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Höhere Bußgelder: Bundesländer fordern abschreckende Strafen für Verkehrssünder
DPA

Die Bundesländer sprechen sich nach einem Medienbericht für höhere Bußgelder bei Verkehrsverstößen aus. Eine entsprechende Beschlussvorlage soll auf der Verkehrsministerkonferenz verhandelt werden.

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el__cid 19.04.2018, 19:38
80. Abschreckung durch einkommensabhängige Bußgelder

Solange Gutverdienende Bußgelder aus der Portokasse bezahlen können, werden die Raser in Luxuslimousinen nicht diszipliniert. Bei gefährlichen Verkehrsstraftaten sollte das Auto außerdem als Tatwaffe behandelt und zugunsten der Staatskasse eingezogen werden - unabhängig von der eigentlichen Strafe!

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Margaretefan 19.04.2018, 19:53
81. Selbst mir...

...als links Eingestelltem, sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich hier bei Bußgeldern von Forderungen lese, die auf Einkommensabhängigkeit abzielen. Sobald ein Straftatbestand besteht, wird eh Einkommensabhängigkeit beim finanziellen Strafmaß angewandt. Bußgelder, sind Bußgelder, die per Definition einen festen Betrag vorsehen. Genau wie Brötchen nicht einkommensabhängig preislich bemessen werden. Die Arztgattin ohne eigenes Einkommen springt dann halt regelmäßig für ihren Schumi-Light ein. Oder wie soll ein Bußgeldbescheid ohne ordentliches Verfahren gehandhabt werden?

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CobCom 19.04.2018, 21:55
82.

Zitat von Margaretefan
.../ die leider zahlreichen Toten, die in unschöner Regelmäßigkeit durch Auffahrunfälle mit LKWs verursacht werden, nicht durch zwingend vorgeschriebene, sicher technisch mögliche, taugliche Assistenzsysteme vorgeschrieben werden, ist mir ein Rätsel. Das was jetzt bald diesbezüglich Vorschrift wird, ist leider nur eine untaugliche Lösung. Für mich scheint mal wieder, der rollende Rubel mehr Priorität als Menschenleben zu haben. Traurig....
Diese Systeme gibt es. Leider gibt auch die Unart, den Sicherheitsabstand zwischen LKW als beliebige Verfügungsmasse für Spurwechsel zu missbrauchen.
Die scharfgeschalteten Automaten würden darauf mit Gefahrenbremsungen reagieren, je nach Streckenabschnitt z.B. an Ausfahrten, käme es dadurch dauernd zu Auffahrunfällen, der nächste PKW (dahinter) wäre dann eine Briefmarke.
Solange die PKW die Spuren mitten im Sicherheitsabstand kschneiden, können Sie die Dinger praktisch nur abschalten. Doof, wenn sie ein paar Kilometer weiter Leben hätten retten können.
Am sichersten wäre es mit nahezu gleichem Tempo so schnell und knapp wie möglich hinter dem vorne fahrenden LKW durch die Spur zu kreuzen.

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DavidBerg 19.04.2018, 22:25
83. Bußgeld? : mir doch egal!

... liebe Leute, wenn ich 20.000,- € /mtl. verdiene, sind mir auch 200,- € Strafe vollkommen egal .... Hahaha, der arme Rentner aber mit 1000,-€/mtl. der kann sich das nicht leisten .. und stört mich nicht beim Gasgeben oder Parkenwollen! Also: In Deutschland kann ich mir (fast) alles leisten, wenn ich das Kleingeld dazu habe ... Danke Frau Merkel! Was sollen die armen Autobahnverstopfer auch auf der Straße? Eigentlich sollte man nur noch Autos die mind. 200 km/h fahren können auf die Straße lassen ... Und Bußgeld?? ... selten so gelacht ..... Jetzt regen sich natürlich alle Lahmfahrer auf ... selbst schuld, wenn Du arm bist ......

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svensationell 20.04.2018, 23:29
84. und was ist mit Handies am Steuer?

so oft, wie ich inzwischen den vor mir Stehenden wachhupen muss, weil die Ampel schon lange grün ist, so oft kann ich nicht verstehen, warum diese Seuche nicht viel häufiger kontrolliert und vor allem mehr als saftig bestraft wird. So viele, die im Blindflug für WhatsApp und Co. meins und das Leben anderer riskieren sollten mit mindestens 500 Euro und einem Monat Fahrverbot zur Vernunft gebracht werden. Das würde sich schnell herumsprechen und Wirkung zeigen. Alles Andere zieht nicht

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Margaretefan 20.04.2018, 00:03
85. @CobCom

Dass es Assistenzsysteme für LKWs fürs Bremsen gibt, weiß ich auch, nur sind diese erst ab Herbst (?) nur in einer sehr abgespeckten Form vorgeschrieben. Leider, wie ich finde. Ihr beschriebenes Szenario kann ich nicht nachvollziehen. LKWs mögen durchaus nicht selten selbst zu schnell unterwegs sein. Allerdings stets in gemäßigten Geschwindigkeitsbereichen unter 100 km/h. Da mag ihr Szenario durchaus möglich sein. Also das PKWs den nötigen Mindestabstand, der rechtlich erst ab der Geschwindigkeit von 80 km/h gilt, missachten. Zur Briefmarke kann ein PKW aber nur werden, wenn der nachfolgende LKW eben nicht mit so einem Assistenzsystem ausgestattet ist und der Fahrer zudem unachtsam ist. Ein PKW, der auf einen von mir aus abrupt abbremsenden LKW zufährt - warum auch immer, sei's durch das Assistenzsystem des abrupt abbremsenden LKW, was ich in der von Ihnen beschriebenen Form nicht nachvollziehen kann, weil ein aufmerksamer LKW-Fahrer das sicher auch unterbrechen kann und zudem bei der gegebenen Geschwindigkeit in Verbindung mit dem ABS dem nachfolgenden PKW ausreichend Reaktionszeit gegeben wird, selbst noch gut reagieren zu können - , kann nur durch einen nachfolgenden LKW ohne so ein Assistenzsystem zur Briefmarke gemacht werden. Es sind leider meist auffahrende LKWs, die zu tödlichen Unfällen führen. Eher selten PKWs, die auf stehende bzw abrupt bremsende LKWs auffahren. Genau die Fälle ließen sich mit entsprechenden Regulierungen zum größten Teil verhindern. Klar kann alles manipuliert werden, mag auch sein, dass das auch vorkommen wird. Mag auch mal zu technischen Unzulänglichkeiten kommen können. All das ändert nichts daran, dass sich viele Tote verhindern ließen, die jedes Jahr durch auffahrende LKWs verursacht werden. Solch Assistenzsysteme müssten nur für jeden auf deutschen Straßen fahren wollenden LKWs zwingend vorgeschrieben werden. Sind sie aber nicht und das ist für mich ein Skandal, weil's schon lange möglich wäre, selbst Nachrüsten ist machbar und nur eine Kostenfrage. Lobbyismus verhinderte das bis Dato, leider.

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dialogischen 20.04.2018, 07:55
86. Abzocke

... scheint mir das Anliegen, statt der Dienst an der Verkehrssicherheit. Mir nützt es nichts, wenn Idioten am Steuer nicht aus dem Verkehr gezogen werden, weil die Polizei durch Abwesenheit glänzt.

Und es dient auch nicht der Verkehrssicherheit, wenn auf leeren Autobahnen mitten in der Nacht an grundlosen Geschwindigkeitsbegrenzungen Radarkontrollen stattfinden, um Kasse zu machen.

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Bärthold 20.04.2018, 08:04
87.

Meiner Meinung nach müssten nicht die Strafen verschärft, sondern die Kontrollen verdichtet werden. Ich war in 35 Jahren ganze zwei Mal in einer Alkoholkontrolle. Geschwindigkeitskontrollen sehe ich alle paar Wochen mal ( die fest installierten mal ausgenommen). Wenn Freund Raser täglich zwei Mal für 10€ angehalten wird, nervt ihn das wahrscheinlich mehr, als einmal in fünf Jahren einen Tausender zu löhnen.
Und an alle, die jetzt schreien, ich befürworte einen Überwachungsstaat: wohnt mal bei mir in der Tempo30-Straße. Immer die gleichen Jüngelchen, die lautstark mit hochmotorisierten Fahrzeugen des hiesigen Automobilherstellers hier durchrasen. Am Nummernschild unschwer als durch Firmenangehörige geleaste Autos zu erkennen.

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metastabil 20.04.2018, 09:20
88.

Zitat von Margaretefan
Also das PKWs den nötigen Mindestabstand, der rechtlich erst ab der Geschwindigkeit von 80 km/h gilt, missachten.
Wo haben sie denn das ausgegraben?
Nein. Die Sicherheitsabstände zu vorausfahrenden Fahrzeugen müssen immer eingehalten werden, nicht erst ab 80 km/h. Zusätzlich gibt es noch die Vorschrift, dass LKW über 3,5t und Omnibusse bei Geschwindigkeiten von über 50 km/h einen Sicherheitsabstand von mindestens 50 m zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten müssen. Das gilt aber nicht für PKW.

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bockmist 20.04.2018, 10:21
89. Neider und mehr...

Es ist schon irre, wie jeder die Welt wahrnimmt: Die Habenichtse wollen die Strafen erhöhen und vom Einkommen abhängig machen...
Einfacher ist es einen Blitzer stationär aufbauen, wo er Geld bringt. Das Ding bringt ohne grossen Aufwand und Kosten Geld in die Kasse und ändert am Fahrverhalten nichts. Die Einheimischen kennen den Blitzer und geben hinterher kräftig Gas.
Auch 30erZonen auszuweisen dient nicht immer der Verkehrssicherheit.
Noch toller: Begrenzungen auf eine 3spurigen Autobahn auf 80 und Reduzierung auf 40km/h. Auch Ausweitungen der Begrenzungen auf 8o bei normaler Autobahn zum besseren Abkassieren sind die Regel: So blöd sind wir Autofahrer nicht
Die wenigsten Unfälle passieren, wenn alles steht...
Wir haben heute Strafen genug, bis ihn zum Führerscheinentzug mit Zerstörung der Existenz (Vielfahrer).
Man hat schnell ein 30erschild übersehen, insbesondere wenn die Verkehrsführung dafür keine Erklärung hergibt.
Steht mal wieder ein Auto auf einem Gehweg, sollte sich die Polizei drum kümmern. Die Abschlleppkosten werden den Falschparker belehren.

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