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Ifo-Studie zur Klimabilanz: Wie das Elektroauto schlecht gerechnet wird
Frederic J. BROWN / AFP

Laut dem Ifo-Institut hat ein Elektroauto in Deutschland eine miesere CO2-Bilanz als ein Diesel. Doch wer ein paar fragwürdige Annahmen in der Kalkulation ändert, bekommt ein ganz anderes Ergebnis.

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rennflosse 24.04.2019, 11:44
500. Wer ist "wir"?

Zitat von greenwasher
... Trotzdem: Zu glauben, man könne im Individualverkehr so weitermachen wie aktuell, nur mit einer anderen Antriebsart, ist naiv. Wir können nicht die halbe Welt mit Autos vollparken und glaube, dass das keine Auswirkungen auf die Umwelt hat. Insofern gilt es das e-Auto in einem ganzheitlichen Kontext zu betrachten.
"Wir" haben weder auf die halbe Welt Zugriff, noch auf die ganze. Insofern ist die Annahme, "wir" könnten die halbe Welt mit E-Autos vollparken, eine falsche Annahme. Weil wir dies nu in unseren Städten in Deutschland tun können.
Außerhalb der Städte sieht es mit der Aufladung schon ziemlich mau aus. In weniger eng besiedelten Ländern spielen E-Autos gar keine Rolle. Und das Parken besorgen die schon selber, dazu brauchen die uns nicht.
Man sollte über den Sinn solcher Platitüden besser erst nachdenken, bevor man sie in die Welt setzt.

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tempus fugit 24.04.2019, 11:44
501. Im Eifer des Gefechtes noch nciht fertig:...

Zitat von tempus fugit
...Ableitung ist falsch. Vergleichen Sie die 'Karosserien' mag es in etwas zutreffen. Bei der Antreibstechnik machen Sie einen satten Schlenker: Vergleichen Sie Material- und Energieaufwand zwischen Verbrenner und E-Antrieb - dann kann man diskutieren. Und was ein Verbrenner - gegenüber was bei einem E-Auto? - an Materialaufwand und Verbrauchsstoffen und damit FolgeKOSTEN...
...und Dreck (Filter, Altöl, Hydraulikflüssigkeiten...) hat,
das haben Sie - mal wieder - unterschlagen.

Einmal E-Auto, minimaler Service nötig, fährt mit Strom und der kommt ja - aus der Steckdose.
Und davon gibt's wohl 100te Millionen in DE.

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descartes 24.04.2019, 11:45
502.

Zitat von Bibs1980
Oh, sind Sie aber in allen Punkten Irrtümern erlegen: 1. Auch mit einem Benziner fahren Sie ja nicht herum und der Tank ist wie aus heiterem Himmel leer. Und selbst für den Fall werden die Menschen erfinderisch und z.B. der ADAC mobile Batterien mitführen. 2. Die Nutzungsdauer der Akkus geht weit über ein Autoleben hinaus, sie können dann als lokale Speicher weiter verwendet werden und zum Schluss tasächlich recyclet werden. Hyundai (um mal nicht Tesla zu sagen) gibt 10 Jahre oder 100.000 Meilen Garantie auf die Batterie. 3. Der Wirkungsgrad bei einem EV ist hervorragend (90%), ein Benziner nutzt dagegen nur maximal 30% der eingesetzten Energie in Fortbewegung. Und nur ein EV kann Bremsenergie durch Rekuperation wieder nutzbar machen. Das kann ein konventionelles Fahrzeug nicht. 4. Mind. 70% der Energie eines Verbrennungsmotors geht als Verlustwärme in die Umwelt. Und bei Ladeenergie (vermute, Sie meinen Ladesäulen) stört Sie das plötzlich? 5. Ladedauer ist in der Praxis kein Problem. Jeder klar denkende Mensch plant auf längeren Fahrten (> 500km) Pausen ein. 6. Die Nachfrage ist so "gering", dass eigentlich bei allen Herstellern eine Lieferzeit von mindestens einem halben Jahr vorliegt. 7. Im Rahmen der Untersuchung von zwei Tesla-Unfällen hat ein Ermittler des amerikanischen National Transport Safety Board (NTSB) erklärt, dass die Elektroautos von Tesla nicht anfälliger für Brände sind als andere Fahrzeuge auf der Straße heute. Die meisten bisherigen Brände waren auf Unfälle oder solche Kuriositäten wie einen Schuss in die Batterie zurückzuführen. 8. Das Gewicht spielt natürlich eine Rolle bei Unfällen, aber es fahren ja bereits Schwergewichte wie ein X7 mit 2,5 Tonnen herum. Sind diese Wagen bekannt dafür, reihenweise Kleinwagen zu vernaschen? Ich hoffe, ich konnte etwas Licht in Ihre offensichtlichen Wissenslücken bringen.
zu 2. und werden dann zu Sondermüll, der bei demjenigen hängen bleibt, der das Ding als Hausspeicher genutzt hat. Da Recycling nicht gerade zum Schnäppchenpreis zu haben ist (Stichwort Chemie), bleibt abzuwarten, wie grossflächig das angenommen wird.

zu 3. da verschweigen Sie aber mal grosszügig die 50% Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung (Wasserkraft ausgenommen)

zu 5. auch 800km sind eigentlich entspannt am Stück kein Problem, auch mit dem Denken klappt es da noch ...

zu 6. Tesla bietet das Model 3 aktuell in 6 Wochen an ...

zu 7. bezweifelt keiner, leider sind E-Mobil Brände aber eben fast nicht zu löschen, wie die Erfahrung gezeigt hat!

zu Ihrem Fazit: Nein, in keinster Weise!

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amerlogk 24.04.2019, 11:45
503.

Seite 4 der IFO Studie, der Mercedes 220D hat 5 Liter verbrauch auf 100km.
Da hat man sich ja für ein 1,7 Tonnen schweren Diesel das sparsamste aller sparsamen Modelle ausgesucht.

Der ADAC gibt den Verbrauch bei 5,1 Liter an, Autozeitung beim Praxistest geht auf 5,8 Liter und 7 Liter, Auto-Motor-und-Sport ist bei 4,8 Liter ideal und 6,8 Liter Stadtverkehr.

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Lobinj 24.04.2019, 11:45
504.

Zitat von brotfresser
"Model 3 - 8 Jahre oder 160.000 km (je nachdem, was zuerst eintritt) und Aufrechterhaltung von mindestens 70% der Batteriekapazität über die Garantielaufzeit." Also nicht 90+x %
Es geht darum was erreicht wird, nicht nur was garantiert wird. Bei jedem Auto gibts eine Garantiezeit, aber das Auto hält (hoffentlich) wesentlich länger.

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lomax3030 24.04.2019, 11:46
505. poetdale

"Setzt sich die E-Mobilität tatsächlich durch, wird der Strombedarf in Deutschland erheblich steigen"

Wie bereits erwähnt: Wenn ALLE Autos auf EINEN Schlag E-Autos wären, dann wären es ganze 15% mehr Strombedarf in Deutschland. Und alle auf einen Schlag wird nie passieren.

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tinnytim 24.04.2019, 11:46
506. Hatten wir am Oster-Wochenende 100% EE?

Zitat von Indiana.Jones
Ihre Begeisterung für die Energiewende in allen Ehren, aber lesen Sie mal diesen Artikel: https://www.welt.de/wirtschaft/article192360289/Strompreise-Ostersonne-stuerzt-Strommarkt-ins-Preischaos.html Noch mehr EE will ich mir nicht leisten. Und was andere Staaten diesbezüglich von der "EU-Vorreiterrolle" halten, kann ich mir gut vorstellen.
Danke für den Link. Die "Welt" verfolge ich wegen ihrer energiepolitischen Agenda schon einige Zeit nicht mehr, da verpasst man dann den ein oder anderen Kokolores. So auch hier: Es wird das Symptom genannt und eine Ursache, die in Wahrheit aber gar nicht verantwortlich ist. Es wird wohl niemanden geben, der annimmt, dass sich Solarenergie 24 Stunden im Voraus nicht realistisch abschätzen lässt. Solarenergie wird extrem dezentral und über ganz Deutschland verteilt erzeugt und auch vor Ort abgenommen. Wir hätten 100% EE Strom haben müssen, damit dieser für den niedrigen Börsenpreis verantwortlich gemacht werden könnte. Hatten wir aber nicht! Da waren zur Mittagszeit noch gut 20GW konventionelle Kraftwerke am Markt, von denen wahrscheinlich mindestens 5 zu viel waren. Denn wenn zu viel Strom vorhanden ist, fällt der Preis, damit mehr angenommen wird.
Es waren also die Kohlekraftwerke, die ihre Boiler lieber durchlaufen ließen, anstatt sie kurzzeitig vom Netz zu nehmen.

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det42 24.04.2019, 11:47
507.

Zitat von Bibs1980
Damit gehören Sie natürlich zu einer absolut privilegierten Minderheit. Nur die wenigsten können den notwendigen Strom selbst ernten, was sehr schade ist. Ihr Beispiel zeigt aber eins: Strom für die Mobilität kann man erneuerbar und selbst erzeugen, Öl kann man nicht auf dem eigenen Grundstück fördern.
Man muss heute nicht mehr zur priviligierten Minderheit gehören. Auch Sie können grünen Strom beziehen aus Ihrer Nachbarschaft, Sie wissen genau woher der Strom kommt Das ist nicht teurer und 100% grün.... siehe https://www.nordgroon.de/fuer-stromkunden/

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Trockenfisch 24.04.2019, 11:48
508. Ach fragt doch,

mal Dieter Nuhr, der scheint momentan ein Lobbyist der deutschen Autoindustrie zu sein. Der rechnet euch das schon richtig.

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Ökofred 24.04.2019, 11:50
509. schon klar

Zitat von Indiana.Jones
Ihre Begeisterung für die Energiewende in allen Ehren, aber lesen Sie mal diesen Artikel: https://www.welt.de/wirtschaft/article192360289/Strompreise-Ostersonne-stuerzt-Strommarkt-ins-Preischaos.html Noch mehr EE will ich mir nicht leisten. Und was andere Staaten diesbezüglich von der "EU-Vorreiterrolle" halten, kann ich mir gut vorstellen.
Klassischer Welt Artikel. Unser Problem ist, dass wir zu viel Strom erzeugen. Über Ostern waren es 50 GW Sonne und Wind zusammen. Daher sinkt der Strompreis, aber das wird nicht weitergegeben. Die EEG Umlage ist am Strompreis übringens nur zu 20% beteiligt.
Aber keine Angst, Die WELT bringt bald einen Artikel, wie vorteilhaft der der Kohlestrom sich auf den Strompreis auswrikt und das die Klimarettung nur eine Religion ist.
Lt. BMWi ist der Strompreis die letzten Jahre auch nicht mehr gestiegen und war vor einigen Jahren sogar schon mal höher, aber was wissen diese Spinner aus dem Ministerium schon wenn man doch die WELT hat.
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Infografiken/Energie/durchschnittlicher-strompreis-fuer-einen-haushalt.html

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