Forum: Auto
Ifo-Studie zur Klimabilanz: Wie das Elektroauto schlecht gerechnet wird
Frederic J. BROWN / AFP

Laut dem Ifo-Institut hat ein Elektroauto in Deutschland eine miesere CO2-Bilanz als ein Diesel. Doch wer ein paar fragwürdige Annahmen in der Kalkulation ändert, bekommt ein ganz anderes Ergebnis.

Seite 44 von 83
ash26e 24.04.2019, 10:22
430. Die Begrenzung der Schnellladung nicht vergessen !

Zitat von brotfresser
"Model 3 - 8 Jahre oder 160.000 km (je nachdem, was zuerst eintritt) und Aufrechterhaltung von mindestens 70% der Batteriekapazität über die Garantielaufzeit." Also nicht 90+x %
maximal 40 000 KM. Freut Euch über die Supercharcher.

Beitrag melden
Hans-Dampf 24.04.2019, 10:23
431.

Zitat von tempus fugit
...schon mal was vom i-GO gehört? 16.000 Euro - minus 4000 Subvention macht 12.000 und schon haben Sie einen 4-Sitzer elektrisch, der weit mehr bietet als ein Verbrenner-Smart mit 2 Sitzen und ohne nennenswerte Laderaum.
iGO ist ein Navigationssystem. Meinen Sie vielleicht e.GO ? Der e.GO Life 20 für knappe 16.000 EUR (und aufwärts) ist doch noch gar nicht verfügbar! Erst ab Herbst 2019. Bislang gibt es "ab Frühling 2019" den e.GO Life 60 für knapp 20.000 EUR (und aufwärts). Und was das Mobil wirklich taugt, was auch niemand mit Sicherheit.

Beitrag melden
mxmx 24.04.2019, 10:24
432. "Realistische Rechnung" trifft es wohl besser als "Schlechtrechnen"

Sicher, das IFO Institut trifft Annahmen, über die man diskutieren kann, das gleiche gilt aber auch für E-Auto-Befürworter. Aber eines zeigt die Studie jedenfalls sehr genau: Die behauptete Umweltfreundlichkeit von E-Autos ist schlicht nicht gegeben. Ob ein E-Auto ein paar Gramm mehr oder weniger CO2 als ein Diesel emittiert spielt nicht die große Rolle, die Unterschiede zwischen den beiden sind weit geringer als man anhand der öffentlichen Lobhudelei des E-Autos annehmen könnte.

Beitrag melden
Hoellenhagen 24.04.2019, 10:24
433. Können Sie überhaupt Dreck machen?

Zitat von syracusa
(...) Der Benziner oder Diesel aber wird noch am Ende seiner Lebensdauer den gleichen Dreck tanken wie heute schon. (..)
Wären Sie in der Lage, Benzin herzustellen, resp. Strom zu erzeugen?

Wer so weit weg ist vom Wissen der Menschheit und das Naturprodukt Rohöl als "Dreck" bezeichnet, dem unterstelle ich, nichts zu können.

Beitrag melden
martinm70 24.04.2019, 10:25
434. Es fehlt noch eine Menge mehr beim Benzin Auto

Es ist ja nicht so daß sich der Kraftstoff aus dem Nichts in die Tankstellen bewegt. Öl muß gefördert werden, der Prozess dazu wird immer teurer und komplizierter. Es muß von dort zu Raffinerien gebracht werden, mit Lastwagen die wiederum CO2 verbrauchen und Öltankern die gerne mal nicht mehr zu behebene Umwelt Katastrophen verursachen-

In Raffinerien wird es aufwändig zu Benzin und Diesel verarbeitet und von dort muß das Benzin auch wieder zu den Tankstellen transportiert werden.

Wenn man also das CO2 der Batterie Herstellung einrechnet wieso dann nicht auch das bei der Herstellung von Öl?

All das fällt beim E-Auto weg, den der große Vorteil von Strom ist das er sich verhältnissmässig einfach über große Strecken von A nach B transportieren lässt.

Weiterhin besteht beim E-Auto die Chance auf weitere Verbesserungen in der Zukunft. Bei den Benzin und Dieselautos ist das Ende der Fahnenstange erreicht, viel mehr als jetzt kann man aus der Technik nicht mehr rausholen.

Und zu guter letzt spielt es auch keine Rolle ob Diesel/Benzin "umweltfreundlicher" wäre denn Öl ist eine endliche Resource, wir müssen so oder so davon wegkommen.

Beitrag melden
kalim.karemi 24.04.2019, 10:26
435. So funktioniert Wissenschaft

Eine kleine Variable geändert und schon kann der ‚Experte‘ die tollste Klimakatastrophe konstruieren. Warum soll es beim Eauto anders sein?

Beitrag melden
j.vantast 24.04.2019, 10:35
436. Taschenspielertricks

Man kann bekanntlich jede Studie mit beliebigen Zahlen füttern um ein gewünschtes Ergebnis zu bekommen. Die IFO-Studie ist aber genauso ein Nonsens wie die Zahlen aus Norwegen, denn hier geht es um eine Studie für Deutschland. Elektroautos sind zur Zeit in den meisten Fällen nur eine evtl. Alternative aber eben noch kein vollständiger Ersatz für einen Verbrenner. Nur in Ausnahmefällen (Wenigfahrer mit Ladestation in der eigenen Garage) macht es momentan Sinn. Weder das Angebot an Fahrzeugen (meist überteuerte SUV und Sportwagen anstatt eines alltagstauglichen Kombi) ist überzeugend noch die Infrastruktur der Ladestationen. Sicher, das wird sich ändern. Aber zukünftige Zahlen lassen sich bestenfalls schätzen.

Beitrag melden
Viking1957 24.04.2019, 10:35
437. Hätte Fahrradkette, in Deutschland ist es anders

Hier wurde eine wichtige Studie erstellt, die die Problemfelder korrekt aufzeigt. Über Variablen kann man im Einzelfall immer diskutieren, aber die Annahmen der Spiegelredakteure zeigen die ideologische Verbohrtheit in der Sache:
1.Motorleistung
Es muss von einer sinnvollen Motorleistung ausgegangen werden. Beim E-Auto fällt die Motorgröße bei der Umweltbewertung kaum ins Gewicht, daher können die unsinnigen Leistungswerte nach der Spiegeldarstellung nicht dazu führen, die Fahrzeuge schön zu rechnen. Es ist durchaus sinnvoll mit realistischen Fahrzeugmotoren zu vergleichen, von denen man annehmen kann, dass diese die Alternative darstellen würden. Sollte die Leistung tatsächlich abgerufen werden, müsste das E-Fahrzeug einen Malus für die erhöhte Feinstaubproduktion zugerechnet bekommen.
2.Batterievergleich
Im Vergleich zum Diesel, dessen „Speicher“ rd. 660kWh für eine Reichweite von über 1000km beinhaltet, wurden die E-Fahrzeuge sehr fair behandelt. Hätte man einen Speicher mit ähnlicher Reichweite betrachtet, wäre das Ergebnis beim E-Auto katastrophal ausgefallen.
3.Für eine Batterieproduktion kann nur der hiesige Standort gelten. Mit vermehrter Atomenergienutzung wäre die Batterieproduktion umweltfreundlicher, aber diesen Weg wollen die Deutschen nicht gehen, also kann man auch nicht darauf verweisen, dass es anderenorts besser wäre. Die Deutschen hätten es in der Hand es besser zu machen.
4.Es gilt der Strommix in Deutschland, die Bahn rechnet sich schön mit Zertifikaten. Dass die Bahn-Zusagen falsch sind, erkennt man an Tagen mit „Dunkelflaute“ (nachts ohne Sonnenenergie, wenn auch kein Wind weht). Dann stellt die Bahn auch nicht ihren Betrieb ein, sondern fährt munter mit Atom- und Kohlestrom.
5.Laufleistung der Batterie
Die Batterielaufleistung ist eher geringer anzunehmen, das zeigen Erfahrungen mit unseren Handys, E-Bikes und Notebooks. Tesla gibt zwar lange Garantie, das heißt aber nicht, dass die Batterien solange halten. Es ist bekannt, dass Tesla während der Garantiezeit ständig einzelne Zellen der Batterien erneuert. Man kann davon ausgehen, dass Akkus eher ca. 80.000km halten, während die Sinnhaftigkeit der Nachnutzung noch nicht belegt ist. Die Ifo-Berechnungen sind sehr wohlwollend.

Wenn seitens des Spiegels schon soviele Annahmen zu Gunsten des E-Autos getroffen werden, hätte man beim Diesel mindestens mit Alternativkraftstoffen aus Sonne- und Wind und nachwachsenden Rohstoffen rechnen müssen. Spätestens dann wäre klar E-Autos sind ein Irrweg.

Beitrag melden
brotfresser 24.04.2019, 10:40
438. ZurLebensdauer der Batterie

Zitat von supergrobi123
Das Ifo-Institut verglich 2 Limousinen der gehobenen Mittelklasse miteinander, die preislich nicht weit von einander entfernt sind. SPON hingegen erklärt das Model 3, wohl gemerkt das kleinste Tesla-Modell, gedacht für den Massenmarkt, kurzerhand anhand einer Einzelkennzahl (PS) zum "äußerst leistungsstarken E-Sportwagen" und will lieber mit einem sinnlos übermotorisierten, deutlich teureren Diesel (praktischerweise eine CO2-Schleuder) vergleichen. Klar! Das Wunschergebnis steht ja vorher fest! Nachdem man die 254 PS CO2-Schleuder als Dieselmaß aller Dinge etabliert hat, zieht man in der Folge aber urplötzlich in allen Statistiken auch Kompaktwagen wie den Renault Zoe (88 PS) zum Vergleich heran! Von den CO2-Werten eines Diesel Polos erfährt man hingegen vorsichtshalber mal gar nichts! Während das Ifo-Institut sinnvollerweise mehr Vergleichbarkeit schafft, indem weingstens halbwegs vergleichbare Reichweiten dank großem Akku-Pack anstrebt, wird dies von Spon kurzerhand als Unsinn abgeurteilt. "Sinnvoller" seien mal wieder die kleinen Akkus in Nissan Leave und Renault Zoe. Kompaktwagen mit dem kleinsten Akkupack. Jahaaa, die schneiden besser ab als ein C300 mit 254 PS! Das Ifo-Institut errechnet nun mit dem aktuellen deutschen Strommix die Schädlichkeit der Ladung! Spon hingegen lieber mit einem geratenen Zukunfts-Strommix, der vielleicht in 10 Jahren existieren könnte. Oder mit dem norwegischen (samt Atomstrom). Erst bei der Akku-Herstellung kommt das erste sinnvolle Argument von Spon. Den deutschen Strommix bei der Herstellung anzunehmen, ist tatsächlich fragwürdig. Wie der Strommix bei Tesla & Co. tatsächlich aussieht, ist nur dummerweise gar nicht bekannt, hier kann also nur geraten werden. Ebenso bei der Lebenszeit eines Akkus. Wie lang die wirklich halten, kann man wohl erst in einigen Jahren wirklich sagen, denn Alltags-Teslas mit über 150.000 km auf der Uhr dürfte es bisher kaum geben. Fazit: Lediglich bei Akku-Herstellung und -Lebenszeit könnte das Ifo-Institut tatsächlich falsch liegen, Genaues weiß man aber nicht. Realistisch betrachtet ist die CO2-Einsparung bei einem Stromer Stand heute(!) wohl im Bestfall marginal, u.U. nonexistent. Ob es klug ist, nun extreme Infrastrukturmaßnahmen mit Ladesäulen etc. auf sich zu nehmen, sollte kritisch hinterfragt werden. Alternativen wie Bio- bzw. synthetische Diesel, Biogas, Wasserstoff könnten die viel, viel sinnvollere Idee sein. Davon will man als Scheuklappen-E-Lemming aber nichts wissen. Das grenzt an religiösen Fanatismus.
Tatsächlich gibt es bei mobile.de einige wenige TESLA Modelle mit mehr als 200000km im Angebot. Das ist allerdings nicht wirklich relevant. Bei wenigen Angeboten (um 200000km) ist explizit angegeben, dass die Batterie bereits ersetzt wurde. Bei allen anderen Angeboten wird leider NICHTS über den Zustand der Batterie gesagt. Schon recht seltsam, wenn man bedenkt, dass das eine wichtige Angabe für die Ermittlung des Preises ist.

Beitrag melden
intercooler61 24.04.2019, 10:41
439. @kai_4711: Damit widerlegen Sie das Argument pro Tesla

Zitat von kai_4711
Das ist simpel falsch ! Im Kfz-Brief des Model 3 werden 153 kw Dauerleistung für 30 Minuten angegeben. Anscheinend haben Sie noch nie einen Tesla gefahren oder zumindest die Papiere gesehen. Ein Verbrenner übrigens liefert seine Leistung nur unter Idealbedingungen. Fahren Sie mal über das Stilfzer Joch. Ab 2000m Höhe merken Sie massive Leistungsminderung jeden Verbrenners. Das Model 3 hat keinen Leistungseinbruch in den Bergen.
153 kW sind knapp 210 PS (und nicht, wie im Artikel behauptet, "mindestens 351") - gegenpber 194 PS des Mercedes. Damit ist der Vergleich bezüglich der Motorleistung halbwegs fair.

Interessant wäre nun der Vergleich, wie weit Sie kommen, wenn Sie nur die Hälfte davon (75 kW) nutzen ... - aber wir sind in DE ja ständig oberhalb 1.500 m MSL unterwegs, wo der Diesel nur noch 85-90% schafft. Wirklich schlimm, das wäre beim C220d ja nur noch Tempo 210-220.

Das schließt nicht aus, dass das Model 3 in Einzelfällen schon heute die bessere Wahl sein kann. Für die Masse (ohne wirklich "grüne" eigene Lademöglichkeit) ist er es weder in ökologischer noch in ökonomischer Hinsicht.

Beitrag melden
Seite 44 von 83
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!