Forum: Auto
Infiniti Q30: Selten gut
Jürgen Pander

Der Marke Infiniti ist hierzulande kaum präsent. In Deutschland fand bislang der Kompaktwagen Q30 die meisten Käufer. Wenn man ihn fährt, weiß man warum.

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derboesewolfzdf 25.01.2018, 11:26
20. echt jetzt?

37000 € für einen Kompaktwagen? Leute, was läuft da alles schief? Sorry, aber genau das ist der Grund, warum nur etwas mehr als eine Handvoll Leute den Wagen kaufen.

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krypton8310 25.01.2018, 11:33
21.

Zitat von jasper366
Es gibt inzwischen reichlich Nissan Werkstätten die den Service übernehmen dürfen, sogar inkl. Garantiearbeiten - so auch mein Nissanhändler. Da steht öfters schon mal ein QX70 oder Q(X)30 für einen Service. Einfach mal auf der HP von Infiniti schauen, da sind alle autorisierten Händler aufgelistet. Der Q30 ist ein tolles Auto, aber für mich mit meinen 1,96 m mindestens 1,5 Nummern zu klein. Ich stoße bei Sitzen mit der Schulter an die A-Säule und zudem ist die Kante Dachhimmel - Fenster genau in Augenhöhe, auf eine Probefahrt habe ich daher sofort verzichtet.
Naja, wenn Sie sich mal auf der Infiniti-Seite die Partnerwerkstätten im 100km, Radius um Kassel anschauen, was sehen Sie da? Richtig: Nichts! Wie ich schon schrieb: Ich möchte auch eigentlich Alternativ-Werkstätten haben und nicht nur eine, die alle Jubeljahre mal einen Q70 auf dem Hof hat (und demzufolge wenig Erfahrung mit dem Modell)! Beim Q30 mag das noch einigermaßen funktionieren weil er Mercedes- bzw. Nissan-Teile verbaut hat. Aber wenn Sie z.B. einen Q70/Q50 Hybrid haben, dessen Antriebsstrang in keinem Volumenmodell in Europa verbaut ist, dann gucken Sie recht schnell in die Röhre. Das kostet nicht nur Geld, welches vielleicht die Garantie übernimmt, sondern vor allem Zeit und Nerven. Für ein älteres Fahrzeug ist außerdem quasi kein Markt für gebrauchte Ersatzteile oder günstige Neuteile vorhanden. Das ist der Grund warum ich rückblickend keinen Lexus mehr kaufen würde obwohl das tolle Autos sind. Bei Infiniti schätze ich die Situation noch extremer ein.

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jasper366 25.01.2018, 13:17
22.

Zitat von krypton8310
Naja, wenn Sie sich mal auf der Infiniti-Seite die Partnerwerkstätten im 100km, Radius um Kassel anschauen, was sehen Sie da? Richtig: Nichts! Wie ich schon schrieb: Ich möchte auch eigentlich Alternativ-Werkstätten haben und nicht nur eine, die alle Jubeljahre mal einen Q70 auf dem Hof hat (und demzufolge wenig Erfahrung mit dem Modell)! Beim Q30 mag das noch einigermaßen funktionieren weil er Mercedes- bzw. Nissan-Teile verbaut hat. Aber wenn Sie z.B. einen Q70/Q50 Hybrid haben, dessen Antriebsstrang in keinem Volumenmodell in Europa verbaut ist, dann gucken Sie recht schnell in die Röhre. Das kostet nicht nur Geld, welches vielleicht die Garantie übernimmt, sondern vor allem Zeit und Nerven. Für ein älteres Fahrzeug ist außerdem quasi kein Markt für gebrauchte Ersatzteile oder günstige Neuteile vorhanden. Das ist der Grund warum ich rückblickend keinen Lexus mehr kaufen würde obwohl das tolle Autos sind. Bei Infiniti schätze ich die Situation noch extremer ein.
Infinitis sind nichts anderes als Nissan bzw. Mercedes Fahrzeuge in anderer Verkleidung, oftmals sogar 1:1 (aktuell QX80 -> Patrol, QX60 -> Pathfinder R52)
Die Motoren sind altbekannte Gesellen von Nissan, Renault und Mercedes, die Getriebe sind auch in Nissan und Co verbaut (bis auf das DSG).

Da ist nichts, mit dem ein Nissanmechaniker nicht zurecht kommt, teile zu bestellen ist ach kein Problem und ob die Mechaniker mit dem Hybridstrang besser zurecht kommen als jene bei Nissan wage ich auch zu bezweifeln. Die Fahrzeuge sind so selten, da fehlt es auch dort an Erfahrungswerten, wohingegen jede Nissan Werkstatt geschulte 'Elektrogeschulte' Leute hat dank des Leaf.

Mit dem Markt von Gebrauchtteilen oder nachbauten gebe ich Ihnen Recht, da ist nicht viel zu finden.

Also ich könnte mich hier über die Dichte nicht beschweren, Infiniti in Düsseldoof (140 km) und Frankfurt (90 km), mein Händler mit zwei Werkstätten fast genau dazwischen, ggf noch andere Nissanhändler im Umkreis die Infiniti warten dürfen.

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neurobi 25.01.2018, 13:18
23.

Zitat von jasper366
Nissan hat keine DSG Getriebe. Dort gibt es nur normale Schaltgetriebe, Wandlerautomatiken bzw. das CVT Getriebe. Der komplette Antriebsstrang des Q(X)30 samt Motoren, bis auf den kleinen Diesel, ist von Daimler.
Im Artikel heißt es " Die fällt in Verbindung mit dem seidenweich kalibrierten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe tatsächlich auf. Selten gab es ein Kompaktauto mit einem so entspannten Vortrieb."

Und ein Blick in die ADAC-Autoapp zeigt, auch da steht DCT (=DSG).

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mazzmazz 25.01.2018, 13:35
24. Klar

Zitat von neurobi
Aha, sie haben ihn also schon gefahren? Aber allein diese Aussage stimmt mich schon optimistisch. Wenn es so butterweich und ruckelfrei wie meine VW-DSGs ist, dann hat Nissan einen guten Job gemacht. Ansonsten überzeugt der Wagen mit angemessen Fahrwerten und viel Stauraum.
Lesen hilft.
Meine Frau fährt einen A 250 4matic mit DKG.
In der Familie haben wir zwei VW mit DSG. Der Golf Plus 1.4 TSI DSG hat nun auf 95.000 Km (gefahren von einer älteren Dame, die noch nie zuvor in ihrem Leben einen entsprechenden Schaden fabriziert hatte und sehr friedlich fährt) den 2. Motor und das 3. DSG-Getriebe.
Wie lange fahren Sie denn Ihren VW schon? Warten Sie es ab, der Ärger kommt bestimmt.
Der 2. Golf, ein GTI mit EZ 2018(!), war bereits beim DSG-Softwareupdate, 3 Tage nach Übernahme. Sobald man etwas zackiger fährt (ist ein GTI dafür nicht auch gedacht?), prügelt einem die Kiste die Bandscheiben krumm. Ansonsten ist der GTI ein heillos überteuertes, aber tolles Auto. Trotz Frontkratzer.
DKGs sind eine Billiglösung für kleine Autos mit schwachen Motoren, die von technisch unaffinen Menschen wenige Km p.a. in Schleichfahrt bewegt werden.
Ich könnte mich bei den Billiglösungen eher noch mit einem CVT-Getriebe á la Nissan (und keinesfalls á la Audi Multitronic, die ätzend fuhr und anfällig war) anfreunden.
Zackig wird es ohnehin nur manuell oder mit einer sequenziellen Schaltung. Ein alter M3 mit diesem Getriebe war eine Schau. Aber man brauchte wohl selbst im Straßenbetrieb alle 40.000 km ein neues.
Der A stand so wie er war bei MB und als langjährigem Kunden wurde mir ein Leasingdeal angeboten, den wir nicht ablehnen wollten.
Gekauft hätte ich das Auto für den aufgerufenen Preis nie. Noch nicht einmal mit 25% Nachlaß wäre er realistisch gewesen. Die Garantie läuft bei Leasingrückgabe ab, also muss ich kein neues Getriebe kaufen. Ich fahre das Ding auch nicht so oft, also was soll´s.
Das nächste Auto meiner Frau bekommt trotzdem wieder einen Wandlerautomaten oder eine manuelle Schaltung. Ihr ist das sowieso egal, sie will 4 Türen, Allrad und etwas mehr Kofferraum als der A ihn hat. Das sollte lösbar sein. Für über 50.000 Eur kann man auch einen jungen grand Cherokee SRT fahren. Der schafft mit deutlich größerer Wahrscheinlichkeit die 250.000 Km ohne Motor- und Getriebetausch.

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neurobi 25.01.2018, 13:53
25.

Zitat von mazzmazz
Lesen hilft. Meine Frau fährt einen A 250 4matic mit DKG. In der Familie haben wir zwei VW mit DSG. Der Golf Plus 1.4 TSI DSG hat nun auf 95.000 Km (gefahren von einer älteren Dame, die noch nie zuvor in ihrem Leben einen entsprechenden Schaden fabriziert hatte und sehr friedlich fährt) den 2. Motor und das 3. DSG-Getriebe. Wie lange fahren Sie denn Ihren VW schon?
Ich wiederhole mich zwar. Der erste über 150000km, der zweite jetzt deutlich über 60000km. Beide ohne einen Cent Reparaturkosten.
Beide arbeiten/teten wie neu, ohne jedes Ruckeln.

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ExigeCup260 25.01.2018, 14:04
26.

Zitat von mazzmazz
Lesen hilft. Meine Frau fährt einen A 250 4matic mit DKG. In der Familie haben wir zwei VW mit DSG. Der Golf Plus 1.4 TSI DSG hat nun auf 95.000 Km (gefahren von einer älteren Dame, die noch nie zuvor in ihrem Leben einen entsprechenden Schaden fabriziert hatte und sehr friedlich fährt) den 2. Motor und das 3. DSG-Getriebe. Wie lange fahren Sie denn Ihren VW schon? Warten Sie es ab, der Ärger kommt bestimmt. Der 2. Golf, ein GTI mit EZ 2018(!), war bereits beim DSG-Softwareupdate, 3 Tage nach Übernahme. Sobald man etwas zackiger fährt (ist ein GTI dafür nicht auch gedacht?), prügelt einem die Kiste die Bandscheiben krumm. Ansonsten ist der GTI ein heillos überteuertes, aber tolles Auto. Trotz Frontkratzer. DKGs sind eine Billiglösung für kleine Autos mit schwachen Motoren, die von technisch unaffinen Menschen wenige Km p.a. in Schleichfahrt bewegt werden. Ich könnte mich bei den Billiglösungen eher noch mit einem CVT-Getriebe á la Nissan (und keinesfalls á la Audi Multitronic, die ätzend fuhr und anfällig war) anfreunden. Zackig wird es ohnehin nur manuell oder mit einer sequenziellen Schaltung. Ein alter M3 mit diesem Getriebe war eine Schau. Aber man brauchte wohl selbst im Straßenbetrieb alle 40.000 km ein neues. Der A stand so wie er war bei MB und als langjährigem Kunden wurde mir ein Leasingdeal angeboten, den wir nicht ablehnen wollten. Gekauft hätte ich das Auto für den aufgerufenen Preis nie. Noch nicht einmal mit 25% Nachlaß wäre er realistisch gewesen. Die Garantie läuft bei Leasingrückgabe ab, also muss ich kein neues Getriebe kaufen. Ich fahre das Ding auch nicht so oft, also was soll´s. Das nächste Auto meiner Frau bekommt trotzdem wieder einen Wandlerautomaten oder eine manuelle Schaltung. Ihr ist das sowieso egal, sie will 4 Türen, Allrad und etwas mehr Kofferraum als der A ihn hat. Das sollte lösbar sein. Für über 50.000 Eur kann man auch einen jungen grand Cherokee SRT fahren. Der schafft mit deutlich größerer Wahrscheinlichkeit die 250.000 Km ohne Motor- und Getriebetausch.
"... oder mit einer sequenziellen Schaltung. Ein alter M3 mit diesem Getriebe war eine Schau. Aber man brauchte wohl selbst im Straßenbetrieb alle 40.000 km ein neues. ..."

Selber sind Sie noch nie einen gefahren? Bei sachgemäßer Benutzung und regelmäßigen Getriebeölwechseln halten de Dinger. Ist halt nichts für Leute, die ein "Plug&Play"-Auto haben möchten.

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DerBlicker 25.01.2018, 15:36
27. so ist das nun mal

Zitat von ExigeCup260
"... oder mit einer sequenziellen Schaltung. Ein alter M3 mit diesem Getriebe war eine Schau. Aber man brauchte wohl selbst im Straßenbetrieb alle 40.000 km ein neues. ..." Selber sind Sie noch nie einen gefahren? Bei sachgemäßer Benutzung und regelmäßigen Getriebeölwechseln halten de Dinger. Ist halt nichts für Leute, die ein "Plug&Play"-Auto haben möchten.
Keinen Verschleiß gibt es nur beim Wandlerautomaten, sofern man sich an die Ölwechselintervalle des Herstellers hält. Alle anderen Getriebe haben Reibkupplungen und die verschleißen je nach Handhabung früher oder später. Beim DKG und sequentiellem Getriebe müssen deshalb in regelmäßigen Inspektionsintervallen die Kupplungen nachgestellt werden. Bei normaler Fahrweise hält aber auch ein DKG locker 200 000km, so wie das bei einer normalen Kupplung der Fall ist. Es soll ja Rentner geben, die brauchen alle 4 Wochen eine neue Kupplung, weil sie mangels Hörgerät immer bei 5000 Touren einkuppeln.

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f_eu 25.01.2018, 16:13
28.

Zitat von brux
In der Mercedes C-Klasse kommt der 220CDI Motor angeblich von Renault, also der Mutterfirma von Nissan und Infiniti. Dass derselbe Motor im Infiniti von Mercedes kommt, ist da wohl eher unwahrscheinlich. Mercedes ist unterhalb der E-Klasse keine eigenständige Marke mehr.
Falsch. Der 220CDI ist ein reiner Daimler Motor (Oelmotor651) und mit das Beste was heute angeboten wird. Er wird auch in der E-Klasse verbaut.

Dieser Q30 gefällt mir, vor allem innen, viel besser als der A.

Der eigentliche Mercedes mit falschen Grill den man leider wegen des irren Wertverlustes nicht kaufen kann. Die Zeiten, wo ein Fahrzeug übersichtlich war (W124T, Volvo 245/265, Passat Kombi 1, o.ä), sind leider vorbei.

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jasper366 25.01.2018, 16:17
29.

Zitat von neurobi
Im Artikel heißt es " Die fällt in Verbindung mit dem seidenweich kalibrierten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe tatsächlich auf. Selten gab es ein Kompaktauto mit einem so entspannten Vortrieb." Und ein Blick in die ADAC-Autoapp zeigt, auch da steht DCT (=DSG).
Und nichtsdestotrotz hat Nissan selbst keine DSG Getriebe im Einsatz.
Von daher glaube ich auch nicht das die da dran rumgeschraubt haben, sondern es wird 1:1 vom Basisfahrzeug übernommen worden sein.

Ich bezog mich auf diesen Satz bei dem Posting:
"Wenn es so butterweich und ruckelfrei wie meine VW-DSGs ist, dann hat Nissan einen guten Job gemacht."

Wo sie definitiv Veränderungen vornahmen ist beim Fahrwerk und dieses wird nahezu bei allen Zeitschriften als deutlich besser beschreiben als jenes bei Mercedes selbst.

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