überwachung würde in Deutschland jedoch in kürzester Zeit "sportliche" Fahrer auf StVO konformes Verhalten einbremsen.

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schadland 09.11.2017, 20:30
65. Begrenzte Flächen

irgend einem der Individualverkehrsträger zuzuweisen ist naturgemäß und immer problematisch.
Des Pudels Kern ist doch eindeutig das dem jeweikigen Verkehrsträger zugehörige unvollkommene menschliche Wesen.
Und im Ernst: warum nicht auch grüne Radwege, aber das ist ja wohl nicht die Lösung relevanter Mobilitätsprobleme, oder?

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adal_ 09.11.2017, 20:32
66. Gefährliche Mausefallen

Zitat von peter57
bitte "richtig" abgetrennt. Nicht mit diesen senkrechten Streichölzern, sondern mit einer soliden Leitplanke, die auch ein nach rechts ausbrechendes Auto vom Fahrradweg fernhält.
Abtrennung mit Leitplanken gibt es auch bei uns. An Ausfallstraßen und da gehört es auch hin. In der Innenstadt hat es nix verloren, weil zu undurchlässig.

Die Boller halte ich aber auch für Quatsch. Ihr Sinn ist es, Autos davon abzuhalten, auf dem Radweg zu parken. Sie sind aber auch gefährliche Mausefallen für unachtsame Radler.

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dodgerone 09.11.2017, 20:43
67.

Zitat von Benjowi
Zitat: "...doch es fällt auch mir als Radfahrer schwer, mich an Regeln zu halten, wenn ich den Sinn der Verkehrsführung nicht erkenne." Wenn ich mich so als Autofahrer verhalte und mich nur an Regeln halte, deren Sinn ich erkenne, bin ich in kürzester Zeit den Führerschein los. Seit wann darf man wählen, welche Regeln iman einzuhalten gedenkt. Der Gipfel ist noch, wenn es zu einem Unfall wegen gravierendem Regelverstoß des Radlers mit einem Kfz kommt, ist obendrein der Autofahrer Schuld.
Na dann müsste es aber auf deutschen Strassen deutlich leerer sein. Welcher Autofahrer hat noch nie verbotswidrig geparkt. Leider wird in Deutschland einfach nicht genug durchgegriffen.

Ich hab auch nix gegen autofreie Innenstädte... endlich wieder mehr Platz für Menschen und bessere Luft. Zum Glück denkt die Jugend auch in Deutschland anders... die Städte ändern sich.
Abgetrennte Radwege sind ein guter Anfang... man muss endlich davon wegkommen die Innenstädte nur als grosse Parkplätze anzusehen.

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alsi 09.11.2017, 20:47
68.

Sollen sich doch auch die lieben Autofahrer an die regeln halten.
Dann bräuchte Man auch keine Radwege. Siehe Paragraph 1.
Vieviel Radfahrer/Fußgänger haben denn andere Verkehrsteilnehmer umgebracht ?

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adal_ 09.11.2017, 20:49
69. Die Guten und die Bösen

Zitat von großwolke
. Kampfradler machen sich vor allem selbst
Woher kommt das Böse im Kampfradler? Muss wohl mit der aggressiv frischen Luft zusammenhängen. Das Dösen im miefigen Auto macht dagegen total friedlich. Wie man auch den entsprechend ansprechenden total friedlichen Frustberichten entnehmen darf. :-)

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