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Honda-Comeback: Mit Pauken und Raketen
Honda

Geniale Motoren und Sportwagen, die mit Ferrari konkurrieren konnten: Honda war einst der feingeistige Star der japanischen Autoindustrie. Davon war zuletzt wenig zu spüren, doch jetzt greift der Hersteller wieder an - mit Hybrid-Sparkünstlern und Spaßautos.

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green-grey 24.12.2013, 10:03
10. Der Civic bot einst...

...mit der Double Wishbone Aufhängung Fahrwerkstechnik, die es anderswo erst im höheren Preissegment gab. Es stimmt, früher hat Honda innovative Technik verbaut.

Die Zeiten sind längst vorbei, aus der Ingenieursfirma ist eine BWL-Bude geworden.

Daraus folgt für mich als Kunde, dass ich ebenfalls BWL-Kriterien anlege und dann komme ich zum Schluss, woanders sie selbe, langweilige Allerweltstechnik in besserem Design zu günstigeren Preisen zu bekommen.

Für mich gibt es derzeit keinen Anreiz, Fahrzeuge von Honda zu kaufen. Ich würde mich aber über intelligente, nicht zwingend jedem Käufer sofort einleuchtende Technik sehr freuen. Und damit über den Mut, etwas anderes als Massenware zu schaffen - schlechtes Design allein reicht dafür nicht aus.

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Andreas-Schindler 24.12.2013, 10:08
11.

Zitat von felisconcolor
gut daher kommt, dann wäre der S660 auch in Europa der Renner. Ich würd sofort einen nehmen.
Der Daihatsu Copen war in Europa kein Renner und hatte als Rechtslenker auch ein 660ccm³ 4-Zyl-Turbo Motor drin. Wenn man sich ans Wartungsheft hält ist der Motor samt Turbo Unkaputbar. Für den Copen gibt es in Japan div. Bodykits wodurch er Individuell Umgestaltet werden kann. Selbst der Daihatsu Kopen der dieses Jahr auf einer Automesse Vorgestellt wurde ist zum großen Teil noch der alte Copen der ab 2002 Produziert wurde.
Von daher wird man den Honda S660 nur als Japan Import hier sehen. In Japan gibt es sehr viele tolle Kleinstwagen die man hier niemals sehen wird weil der Europäische Markt zu Unbedeutend ist. Auch weil es Ausländische Marken es hier schwer haben und schlecht geredet werden.
Die Größte Hürde in Deutschland ist der TÜV der für alles teure Gutachten fordert weil der TÜV selber nicht Prüfen kann/will.

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UnitedEurope 24.12.2013, 10:14
12. Titellos

Zitat von Al29
Das ist eine echte Leistung - so viele so hässliche Autos unters Volk zu bringen.
Frage ich mich beim aktuellen Golf auch. Und dann fiel mir ein, dass manche Menschen ein Auto nach seinem Nutzen bewerten, nicht nach seiner Statussymbol-Fähigkeit ...

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Der unheimliche Hulk 24.12.2013, 10:16
13. VW, Audi, Opel, Ford ...

Zitat von a_beidel
japanisches design ist und bleibt schlecht. allein der civic... grausig.

Sie wollen uns doch jetzt nicht weismachen, dass Deutsche Hersteller in Sachen Design besonders glänzen, oder ?
VW ist der Inbegriff der Langeweile. Audis unterscheiden sich durch das Volumen der Luftpumpe mit der man den Innenraum aufgepumpt hat - die sehen alle gleich aus. Von Ford und Opel brauchen wir jetzt nicht zu reden. BMW ? Der 1er und X1 werden im Ausland verlacht aufgrund Ihrer Plumpheit. Mercedes scheint immerhin die Kurve bekommen zu haben ... wobei die B-Klasse sicher auch kein Glanzstück ist. Und stellen Sie mal einen Porsche Panamera neben einen Aston Martin ...

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urknallmarinchen@yahoo.de 24.12.2013, 10:18
14. Die Langzeitqualität ist einfach klasse...

...meiner hat mich bisher nicht einmal im Stich gelassen. Außer einer neuen Batterie und ein paar Bremsscheiben nach 4,5 Jahren war 0,nix. Mit einem Minivan auf der Autobahn viele Premium-Schlitten hinter sich zu sehen, ist schon 'ne Wucht. Freue mich schon auf den neuen Jazz, bis 2015 ist ja nur noch ein gutes Jahr...

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max__1985 24.12.2013, 10:19
15. Accord Type S

Ich selber fahre einen Accord Type S aus 2010. Das Auto sieht weder langweilig noch hässlich aus! Genug staunende Blicke gab es schon und fast jeder spricht mich auf das gelungene Design an. Einzig die Motorenpolitik stört bei den Wagen. Honda baut mittlerweile sehr gute Diesel, aber bei den Benzinern sind sie gut ein Jahrzehnt zurück, was sich aber zum Glück gerade wieder ändert. Ein V6 fehlt leider auch im Accord, der wird nämlich nur in den Staaten und Japan angeboten. Hier ist der größte Motor ein 2.4 Vierzylinder, und der Motor ist etwas zu klein für den Wagen...

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papayu 24.12.2013, 10:27
16. Die Firma Honda kam 1961/62 nach Deutschland.

Mit jedem Schiff >>>> Maru kamen ein paar Motorraeder mehr. Und das alle ohne ein Einfuhrlizenz zu besitzen. Ueberall wurden Vertretungen gesucht und gefunden, die Honda Maschinen waren den deutschen weit ueberlegen.
Nach der Flut durfte ich die Schaeden feststellen und es gab keine, ein wenig verdreckt, aber das konnte man abwaschen.
Ein Herr Mazuda, ich habe den Namen nie vergessen, liess mich am Schuppen 22-23 mal aufsitzen. Fast waere ich auf dem .... gelandet, so einen Anzug hatte diese.
Dass die Japaner viel besser waren als deutsche
Produkte hatte zur Folge, dass ausser BMW alle andern Marken verschwanden von A( Adler) bis Z.(Zuendapp).
Ich wurde spaeter ein Liebhaber der Japse. Erst einen 300 L und zuletzt ein SUBARU Forester. 12 Gaenge.
Einmal hatte ich einen Marder, da lief der nur auf drei Poetten.
Und hier bin ich nur Japs gefahren, denn es gibt ganz wenige Deutsche und dann noch aus Brasilien oder Mexico.
Wie lange wollen Daimler, Audi und BMW noch solche
STRASSENKREUZER bauen? Bis der Letzte Reiche auch arm geworden ist??
Wenn frueher einer solch Schlachtschiff abstotterte laesterten die Nachbarn ueber etwas zu kurz Geratenes.

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Rastaflip 24.12.2013, 10:32
17.

Zitat von Nabob
Das Auto ist nicht mehr in erster Linie Transportmittel, sondern Indikator für unsere wirtschaftliche Positionierung in der Gesellschaft. Im Grund kann man heute jedes Auto kaufen, weil jedes Auto seinen Zweck gut erfüllt. Das anerzogene Problem beim Deutschen ist eher, dass das Auto ein viel zu hohe Bedeutung gewonnen hat. Was ehemals im Hinblick auf Mercedes-Fahrer geächtet wurde, ist heute bei den jüngeren Generationen sehr viel mehr in die Breite gegangen. Noch nie hat ein Auto für das persönliche Showdown eine so große Rolle gespielt.
Tatsächlich ist ihre Analyse für den deutschen Markt komplett falsch. Während in meiner Generation (Jahrgang 1984) ein Führerschein und im Prinzip auch immer ein eigenes Auto ab dem 18. Geburtstag eine Selbstverständlichkeit sind, hat sich das bei den heutigen jungen Erwachsenen vollkommen verändert. Inzwischen machen nur noch rund drei viertel dieser Leute überhaupt einen Führerschein, während es vor wenigen Jahren eben noch deutlich über neunzig Prozent waren. Und diejenigen, die den Führerschein machen, kaufen sich auch seltener Autos,sondern nutzen auch selbstverständlich Carsharing-Dienste oder mieten sich nur nach Bedarf mal ein Auto und fahren sonst Fahrrad und Bahn.
Woran das liegt darf jeder selbst beantworten, jedenfalls ist das Auto als Statussymbol zumindest bei den jungen Leuten längst durch andere Sachen (vielleicht Smartphones?) ersetzt worden.

Honda verkauft ihre Autos aber auch in ganz anderen Schichten. Mein Großvater beispielweise hat sich inzwischen den zweiten Honda Jazz gekauft, weil er dessen Variabilität und Komfort als Kleinwagen sehr schätzt. Davor ist er, als typischer Wirtschaftswundergewinner, viele Jahrzehnte lang BMW und Mercedes gefahren. Wenn also sowohl jungen als auch alten Leuten das Auto als Statussymbol weniger wichtig wird, wird sich der deutsche Markt langfristig ändern. Unseren deutschen Premiumherstellern kann das aber relativ egal sein, da in anderen Teilen der Welt hunderte Millionen potentielle Kunden bereitstehen, die gerne zeigen, dass sie es wirtschaftlich geschaft haben.

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chaps 24.12.2013, 10:46
18. Kein Image-Schaden

Zitat von thomas.mann1
Das "spiegelt" nicht wirklich das Umfeld von Honda wieder. Honda mag der grösste und wichtigste Motorenhersteller sein. In Sachen eigenen Autos spielt Honda jedoch weder in Europa, noch Asien eine besondere Rolle. Zu tief liegen hier noch die Erfahrungen mit Rover. Sämtliche Kisten aus dieser Produktion un den daraus resultierenden Ingenieuersergüssen waren eine einzige Katastrophe. Sowohl technische Seite, wie auch zur Langlebigkeit und schadeten dem Image von Honda sehr. Heute noch.
Also ich denke nicht dass man bei Honda von Image-Schäden sprechen kann. Man darf nicht vergessen, dass der Hauptmarkt von Honda in den USA liegt. Dort gelten die Autos als extrem zuverlässig und wertbeständig und liegen in Umfragen immer im vorderen Drittel (z.B. aktuelle J.D.Powers Umfrage). In Asien selbst liegt Honda ebenfalls sehr gut im Rennen. Die Rover-Erfahrungen waren gar nicht so schlecht. Die Rover mit Honda-Technik waren die zuverlässigsten Rover aller Zeiten. Manche fahren heute noch herum.
Auch hierzulande gilt Honda als zuverlässig. Ich finde diese Autos toll. Man bekommt 3 Jahre Garantie und ein Design, welches nichts mit dem deutschen Einheitsbrei (Audi, VW, BMW) zu tun hat, Ausnahme ist derzeit vielleicht Opel. Zudem sind die Autos sehr funktional.
Man kann auch schlechter Auto fahren. In der Summe ist Preis/Leistung Ok.

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staas 24.12.2013, 10:52
19. Wenn alte Männer Autos bauen ...

dann kommen eben Krücken dabei heraus. Dass ein paar aufgeblasene Motoren wenig daran ändern können, wird sich schon in den nächsten Jahren zeigen. Honda verkauft heute noch Motoren, etwa im Rollersegment, die vor 20 Jahren entwickelt wurden und die durchaus noch konkurrenzfähig sind. Sie sind heute aber nur noch so gut wie die Konkurrenz und rechtfertigen damit immer weniger die hohen Honda-Preise. Das Problem der ganzen japanischen Wirtschaft und mehr noch der Unternehmen, die besonders von Innovationen leben (oder gelebt haben), ist eben die Demographie. Der japanische Staat hat mit seiner Sozial- und Arbeitsmarktpolitik den unteren Schichten das Kinderkriegen regelrecht ausgetrieben, weil eine exportorientierte Wirtschaft nun mal keine Kinder braucht. Sie stören beim flexiblen Einsatz von Arbeitskräften und führen tendenziell zu einer höheren Steuerquote. Jede Wirtschaft braucht aber junge Menschen - als Arbeitskräfte, als Innovatoren und als Konsumenten. Gemessen an den Geburtenraten von Ländern wie Frankreich fehlen in Japan heute 10 bis 20 Millionen junge Menschen. Das ist ein Todesurteil (vgl. wie alles so kam und warum und was noch kommt).

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