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Günstige Oldtimer - Honda CRX: Der bessere GTI
Bernhard Schneider

Wenig Geld, aber trotzdem Lust auf einen Oldtimer? Kein Problem - es gibt sie nämlich, die Schnäppchen-Schlitten. Wir stellen sie vor. Dieses Mal: der Honda CRX.

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thequickeningishappening 17.07.2016, 08:36
1. In den Achtzigern war Eckig angesagt

Liebhaber lieben runde Formen! Die Drehzahl zaehlt nicht. Honda baut gute Autos (meine Frau hat einen), aber so ein "Baukastenmodell"?

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black-mamba 17.07.2016, 08:49
2. bessere Recherche tut not

"Kein Auto in dieser Preisliga (bei Modelleinführung 1983 kostete der CRX 19.490 Mark) bot solch überragende Fahrleistungen wie der Honda" Zitatende. Weit bessere Fahrleistungen und ein bei weitem Viel besseres Fahrverhalten bot der Toyota Corolla Coupe GT (Modellcode AE86). Der kistete zu Beginn Anfang der 80er Jahre 20490 DM. Er hatte ein 125 PS starkes Vierventil-Triebwerk, Hinterradantrieb, 25%iges Sperrdifferential und feierte in der Ralley-Klasse Gruppe N (Seriennahe Fahrzeuge) einen Sieg nach dem anderen. Ich hatte so ein Auto und kein Golf GTI oder Honda CRX hat siviel Spaß gemacht wie der Corolla. Rrst genau recherchieren, dann Artikel schreiben.

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green-grey 17.07.2016, 08:56
3.

Der CRX - ich hatte einen ED9, also ein Modell der zweiten Generation - vermittelte sehr direkte Fahr- und Geschwindigkeitseindrücke u.a. auch wegen der sehr tiefen Sitzposition. Die Ergonomie fand ich sehr gut gelungen wie auch die Zuverlässigkeit.

Die Motoren sind etwas wartungsintensiver als heutige Konstruktionen, so müssen Ölwechsel laut Wartungsplan häufiger durchgeführt werden (alle 10000km beim ED9) und auch das Ventilspiel ist alle 40000km zu kontrollieren. Alle 100000 wird der Zahnriemen ersetzt, also ungefähr dann, wenn bei bestimmten Premiummodellen die dritte Steuerkette fällig ist. ;)

Die Rostprobleme resultieren hauptsächlich aus nachlassenden Karosseriedichtungen, die Fahrzeuge rosten dann, wie im Artikel beschrieben, von innen nach außen. Problematisch sind die Verklebung der Schiebedachdichtung, die Dichtung der Heckwischerdüse auf dem Dach, die Dichtungen der hinteren Leuchten und auch die Karosseriedichtmasse in der Tankeinfüllöffnung.

Wenn man unter der Tanköffnung, am Rand des Schiebedachs oder an den Radspitzen Rostbläschen sieht, sind Schweißarbeiten fällig. Im Fall des Schiebedachs so gut wie unmöglich, weil dann Trägerteile meist komplett weggerostet sind.

Ich vermisse meinen CRX, der hatte tatsächlich sehr viel Freude am Fahren vermittelt.

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Max Super-Powers 17.07.2016, 09:00
4.

VW begründete eine neue Klasse von bezahlbaren Sportwagen fürs Volk? Na lassen Sie das mal besser nicht Ford (USA), Dodge, Plymouth usw. lesen. Deren Pony- und Muscle-Cars waren ja wohl scbon in der zweiten Hälfte der 60er die ersten "Volksraketen" nach dem Rezept "dünne Ausstattung + dicker Motor + niederiger Preis". Und selbst hierzulande gab es mit Opels Kadett B Rallye, dem GT und den heißgemachten Escort-Varianten schon günstige Sportwagen fürs Volk, als VW sich noch einen mit dem Käfer abbrach.

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reflexxion 17.07.2016, 09:00
5. wollen Sie uns wirklich so eine Reisschüssel andrehen?

Ein Oldtimer der auch zum alltäglichen fahren gedacht ist muss stets technisch in Schuss sein, das wird schwierig bei einem Auto, dessen Ersatzteilversorgung auf japanisches Wohlwollen ausgerichtet ist.

Mein früherer Nachbar hatte diesen CRX und auch das Nachfolgemodell, weil er den ersten nachts um drei vollgekifft aufs Dach gelegt hatte. Mit dem zweiten hat er dann in Bayern getestet was die Polizei zu 180 km/h in einer 80er Baustelle sagt, sagen wir es vorsichtig, sie waren angesäuert und nahmen ihn über Nacht mit ins Revier, Übernachtung im Cafe Viereck. Vater und Onkel mussten ihn dann da abholen 600km weit von zu Hause.

OK, da kann das Auto nichts für, aber die Mentalität seiner Fahrer wird dadurch deutlich. Dieses Auto war immer ein Spinnerauto, warum sollte man den fahren wollen? Ich hatte damals einen Scirocco I GLI mit 110 PS der fuhr 185 km/h. Im Baujahr 1979 hat der ca. 19.000 DM gekostet, sehr teuer weil ein Golf GTI glaub ich bei 16.000 lag - aber der Scirocco hatte 6 Wochen Lieferzeit, der Golf 6-12 Monate.

Ich weiß nicht was Sciroccos heute kosten, aber der solide 1,6l Motor und wenig moderne, schwere Ausstattung führten zu einem Leergewicht von max. 850 kg - so viel leichter war also der viel kleinere Honda nicht.

Die Fahreigenschaften waren deutlich besser als beim Golf I GTI, nur die damaligen Emotionen gingen in Richtung Golf-Hype. Entsprechend waren die Presseberichte in der Richtung positiv gerundet.

Warum nun Scirocco? Weil er ein alter Volkswagen ist und es wesentlich einfacher ist für VWs Ersatzteile zu finden. Ich habe für meinen beim Verkauf 1984 unter 6.000 DM bekommen, der den ich eben auf einer Gebrauchtwagenseite gefunden habe sieht schlechter aus und soll 6.800 Euro kosten. Das ist natürlich mehr als die 1000-2000 für einen Honda, aber so kurzfristig sollte man da nicht denken. Die paar tausend Euro sind schnell weg, wenn man spezielle Teile braucht.

Nicht vergessen, diese Autos hatten noch keinen Katalysator, also gibt es auch keine Umweltplakette.

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hornochse 17.07.2016, 09:22
6. CRX vs. GTI

Den Golf II GTI gab es in unterschiedlichen Ausführungen. Das der CrX den GTI versägt trifft nur auf die kleinste Motoriesierung zu. Den Golf II gab es auch mit 220PS, 175PS, 125PS, 108PS. Wenn der G Lader durchschießt bei 220 PS hat man ein Carrera versenkt.

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schlauchschelle 17.07.2016, 09:30
7. Mein Schwager hatte einen CR-X

der zweiten Generation: BJ 1992, Rot mit schwarzer Innenausstattung, aus erster Hand. Gekauft hat er ihn mit ca. 15tKm. 2000 hat er ihn dann weggegeben, weil Nachwuchs anstand und der Wagen dann zu klein war. Ich habe den Honda ab und an gefahren, war einfach geil: Flach, flink, wendig. Hat jede Menge Spaß gemacht. Als er ihn (schweren herzens) weggab standen ca. 240tKm auf der Uhr, aber alles war noch top, nichts übermäßig verschlissen, kein Rost, kaum Ölverbrauch, obwohl der Honda Alltagswagen war und nur normal gepflegt wurde. Das einzige Tuning waren 16-Zoll MiW-Felgen mit IIRC 225-er Reifen, damit war die Straßenlage besser als mit den Seriengrößen, alles Andere war original und unverbastelt. Mein ehemaliger Lehrling bekam 1995 einen (gebrauchten) schwarzen V-Tec von Daddy und Opa gesponsort, dieser fiel irrsinnigen Umbaumaßnahmen zum Opfer: Ausgebrannter Mohr-Endtopf (unfassbar laut), KAT durch Rohr ersetzt, lackierter Innenraum, für die Anlage alles zersägt und zerbohrt, bretthart tiefergelegt, Radläufe für die Walzen gebördelt, eigentlich unfahrbar. Aber wem es gefällt....

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schlauchschelle 17.07.2016, 09:41
8.

Zitat von reflexxion
Ein Oldtimer der auch zum alltäglichen fahren gedacht ist muss stets technisch in Schuss sein, das wird schwierig bei einem Auto, dessen Ersatzteilversorgung auf japanisches Wohlwollen ausgerichtet ist. Mein früherer Nachbar hatte diesen CRX und auch das Nachfolgemodell, weil er den ersten nachts um drei vollgekifft aufs Dach gelegt hatte. Mit dem zweiten hat er dann in Bayern getestet was die Polizei zu 180 km/h in einer 80er Baustelle sagt, sagen wir es vorsichtig, sie waren angesäuert und nahmen ihn über Nacht mit ins Revier, Übernachtung im Cafe Viereck. Vater und Onkel mussten ihn dann da abholen 600km weit von zu Hause. OK, da kann das Auto nichts für, aber die Mentalität seiner Fahrer wird dadurch deutlich. Dieses Auto war immer ein Spinnerauto, warum sollte man den fahren wollen? Ich hatte damals einen Scirocco I GLI mit 110 PS der fuhr 185 km/h. Im Baujahr 1979 hat der ca. 19.000 DM gekostet, sehr teuer weil ein Golf GTI glaub ich bei 16.000 lag - aber der Scirocco hatte 6 Wochen Lieferzeit, der Golf 6-12 Monate. Ich weiß nicht was Sciroccos heute kosten, aber der solide 1,6l Motor und wenig moderne, schwere Ausstattung führten zu einem Leergewicht von max. 850 kg - so viel leichter war also der viel kleinere Honda nicht. Die Fahreigenschaften waren deutlich besser als beim Golf I GTI, nur die damaligen Emotionen gingen in Richtung Golf-Hype. Entsprechend waren die Presseberichte in der Richtung positiv gerundet. Warum nun Scirocco? Weil er ein alter Volkswagen ist und es wesentlich einfacher ist für VWs Ersatzteile zu finden. Ich habe für meinen beim Verkauf 1984 unter 6.000 DM bekommen, der den ich eben auf einer Gebrauchtwagenseite gefunden habe sieht schlechter aus und soll 6.800 Euro kosten. Das ist natürlich mehr als die 1000-2000 für einen Honda, aber so kurzfristig sollte man da nicht denken. Die paar tausend Euro sind schnell weg, wenn man spezielle Teile braucht. Nicht vergessen, diese Autos hatten noch keinen Katalysator, also gibt es auch keine Umweltplakette.
Welches Modell gefällt ist geschmackssache, ich fand Golf wie Scirocco schon damals als Jugendlicher nur altbacken und hässlich mit Rasselmotor, aber das sind, eben, persönliche Eindrücke. Das Desing des CR-X, besonders ab 2. Generation, war für mich viel stimmiger und ansprechender. Was die Teileversorgung anbetrifft: Hier tun sich alle Massenhersteller schwer, egal welche Nation. VW hat auch erst vor ca. 10 Jahren erkannt, dass sich mit alten Brocken Kohle machen lässt, vorher war es, vom Käfer abgesehen, auch hier düster. Zumal diese Massenwagen niemals dafür gedacht waren, bis in alle Ewigkeit erhalten zu werden. Zum Thema KAT: Die ersten CR-X waren katlos, richtig, waren VW aber auch bis ca. 1985. Danach hielt der Kat großflächig Einzug, und ab ~1990 sind alle Japaner mit KAT ausgestattet. Mit H-Kennzeichen interessiert diese Müllplakette sowieso niemand :)

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Ja gut äh... 17.07.2016, 09:49
9. Luftwiderstand

Zitat "Stoßstangen, Scheinwerfer und Türgriffe waren in die Wagenform integriert"
Ist das bei Autos aus der Zeit als etwas Besonderes anzusehen?

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