Forum: Auto
Ifo-Studie zur Klimabilanz: Wie das Elektroauto schlecht gerechnet wird
Frederic J. BROWN / AFP

Laut dem Ifo-Institut hat ein Elektroauto in Deutschland eine miesere CO2-Bilanz als ein Diesel. Doch wer ein paar fragwürdige Annahmen in der Kalkulation ändert, bekommt ein ganz anderes Ergebnis.

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Hoellenhagen 24.04.2019, 09:57
410. Es geht doch nicht um einen Streit ums Wahre.

Es geht darum, der Öffentlichkeit klar zu manchen, dass E-Autos ebenfalls die Umwelt -ähnlich wie die anderen Energieerzeuger- belasten. Wie jede Technologie. Sie hingegen gehen sofort ins Kleingedruckte und bezweifeln die Methoden und die Personen, die die Botschaft überbringen. Ihre Methode, die jedem Kundigen Ihr Niveau verrät. Dass Sie hier am liebsten die Boten umbringen, hat man schon im Fall Thilo Sarrazin gemerkt. Oder in Ihrem früheren Kampf gegen Helmut Schelsky. Hingegen haben Sie die absurden Thesen des Herrn Karl Marx nie angezweifelt. Selbst dann nicht, als diese falsifiziert wurden. Das ist eben Ihre Religion.

Dies (dass Energieerzeugung nur die Umwandlung vorhandener Energien ist -siehe auch Sonnenlicht und Wind-) ist schon im dem physikalischen Gesetz der Entropie aus der Thermodynamik begründet. Wer diese Binse in einem quasi religiösem Wahn negiert, hat die geistige Qualität von Kreatonisten.

Sie werden es an der nun kommenden Schmutzkampagne der Ökos gegen die Wissenschaft wieder einmal merken, was in diesem Lande gilt: gefühlige Ein- und Halbbildung.

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spaceman_ 24.04.2019, 09:58
411. Ich rechne mir die Welt, so wie sie mir gefällt.

Es kommt immer darauf an, welche Annahmen man nimmt. Der Artikel beschreibt gut das mögliche Potenzial von Elektroautos, wohl aber weniger die heutige Situation. Das ist aber was die IFO-Studie versucht. Wo sich beide einig sind ist aber die Tatsache, dass die EU Vorgabe Elektroautos mit 0g CO2/km in den Flottenmix der Hersteller zu rechnen falsch ist. Hier wartet man aber noch vergeblich auf den Aufschrei der Öffentlichkeit. Jeder rechnet sich die Welt, so wie sie ihm gefällt und beansprucht dann die Wahrheit für sich. Die Diskussion hat mittlerweile mehr mit einem Glaubensbekenntnis zu tun als damit Argumente gegeneinander abzuwägen und zu einem gemeinsamen Verständnis zu kommen.
Der Artikel trägt leider nicht zu einer Versachlichung der Diskussion bei.

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litholas 24.04.2019, 09:59
412.

Zitat von nachtmahr79
Halten wir also fest: Die Zahlen des Ifo-Instituts sind für Deutschland, zum aktuellen Zeitpunkt realistisch. ...
Wer sich überhaupt auf die Argumentation der Ifo-"Studie" einlässt, der ist den Verfassern schon auf den Leim gegangen. Die ist eine reine Nebelkerze. Das Spezialgebiet von Primärenergie-(Un)Sinn, einem bekannten Pro-Kernkraft- und Anti-EE-Agitator. Geschickt in wissenschaftlichen Anschein gekleidete Strohmänner aufbauen und dann in der Luft zerreissen. Desinformation unter Missbrauch scheinbarer akademischer Legitimation.

Wenn man den CO2-Ausstoss der Menschheit überhaupt als relevent ansieht, dann müssen die Kohlekraftwerke alternativlos weg bzw kaum noch Strom erzeugen. Und dann und deswegen ist es unerheblich, wie viel CO2 Kohlekraftwerke ausstossen, wenn E-PKW mit Strom gebaut oder betrieben werden. E-PKW werden im gleichen Masse sauberer, in dem der Strom sauberer wird.

Verbrenner-PKW dagegen stossen ohne wenn und aber VIEL ZU VIEL(!) CO2 aus.

Und sobald 60 oder 70 oder 80% EE erreicht sind, dann fallen nicht über Nacht 50 Millionen voll entwickelte E-PKW inklusive Infrastruktur vom Himmel. Gerade die Infrastruktur aufzubauen dauert Jahrzehnte. Von daher muss Jahrzehnte vor dem Erreichen der 60, 70 oder 80% EE damit angefangen werden, um dem möglichen Minimum der Treibhausgasemissionen nahe zu kommen.

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Dr. homo oeconomicus 24.04.2019, 09:59
413.

Zitat von Palmstroem
Auch das Ifo-Institut wird den Diesel nicht retten. Die Autokonzerne planen bereits den Umstieg auf das Elektro-Auto. VW zum Beispiel wird ab 2040 keine Verbrennungsmotoren mehr produzieren.
Das ist lediglich eine Absichtserklärung. Nicht mehr. Und der Zeitraum ist mehr als 20 Jahre. Bis dahin fliesst noch sehr viel Wasser die Donau herunter.

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eikone 24.04.2019, 10:05
414. endlich mal ein Veto gegen da E.Auto

all die kalkulationen sind für den verbraucher ohnehin schwer zu überprüfen. doch ein logischer Schluss den wir alle kennen wird nie berücksichtigt. Wer bitte hat schon einmal von einem Akku gehört der 5 oder vielleicht 10 Jahre die gleich gute Leistung erzielt??
bei 150000 km und ca 20000 im Jahr müsste man das Auto also 7+ Jahre fahren.
ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das die Akkus dann noch die gleich gute Kapazität aufweisen.
Soll heißen.. der dumme Kunde muss sich neue Akkus für ein paar tausend Euro kaufen, die Einsparung an Verbrauch ist dahin und die Umwelt Bilanz sowieso.
was für ein Mist

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brotfresser 24.04.2019, 10:06
415. Genau diese Frage könnten die Hersteller

Zitat von omop
aber ein Schönreden hilft auch nicht weiter. Das die Lebensdauer der Batterie/Akkus endlich und ein Problem in der Nachfolgeverwertung darstellt, ist valide. 150000 km ist schon eine sehr stolze Laufleistung für einen Akku, da würde mich doch wirklich mal interessieren wieviele das tatsächlich schaffen, geschafft haben. Bei Verbrennungsmotoren weiss man, dass diese bei guter Pflege auch locker das doppelte schaffen. Also bitte nicht immer diesen Abgesang auf den Verbrenner, auch dort geht die technologische Entwicklung weiter.
wie TESLA beantworten. Wollen sie aber nicht. Übrigens die Garantie bei TESLA sieht so aus:
"Model 3 - 8 Jahre oder 160.000 km (je nachdem, was zuerst eintritt) und Aufrechterhaltung von mindestens 70% der Batteriekapazität über die Garantielaufzeit." Also nicht mit 90+x Prozent nach 200000km.

P.S.: mein Diesel läuft im Moment bei 440000km ohne Probleme. Alter 12 Jahre.

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kakophoniephobie 24.04.2019, 10:07
416. Globalisierung ade - unserer Umwelt zuliebe!

Zitat von grbxx
Anstatt das CO2 Problem der Batterieautos zu relativieren, sollte man die Schwachstellen deutlicher hervorheben. Es bringt nichts sich ein Batterieauto zu kaufen nur um ein reines Gewissen zu haben, wenn am Ende die CO2 Ziele nicht erreicht werden. Außerdem gehen die Dieselkäufe massiv zurück, wegen Stickoxiden nicht wegen CO2. Ihr habt also gleich zweimal auf den falschen Busch gehauen, wenn nicht sogar dreimal ... kann das ifo Institut auch nicht leiden, aber im Grunde habt ihr denen gerade einen grossen Gefallen getan ...
Den Diesel will keiner mehr haben, und zwar aus zweierlei Gründen: Erstens weil er schlechtgeredet wird, zweitens wegen der Stickoxide, nicht aber wegen des CO2. Ich denke, für längere Strecken gibt es zum Diesel noch keine Alternative (weder auf den Straßen - Lkws - noch auf den Meeren - insbesondere Containerschiffe). Oder aber wir meinen es wirklich ernst: Die Lösung des Umweltproblems bestünde dann wohl in der Beendigung der Globalisierung, d.h. des Austauschs von Gütern. In letzter Konsequenz: Jeder kauft nur noch das, was in seiner näheren Umgebung, seiner Heimat hergestellt wird. Alles andere ist als Luxus auf Kosten unserer Umwelt anzusehen.

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heinzerichii 24.04.2019, 10:07
417. Elektroauto und saubere Energie

Auch wenn das E-Auto beim derzeitigen technischen Stand der Gesellschaft (Kohlestrom etc.?) noch nicht ganz überzeugt, hoffe ich auf die zukünftigen technischen Entwicklungen. Leistungsfähigere Batterien oder auch die Wasserstoff-Technik, die sich zusammen mit der Batterietechnik durchaus gut ergänzen kann, und nicht allein "Alternative" sein muss. Möglich sind auch Hybridfahrzeuge mit Batterie und Wasserstoffantrieb - letztlich wird auch beim Wasserstoffantrieb die elektrisch erzeugte Energie in einer Batterie gepuffert und zum Elektromotor geführt.
Bloß wird es für die Zukunft wichtig sein, dass der benötigte Strom - dezentral - stärker bei den Verbrauchern erzeugt wird. Letztlich gibt es tagtäglich soviel "ungenutzte" Energie um uns herum, man muss den Fließenergie/Bewegung/Sonne/Faulgase nur in elektrische Energie umwandeln, die einzelnen Energiequellen bündeln in einer leistungsfähigen Batterie speichern. Man könnte am Gebäude/im Haushalt vieles in Strom umwandeln, wenn der möglich produzierbare jeweils kleine Strom den Aufwand für die Einbauten kleiner Generatoren rechtfertigen würde. Aber so bleiben die Energien meist komplett ungenutzt. Zum Beispiel das Regenwasser auf den Dächern, das in Regenrinnen gebündelt durch kleine Generatoren fließt könnte in Strom umgewandelt werden oder vorher gar in Regenwasserspeichern "gesammelt" werden um dann mit mehr "Kraft" Strom erzeugen zu können.
Ebenso könnte es bei der Windenergie doch einen anderen Ansatz - und zwar zur Miniaturisierung geben - zu vielen kleinen, kaum auffälligen Windrädern auf einem Dach, Balkon, Fassade oder ähnlich die zusammen betrachtet aber viel Strom produzieren, die wiederum gebündelt und in der Batterie gespeichert werden muss.. Diese miniatisierten Windräder - und diese in winddurchlässige "Gehäuse", Schutzgitter oder "Schutzhüllen" gepackt - wären heutzutage wahrscheinlich auch massenfertig produzierbar - und ähnlich wie Photovoltaik anwendbar?
Was ist mit den Gasen aus dem Biomüll, die man zur Stromerzeugung nutzen kann? -> Vielleicht in eine ortsnahe oder im Stadtteil befindliche Biogas-/Kompostieranlage zur Stromerzeugung?
Das E-Auto ergibt vorallem dann Sinn, wenn die erzeugte Energie sauber produziert wurde und auch die Batterien leistungsfähiger und sauberer werden. Die Energieerzeugung, die auf reiner Verbrennung von endlichen (schmutzigen) Rohstoffen beruht kann nicht ewig funktionieren. Ausnahme als Verbrennungstechnik möge Gas sein, gerade wenn es als Abfallprodukt sowieso ensteht..

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brotfresser 24.04.2019, 10:07
418. TESLA Garantie Bedingung

Zitat von Lobinj
Dann mal guten Appetit. Es gibt Teslas die schon mehr als 300'000km mit der gleichen Batterie herum fahren. Die haben das im Griff. Eine E-Auto Batterie hat nichts mit Ihrem Handy zu tun. Suchen Sie mal nach "tesla battery degradation"
"Model 3 - 8 Jahre oder 160.000 km (je nachdem, was zuerst eintritt) und Aufrechterhaltung von mindestens 70% der Batteriekapazität über die Garantielaufzeit."

Also nicht 90+x %

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kai_4711 24.04.2019, 10:08
419.

Zitat von andiwe
Dieser Beitrag ist nicht unbedingt hilfreich, weil er ebenso unverschämt "schönrechnet" wie das Ifo-Institut "schlechtrechnet". Das fängt im ersten Absatz schon damit an, die Kurtzeitleistung des Tesla 3 mit der Dauerleistung des Diesels zu vergleichen. Wenn Sie einem Tesla Modell 3 mehr als 5-10 Minuten über 150kW abrufen, brennt er entweder den Motor durch, regelt ab oder der Akku ist leer. Der 180PS Diesel hingegen läuft über Stunden mit 80% seiner Maximalleistung. Und so zieht sich die Einseitigkeit durch den ganzen Artikel. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Und die Hoffnung, dass der Energiemix Chinas sich verbessert, würde ich in den nächsten 10-20 Jahren nicht zu hoch ansetzen: China installiert zwar massiv Solaranlagen, aber der Anstieg des Verbrauchs ist noch höher, so dass auch massiv Kohlekraftwerke gebaut werden. E-Autos und E-Busse promotet China in den Städten wegen Smog (wer mal in Shanghai oder Peking war, kennt das), aber der Strom dafür ist 80-90% Kohle.
Das ist simpel falsch ! Im Kfz-Brief des Model 3 werden 153 kw Dauerleistung für 30 Minuten angegeben. Anscheinend haben Sie noch nie einen Tesla gefahren oder zumindest die Papiere gesehen.
Ein Verbrenner übrigens liefert seine Leistung nur unter Idealbedingungen. Fahren Sie mal über das Stilfzer Joch. Ab 2000m Höhe merken Sie massive Leistungsminderung jeden Verbrenners. Das Model 3 hat keinen Leistungseinbruch in den Bergen.

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