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Ifo-Studie zur Klimabilanz: Wie das Elektroauto schlecht gerechnet wird
Frederic J. BROWN / AFP

Laut dem Ifo-Institut hat ein Elektroauto in Deutschland eine miesere CO2-Bilanz als ein Diesel. Doch wer ein paar fragwürdige Annahmen in der Kalkulation ändert, bekommt ein ganz anderes Ergebnis.

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emil7685 24.04.2019, 11:36
490.

Zitat von tempus fugit
fast 20-jährigen Benziner. Habe damit der Umwelt so 4-5 Neubauten und Schrottautos erspart. Geht mein Alter über den Jordan zum Abbruch, werd' ich gucken was ICH BRAUCHE - und entsprechend kaufen. Z.B. ein gebrauchtes BEV - der 'nur noch' 70% Akkukapazität hat - also noch so 200 km Autonomie.
Die Chuzpe mit der Sie hier seit ungefähr fünf Jahren auf alle Fahrer von fossil betriebenen Autos auf übelste Art und Weise verbal eindreschen während Sie selbst mit einem fast 20 jahre alten Stinker die Umwelt verpesten ist wirklich atemberaubend. Im negativen Sinne allerdings.

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lomax3030 24.04.2019, 11:36
491.

Laut Department of Energy (Info von 2009) wird übrigens 6 kWh Strom pro Gallone Benzin für die Herstellung benötigt. Also bei 7 Liter Benzinverbrauch sind wir bei 11 KW. Genug um mit einem E-Auto 100 km zu fahren. Das ist nur die Herstellung. Dann kommt noch der Transport zur Tankstelle per Schiff und LKW.

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poetdale 24.04.2019, 11:36
492. Was für ein Wahnsinn

194PS sind "schwächer motorisiert". Wie weit möchte man den Irrsinn noch treiben? Wer auch nur 194PS seines Teslas nutzt, wird nach einer Stunde eine Zwischenstopp an der Ladesäule einlegen müssen.
Setzt sich die E-Mobilität tatsächlich durch, wird der Strombedarf in Deutschland erheblich steigen und der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung eher stagnieren oder sinken. Viele Fahrzeuge müssten nachts geladen werden, Weht dann kein Wind, braucht es gewaltige Speicher oder wiederum den Einsatz konventioneller Energieträger. Den Vorteil in Bezug auf den Wirkungsgrad spielt der E Motor nur bei erneuerbaren Energien aus, sofern diese im Überfluss bereitstehen. Nutzt man fossile Energien, ist der E-Motor aufgrund der Leitungsverluste nicht sonderlich effizient.

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Ökofred 24.04.2019, 11:37
493. Ja ganz schlimm

Zitat von chrizna
...und zerstört so die Lebensgrundlage der indigenen Völker in der Abbauzone- z.B. der Atacama Wüste, wo es eh schon wenig Wasser gibt. Nach dem Motto: „ Alles für den deutschen Umweltschutz“ , zur Not auch anderswo über Leichen gehen... https://www.fr.de/wirtschaft/konflikte-wasser-10968084.html
Glücklicherweise läuft der Abbau von Öl und anderer Rohstoffe ja mega ökologisch. S. Zb Nigeria und andere Länder.
Falls es sie interessiert, bereits beim Abbau von feuersteinen in der Steinzeit wurden ökologische Lebensgrundlagen empfindlich angegriffen.

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smart-insight 24.04.2019, 11:37
494. Traurig für den Spiegel

dieser Artikel ist hochgradig peinlich für eine seriöse Zeitung.


Es werden Annahmen bzgl. des Strommix der Zukunft oder von Norwegen getroffen. Das hat mit einem Vergleich bezogen auf die Gegenwart in Deutschland nun wirklich nichts zu tun.


Und das dümmste Argument der grünen Fundamentalisten kommt auch wieder mit: "Man kann doch 100% Ökostrom kaufen."

Der Strommix ist nunmal so wie er ist (Nachts, wenn die meisten Elektroautos geladen werden sogar noch schlechter, da die Solaranlagen nicht so gut laufen. ), d.h. wenn ich 100% Ökostrom nehme, bekommen alle anderen eben mehr Kohlestrom.

Ihre Argumentation bewegt sich damit auf Trump-Niveau.

Ich arbeite im übrigen selbst im Bereich erneuerbarer Energien und finde es bitter wie sehr solche dummen Artikel der
Sache schaden.

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descartes 24.04.2019, 11:38
495.

Zitat von janos71
Was meinen sie wie menschenverachtend es bald wird wenn wird das CO2 Problem nicht bald lösen werden. Das E-Auto ist neben deutlich weniger Individualverkehr nur ein Teil der Lösung. Aber jeder Teil trägt seinen Beitrag bei denn aus vielen Teilen wird ein Ganzes. Sollten wird das Problem nicht bald in den Griff bekommen werden riesige äquatoriale Bereiche unbewohnbar denn die Temperatur steigt dort dauerhaft auf über 40°C und das ist für eiweißbasierte Lebewesen die wir nun mal sind nicht mehr machbar. Das ist als wenn man sich in der 8.000-er Zone im Himalaya begibt. Der Mensch regeneriert dort nicht mehr sondern degeniert nur durch Anwesenheit bis zum Tod. Im Übrigen geht es vermutlich nicht mehr um Jahrhunderte bei der CO2 Thematik sondern eher um Jahrzente denn wenn die Kipppunkte des Klimasystems erreicht sind habe wird es kaum noch in der Hand: http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Kipppunkte_im_Klimasystem
ja, da sind natürlich neue, hunderte Quadratkilometer grosse Wüsten in Süd- und Mittelamerika, oder wo auch immer man zukünftig Lithium in grossem Stil gewinnen will, deutlich weniger menschenverachtend, nicht wahr?

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Utx 24.04.2019, 11:38
496.

Zitat von peter.eberl.pe
Überhaupt: woher soll die durch die Umstellung auf E-Mobilität zusätzlich in D benötigte Energie stammen?
Wenn Sie "Energie" schreiben, meinen sie vermutlich "Strom". Für die Umstellung auf Elektromobilität wird nämlich überhaupt keine zusätzliche Energie gebraucht. Ganz im Gegenteil werden ca. 25 % weniger Energie verbraucht, da die Abwärme, die hauptsächlich Verbrennungsmotoren produzieren, wegfällt. Verbrennungsmotoren produzieren ca. 80 % Abwärme und nur 20 % Vortrieb, Elektromotoren dagegen mehr, als 95 % Vortrieb und weniger, als 5 % Abwärme.
Der Stromverbrauch wird nur geringfügig steigen. Alleine die Überschüsse, die Deutschland heute produziert, würden für über 30 Millionen Elektroautos reichen.

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rennflosse 24.04.2019, 11:40
497.

Es gab nach Markteinführung des Personalcomputers in den folgenden Jahren recht spektakuläre Entwicklungssprünge bei Hard- und Software. Was zu der Kaufempfehlung führte, dass für die Anschaffung eines solchen Gerätes man immer den nächsten Tag abwarten sollte.
Für Elektroautos gilt heute das gleiche. Die Entwicklung schreitet zwar nur in Minischritten voran, so dass sich die Reichweiten nur minimal verändert haben. Aber immerhin steigt die Anzahl der Modelle, die aktuell angeboten werden und für die nächste Zeit angekündigt sind.
Also besser abwarten. Zumal die Klimabilanz in der Praxis nun der allerletzte Faktor ist, der beim Kauf mitspielt.
Für die meisten Nutzer zählt die Wirtschaftlichkeit und die Handhabung in der Praxis. Und da spielt der angeblich so tolle Wirkungsgrad schon keine Rolle mehr, wenn die Reichweite zu gering ist und Aufladung so schwer zu bekommen ist wie vor 120 Jahren Benzin in der Apotheke.

Dass Elektroautos eines Tages den Diesel in der Klimabilanz einholen könnten, wenn gewisse Parameter sich verändern, sei zugestanden. Dann war es aber entschieden zu früh, mit der Stickoxyd-Hetzkampagne dem Diesel heute schon den Garaus machen zu wollen. Dem Klima wurde damit jedenfalls kein Gefallen getan.

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tempus fugit 24.04.2019, 11:40
498. Autsch,...

Zitat von Bibs1980
Autsch, da haben Sie aber in allen Punkten die falschen Schlüsse gezogen: 1. Auch mit einem Benziner fahren Sie ja nicht herum und der Tank ist wie aus heiterem Himmel leer. Und selbst für den Fall werden die Menschen erfinderisch und z.B. der ADAC mobile Batterien mitführen. 2. Die Nutzungsdauer der Akkus geht weit über ein Autoleben hinaus, sie können dann als lokale Speicher weiter verwendet werden und zum Schluss tasächlich recyclet werden. Hyundai (um mal nicht Tesla zu sagen) gibt 10 Jahre oder 100.000 Meilen Garantie auf die Batterie. 3. Der Wirkungsgrad bei einem EV ist hervorragend (90%), ein Benziner nutzt dagegen nur maximal 30% der eingesetzten Energie in Fortbewegung. Und nur ein EV kann Bremsenergie durch Rekuperation wieder nutzbar machen. Das kann ein konventionelles Fahrzeug nicht. 4. Mind. 70% der Energie eines Verbrennungsmotors geht als Verlustwärme in die Umwelt. Und bei Ladeenergie (vermute, Sie meinen Ladesäulen) stört Sie das plötzlich? 5. Ladedauer ist in der Praxis kein Problem. Jeder klar denkende Mensch plant auf längeren Fahrten (> 500km) Pausen ein. 6. Die Nachfrage ist so "gering", dass eigentlich bei allen Herstellern eine Lieferzeit von mindestens einem halben Jahr vorliegt. 7. Im Rahmen der Untersuchung von zwei Tesla-Unfällen hat ein Ermittler des amerikanischen National Transport Safety Board (NTSB) erklärt, dass die Elektroautos von Tesla nicht anfälliger für Brände sind als andere Fahrzeuge auf der Straße heute. Die meisten bisherigen Brände waren auf Unfälle oder solche Kuriositäten wie einen Schuss in die Batterie zurückzuführen. 8. Das Gewicht spielt natürlich eine Rolle bei Unfällen, aber es fahren ja bereits Schwergewichte wie ein X7 mit 2,5 Tonnen herum. Sind diese Wagen bekannt dafür, reihenweise Kleinwagen zu vernaschen? Ich hoffe, ich konnte etwas Licht in Ihre offensichtlichen Wissenslücken bringen.
...da haben auch Sie sich vertan:

Am Vortrieb eines Verbrenners kommen real 15-20% des
Energiegehaltes des Sprits an.
Die 80-85% 'Rest'Energie geht durch den Auspuff - dreckig, stinkig, giftig.

Nur Atom ist da noch negativer: Ganze 5% der Energie in den Brennelementen wird zur Stromerzeugung genutzt,
dann haben die Dinger fertig.

Es sei denn, Sie fliegen in die Luft wie in Tschernobyl oderi n Fukushima - da ist die Energie- und Atomdreckerzeugung weit höher...
Vielleicht kennt einer von den Alttechnikfreunden, wieviel -
und vor allem, wie lange das wirkt? Paar 1000 Jahre'!

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KR-Spiegel 24.04.2019, 11:43
499. Schweden = Atomstrom reduziert CO2

Insgesamt führt ein Schweden-Tesla so zum umweltfreundlichen Atomauto?

Für ganz Europa , d.h. bei mässig Wasserkraft, wäre dann die französische Strompolitik und EU-Akkuherstellung sinnvoll?

Noch ökologischer ist allerdings Brasilien mit E100 Zuckerrohr-Sprit und Stahl per neuen Wasserkraftwerken?!

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