Forum: Auto
Gutachten der Versicherer: Autofahrer dürfen Radfahrer viel seltener überholen, als s
DPA

Autofahrer müssen beim Überholen 1,5 Meter Abstand zu Radlern halten - selbst wenn diese auf einem Radfahrstreifen unterwegs sind. Diese Einschätzung in einem Gutachten könnte gravierende Folgen haben.

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travelflo 18.01.2019, 11:31
360. Helmpflicht für Autofahrer ;)

Zitat von Pickle__Rick
Trotzdem wäre es klug und nur konsequent. Autofahrer brauchen keinen Helm, weil Sie in einer geschützen Kapsel sitzen, welche auf viele Arten Unfälle verhindert und deren Folgen abmildert. Ein regulärer Fußgänger beschleunigt auch selten so wie ein Radfahrer. Daher sind ganz andere Kräfte am Werk. Zum Glück sind Helme wieder auf dem Vormarsch.
Es werden in Summe mehr Autofahrer durch Kopfverletzungen schwer verletzt und getötet als Radfahrer. Der gesamtheitliche Effekt der Einführung einer Helmpflicht für Autofahrer wäre demnach größer, als für Radfahrer. Gleiches gilt auch für Fußgänger.

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misterknowitall2 18.01.2019, 11:32
361. Behinderung?

Zitat von Crom
Man sollte vielleicht auch § 1 Abs. 2 der StVO beachten. Wenn man mit einem Fahrrad wartende Autos überholt und die müssen später dann hinter dem Fahrradfahrer tuckeln, so sehe ich eine Behinderung und dann dürften Fahrradfahrer eigentlich nur dort überholen, wo das überholen für Autofahrer ebenso möglich ist.
Dass ein Radfahrer aber die gleichen Rechte wie ein Autofahrer hat, wissen sie schon? Das Auto ist trotz möglich höhere Geschwindigkeit nicht höher einzustufen als das Rad. Pech fürs Auto, würde ich sagen.

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Alltagsradler 18.01.2019, 11:33
362.

Zitat von jogi01
das. dürfte dann aber auch heissen, das Fahradfahrer langsam fahrende Autos auch nicht eng rechts überholen dürfen. Mal sehen wer sich daran hält.
heist es nicht, bitte enschlägige Normen und Gerichtsurteile suchn
(Norm: ausreichender Abstand, Gerichtsurteil, zw. 30cm und 1m je nach Situation)

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hifimacianer 18.01.2019, 11:33
363.

Zitat von taglöhner
Fussgänger- Rad- und Autoverkehr sind wegen der gewaltig unterschiedlichen kinetischen Energien technisch und psychologisch völlig inkompatibel. Merkt man ja auch hier im Forum recht gut. Bevor sie nicht vernünftig getrennt sind ist keine Ruhe und keine Sicherheit für die jeweils Schwächeren. Teuer, aber alternativlos.
Es scheint aber ein sehr deutsches Problem zu sein.
In Holland funktioniert das Miteinander ziemlich gut, aber da fahren eben auch die Autofahrer in ihrer Freizeit viel Rad, und kennen die "Gegenseite" aus eigener Erfahrung.

In Holland gibt es ebenfalls Straßen, die gemeinsam mit Radfahrern genutzt werden. Und egal wie schmal die Straße auch ist, die Radfahrer bekommen links und rechts 2 breite Radfahrstreifen aufgemalt, auch wenn dann für die Autos für beide Fahrtrichtungen nur eine 3m breite Fahrspur übrig bleibt (Gesehen z.B. in Zandvoort). Die Autos bleiben dann eben hinter den Radfahrern bis Platz ist.

Selbst in LA (Santa Monica/Venice) konnten wir super entspannt auf der Hauptstraße mit dem Rad fahren, auf breiten Schutzstreifen, und die Amis mit ihren Dicken Schlitten haben brav mit dem Überholen gewartet bis genügend Platz war.

In Deutschland ist Autofahren Kampf - sehr viele fahren verbissen, unter Zeitdruck. Das sieht man doch schon am Verhalten der Autofahrer untereinander. Und gegenüber den Radfahrern wird das dann sehr gefährlich!

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smallbit 18.01.2019, 11:34
364. Urban Legends

Außer in Holland/Niederlande habe ich es noch nicht erlebt, dass Radfahrer besonders berücksichtigt werden.
Im Gegenteil: Wer z.B. als Fahrradfahrer in Spanien unterwegs ist, muss dort mit einem frühzeitigen Tod rechnen.
Ausgerechnet dort, wo die Fahrradfahrer "besondere" Rechte bekommen, gibts die meisten Unfälle -
s. Fahrradhauptstadt Münster, wo es die meisten Tote gibt und ausgerechnet die Fahrradfahrer in der Mehrzahl der Unfälle die Verursacher sind (offizielle Statisken).
Ich erlebe es immer wieder, dass in Städten die Fahradfahrer rechts und links neben den Autos vor einer roten Ampel vorbeiziehen. Auch wenn der Autofahrer einen Blinker gesetzt hat.
Interesaanterweise habe insbesondere die tötlichen Unfälle beim Rechtsabbiegen zugenommen, seitdem die Fahrradfahrer rechts "überholen" dürfen. Dabei halten die Fahrradfahrer selbst nicht den 1,5m Sicherheitsabstnad ein, wenn Sie am Bordstein vorbeifahren.
Als Fußgänger haben mir Fahrradfahrer schon beim Vorbeifahren meine Jacke zerfetzt und meine Tasche abgerissen.
Bekommen Sie mal diese Verbrecher (Unfallflucht ist ein Verbrechen).
Ich bin ohne wenn und aber für eine Kennzeichenpflicht, Versicherungspflicht, Verkehrsausbildung (theoretische Prüfung) und Abschaffung sinnloser Regeln wie das rechts Überholen, um die Anzahl der tödlichen Unfälle zu vermindern.
Das müssten die Fahrradfahrer doch anerkennen, denn die wollen doch einen "sicheren" Verkehr.
Wenn sie dagegen sind, zeigt das doch eine anarchistishe Gesinnung und kein Interesse, irgendwelche Regeln einzuhalten, auch wenn sie dabei "draufgehen". Hauptsache, die anderen sind schuld.

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redfish 18.01.2019, 11:35
365.

Zitat von Svante07
Völliger Unsinn, denn die allermeisten Radfahrer besitzen neben dem Rad auch ein Auto und zahlen Steuern für die Verkehrsinfrastruktur. Sollen die jetzt so unvernünftig wie Sie sein und das Auto benutzen? Die Radwege haben ohnehin scheinbar nur die Funktion, die Straßen von Radfahrern frei zu bekommen, was auch in diesem Artikel deutlich wird. Wenn ich als Autobesitzer Steuern zahle, möchte ich als Radfahrer auch die Infrastruktur nutzen, die ich mitfinanziere, also die Straße. Wenn ich das nicht darf, müssen mit den Gelder eben auch teure Radwege gebaut werden, die auch zu unterhalten sind.
Beim Thema "großes und gut lesbares Kennzeichen für Radfahrer" geht es mir in erster Linie darum, dass man die anzeigen kann, wenn sie sich mal wieder wie leider viel zu häufig völlig außerhalb jeglicher Verkehrsregeln auf unseren Straßen (vor allem in den Städten, in Heidelberg kann ich tagtäglich ein Lied davon singen) fortbewegen.

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slowboarder 18.01.2019, 11:35
366. Notwendiger Abstand

was man bei der Bestimmung des notwendigen Sicherheitsabstandes ja immer berücksichtigen sollte, sind die gefahrenen Geschwindigkeiten und Geschwindigkeitsdifferenzen.
so ist, wenn sich Fahrzeug A steht und Fahrzeug B mit max 15 km/h daran vorbei fährt, ein anderer Sicherheitsabstand erforderlich, als wenn sich Fahrzeug A mit 15 km/h bewegt und Fahrzeug B mit 50 km/h vorbeifährt.
Desweiteren muss auch berücksichtig werden, wie wahrscheinlich es ist, dass das überholte Fahrzeug während des Überhohlvorgangs noch plötzlich und unerwartet seine Postition quer zur Fahrtrichtung verändern und damit den Abstand noch verkleinern kann.

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hasselblad 18.01.2019, 11:39
367.

Deutsche Städte im Jahr 2019: eine Person in einem deutlich zu großen Auto schiebt sich in einer Karawane mit anderen deutlich zu großen Ein-Personen-Autos in Richtung eines trostlosen Jobs. Weil Autos mittlerweile zu schwarz getönten Festungen verkommen sind nimmt man nur noch eine Maschine wahr, die ein Hindernis darstellt, aber keinen Menschen am anderen Steuer, der ebenso wie man selber sein Ding macht. Und wenn es direkt vor der Haustür keinen Parkplatz gibt parkt man eben in zweiter Reihe, bleibt ja noch eine Spur frei. Radfahrer haben in dieser Welt aus automobil ausgelebter "Ich zuerst"-Mentalität keinen Platz, schließlich, so die Logik, wer die Kfz-Steuer zahlt, hat natürlich Vorrang auf den Straßen. Wenn man nach Dänemark und Holland schaut sieht man, wie das geht - die Radfahrer bekommen immer den Vortritt, der Autoverkehr hat sich anzupassen und nicht umgekehrt. Den Mut, so etwas durchzusetzen, die Infrastruktur zu schaffen und ein paar Jahre Gemecker zu ertragen, haben die Kommunen im Autofahrerwunderland leider nicht, da muss ein halbherziger "Schutzstreifen" ausreichen (sofern der nicht mit DHL-Bullis und Warnblinker-Wartern zugestellt ist). Ich lebe in Kopenhagen, besitze auch so eine schwarz getönte Festung und kann sagen: es funktioniert trotzdem. Sich selber mal zurücknehmen und andere sein lassen ist, das klappt in den meisten Lebensbereichen eigentlich ganz gut. Insbesondere im Straßenverkehr.

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misterknowitall2 18.01.2019, 11:41
368.

Zitat von transreal
die armen bedrängten Radfahrer. Vielerorts ist es genau andersherum und das Aggressionspotenzial von Radlern lässt mich nur ahnen was da schiefläuft. Ich schließe mich der Meinung an, dass Radfahrer vollwertige Verkehrsteilnehmer sind. Aber genau deshalb sollten Sie wie Mofas auch versichert und durch ein Kennzeichen identifizierbar sein. Eine besonders unangenehme Sorte Radfahrer sind in unserer Gegend die Hobby Rennradfahrer. Sie scheinen nicht zu wissen, dass sie mit Ihren nicht verkehrssicheren Vehikeln auf der Straße höchstens wohlwollend geduldet werden. Hinweise, doch den Radweg zu benutzen -die hier in sehr gutem Zustand sind- werden als Beleidigung aufgefasst. Fahren im Pulk, Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer, gefährliches in der Mitte fahren (insbesondere in Kurven) sind hier an der Tagesordnung. Nicht selten wird man übelst beschimpft oder absichtlich ausgebremst. Das Schöne daran, sie sind nicht zu fassen, zu identifizieren. Besonders absurd ist die Doppelmoral vieler Radler in großen Städten wie Berlin. Sie flüchten von der Straße auf den Gehweg und benehmen sich dort mindestens so rabiat und rücksichtslos, wie sie auf der Straße selber nicht behandelt werden möchten. Ich denke, dass neben dem Ausbau von exklusiven Radwegen die Identifizierbarkeit von Radfahrern ein wichtiger Faktor für den Frieden im Verkehr ist.
"Ich denke, dass neben dem Ausbau von exklusiven Radwegen die Identifizierbarkeit von Radfahrern ein wichtiger Faktor für den Frieden im Verkehr ist."

Ein Satz mit Verstand. Den Rest will ich nicht weiter kommentieren, weil Sie da die typische Autofahrersicht einnehmen und ungeniert glauben, dass sie mehr Rechte als die Radfahrer haben, nur weil sie Autofahrer sind. Das sollten sie dringend überdenken.

Rennradfahrer fahren auf der Straßen, weil die Radwege in der Regel kaum geeignet sind. Sie fahren im Pulk, weil man so sicherer ist, man fährt in der Mitte, um eben nicht zu knapp überholt zu werden, anders kann man das nicht verhindern. Dass man beschimpft wird, liegt vielleicht daran, dass so ein Zusammenstoß für den Radfahrer tödlich enden kann. Da kann man Aufregung schon verstehen. Das wird auch mit Nummernschildern alles nicht anders. Ich weiß nicht, was sie sich da vorstellen. Selbst die Versicherungen wollen diesen Mist nicht, und das sagt viel aus. Es ist Quatsch.

Ach, ich fahre nie auf Gehwegen. Zu viele Fußgänger, die mich ausbremsen.

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Stäffelesrutscher 18.01.2019, 11:41
369.

Zitat von andreas.brisevac
und darf sich dann ein Radfahrer an der Ampel neben mich stelle? Der mach mich dann ja beim Losfahren strafbar. Und darf dein Radfahrer mich mit weniger Abstand überholen? Und darf der überhaupt mit seinem E-Bike, das deutlich schneller als meine Vespa 50 Kubik ist und für die ich einen Führerschein Klasse 3 brauche, mich im Auto ohne Führerschein, Kennzeichen und Nachweis einer Haftpflichtversicherung überholen?
Fragen Sie Ihren Fahrlehrer. Jeder Autofahrer, mich eingeschlossen, sollte eigentlich alle zwei, drei Jahre zu einer Theoriestunde mit Prüfung verpflichtet werden. Zur Auffrischung.
Da lernt man dann auch, dass ein rüstiger Radfahrer an der Kreuzung schneller anfahren kann als ein Verbrenner-Pkw.

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