Forum: Auto
In Schweizer Mine: Weltgrößtes Elektrofahrzeug muss (fast) nicht geladen werden
Andreas Sutter/ eMining/ Kuhn Schweiz

Ein 45-Tonnen-Lkw ist das größte E-Fahrzeug der Welt. Dass er niemals aufgeladen werden muss oder sogar Strom ins Netz einspeist, stimmt jedoch nicht. Effizienter als ein Diesel ist er trotzdem.

Seite 2 von 12
senapis 23.08.2019, 21:49
10. Zu kurz gedacht!

Die kinetische Energie, die beim Bergab-Fahren rekuperiert wird, wird doch vor der Abfahrt von anderen Geräten (Baggern, Planierraupen etc.) mit ihren (wahrscheinlich...) Dieselantrieben auf diesen Muldenkipper als Ladung aufgebracht. Hier ist der Dieselverbrauch zu suchen! Typisches Linke Tasche/ Rechte Tasche Problem. Ansonsten würde ein Dieselantrieb bei Bergabfahrt mit Treibstoff-Nullförderung und Bremsklappe im Auspuff (Motorbremse) auch nur minimal Treibstoff verbrauchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
taheles 23.08.2019, 21:58
11. FEHLER - Es können keine 1.300 Tonnen CO2 sein!

Wenn der LKW als Diesel 50.000 Liter pro Jahr verbrauchen würde, dann wären das ~50 Tonnen Kraftstoff. Daraus können durch Verbrennung 130 Tonnen CO2 werden, aber niemals 1.300! Da hat sich eine Null zu viel eingeschlichen. Wenn ich mal mit Stöchiometrie aushelfen darf: C (M = 12) + O2 (M = 32) ----> CO2 (M = 44). Da steckt eine Gewichtszunahme um maximal den Faktor 3,6 drin, aber nicht um den Faktor 26! Maximal 3,6, denn der Dieseltreibstoff besteht ja nicht zu 100% aus Kohlenstoff, sondern vielleicht zu ~85 Gewichts-Prozent. Korrigieren Sie das besser, die 1.300 Tonnen sehen aus wie eine gewollte Übertreibung. Doppelt drollig, weil zu Anfang noch die realistischen 130 da stehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uherm_ 23.08.2019, 22:12
12. Physikalisch

Ist es völlig unmöglich, dass bei der Abfahrt mehr Energie erzeugt wird, als zur Auffahrt nötig!
Wie kann man bloß so einen Mumpitz erzählen.
Selbst wenn das Gewicht deutlich unterschiedlich ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
varlex 23.08.2019, 22:22
13.

Zitat von uherm_
Ist es völlig unmöglich, dass bei der Abfahrt mehr Energie erzeugt wird, als zur Auffahrt nötig! Wie kann man bloß so einen Mumpitz erzählen. Selbst wenn das Gewicht deutlich unterschiedlich ist.
Mumpitz, ist das was du erzählst.

E=m*g*h

g und h sind konstant.

deltaE=deltam*g*h

m(Aufwärst)=45000kg
m(Abwärts)=110000

deltam=65000kg

deltaE=637kJ/m Höhenunterschied.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freigeistiger 23.08.2019, 22:27
14. Klugscheißen

Zitat von senapis
Die kinetische Energie, die beim Bergab-Fahren rekuperiert wird, wird doch vor der Abfahrt von anderen Geräten (Baggern, Planierraupen etc.) mit ihren (wahrscheinlich...) Dieselantrieben auf diesen Muldenkipper als Ladung aufgebracht. Hier ist der Dieselverbrauch zu suchen! Typisches Linke Tasche/ Rechte Tasche Problem. Ansonsten würde ein Dieselantrieb bei Bergabfahrt mit Treibstoff-Nullförderung und Bremsklappe im Auspuff (Motorbremse) auch nur minimal Treibstoff verbrauchen.
Man wirft mir öfters Klugscheißen vor. Dann mache ich das hier richtig. Das Gestein hat Lageenergie, potenzielle Energie. Die kommt durch die Plattentektonik. Die Plattentektonik kommt durch die Wärme im Erdinneren, und die wahrscheinlich durch radioaktiven Zerfall. Mann könnte jetzt noch weiter zurückgehen bis zu einer Sternexplosion, wo schwere Elemente geschaffen werden. Im Endeffekt wird der Muldenkipper durch Kernenergie angetrieben. Die Sternexplosion ist durch Schwerkraft ausgelöst worden. Wie Newton herausgefunden hat, wird die Schwerkraft durch Äpfel hergestellt. Das Weltall muss also voller Äpfel sein. Der LKW wird, ganz zurück betrachtet, mit Äpfeln angetrieben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freigeistiger 23.08.2019, 22:30
15. Lageenergie

Zitat von uherm_
Ist es völlig unmöglich, dass bei der Abfahrt mehr Energie erzeugt wird, als zur Auffahrt nötig! Wie kann man bloß so einen Mumpitz erzählen. Selbst wenn das Gewicht deutlich unterschiedlich ist.
Die Lageenergie, Gewichtsenergie, ist bei der Talfahrt größer als bei der Bergfahrt. Sie können es auch so sehen, bei der Talfahrt fahren vom Gewicht zwei LKW, bei der Bergfahrt nur ein LKW.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mike-H 23.08.2019, 22:30
16.

Zitat von uherm_
Ist es völlig unmöglich, dass bei der Abfahrt mehr Energie erzeugt wird, als zur Auffahrt nötig! Wie kann man bloß so einen Mumpitz erzählen. Selbst wenn das Gewicht deutlich unterschiedlich ist.
Die kinetische Energie die die 130t talwärzt zieht ist doch deutlich größer als die die Energie die nötig ist um die 45t wieder Bergauf zu ziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Naghhghas 23.08.2019, 22:30
17. Endlich

ist es das das Perpetomobile, anstatt Elektrofahrzeuge sollten wir ein neues Klimagesetz machen, man darf nur noch abwärts fahren, mit viel Gewicht. Bei der Rückfahrt sollen die Kinder und der Hund eben laufen, dann retten wir die Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Erika.Mustermann@spon.de 23.08.2019, 22:31
18.

Zitat von senapis
Die kinetische Energie, die beim Bergab-Fahren rekuperiert wird, wird doch vor der Abfahrt von anderen Geräten (Baggern, Planierraupen etc.) mit ihren (wahrscheinlich...) Dieselantrieben auf diesen Muldenkipper als Ladung aufgebracht. Hier ist der Dieselverbrauch zu suchen! Typisches Linke Tasche/ Rechte Tasche Problem. ...
Da ist Ihnen ein kleiner Denkfehler unterlaufen: Die "anderen Geräte" wären doch bei einem Kipper mit Dieselantrieb nicht überflüssig - sie würde exakt die gleiche Arbeit verrichten und somit auch exakt die gleiche Menge Diesel verbrauchen. Oder?
Da der Artikel nicht erwähnt, ob dieser Kipper spezielle Infrastruktur benötigt (andere, breiter Weg o.ä.) ist also durchaus von einer Einsparung auszugehen.

P.S: Die Umweltbilanzen bei Herstellung und Betrieb der Fahrzeuge (Diesel vs. E) werden hier nicht betrachtet. Weder die Produktion der Akkus - noch die Herstellung/Entorgung/Aufarbeitung und der Transport von Diesel, Motor- und Getriebeölen. Bei einem einzelnen Spezialfahrzeug evtl. auch nicht berechenbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freigeistiger 23.08.2019, 22:31
19. 10 Jahre

Zitat von taheles
Wenn der LKW als Diesel 50.000 Liter pro Jahr verbrauchen würde, dann wären das ~50 Tonnen Kraftstoff. Daraus können durch Verbrennung 130 Tonnen CO2 werden, aber niemals 1.300! Da hat sich eine Null zu viel eingeschlichen. Wenn ich mal mit Stöchiometrie aushelfen darf: C (M = 12) + O2 (M = 32) ----> CO2 (M = 44). Da steckt eine Gewichtszunahme um maximal den Faktor 3,6 drin, aber nicht um den Faktor 26! Maximal 3,6, denn der Dieseltreibstoff besteht ja nicht zu 100% aus Kohlenstoff, sondern vielleicht zu ~85 Gewichts-Prozent. Korrigieren Sie das besser, die 1.300 Tonnen sehen aus wie eine gewollte Übertreibung. Doppelt drollig, weil zu Anfang noch die realistischen 130 da stehen.
Sie haben es überlesen. Für die angesetzten zehn Jahre Betriebsdauer ergeben sich 1.300 Tonnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 12