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ICCT-Studie: Diesel-Pkw stoßen teils mehr Stickoxide aus als Lkw
DPA

Die Umweltschützer des ICCT haben einst die VW-Affäre ins Rollen gebracht. Jetzt lösen sie mit einer neuen Studie Besorgnisse aus: Danach sind moderne Dieselautos sogar schmutziger als Lkw.

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teilzeitmutti 06.01.2017, 11:50
20. Das ist auch im Grundsatz nicht falsch

Zitat von Shelly
Ein 40-Tonner verbraucht zwischen 25 und 35 Liter Diesel, sagt Googel, als Vergleich nehmen wir als Vergleich einen PKW, Dieselverbrauch 6 Liter. Stickoxid entsteht vor allem durch N2 und O2 aus der Luft, das dem Verbrennungsmotor zugeführt wird. Ich denke, dass 30 Liter Diesel mehr Luft zum Verbrennen benötigen als 6 Liter Diesel - also auch mehr Stickoxide entstehen (können). Wo also liegt der Fehler? So wie viele Kunden zu Dieselautos gedrängt wurden, sollen sie jetzt durch die "Horrormeldungen" wie Fahrverbot in Städten, Klimakiller, mehr schädliche Stoffe als LKWs, Krebsgefahr (natürlich ist an diesen Argumenten teilweise was dran, das leugne ich ja alles gar nicht) wieder zu den Benzinern zurückkehren? Bevor aber Physik und Thermodynamik außer Kraft gesetzt werden, glaube ich doch eher an ein verstecktes Konjunkturprogramm für unsere arme Autoindustrie.
ändert aber nichts daran, das pro Volumeneinheit Abgas der Stickoxidanteil beim PKW eben höher ist als beim LKW. Eine Rückkehr zum Benziner ist auch nicht unbedingt gewollt, sondern eher der Wechsel zu Benzin-Hybrid oder Elektroantrieb.

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Svante07 06.01.2017, 11:50
21. Seit Jahren bekannt, aber ignoriert.

Man benötigt keine aufwendige Messvorrichtung, um festzustellen, dass gerade moderne Dieselfahrzeuge mit hohe Stickoxid-Emissionen verursachen. Stickoxide wie Stickstoffdioxid und Stickstoffmonooxid zeigen einen Geruch, der an Chlor erinnert. Es lässt sich also riechen.

Diese Emissionen treten trotz Katalysatortechnik auf. Grund isst, dass Dieselfahrzeuge mit Oxidationskatalysatoren ausgestattet werden. Problematische Kohlenwasserstoffverbindungen werden zu Kohlenstoffdioxid durchoxidiert. Leider wird der Stickstoff dabei auch durchoxidiert. Somit sind die Abgaswerte also zu erklären.

Bei Benzinern regelt die Lambda-Sonne die Oxidationsbedingungen, indem zwischen oxidierenden und reduzierenden Bedingungen eingestellt wird. Das ist bei den Dieselfahrzeugen wegen der großen Mengen an Kohlenstoffverbindungen nicht möglich.

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teilzeitmutti 06.01.2017, 11:51
22. Jein

Zitat von alfred13
Nächste Runde der Anti-Diesel Lobby in ihrer unsäglichen, unsachlichen Propaganda gegen diesen Antrieb. Es gibt sie, die sauberen Diesel, nämlich Mercedes E 220d (OM 654). Einfach mal die Ergebnisse der RDE-Tests vom Emission Analytics lesen, anstatt die dusselige Propaganda nachzuquatschen.
der OM654 ändert zunächst einmal nichts an der Tatsache das die Mehrzahl der Fahrzeuge auf den Strassen eben nicht mit diesem Motor ausgerüstet sind. Das Beispiel Opel zeigt das nicht jeder Hersteller in der Lage oder Willens für bessere Abgaswerte zu sorgen.

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suaheli4711 06.01.2017, 11:51
23. ???

Zitat von DerNachfrager
...das gesamte Abgaslabor mit sich herumschleppen. Bei LKW war das kein Problem. Aber die ersten PEMS-Ausrüstungen die in einen normalen Kofferraum passen (inklusive Stromversorgung, denn eine Versorgung über das Fahrzeug würde die Ergebnisse verfälschen) sind erst seit anderthalb Jahren verfügbar. Die Industrie hat sich nicht gesträubt; es war schlicht nicht möglich.
was ein haarsträubender Unsinn.
Wie viel Ahnung haben sie denn von moderner Analytik?
Es gab sicher niemanden der soetwas gebaut hat - wozu auch wenn es nicht gebraucht wird und niemand kauft? (Ähnliches Problem wie E-Autos und Ladestellen)
Aber es so hinzustellen, als ob es nicht möglich wäre ist lachhaft.
Das wäre schon vor Jahren gegangen wenn man es denn gefordert hätte. Die Technik ist schon lange verfügbar und auch in entsprechender Größe

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Stefan_G 06.01.2017, 11:52
24. zu #4

Zitat von Prinz Valium
mit 90 PS meiner Frau, der echte gemessene 4,9l / 100km Diesel verbrennt, ist also umweltschädlicher als der 7,5 Tonner mit > 30l Verbrauch? Echt jetzt?
Was NOx angeht anscheinend schon?
Wieviel AdBlue verbraucht denn der Fiesta pro 100 km?

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kaffeepause9h30 06.01.2017, 11:53
25. Vermutlich...

Zitat von Prinz Valium
mit 90 PS meiner Frau, der echte gemessene 4,9l / 100km Diesel verbrennt, ist also umweltschädlicher als der 7,5 Tonner mit > 30l Verbrauch? Echt jetzt?
... ist der Fiesta noch schmutziger als all die vielen LKW's aus Bulgarien, Rumänien und der Ukraine. Ganz ehrlich: Ich an Ihrer Stelle würde meiner Frau verbieten, weiterhin mit so einer Dreckschleuder rumzukurven.

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crazy_swayze 06.01.2017, 11:58
26.

Es wird höchste Zeit für E-Autos.
Die Steuern für Verbrennenungsmotoren müssen hoch. Die negativen Effekte müssen sich endlich in der Steuer widerspiegeln.

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Stefan_G 06.01.2017, 12:00
27. zu #8

Zitat von Shelly
Ein 40-Tonner verbraucht zwischen 25 und 35 Liter Diesel, sagt Googel, als Vergleich nehmen wir als Vergleich einen PKW, Dieselverbrauch 6 Liter. Stickoxid entsteht vor allem durch N2 und O2 aus der Luft, das dem Verbrennungsmotor zugeführt wird. Ich denke, dass 30 Liter Diesel mehr Luft zum Verbrennen benötigen als 6 Liter Diesel - also auch mehr Stickoxide entstehen (können). Wo also liegt der Fehler?
Beim LKW-Abgas wird dem Rohabgas eine ausreichende Menge AdBlue zugesetzt, aus dem NH3 freigesetzt wird.
NH3 und NOx reagieren im nachgeschalteten SCR-Katalysator zu N2 und H20, man nennt das Abgasreinigung. Der Wirkungsgrad der Abgasreinigung liegt typischerweise bei 90-95%.
Eben das findet bei den untersuchten Fahrzeugen wohl nur auf dem Prüfstand statt, nicht aber auch der Straße.

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romeov 06.01.2017, 12:01
28. Ich glaube gar nichts mehr

...irgendwelche Aussagen von Instituten, Parteien oder Politikern werden ungeprüft einfach abgedruckt. Es würde mich freuen, wenn ein richtiger Fachmann diesen unglaubhaften Beitrag erklären würde.

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oldman2016 06.01.2017, 12:04
29. Pest oder Cholera

Als Laie würden mich die Gründe für den im Vergleich zu Lkw höheren Stickstoffoxid-Ausstoß moderner Dieselmotoren interessieren. Offenbar ist es technisch nicht möglich ist, den Ausstoß an Kohlenstoffdioxid (CO2) zu verringern ohne gleichzeitig den Ausstoß an NO zu erhöhen.
Vielleicht ist es in diesem Fall doch besser, mehr CO2 zu erlauben. Das schadet zwar dem Klima ist aber für den Menschen in unmittelbarer Nähe der Abgase ungefährlicher als das giftige NO.
Insgesamt betrachtet bin ich aber verärgert, dass die staatlichen Stellen nicht in der Lage waren und sind, bei den Pkw ordentliche Messungen der tatsächlichen Abgas-Werte im Fahrbetrieb auf der Straße durchzuführen und die entsprechenden Schlüsse zu ziehen und Maßnahmen zum Schutz der Menschen in den Städten und vielbefahrenen Straßen zu treffen.

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