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Höchstgeschwindigkeit auf 180 Km/h beschränkt: Volvo drosselt Tempo seiner Autos
DPA

Ab 2020 soll kein Fahrer mehr in einem neuen Volvo sterben - das ist das Ziel der Marke. Der schwedische Hersteller begrenzt deswegen jetzt die Höchstgeschwindigkeit seiner Autos - und plant noch weitaus mehr.

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edds 05.03.2019, 03:48
180. Bevormundung? Wo denn?

Zitat von topsykrett
Volvo darf gerne tun, was das Unternehmen für richtig hält. Je langsamer man fährt, desto geringer ist das Risiko für schwere Unfälle. Wenn man gar nicht mehr fährt, ist das Risiko übrigens noch geringer. Trotzdem finde ich es etwas bedenklich, wie von den bisherigen Kommentatoren hier die Idee bejubelt wird. Bevormundung scheint immer beliebter zu werden - schade, denn ich persönliche appeliere lieber an die Eigenverantwortung/Vernunft, die seit der Aufklärung ca. 1750 zuerst immer weiter zugenommen hat, jedoch seit einigen Jahren immer mehr beschnitten wird durch immer neue Einschränkungen. Wollt ihr das denn wirklich?
Volvo bietet die Modelle an, die Volvo anbieten möchte und jeder kann sich frei entscheiden, welches Modell er kaufen möchte. Wer das als Bevormundung bezeichnet, hat wohl nicht begriffen, das man sich diese Autos freiwillig kaufen darf.
Wenn man wie Sie ohnehin an die Eigenverantwortung und Vernunft der Autofahrer appelieren möchte, nicht so schnell zu fahren, warum muss man denn dann erst Autos verkaufen, die das ermöglichen?
Nebenbei fahren genau die Menschen gerne besonders schnell, bei denen es mit Verantwortung und Vernunft im Angesicht von Termindruck, Protzerei oder Geschwindigkeitsrausch gerade nicht so gut aussieht. Und das sind ja gerade die Raser und bei denen bringen Apelle an die nicht vorhandenen Eigenschaften auch dementsprechend wenig.
Bevormundung ... ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll!

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edds 05.03.2019, 04:08
181. Auswirkung auf Versicherungstarife

Ich bin gespannt, wie sich die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 180 oder auch darunter bei der Haftpflicht- und Vollkasko bemerkbar machen. Das könnte ein interessanter Zusatzeffekt sein, wenn dadurch die Beiträge runtergehen.
Falls ich mal die Autos für meine Kinder finanzieren sollte, würde ich da auch gerne ein Limit für die Höchstgeschwindigkeit drin haben, allerdings deutlich unter 180 km/h. Nur weil ich für sie etwas mehr Knautschzone als bei einem Kleinwagen haben möchte, heißt das ja nicht automatisch, dass ich auch die übliche Motorenleistung in der Preisklasse dabei haben möchte. Wenn ich als Geldgeber nicht mehr gebraucht werde, haben sie dann schon einige Erfahrung und können selbst entscheiden.
Schön wenn Hersteller mal etwas weiter denken, als es in ihrer Branche üblich ist.

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die_WahrheitXXL 05.03.2019, 04:20
183. 180...

ist zwar ein Anfang, aber 140 würden es sicherlich auch tun, rechnet man die übliche Toleranz mit ein. Denn dann ist Volvo doch wieder bei 200...

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zweituerer 05.03.2019, 05:03
184. Zügiges Landstrassentempo

180 sind absolut ausreichend auf der Landstrasse.

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hummer2311 05.03.2019, 05:47
185. Physik

Rein physikalisch macht es keinen Unterschied für den Menschlichen Körper, ob er mit 180 km/h gegen den Brückenpfeiler fährt oder mit 210km/ h. Somit ist das zwar ein gute Werbegag und eine Clevere Idee seinen schwachen Motoren zu verschleiern .... aber es hat so gut wie keinen Sicherheitsaspekt. Lediglich die Tatsache das ich vielleicht noch nicht am „ eventuellen „ Unfallort angekommen bin, da ich ja langsamer fuhr ....:-)

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mgrevenstein 05.03.2019, 06:46
186. Volvo

baut extrem gute Autos die mittlerweile zur Oberklasse gehören. Warum rollen dann in 2019 immer noch Fahrzeuge vom Band die mit fast 400 PS im Zuge einer solchen Maßnahme völlig am Ziel vorbei sind? Kann ich so nicht nachvollziehen. Ich glaube auch nicht das durch solche einschneidenden Richtlinien irgendjemand seine Kaufabsicht ändert. Eher wahrscheinlich in eine andere Richtung. Aufs Tempolimit? Da können wir noch lange warten. Kundenreaktionen eruieren....mehr nicht.

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bambata 05.03.2019, 06:50
187.

Zitat von highlander2
Die deutschen Autobahnen sind weltweit die sichersten Straßen. Obwohl dort nur 30% des Gesamtverkehrs abgewickelt werden, beträgt der Anteil des Unfallgeschehens insgesamt nur 13%. Den Anteil der daran beteiligten LKW, die sowieso nur 80 Km/h fahren dürfen kann ich leider nicht beziffern.
Da kann ich gerne behilflich sein:

Tote auf BAB in D 2017: 409.

Beteiligte Güterkraftfahrzeuge an Straßenverkehrsunfällen auf BAB mit Getöteten: 368.

Fazit: Bei Unfällen mit Todesfall (409) waren bei 368 Todesfällen - und damit rund 90% - Güterkraftfahrzeuge beteiligt.

Quelle Statistisches Bundesamt:

Unfallentwicklung auf deutschen Straßen 2017:
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2018/verkehrsunfaelle_2017/Pressebroschuere_unfallentwicklung.pdf

Unfälle von Güterkraftfahrzeugen im Straßenverkehr 2017:
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/UnfaelleGueterkraftfahrzeuge5462410177004.pdf

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equigen 05.03.2019, 06:53
188. Keine neuen Verbrenner Motoren mehr - da sind 180 logisch

Volvo wird ja auch keine neuen Motoren und Autos mit Verbrennerantrieb mehr entwickeln - haben sie angekündigt. Da ist es nur logisch die Höchstgeschwindigkeit zu begrenzen weil die Batterie nämlich nach ein paar Kilometern leer wäre... Deswegen kann ich mit meinem Kleinwagen ja auch dauernd Teslas auf der Autobahn überholen, die hinter LKWs herzuckeln.

Da wird jetzt mit „Sicherheit“ argiumentiert. Hat schon mal jemand dran gedacht, dass diese chinesische (!) Firma einfach keine Autos mehr NUR für Deutschland entwickeln WILL, weil es unnötige Kosten (zB für Bremsen) mit sich bringt? Überall in der Welt darf man nur schliesslich maximal 130 fahren...

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bambata 05.03.2019, 06:58
189.

Zitat von teacher20
Zu Ihrer Eingangsfrage: Ich denke, Sie ist ebenso naiv wie grundsätzlich falsch gestellt. Wer sich ein Oberklassengefährt leistet, das mehr als 250 km/h fährt, der WILL keine 120 km/h fahren, Spritverbrauch hin oder her, es sei denn die Verkehrssituation, Bußgeld, Punkte in Flensburg oder aber die Angst vor dem Verlust des Führerscheins lassen ein solches "Schleichen" angeraten sein, wobei der temporäre Fahrerlaubnisentzug für viele "Bleifußproleten" vermutlich das "überzeugendste" Argument ist. Die Frage lautet also eher: Warum sollte man sich ein Hochgeschwindigkeitsboliden leisten um mit 120 km/h über die Autobahn zu kriechen.
Tja, so sind se, die Menschen, mit ihren einfachen und gefühlten Wahrheiten. Wer ein Auto mit >250PS fährt ist zwangsläufig ein Raser. So das einfache Weltbild.

Schauen Sie sich bei Ihrer nächsten Autobahnfahrt mal ein wenig nach den Autotypen um, die sich um sie herum bewegen, sie werden feststellen, dass die überwältigende Mehrzahl der Fahrer mit PS-starken Autos selten schneller als +-160 km/h fährt. So zumindest meine Beobachtungen und ich schaue mir gerne andere Fahrzeuge (auch während des Fahrens) an und kann die meisten Typen auch ohne Typenschild einordnen.

Und zu ihrem letzten Absatz: Ich persönlich fahre ein (sehr) PS-starkes Fahrzeug (ohne dass Typenbezeichnungen auf der Karosserie darauf hinweisen) und kann mir auch locker den Verbrauch bei hohen Tempi leisten. Dennoch bin ich höchst selten schneller als 160-170 km/h unterwegs, selbst auf freien BABs. Abstand halte ich mehr, als man in der Fahrschule lernt. Warum ich dann ein solch PS-starkes Fahrzeug fahre, fragen Sie? Weil ich schneller könnte, wenn ich wollte oder mal müsste. Weil Überholvorhänge in der Zeitspanne eines Augenzwinkerns erledigt sind. Oder weil man - falls sich doch mal ein Drängler an die eigene Stossstange haftet (was nur alle Jubeljahre mal vorkommt) - diesen auch einfach mal "stehen lassen" (vulgo: verhungern lassen) kann. Weil gelegentliches Beschleunigen auf geeigneten Streckenabschnitten einfach Spass macht. Weil man Spass an Technik hat. So einfach ist das.

Anzahl meiner geahndeten (nicht nennenswerten) Geschwindigkeitsübertretungen in rund 30 Jahren Fahrpraxis: 3. Anzahl Punkte: 0. Unfallfreie Fahrt: seit 26 Jahren. Schadenfreiheitsrabatt- bzw. -klasse: 25%. Mein erstes Auto war ein gebrauchter Golf 1 GTI Bj. 80. Leute wie mich nennt man, glaube ich, "Petrolheads".

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