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In Schweizer Mine: Weltgrößtes Elektrofahrzeug muss (fast) nicht geladen werden
Andreas Sutter/ eMining/ Kuhn Schweiz

Ein 45-Tonnen-Lkw ist das größte E-Fahrzeug der Welt. Dass er niemals aufgeladen werden muss oder sogar Strom ins Netz einspeist, stimmt jedoch nicht. Effizienter als ein Diesel ist er trotzdem.

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Radnabe2 24.08.2019, 20:48
90. Größtes Elektrofahrzeug?

Das ist doch ein Witz. Jede popelige Lok hat vergleichbare Masse. Vom ICE ganz zu schweigen.

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Ed Roxter 24.08.2019, 21:39
91.

Zitat von tulbob
Und wie langlebig sind die Batterien? Wie teuer sind sie und wie sieht die CO2-Bilanz bei der Herstellung aus? Ist dies schon eingerechnet. An sich schon ein tolles Konzept, aber bei Batterie-Elektrofahrzeug-Enthusiasten fehlen mir diese Angaben leider zu oft.
Das ist eine absolut berechtigte Frage. Die genaue Antwort ist mir unbekannt und sicherlich auch von Fahrzeugtyp zu Fahrzeugtyp sehr unterschiedlich, aber da Motorblöcke oft aus Aluminium gegossen werden und das ein ungemein energieaufwändiger Vorgang ist, würde ich mal vermuten, dass das unterm Strich keinen sehr großen Unterschied macht.

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Ed Roxter 24.08.2019, 21:48
92.

Zitat von ghdstz
Das Gestein wird von einem höheren zu einem niedrigeren Lageort transportiert, dabei wird dann logischerweise Lageenergie frei - das lernen Kinder schon sehr bald im Physikunterricht. Wenn ein Dachziegel herunterfällt passiert im Prinzip das Gleiche, es wird auch Energie frei. Pumpspeicherwerke sind eine sehr bekannte und bewährte praktische Anwendung dieses Prinzips, statt Gestein wird dort eben Wasser eingesetzt weil es sich besser handhaben lässt und Mutter Natur auch beim Nachfüllen des Speichers hilft. Der Betreiber des Steinbruchs ist wohl mehr am Gestein selbst als an dessen Lageenergie interessiert. Wenn er selbige Energie aber nicht durch Hitzebildung in den Bremsen eines konventionellen LKW's vergeudet sondern in der Batterie eines Elektro-LKW's speichert ist das eine gute Idee - der leere LKW kann dann mit Hilfe dieser Energie wieder bergauf fahren, und die Erderwärmung wird um ein ganz klitzekleines Bisschen reduziert. Alles richtig gemacht - aber warum diese Aufregung und die vielen (teils abstrusen) Kommentare um einen ganz banalen physikalischen Zusammenhang ? Ist es denn mit der praktischen Bildung hierzulande wirklich schon so schlecht bestellt ?
Danke! Ich sehe es auch so: Nur, weil dieses eine Glied in der Produktionskette natürlich nicht den gesamten Steinbruchbetrieb JETZT UND SOFORT VÖLLIG CO2-NEUTRAL macht, ist es doch nicht weniger ein Erfolg. Natürlich werden andere Geräte weiterhin mit Diesel betrieben. Aber jedes Glied der Kette, das weniger CO2-Ausstoß verursacht, ist wichtig.
Ich verstehe diese Zwangskritiker auch nicht, die eine echt gute Lösung für ein bestimmtes Rad im Getriebe als Unfug abtun, nur weil damit nicht direkt alle 50 weiteren mit gelöst werden. Das hat vermutlich was mit dieser "Ich allein kann ja eh nichts bewirken"-Haltung zu tun, die sehr schnell in Bequemlichkeit mündet, derer Berechtigung man schlimmstenfalls dann auch noch durch Bemühungen Anderer bedroht sieht, die tatsächlich Problemlösungen angehen oder gar umsetzen. So oder so ähnlich erkläre ich mir jedenfalls "But muh muscle car!!!11"-Reaktionen. Aber ich schweife ab.
Wenn man nicht irgendwo anfängt anzupacken, dann ändert sich natürlich überhaupt nichts.
Dies hier ist eine clevere Herangehensweise. Ich hätte natürlich auch gerne noch ein, zwei Infos, wieso sich hier für einen SKW statt bspw. ein Lorensystem entschieden wurde, aber wenn bspw. Letzteres eine Option gewesen wäre, dann hätte man sich wohl allein schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen dafür entschieden. Meine Vermutung ist, dass die Flexibilität des SKW in Bezug auf die Streckenführung der Grund ist - ein Lorensystem müsste man in einem Steinbruch, der sich ja naturgemäß immer weiter abträgt, vermutlich alle paar Monate komplett ab- und mit anderer Streckenführung neu aufbauen.

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nordlicht123321 25.08.2019, 03:04
93. Aha

Das Fahrzeug ist im Steinbruch für eine Zementfabrik tätig. Die CO2 Emission bei der Herstellung von Zement dürfte bekannt sein. Daher ist dieser Beitrag,gelinde gesagt, lächerlich.

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hugotreppner 25.08.2019, 08:32
94. Geht einfacher

Für eine rein mechanische Seilbahn Lösung bräuchte gar keine elektrische Energie, aber solche Lösungen hat man wohl vergessen.

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permissiveactionlink 25.08.2019, 09:12
95. #93, nordlicht123321

Wie wollen Sie denn sonst Zement herstellen ? Beim Brennen von Calciumcarbonat entsteht nun einmal nach CaCO3 ----> CaO + CO2 Kohlendioxid und gebrannter Kalk. Wer mit Zement bauen will, kommt darum nicht herum. Sie können natürlich Häuser auch aus Natursteinen und Mörtel (der enthält auch gelöschten Kalk) bauen, aber wer macht das heute noch ? Außerdem sind dann auch die Radonbelastungen in den Innenräumen deutlich höher und die Thermoisolation könnte schlechter sein !

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Oberleerer 25.08.2019, 12:01
96.

Da diese Konstruktion der Presse zugeführt wurde, kann man davon ausgehen, daß es sich um eine Rarität handelt.
Eine Seilbahn oder eine Werkbahn auf Schienen wäre sicherlich effizienter, vor allem in Bezug auf die angesprochene Rollreibung, aber das läßt offenbar das Gelände nicht zu oder ist viel aufwändiger für den kurzen Zeitraum von nur 10 Jahren.

Es gebührt aber Lob, daß sich das Management auf das Experiment eingelassen hat, immerhin kann sowas auch mit unerwarteten Kostensteigerungen ende.

Da es nunmal läuft, kann man nachträglich immer noch optimieren, z.B. mit einer Oberleitung, die quer zu den Serpentinen immer nur für kurze, aber besonders kritische Streckenabschnitte zur Verfügung steht. Damit könnte man den Akku deutlich verkleinern und die Nutzlast erhöhen. Ich vermute, der Akku wird 4,5t wiegen.

An eine Oberleitung kann man auch einen stationären Rotor als Energiespeicher hängen, der nahezu unbegrenzte Ladezyklen erlaubt. Im Text steht leider nicht, wie oft die Strecke bafahren wird und welche Lebensdauer dem Akku prognostiziert wird.

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karl-felix 25.08.2019, 12:26
97. Ganz

Zitat von Easyrider2910
Ich zitiere "... würde rund 50.000 Liter Diesel pro Jahr verbrauchen - und damit 130 Tonnen Kohlendioxid freisetzen." 1Liter Diesel wiegt 0,83 kg, 50.000 Liter demnach 41.500 kg also 41,5 Tonnen. Wie setzte ich nun mit 41,5 Tonnen Diesel 130 Tonnen CO2 frei? Wundersame Vermehrung oder was?!
easy. Einfach 50x2,64= 132 to

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Oberleerer 25.08.2019, 12:29
98.

Zitat von permissiveactionlink
lassen sich für gewöhnlich ca. 20% der kinetischen Energie zurückgewinnen.
Diese Zahl wird man hier nicht als Konstante einsetzen können. Im Text steht ja auch drin, daß über 100% angedacht waren, wenn es die Schneeketten nicht verhindern würden.

Ein Auto auf der Autobahn wird nur wenig rekuperieren können, da es die gesamte Energie gegen die Luft stemmt.
Diese 20% sind irgendein Wert aus irgendeinem speziellen Szenario.

Wenn hier die Reifen als Problem identifiziert wurden, muß man eben Schienen einsetzen, so der Streckenbau keine Hürde darstellt. Aber Wenn ein E-Motor 90% vom Strom in Kraft umwandelt, so wird er auch 90% der Kraft wieder in Strom umsetzen, von denen 80-90% im Akku landen.

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permissiveactionlink 25.08.2019, 13:10
99. #98, oberleerer

Stimmt, dieser erste Beitrag von mir enthielt auch einen Fehler. Ich hatte die 65 t auch erst für die Masse des beladenen Muldenkippers gehalten. Die 20 % Rekuperation erreichen für gewöhnlich Elektrofahrzeuge und serielle Hybride auf Durchschnittsstrecken. In #82 hatte ich dann mit Angaben aus dem Netz und der Batteriekapazität von 600 kWh sowie einer Gesamtmasse von 123 t gerechnet. Da über die Höhendifferenz in Pery nichts bekannt ist, lässt sich die erforderliche Mindestrekuperation leider nicht berechnen, selbst bei Vernachlässigung von Rollreibung und geringem Windwiderstand.

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