Forum: Auto
Ifo-Studie zur Klimabilanz: Wie das Elektroauto schlecht gerechnet wird
Frederic J. BROWN / AFP

Laut dem Ifo-Institut hat ein Elektroauto in Deutschland eine miesere CO2-Bilanz als ein Diesel. Doch wer ein paar fragwürdige Annahmen in der Kalkulation ändert, bekommt ein ganz anderes Ergebnis.

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kpkuenkele 23.04.2019, 23:06
220. E-Auto schön gerechnet

Tatsache bleibt, dass ein Tesla 3 etwa 30 Prozent mehr CO2 produziert als mein 150 PS Diesel-SUV. Ich brauche keinen 300 PS Boliden, auch wenn in dieser Leistungskategorie das E-Auto besser abschneiden würde. Auch möchte ich gerne die Autoindustrie in Deutschland halten und nicht darauf bauen, dass E-Autos im Ausland CO2-neutral produziert und mit importiertem Atomstrom betrieben werden. Da pfeife ich lieber auf Öko.

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Faktomat 23.04.2019, 23:07
221. Denkfehler

Zitat von realistisch gesehen
Ich habe eine Frage, vielleicht kann mir ja hier im Forum jemand eine Antwort darauf geben: wenn wir heute unseren gesamten Energiebedarf zu 30-40 % aus erneuerbaren Energien decken können, wo genau kommt dann der ZUSÄTZLICHE Strom her, den wir für die Elektrifizierung der Autos benötigen? meine Antwort darauf lautet bisher: aus der Verstromung von Kohle! Wir werden es ja voraussichtlich niemals schaffen, über unseren derzeitigen Bedarf hinaus Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, einfach weil wir nicht den Wind, die Flächen und die Sonne zu Verfügung haben, die benötigt werden würden. Demzufolge rechnet das ifo-Institut tatsächlich mit vollkommen falschen Zahlen! Bitte helft mir, wo ist mein Denkfehler?!
Der zusätzliche Strombedarf wird durch Kernenergie gedeckt. Wohl kaum in Deutschland. Aber es gibt weniger hysterische Völkchen in Europa. (Obwohl, wenn jetzt auch Kinder AKW's goutieren, wer weiss).

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claudiusb 23.04.2019, 23:09
222. ifo-Institut...

...kann ich schon seit Jahren nicht mehr ernst nehmen.
Wird übrigens zu ca. 2/3 aus öffentlichen Geldern finanziert, zum restlichen Drittel aus anderen meist öffentlichen Quellen (Wikipedia).
Also im Wesentlichen aus Steuergeldern.
Frage: wofür braucht man so einen sog. "gemeinnützigen" Laden?
Die von dort kommenden "Berichte", wie der, um den's hier geht, sind aus meiner Sicht i.d.R. für die "Tonne".

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uguntde 23.04.2019, 23:09
223. Strommix wie in Schweden (fast ausschließlich Öko- und Atom-Strom) ...

Interessant, dass der Spiegel jetzt die Vorteile von Atomstrom bemerkt hat> Norwegen ist ein schlechtes Beispiel, das sind nur 5.3 Millionen Einwohner auf ein riesiges Land mit viel hydroelektrischer Energie verteilt. In Deutschland kommt man da nur hin wenn man mehr auf Atomstrom verlagert. Windenergie ist weitgehend ausgereizt, im Bereich Solarenergie gibt es sicher noch Resourcen, aber keien gewaltigen, wenn man nun Kohlestrom abbaut wird man Gas oder Öl verbrennen. Hinzu kommt, dass man das Stromnetz massiv ausbauen muss, wenn plötzlich alle E-Autos fahren wollen. 2-3 Ladestationen pro Straßenzug in Wohngebietensind im Moment möglich.

Ich denke dennoch, dass batterieelektrische Fahrzeuge eine Chance haben werden, aber sinnvoll sind die nur, wenn es gelingt viel bessere Batterien zu bauen (kürzere Ladedauer, höhere Energiedichte, höhe Lebensdauer). De Technologie dafür ist aber nicht in Sicht. Tesla lötet buchhstäblich tausende kleiner Akkus aneinander.

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syracusa 23.04.2019, 23:10
224.

Zitat von peter.eberl.pe
Überhaupt: woher soll die durch die Umstellung auf E-Mobilität zusätzlich in D benötigte Energie stammen?
Der Stromverbrauch Deutschlands würde durch die vollständige Umstellung aller 45 Mio PKW auf Elektromobilität nur um 20 bis 25% steigen. Der derzeitige jährliche Zuwachs an EE-Stromerzeugungskapazitäten in Deutschland würde für 100 mal mehr neue Elektroautos jährlich ausreichen. In 20 Jahren erfolgt schon heute weitaus mehr Zubau an EE-Stromerzeugung, als E-Autos je verbrauchen werden.

Wir werden noch andere neue Stromverbraucher haben, die weitaus mehr Strom brauchen. Mit fossilen Brennstoffen zu heizen ist ein Anachronismus. Wenn wir Erdgas mit Brennwert von 1 kWh im Kraftwerk zu 0,6 kWh Strom verbrennen, dann kann eine Wärmepumpe mit JAZ von heute üblichen 4,5 daraus satte 2,7 kWh Wärme für eine Wohnung erzeugen. Die Brennwerttherme macht nur 0,95 kWh Wärme daraus. Und auch diesen Strom werden wir zusätzlich zu dem für die Elektromobilität vollständig aus EE decken können.

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spon_4748061 23.04.2019, 23:11
225. Welche Laufleistung ist realistisch?

https://www.ace.de/fileadmin/user_uploads/Der_Club/Presse-Archiv/Grafiken/ace-studie-fahrzeugbestand-altert.pdf

Das Durchschnittsalter der zugelassenen Fahrzeuge steigt und auch die Verschrottung steht durchschnittlich erst nach 14 Jahren an. Allerdings lässt sich ebenfalls feststellen, dass die Gesamtfahrleistung aller Fahrzeuge von Jahr zu Jahr steigt, jedoch aufgrund des stetig steigenden Gesamtfahrzeugbestands die individuelle Fahrleistung von Jahr zu Jahr abnimmt.

Somit stellt sich die Frage, ob eine Gesamtfahrleistung von 150.000 km bzw. bis zu 192.000 km realistisch ist.

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claudiusb 23.04.2019, 23:15
226. ifo-Institut...

...kann ich schon seit Jahren nicht mehr ernst nehmen.
Wird übrigens zu ca. 2/3 aus öffentlichen Geldern finanziert, zum restlichen Drittel aus anderen meist öffentlichen Quellen (Wikipedia).
Also im Wesentlichen aus Steuergeldern.
Frage: wofür braucht man so einen sog. "gemeinnützigen" Laden?
Die von dort kommenden "Berichte", wie der, um den's hier geht, sind aus meiner Sicht i.d.R. für die "Tonne".

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MartinHa 23.04.2019, 23:16
227. Mit dem Strommix zu rechnen ist richtig

Hier in den Kommentaren wird mehrfach vorgetragen, dass Elektroautos zu 100% Fossil fahren, da die Ökostromkapazität begrenzt ist und somit jeder zusätzliche Stromverbrauch nur durch konventionelle Kraftwerke gedeckt werden kann. Die Argumentation ist aber falsch. Die Ausbauziele der Bundesregierung, aufgrund derer die EEG-Vergütung wird, bezieht sich auf einen prozentualen Anteil von Wind und Solar an der gesamten Stromproduktion. Wenn nun aufgrund von Elektroautos oder Wärmepumpen der gesamte Strombedarf steigt, bedeutet dies, dass auch dieser zusätzliche Strombedarf durch den gleichen Prozentsatz an erneuerbaren Energien gedeckt werden muss. Korrekterweise muss man also den zu erwartenden durchschnittlichen Strommix über die Lebensdauer des Fahrzeugs verwenden, um die CO2-Emissionen durch den Fahrstrom zu bestimmen.

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Faktomat 23.04.2019, 23:19
228. Garantien

Zitat von 5412
200.000km Garantie sind schon Standard so wie der aktuelle Stromüberschuss aus dem Stand schon für 20 Mio. BEVs reichen wird. Warum muss man solche nachprüfbaren Fakten hier eigentlich gefühlt 1000 mal wiederholen?
Es ist eine einzige Firma, welche sich nach normalen Kriterien bereits in der Insolvensverschleppung befindet, welche eine langjährige Garantie auf ihre Autoakkus verspricht. Positiv: Es trifft keine Arme und keine Gescheite.

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Bibs1980 23.04.2019, 23:24
229.

Zitat von chense90
... wir rechnen also mit geringerer Reichweite ... richtig wäre eine Batterie anzusetzen die die Reichweite des Verbrennungsmotors erreicht ... ach die gibts ja noch gatnicht? und schon hat dad E-Mobil endgültig gegen den Verbrenner verloren ...
An wievielen Tagen im Jahr brauchen Sie die Reichweite eines Diesel? Und selbst wenn...finden Sie es dann nicht unverantwortlich, 9 Stunden am Stück zu fahren ohne Pause?

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