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Ifo-Studie zur Klimabilanz: Wie das Elektroauto schlecht gerechnet wird
Frederic J. BROWN / AFP

Laut dem Ifo-Institut hat ein Elektroauto in Deutschland eine miesere CO2-Bilanz als ein Diesel. Doch wer ein paar fragwürdige Annahmen in der Kalkulation ändert, bekommt ein ganz anderes Ergebnis.

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Bibs1980 23.04.2019, 23:31
230.

Zitat von bommerlunder
Wieso sollte man von 100% Ökostrom ausgehen? Das ist nicht die Realität in Deutschland, und Deutschland ist nicht Norwegen. Dann könnte man auch von CO2-neutralem Biodiesel ausgehen, dann kommt das E-Auto nicht mehr mit. Und von Biogas spricht man leider gar nicht mehr. Ist ebenso CO2-neutral und abgasarm.
In Deutschland werden ca. 3 Mio. Tonnen Biodiesel hergestellt, schätzt der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie. Die meisten Hersteller nutzten dazu Raps (62%), Altspeisefette (25%) sowie Soja, Palm- und sonstige Fette.
Wenn bei der Lithiumgewinnung auf die Umweltschäden verwiesen wird, sollte man die durch Soja- und Palmmonokulturen verursachten Schäden nicht verschwiegen werden.
Biodiesel siedet gewöhnlich bei höheren Temperaturen als Petrodiesel. Durch die nur teilweise Verbrennung von Biodiesel entstehen Rückstände, die sich etwa auf Motorteilen oder dem Partikelfilter absetzen. Autos, die mit reinem Biodiesel betankt werden, benötigen deshalb eigens dafür konzipierte Motoren. Diese finden Sie aber bei keinem Hersteller von Serienfahrzeugen.

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claudiusb 23.04.2019, 23:32
231. Wieso e-Autos mit 200 PS oder mehr als Vergleichsbasis?

Es wird, früher oder später, Tempo 130 auf Autobahnen und Tempo 80 auf Landstraßen kommen.
Wer braucht dann 200+ "PS-Gurken"? Die sind so aus der Zeit wie Steinäxte.
Da würde es mehr "Sinn" (netter Sprachwitz am Rande) machen, einen 0,9 Liter Turbo-Benziner (haha) mit
rund 100 PS gegen ein E-Auto mit gleicher Leistung zu rechnen.

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quengelliese 23.04.2019, 23:34
232. In aller Kürze:

Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!
Pro oder contra Elektroauto werden einzelne Variablen (bzw. ganze Sträuße davon...) nach Belieben & Bedarf letztlich willkürlich modifiziert, bis das genehme Ergebnis herauskommt - oder?
Welche Fahrzeugart aber unter realistischen Produktions- und Nutzungsbedingungen am Ende die bessere Umweltbilanz aufweist, weiß ich jetzt immer noch nicht...

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claudiusb 23.04.2019, 23:35
233. Wieso e-Autos mit 200 PS oder mehr als Vergleichsbasis?

Es wird, früher oder später, Tempo 130 auf Autobahnen und Tempo 80 auf Landstraßen kommen.
Wer braucht dann 200+ "PS-Gurken"? Die sind so aus der Zeit wie Steinäxte.
Da würde es mehr "Sinn" (netter Sprachwitz am Rande) machen, einen 0,9 Liter Turbo-Benziner (haha) mit
rund 100 PS gegen ein E-Auto mit gleicher Leistung zu rechnen.

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arminreimer 23.04.2019, 23:42
234. soviel Blödsinn in einem Artikel .... WOW!

nur noch eine Anmerkung: Die Netze der Stromversorger schaffen es schon heute nicht genügend Ladestationen mit Strom zu versorgen. Sie sind dafür nicht ausgelegt und schon jetzt vielerorts ausgelastet.

Aber witzig, man nehme den Konzernen die Kraftwerke weg und dann sollen diese für lau das Netz ausbauen. Ernsthaft?

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matze-lehnert 23.04.2019, 23:43
235.

Was soll man dazu sagen...es wird hin und her gerechnet und der Ottonormalverbraucher soll es richten.
Anstatt sich die Autoren, sowie auch die Lobbyisten, die den Politikern das Geld zuschieben um Ihren Müll zu verbreiten, damit beschäftigen FÜR ALLE eine Lösung zu finden und nicht nur an Ihren Profit denken würden, gebe es gar keine Debatte!
Anstatt mit Windkraftanlagen Energie zu erzeugen, die wiederum genutzt werden kann um ECO-Fuels herzustellen damit jeder davon profitiert, auch die Umwelt.
Nein, es werden der Erde lieber Ressourcen geklaut um sich selber die Taschen voll zu stecken!
Und eins scheinen die Leute immer zu vergessen: Das essen im Einkaufszentrum kommt nicht im Tesla, sondern im LKW!
Und dieser kann und wird definitiv nicht mit E-Antrieb fahren!

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knut.koenig 23.04.2019, 23:45
236. Tesla ist völliger Quatsch!

Richtig ist, dass ein Kleinwagen günstiger fürs Klima ist. Falsch ist, dass man deshalb einen Tesla kaufen sollte.
Wer ein Langstreckenauto kaufen will, der ist beim Diesel gut aufgehoben. Die Autoren fabrizieren völligen Blödsinn, wenn sie die Leistung zum Maßstab nehmen. Mit einem 2 Liter Diesel mit ca 140 bis 180 PS ist man völlig ausreichend motorisiert und verbraucht 4,5 bis 6 Liter Diesel, wenn man so fährt, wie man mit einem Tesla fahren sollte, damit man die optimale Reichweite erreicht. Dann kommt man aber mit dem Benz oder dem Passat, der eher als Vergleich herangezogen werden sollte, allerdings 1200 km weit, ohne zu tanken. Ein Tesla zu den Preisen, zu denen diese angeboten werden, sind in einer Liga, in der der Otto Normali nicht Autos kauft. Der Handelsvertreter schaut auf Qualität und Funktionalität, und auch der wird sich den Tesla somit nicht kaufen. Ein Kleinwagen mit knapp 200 km Reichweite als Stromer ist aber eben preislich ebenfalls ein Ding, das keiner braucht, zumindest wenn der Preis ins Spiel kommt. Erst, wenn die wirklich Großen der Branche so richtig eingestiegen sind und die Preise vergleichbarer werden, wird man über E-Autos anders denken, als über nette Dinge zum Branzen. Tesla ist derzeit was für Menschen mit zu viel Geld und einem Sendungsbewusstsein(frohe Ostern). Warten wir mal ab, was auf dem Wasserstoffmarkt noch so kommt, und lasst uns dann vergleichen. Im Übrigen - was ist mit Bus, Bahn, Klapprad und den eigenen Füßen? Die Bahn hat man in Deutschland und Amerika kaputt gemacht und der Bus ist bei uns auf dem Land sehr großzügig getaktet. Da steckt viel mehr Potential für die Umwelt drinn, als in einem Tesla! Studien hin, Studien her - irgendeiner gibt Geld dafür. Für uns bedeutet Mobilität Leben oder Dahin kommen, wo wir den Unterhalt dafür erarbeiten - mit einem Tesla arbeiten wir dann aber nur für ... Tesla.

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mart!n 23.04.2019, 23:46
237. ..etwas otimistischere Annahmen.....

Geil! Wir nehmen also Atomstrom aus Norwegen, den Strommix, den wir uns in D für das Jahr 2035 erträumen, schalten schon mal paar Kohlekraftwerke in China imaginär ab und unterschlagen, dass der Tesla/Benz-Vergleich schon gepasst hat, denn die Spitzenleistung des Tesla wird ja nach wenigen Augenblicken heruntergeregelt, und schwupp, schon steht das E-Auto viel besser da? Man muss sich nur mal die angegebenen Reichweiten und die tatsächlich erzielbaren Distanzleistungen anschauen, um zu merken, dass beim Stromer noch viel krasser gemogelt wird als bei den Verbräuchen von Verbrennern. Man könnte ja mal bei der Post in CH nachfragen - all die schönen Postroller mit den 15 Jahre lang haltenden Akkus waren nach wenigen Jahren als wirtschaftliche Totalschäden ausgemustert. Das zweite Leben der Akkus heißt da Sondermüll. Angesichts der Energie und Rohstoffe, die in die Herstellung dieser Ökomobile gesteckt wurden war das E-xperiment natürlich auch ein ökologischer Totalschaden. Den man am besten wiedergutmacht, indem man die Realität ignoriert und mit Wunschzahlen aus der Zukunft solange rechnet, bis das Ergebnis stimmt..... Die Autoren dieser Wünschdirwas-Gegen"studie" unterschlagen auch, dass z.B. die Streetscooter der Post ihre Runden nicht schaffen, weshalb man teilweise zwei Streetscooter herstellen und unterhalten muss, um einen Diesel zu ersetzen. Berücksichtigt man das, schaut es für den Stromer ganz übel aus. Will aber niemand hören. Wir rechnen dann einfach mit dem Wunsch-Akku, den es in 10 Jahren für den Streetscooter hoffentlich geben wird.....

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landei23 23.04.2019, 23:46
238.

Wie Volkswirte, die es eigentlich gewohnt sind Daten zu modellieren, eine solch eindimensionale Betrachtung publizieren können, ist mir schleierhaft. Mit Rum bekleckert hat sich dieser Verein da ja nicht gerade.

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ruediger 23.04.2019, 23:49
239.

Die IFO Studie behandelt heute verfügbare Produkte und nicht theoretisch irgendwann vielleicht mögliche Produkte (wie der SPON Artikel). Tatsächlich muss man sogar mit dem Grenzstrommix (also fast 100% Kohle) rechnen wenn man heute ein Elektroauto kauft. Auch gibt es keinen Käufer dem die heutigen Batterien zu groß sind. Die Reichweiten müssen für ein universell verwendbares Fahrzeug noch stark steigen. Alles andere ist ein reines Stadtauto (also ein Zweitwagen)

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