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Ifo-Studie zur Klimabilanz: Wie das Elektroauto schlecht gerechnet wird
Frederic J. BROWN / AFP

Laut dem Ifo-Institut hat ein Elektroauto in Deutschland eine miesere CO2-Bilanz als ein Diesel. Doch wer ein paar fragwürdige Annahmen in der Kalkulation ändert, bekommt ein ganz anderes Ergebnis.

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Benjowi 23.04.2019, 21:26
100.

Zitat von Kerlenaa
Die Förderung von E-Autos bzw. die Batterie-Produktion stellt eine Riesen Umweltsauerei dar und zwar auch ganz unabhängig von der CO2 Bilanz. Zur Lektüre empfehle ich beispielsweise einen Bericht auf dem weithin als "Qualitätsmedium" bekannten ZDF Nachrichtenportal ( https://www.zdf.de/nachrichten/heute/batterien-die-schattenseiten-der-e-mobilitaet-100.html ). Vielleicht überlegt es sich der ein oder andere angesichts der durch die Lithiumproduktion verursachten Leiden der chilenischen Landbevölkerung, ob es wirklich eine so gute Idee ist die E-Auto-Propaganda fortzusetzen............
Grundsätzlich richtig-unterscheidet sich aber nur unwesentlich von den Umweltsauereien bei der Ölförderung in vielen Ländern. In Nigeria oder auch in Kanada sind die Folgen keineswegs besser. Insofern sind beide Methoden des Fahrzeugantriebs durchaus auf Augenhöhe was die Umweltbelastung und die Folgen für die ansässige Bevölkerung angeht.

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5412 23.04.2019, 21:26
101. Rückzugsgefechte

Zitat von kleinsteminderheit
Wahrheit ist das, worauf sich der Gutachter mit seinem Auftraggeber verständigt. Um so besser, wenn mehrere Gutachter von unterschiedlichen Finanziers beauftragt und mit ihren Wahrheiten am Start sind. Dann ist für jeden was dabei. Mal im Ernst: wahrscheinlich tun wir der Umwelt den größten Gefallen, wenn wir den alten Euro 4 fahren bis er platzt, anstatt ihn lange vor der Zeit zu verschrotten und Ressourcen für einen Elektrokarren aufzuwenden. Sicher ist wohl, dass die Herstellung eines Autos der Umwelt fast mehr schadet als sein Betrieb und dass die Verschrottung funktionierender oder reparierbarer Autos der Umwelt weit weniger nützt als der Autoindustrie.
Der Euro 4 Diesel darf ja gefahren werden also kein Problem. Nur die Städter wollen nicht mehr das damit Kinderlungen zugedieselt werden.
Man merkt deutlich wie eng es für die Gegner wird. Erst das Lügenpamphlet von Köhler und der handvoll Diesel fahrenden Lungenärzte und jetzt Unsinn! Was für ein Glück für (Be)Scheuer(t) dass schnell der Blödsinn geklärt wurde. Der hätte ich wieder aufs falsche Pferd gesetzt für den nächsten Watschentanz.
Und schön das der Author mal klar macht, dass der Bezug von Ökostrom auch in Deutschland entscheidend ist. Wir werden aber eine eigene PV Anlage aufs Dach schnallen. Bei Erzeugungskosten von 11ct/KWh und 1,60€/100km kann ich einfach nicht mehr wiederstehen. :)

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viellärmumnichts 23.04.2019, 21:28
102. Tesla 3 ist ein E-Sportwagen ???

Ich finde der Vergleich hinkt gewaltig.
Eine C220 d ist eine Mittelklasse Limousine, den Tesla 3 den ich kenne ist eher eine Kompaktlimousine.
Die theoretischen Fahrwerte eines Tesla 3 mögen sich sportlich anhören, aber um mit der Fahrweise eines typischen Tesla mithalten zu können, mit 85 km/h hinterm LKW, da reicht auch Golf 1.6 tdi oder gleich der Basis Automatic Golf mit 105 benzin ps.
Wir haben es ja verstanden ... SPON muss die deutsche Diesel Industrie für seine Leser hassen.
Aber dann bitte doch jemand mit technischem Sachverstand fragen.

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5412 23.04.2019, 21:29
103.

Zitat von lussan
Jede Veränderung der Variablen führt zur anderen Ergebnissen. Insoweit ist den Autoren zuzustimmen, dass sich die Variablen zu Gunsten des E-Autos voraussichtlich verändern werden, aber... Ergebnisse aus Norwegen, wo der E-Auto-Anteil am höchsten ist, zeigen, dass die Nutzung der E-Autos im Vergleich zu Verbrennern erheblich zugenommen hat und damit eine geringere Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel einhergeht. Das macht einerseits den ÖPNV noch teurer und verändert die Bilanz zu Lasten der E-Autos wieder. So sehr ich mir ja eine Energiewende wünsche, macht mir das menschliche Verhalten doch in diesem Zusammenhang auch ein bisschen Sorge.
Wo kann man das ersehen, dass in Norwegen nur die BEV und nicht die Verbrenner dem ÖPNV geschadet haben? Sind alle ÖPNV Nutzer geschlossen aufs BEV umgestiegen?

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helmut.alt 23.04.2019, 21:30
104.

Zitat von michi_meissner
Ich hätte diesen Artikel gar nicht gebraucht, um über die Sinn-Studie zu lachen. Mein erster Tesla hat heute 310.000 km runter (S85 aus 2013) und der erste Akku schafft immer noch mehr als 90%. Der zweite Tesla hat nun 80.000 runter und der Akku liegt bei 99,x% Kapazität. Wie kommen die bitte auf absurde 150.000 km Lebenszeit? Dazu tanke ich zu 90% Ökostrom, weil ich über eine eigene Solaranlage verfüge, meine eigene Rechnung käme dann auf 18g pro km. Viele Tesla Supercharger werden direkt aus Solaranlagen beliefert, die habe ich jetzt mal gar nicht mitgezählt. Da kann sich der Diesel direkt an die Wand stellen! Schlimm, dass Herr Sinn sich nun offenbar von der Autoindustrie finanzieren läßt.
Mit Verlaub, Ihre Angaben sind unglaubwürdig: Im Jahr fahren Sie also an die 60 000 km, das sind ja fast 300 km pro Arbeitstag. Da bleibt ja kaum Zeit das Vehikel wieder aufzuladen. Der Akku scheint auch ein Phänomen zu sein: nach so vielen Ladezyklen noch 90% der Ursprungskapazität. Wie war denn so die Reichweite Ihres Tesla im Winter, bei -10°C? Sie haben sich doch nicht von Tesla finanzieren lassen?

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Ökofred 23.04.2019, 21:31
105. Strommix

Zitat von Trevor Philips
Ist es nicht auch schade das weniger seriöse selbsternannte "Qualitätsmedien" die Elektrospielzeuge mit dem "Idealfall" schön rechnen. Das ist noch nicht mal mehr "fragwürdig" sondern nachgerade gelogen. Im Januar lässt man das Spielzeug dann wohl besser stehen: https://www.energy-charts.de/energy_pie_de.htm?year=2019&month=1&day=24&fbclid= IwAR0XO7E5C2Yi0-qPL8KWliSZ7w9b0tt5niTIt09VqiJgpp3aXh4xE5Jp5M8
Verstehe, Sie kaufen jeden Monat ein eigenes Auto., dann ist der TESLA für DIESEN Monat ungeeignet gewesen. Üblicherweise müssen Sie natürlich den MITTLEREN Strommix verwenden, nicht einfach ein herausgegriffenes Datum.

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5412 23.04.2019, 21:32
106.

Zitat von Kerlenaa
Die Förderung von E-Autos bzw. die Batterie-Produktion stellt eine Riesen Umweltsauerei dar und zwar auch ganz unabhängig von der CO2 Bilanz. Zur Lektüre empfehle ich beispielsweise einen Bericht auf dem weithin als "Qualitätsmedium" bekannten ZDF Nachrichtenportal ( https://www.zdf.de/nachrichten/heute/batterien-die-schattenseiten-der-e-mobilitaet-100.html ). Vielleicht überlegt es sich der ein oder andere angesichts der durch die Lithiumproduktion verursachten Leiden der chilenischen Landbevölkerung, ob es wirklich eine so gute Idee ist die E-Auto-Propaganda fortzusetzen............
Wollen wir mal alle wirklich ALLE Folgen der Erdölförderung einpreisen? Wollen Sie die Kosten für die komplette Reinigung (u.a. der Ozeane)? Und bevor die Kobalt Peanuts kommen ein Text den ich gefunden habe und sehr lesenswert finde.
„Da sitzt der Wutbürger an seinem Rechner und liest von den - zurecht kritikwürdigen - Zuständen im Kobalt Abbau und kommt aus dem echauffieren nicht mehr raus.
Zur Beruhigung ein Stück Sklavenschokolade runtergespült mit einer Tasse Sklavenkaffee. Die fleckigen Finger wischt er am Sklaven T-Shirt sauber, um dann seine Ergüsse in die Tastatur (Hardware, Foxconn synonym für Sklavenarbeit) zu hämmern. Weil überall ist es ok davon zu profitieren. Nur beim BEV nicht. Interessante Sichtweise auf diese Dinge. ;)“

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mark.muc 23.04.2019, 21:32
107.

Zitat von michi_meissner
Dazu tanke ich zu 90% Ökostrom, weil ich über eine eigene Solaranlage verfüge, meine eigene Rechnung käme dann auf 18g pro km. Viele Tesla Supercharger werden direkt aus Solaranlagen beliefert, die habe ich jetzt mal gar nicht mitgezählt. Da kann sich der Diesel direkt an die Wand stellen!
Sie machen einen Denkfehler: Mit jeder kWh die Sie tanken, wird woanders genau diese kWh zusätzlich benötigt und dazu wird schmutziger Strom aus schmutzigen Kraftwerken herangezogen. Mögen Sie die Umwelt mit Ihren Solarzellen schonen, so folgt daraus keineswegs, daß es ökologisch sinnvoll ist, damit ein Auto zu betanken.

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Faktomat 23.04.2019, 21:32
108. Verbrauchswerte

Zitat von Lobinj
Herr Dr. (Un)Sinn hat natürlich NEFZ Werte genommen. Die es für das M3 gar nicht gibt, wohl aber für den Mercedes. Nun ist es bekannterweise so, dass die Realwerte beim E-Auto näher am WLTP Wert liegen als beim Diesel. Beim Tesla wurde der WLTP Wert genommen, beim Mercedes hingegen der NEFZ Wert. Dadurch wurde das E-Auto einfach mal so mir nichts Dir nichts 30% schlechter gemacht. Die Werte im Vergleich: Diesel: 4.5l/100km. gemäss Spritmonitor in Realität: 6.6l/100km = +46% Tesla: 15kWh/100km. gemäss Spritmonitor in Realität: 17.7kWh/100km = +18% Das heisst der Unterschied liegt bei 28% zugunsten des Diesels nur durch Tricksen mit den Verbrauchsangaben. Der Herr Dr. (Un)Sinn dürfte wohl nur noch für das Eike Artikel schreiben dürfen, denn dort sind Fakenews Programm.
Heute, FAZ: Normverbrauch für Modell 3: 15.0 kWh. Gemessener Testverbrauch: 20,1 bis 30, 4 kWh, Schnitt 24, 6. Abweichung zwischen Norm- und Realverbrauch: 64%. Noch Fragen ?

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maxmarius 23.04.2019, 21:33
109. Komische Studie

Ich habe noch nicht viele IFO-Studien gelesen, aber sind die alle so geschrieben? Als ob man es einem Kind erklären will + ein paar wissenschaftlich anmutende Anmerkungen.
Ist aber auch egal, solange mit den Angaben des Herstellers gerechnet wird ist die Studie Kokolores.
Die Verbrauchswerte werden in der Realität nicht erreicht und alle "Abgasbehandlungsmaßnahmen" sind sicherlich auch noch nicht entdeckt worden.

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