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Günstiger Oldtimer von Renault: Nummer 4 lebt
Renault 4 Club Deutschland

Wenig Geld, aber trotzdem Lust auf einen Oldtimer? Kein Problem - es gibt sie nämlich, die Schnäppchenschlitten. Diesmal: der Renault 4, der in einer Kategorie mit heutigen Kleinwagen mithält.

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emil7685 30.07.2019, 20:56
80.

Zitat von Seifert
Kein R4 hat jemals 10 Liter benötigt,nicht mal bergauf.Meiner fuhr mit knapp 5 Litern
Mit Verlaub und allem noetigen Respekt, aber das koennen Sie Ihrer Oma erzaehlen. Physikalisch ist das vollkommen unmoeglich bei einem Vergasermotor mit derart geringer Verdichtung und dieser Karosserieform.

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dasistnurmeinemeinung 30.07.2019, 21:30
81. @27 Schlecht informiert,

Zitat von Karlsruher Mogli
@ #2: Steuerkette? der R4 hatte sowas nicht. Hochliegende Nockenwelle, per Zahnrad von der Kurbelwelle angetrieben, Stößelstangen und Kipphebel für die Ventile. Da kann nix "umspringen.....". Mein erstes selbstgekauftes (und selbstverdientes) Auto war ein R4. Damals, 1979, super ausgestattet, mit Verbundglasfrontscheibe, rechtem Rückspiegel, Rückfahrscheinwerfer, H4-Lampen, ...... Das musste ein Polo-, Kadett- oder auch Golf- Käufer alles extra bestellen und vor allem teures Geld dafür bezahlen. . Das Autochen war sehr zuverlässig, Platz ohne Ende, die Heizung fand ich ausreichend (bin vorher einige Monate Ente gefahren.....), jedenfalls um Längen besser als die im Käfer meiner Kumpels. Keinerlei Probleme, hat mich nie im Stich gelassen, der Rost war erträglich.
natürlich hatte der R4 eine Steuerkette für den Ventiltrieb. Die kannste heute noch kaufen, 27,90€ incl. MwSt. Und einmal beim Anlassen verschluckt, lief die Kiste langsamer wie eine Solex, da die Synchronisation Ventil und Kolben verstellt war. Das ging ohne Kolbenschaden. Alles selbst erlebt und original in F reparieren lassen.

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emil7685 30.07.2019, 21:43
82.

Zitat von dasistnurmeinemeinung
natürlich hatte der R4 eine Steuerkette für den Ventiltrieb. Die kannste heute noch kaufen, 27,90€ incl. MwSt. Und einmal beim Anlassen verschluckt, lief die Kiste langsamer wie eine Solex, da die Synchronisation Ventil und Kolben verstellt war. Das ging ohne Kolbenschaden. Alles selbst erlebt und original in F reparieren lassen.
Gefaehrlich war, wenn man nicht bemerkt hat, dass die Kette uebergesprungen war und man einfach den Verteiler verdreht hat um die Zuendung wieder nachzustellen (Verteiler und Oelpumpe werden ueber Winkeltrieb von der Nockenwelle angetrieben). Dann lief der Eimer naemlich wieder einigermassen aber saemtliche Ventile sind binnen kurzer Zeit durch die verstellten Steuerzeiten verbrannt und nicht selten ist die komplette Karre abgefackelt weil der Auspuff dann kirschrot glueht und der Motor Feuer aus dem Vergaser spuckt. Die alten FIAT mit Stoesselstangen hatten das gleiche Problem.

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112211 30.07.2019, 22:18
83. Schwachstelle Rost

Man könnte von einer Schwachstelle Rost sprechen und damit das ganze Auto meinen. Na gut, aber fast das ganze Auto. Der R4 war ein Synonym für Durchrostung. Auch als Neuwagen gern mit Luftbefeuchtung im Fußraum. Ich kann den R4 beim besten Willen nicht empfehlen.

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w.kamrath 30.07.2019, 23:31
84. Lebensgefährliche Fusch Auto

Ich habe mir damals einen Fabrikneuen R4 Gekauft und war froh das ich ihn mit 35 000 los wurde. Diese Auto war nur mit 2 Personen fahrbar die Hinterachse war in der Lagerung so weich das man über 50KMH Angst bekam weil es hinter zu sehr wackelte. Die Vorderachse war in Verbindung mit der Federung nicht mit Sicherheit genau zu Lenken . Dann bin ich mal bei Regen auf der Autobahn in Aquaplaning gekommen kein Gefühl in der Lenkung eine zu weiche Hinterachse und die Langen Federwege mit schlecht eingebauten Stoßdämpfern danach den Wagen Sofort verkauft. Haltbarkeit war es das schlechteste was ich je Erlebt habe. Da ich KFZ Meister bin glaube ich es beurteilen zu Können. die durchschnittliche Lebensdauer der Antriebswellen 15 000KM . Zum Bremsenbelegen Radlager ausbauen und Erneuern weil sie beim Ausbau zerstört werden müssen . Rost schlimmer als die Fiat+CO . Ich habe damals alle Kleinwagenfabikate gehabt das war mit abstand der Schlechteste. Selbst heute nach 50Jahren kann und werde ich keinen Renault anfassen weil ich meinem Geld nicht böse bin . es wahren alle 10 000KM 500DM Reperaturkosten fällig.

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Mindblowerin 30.07.2019, 23:41
85. Elende Rostlaube

1978 war ich ich 20 und mein zweites Auto war ein 10 Jahre alter R4. Ich habe die Karre vom ersten Moment an GEHASST! Es sollten noch einige R4 für mich folgen, denn für meinen Freund gab es kein besseres Auto. Jedes Wochenende schraubte er am R4 rum. Und so bogen wir irgendwann mal nach links ab. Es tat einen höllischen Schlag. Daraufhin saß ich als Beifahrerin plötzlich 30 cm tiefer und schleifte mit dem Hintern buchstäblich über den Asphalt. Das war‘s. Für die durchgerostete Karre und für meinen Freund.

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ser4t 31.07.2019, 00:44
86. Schöne Rostlaube / erster "Minivan"

Der R4 war mein erstes Auto: ein gebrauchtes, sparsames Rentnerfahrzeug.
Das perfekte Studiosus-Mobil! Geringe Unterhaltskosten:
Den kompletten Auspuff gab es damals für ca. 100,- DM im Supermarkt.
Für den Selbsteinbau reichte ein Wagenheber, denn er lief längs der linken Unterbodenkante.
Nach insgesamt 12 Jahren Laufzeit war er leider rettungslos durchrostet.
Auf der letzten Fahrt zum Schrotti schnurrte der Motor noch wie ein Kätzchen...
Heute ist bei uns ein Honda Jazz der Nachfolger dieses genialen "Raumfahrzeugs".

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Flari 31.07.2019, 01:01
87.

Was waren das DAMALS für wundervolle Zeiten, als man seinen ersten eigenen PKW fuhr..
Egal um was für einen Oldie es sich in den SPON-Artikeln dreht, ich liebe die (meisten) Forenbeiträge der Nostalgiker.
Wie ich meine erste offene 50er mit Anfang 15 mit wenig Geld erwarb, um sie mit 16 auch fertig zu haben, kaufte ich meinen ersten PKW auch schon mit 17 (1974), einen Ford 17m, P5 mit krummer Steckachse und eingedrücktem Schweller durch Anprall an einen hohen Bordstein für 200,-DM.
2kg Spachtel, Sprühlack und eine "neue" Steckachse" vom Schrotti für zusammen um 25,-DM liessen den auch neu über den TÜV kommen.
Etwas von dem Lack und Spachtel gingen auch für die typisch durchgerosteten oberen Kotflügelecken im Übergang zu den Türen drauf.
Bei ~6-8 Jahre alten P5 damals normal..

Danach ging das "Modding" los.
Eltern eines Kumpels hatten eine Ferienhütte bei Rheine/Emsland.
Dort existierte ein PKW-Schrottplatz ohne Bewachung, einfach zur echten Verschrottung..
Und PKW kamen damals oft mit 8 Jahren auf den Schrott..
185er Reifen, (teil-) getönte Verglasung, Ghia-Innenausstattung plus Echtholzlenkrad waren flott zusammen.
Dann erst manuelle Beckengurte, dass sogar Dreipunkt-Automatikgurte!
Highlights waren aber Soundanlage, echte 220V-Steckdose für das mitgeführte Tonbandgerät Telefunken 200 TS, Extraautoradio mit programmerten Tasten für alle Polizeifrequenzen der Umgebung, Sirene, Aussenlautsprecher, Motorantenne, Hella Nebel- Fernzusatzscheinwerfer, Telefonhörer auf dem Armaturenbrett, Talbotspiegel, usw...
Und das alles mit 6 Volt!

Rund ein Jahr später kam ich günstig an einen 20m P5 und der ganze Quatsch wurde natürlich umgebaut.
Heute frage ich mich, wo ich damals bloss die Zeit hergenommen habe.
Kann doch nicht nur daran gelegen haben, dass es damals kein Internet gab?
Als mir ein Käfer den 20m (wirtschaftlich) plattgefahren hat, stieg ich (überwiegend) auf grössere Autos um.
Sicher ist sicher. :-)

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wanniii 31.07.2019, 02:21
88. Loecher im Boden

Beim R4 fallen mir 2 Dinge ein: 1. Ein Kunde konnte mit der indirekten Schaltung den Rueckwaertsgang nicht einlegen, 2. Der Vater eines Klassenkameraden bohrte aufgrund des permanenten Wassereintritts bei jeder Regenschauer kurzerhand Abflussloecher in den Boden. Ob so ein Fahrzeug als 'Kulturgut' als erhaltenswert eingestuft wird, sollten man zuerst die Franzosen fragen.

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mikko11 31.07.2019, 08:10
89.

Zitat von 112211
Man könnte von einer Schwachstelle Rost sprechen und damit das ganze Auto meinen. Na gut, aber fast das ganze Auto. Der R4 war ein Synonym für Durchrostung. Auch als Neuwagen gern mit Luftbefeuchtung im Fußraum. Ich kann den R4 beim besten Willen nicht empfehlen.
Wer ihn mal besaß, verbindet damit ein Menge Erinnerungen, die mit Erwerb des Oldtimers wach gehalten werden. Ohne diese Vorgeschichte sieht man sich einem klapprigen Gefährt überschaubarer Qualität gegenüber. Bei Markteinführung zweifellos ein modernes Konzept.

Ich würde eher ein paar Tausender drauf legen und einen SAAB 96 (V-4) wählen: ebenfalls lange produziert, skurril, weckt Sympathien. Seinerzeit eine ganz andere Preisklasse, heute nicht mehr so weit entfernt. Vielleicht wird der hier auch mal besprochen.

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